Roskosmos und NASA unterzeichnen Vereinbarung über Verlängerung der ISS-Nutzung

 

Credit: Roskosmos

Baikonur, 28. März 2015 — Die Raumfahrtagenturen Russlands und der USA, Roskosmos und NASA, haben eine Vereinbarung über den Betrieb der Internationalen Raumstation ISS bis zum Jahr 2024 unterzeichnet. Der feierliche Akt fand am Rande des Starts des Raumschiffes Sojus TMA-16M statt, mit dem Michail Kornijenko (Russland) und Scott Kelly (USA) von Baikonur zu ihrer Jahresmission in der ISS aufgebrochen sind, teilte Roskosmos-Chef Igor Komarow (Foto) mit. 

Beide Seiten hätten vereinbart, bei der weiteren Nutzung der Station die Erhöhung der Effektivität und des Nutzens aus den Experimenten anzustreben, die hier durchgeführt werden. Die Türen der Station stünden auch weiterhin anderen Interessenten offen, fügte Komarow nach Angaben der Nachrichtenagentur TASS hinzu. Zudem arbeite man am Programm einer künftigen Raumstation nach der ISS.

Der Wissenschaftlich-Technische Rat (NTS) des neuen Staatskonzerns GK Roskosmos hatte Ende Februar beschlossen, sich über 2020 hinaus an der ISS zu beteiligen. NTS-Chef Juri Koptjew betonte, die Weiterführung der Station sei für Russland „hinreichend vorteilhaft“. Während des gesamten bisherigen Betriebs habe Russland 10 Prozent investiert und 30 Prozent der Ressourcen genutzt. 

Damit widersprach Koptjew dem für die Raumfahrt zuständigen Vizepremier Dmitri Rogosin. Der hatte im vergangenen Jahr angesichts der US-Sanktionen wegen der Ukraine-Krise den Rückzug Russlands aus dem ISS-Programm für 2020 angedroht. Zur Begründung sagte er, die Mitarbeit in der ISS zahle sich für sein Land nicht aus.

(c) Gerhard Kowalski

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