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NASA in der Bredouille –   Private bemannte US-Raumschiffe können nicht rechtzeitig zertifiziert werden

Moskau,  13. Juli 2018 —   Der Start des ersten privaten bemannten US-Raumschiffes zur Internationalen Raumstation ISS,  der eigentlich bereits in diesem Jahr stattfinden sollte,  verzögert sich wahrscheinlich bis 2020. Als Grund dafür hat das Government Accountability Office (GAO) des US-Kongresses ein Organisationschaos bei der NASA ausgemacht. Die Luft- und Raumfahrtbehörde sei nicht in der Lage,  die Raumschiffe von SpaceX und Boeing rechtzeitig zu zertifizieren,  kritisierte das Kontrollorgan.

In diesem Kontext haben Moskauer Medien darauf verwiesen, dass Russland höchstwahrscheinlich kurzfristig keine zusätzlichen Plätze in ihren Sojus-Raumschiffen für US-Astronauten zur Verfügung stellen kann. Möglich sei bestenfalls, die Rückkehr des letzten amerikanischen ISS-Astronauten mit den Russen von November 2019 auf Januar 2020 hinauszuzögern. Die Bauzeit neuer Sojus-Kapseln, die man jetzt vielleicht noch in Auftrag geben könnte, dauere drei Jahre. Sie stünden also frühestens 2021 zur Verfügung.

Am Freitag hat nun die GK Roskosmos auf die Bredouille der NASA reagiert. Auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur RIA Nowosti teilte ihr Pressedienst mit, dass man bereit sei, mit den USA auch nach 2019 beim Transport ihrer Astronauten zur ISS zusammenzuarbeiten.

Die NASA hatte 2014 SpaceX und Boeing 2,6 beziehungsweise 4,2 Milliarden Dollar für den Bau kommerzieller bemannter Raumschiffe vertraglich zugesichert.

© Gerhard Kowalski

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