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Michail Kornijenko verlässt das Kosmonauten-Korps und wird Leitender Spezialist

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  29. November 2017 —  Der russische Zweifachkosmonaut Michail Kornijenko scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Kosmonauten-Korps aus, bleibt aber der Raumfahrt erhalten. Er werde ab dem 1. Dezember als leitender Spezialist der Kosmonauten-Abteilung fungieren,  wie er auf meine Nachfrage bestätigte. Diese Funktion gilt als Vorbereitung auf eine bevorstehende neue Aufgabe.

Der 57-jährige Kosmonaut 1. Klasse hat insgesamt 516 All-Tage auf seinem Konto. 2010 absolvierte er seinen ersten Langzeitflug in der Internationalen Raumstation ISS. Vom 28. März 2015 bis zum 2. März 2016 unternahm er zusammen mit seinem US-Kollegen Scott Kelly einen Jahresflug in der Station. Es war dies das erste Mal,  dass ein US-Astronaut 340 Tage am Stück im Weltraum war.

Nach der Rückkehr hatte Kornijenko den Wunsch geäußert, noch einmal für ein Jahr zur ISS zu fliegen. Vor wenigen Wochen erhielt er dafür auch grünes Licht von den Ärzten. Nun hat sich der Kosmonaut offensichtlich anders entschieden. Möglicherweise hängt das mit dem Personalwechsel an der Spitze des Kosmonauten-Ausbildungszentrums (ZPK) Juri Gagarin im Sternenstädtchen bei Moskau zusammen. Dort hatte am vergangenen Freitag Pawel Wlassow den Dreifachkosmonauten Juri Lontschakow als Chef abgelöst.

Das russische Kosmonauten-Korps hat nach dem Weggang Kornijenkos nur noch 26 Mitglieder.  Die Hälfte davon hat noch keine Raumflugerfahrung.

© Gerhard Kowalski

2 comments to Michail Kornijenko verlässt das Kosmonauten-Korps und wird Leitender Spezialist

  • Raymond Mortini

    Wissen Sie vielleicht welcher Taetigkeit S. Volkov und G. Padalka nun nachgehen nach ihrem Weggang aus dem Kosmonautencorps?

    Duerfen diese ehemaligen Kosmonauten noch im Sternenstaedtchen wohnen? Eine Rueckkehr scheint ja nicht immer ausgeschlossen zu sein.

  • Gerhard Kowalski

    Lieber Herr Mortini,
    ich hoffe erst einmal,dass Ihr Namen nicht wieder von der Automatik verhunzt wird.

    Nein,ich weiß nicht,was Wolkow und Padalka jetzt machen. Padalka hatte mir gesagt,er wolle in die Privatwirtschaft gehen. Vielleicht fragen Sie mal bei Herrn Römisch nach,wo Padalka unter Vertrag ist.

    Die Wohnungen dürfen beide nicht behalten und wollen das wohl auch nicht. Denn sie sind ja im Zorn geschieden.

    Viele der gestandenen Kosmonauten haben inzwischen private Wohnungen in Moskau,so auch Kornijenko. Der hat allerdings noch eine kleine Wohnung im Sternenstädtchen,wo er jetzt wohl bald Karriere machen wird.

    Mehr als das,was ich gescheiben habe,wollte mir Kornijenko (noch)
    nicht verraten.

    Besten Gruß

    G. Kowalski

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