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ISS-Besatzung wieder komplett – Neue reduzierte Sojus-Besatzung legt problemlos an – Präsident Trump kündigte Telefonat mit Peggy Whitson an

Credit:GK Roskosmos

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Koroljow,  20. April 2017 — Die Stammbesatzung der Internationalen Raumstation ISS ist wieder komplett. Das Raumschiff Sojus MS-04 mit den Russen Fjodor Jurtschichin und dem Amerikaner Jack Fischer hat am Donnerstag um 15.19 Uhr deutscher Zeit und damit vier Minuten früher als geplant automatisch an der Station angelegt und wurde von der Amerikanerin Peggy Whitson,  dem Russen Oleg Nowizki und dem französischen ESA-Astronaut Thomas Pesquet freudig begrüßt.

Die Ankömmlinge waren am Morgen pünktlich um 09.13 Uhr vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet. Das dritte „Besatzungsmitglied“ war diesmal ein Container mit 70 Kilogramm Obst und Gemüse. Die ursprünglich geplante Mitnahme von lebenden Mäusen hatte Jurtschichin abgelehnt.

Ein Quintett ersetzt nunmehr die eigentlich auf sechs Astronauten ausgelegte Stamm-Crew,  weil die Russen die Zahl ihrer Kosmonauten an Bord vorübergehend von drei auf zwei reduziert haben. Diese Regelung soll bis zum Start des Mehrzwecklabormoduls  MLM Nauka (Wissenschaft) gelten.

Die Mission von Jurtschichin und Fischer soll 136 Tage dauern. Für die Russen ist dabei neben den 56 wissenschaftlichen Experimenten,  darunter der Versuch,  erstmals Kefir herzustellen,  vor allem ein Ausstieg in den freien Raum wichtig. Jurtschichin und Sergej Rjasanski,  der mit einem Amerikaner mit dem nächsten Sojus-Raumschiff zur ISS kommt,  sollen dabei ein Bullauge des russischen Segments säubern,  eine Box mit Materialproben bergen und eine Antenne am Service-Modul Swesda reparieren. Zudem soll der erste russische Nanosatellit,  der im 3D-Druckverfahren hergestellt wurde, in den freien Raum entlassen werden.

Wie die US-Luft-  und Raumfahrtbehörde NASA am Mittwoch mitgeteilt hat,  wollen Präsident Donald Trump und seine Tochter Ivanka am Montag bei Peggy Whitson anrufen,  um ihr zum neuen amerikanischen Langzeitflugrekord zu gratulieren. Am 24. April stellt sie bei ihrer nunmehr dritten ISS-Mission den alten 534-Tage-Rekord ihres Landsmann Jeff Williams ein.

Das Gespräch mit Trump und seiner Tochter soll um 16.00 Uhr deutscher Zeit beginnen und 20 Minuten dauern. Die NASA-Videoübertragung soll von „Schulen,  Museen und anderen Organisationen“  in den USA und auf der ganzen Welt verfolgt werden können.

© Gerhard Kowalski

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