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Institutsdirektor Remisow:   Russland muss nach der Rogosin-Absage seine Weltraumstrategie überdenken

Moskau,  6. Januar 2019 —   Nach der Absage des USA-Besuches des Chefs der GK Roskosmos,  Dmitri Rogosin, durch die Luft- und Raumfahrtbehörde NASA müsse Russland seine nationale Raumfahrtstrategie überdenken. Schuld daran sei die anti-russische Lobby,  die sich in Amerika gebildet habe,  sagte der Präsident des Moskauer Instituts für nationale Strategie,  Michail  Remisow,  am Sonntag der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Der Zwischenfall mit Rogosin bestätige die These,  dass die bilateralen Beziehungen immer weniger vom persönlichen Faktor abhängen.

Präsident Donald Trump und NASA-Chef Jim Bridenstine, die anfangs für eine Zusammenarbeit mit Russland gewesen seien,  könnten ihre Vorhaben wegen politischer Hindernisse nicht umsetzen,  die konjunkturellen Charakters seien, fügte der Wissenschaftler hinzu. In der amerikanischen Politik habe sich eine stabile anti-russische Lobby formiert, eine anti-russische Koalition,  die das Zusammenwirken in strategisch bedeutsamen Bereichen blockiere.

Das Mitglied des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des Föderationsrates,  Franz Klinzewitsch,  sagte der Nachrichtenagentur TASS,  die Haltung der amerikanischen Gesetzgeber „bestätigt einmal mehr,  dass das politische Establishment der Vereinigten Staaten nicht bereit ist,  den Vektor der Politik der Russophobie und der Diskreditierung Russlands zu verändern“.

Inzwischen hat GK-Roskosmos-Sprecher Wladimir Ustimenko erneut betont,  dass bei ihm bislang keine Absage des Rogosin-Besuches von der NASA eingetroffen sei. Er bedauere,  dass die NASA mit der GK Roskosmos über die Medien  kommuniziere.

© Gerhard Kowalski

2 comments to Institutsdirektor Remisow:   Russland muss nach der Rogosin-Absage seine Weltraumstrategie überdenken

  • Jürgen Nabel

    Guten Tag,Herr Kowalski,
    ich habe schon seit einiger Zeit das saudumme Gefühl,dass die Amis ihr Süppchen langsam hinter ihrer selbst gebauten Mauer kochen möchten. Die ISS-Zeit ist wohl gerade so ziemlich aufs Ende ausgerichtet. Irgendwie bezweifle ich auch den Willen,den privaten Crew-Transporteuren eine Zertifizierung zu geben. Verlieren wird natürlich der Rest der ISS-Betreiber,sollten sich Russland und Amerika so zerstreiten,dass eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr machbar ist.
    Und da frage ich mich allen Ernstes doch:wie kam das Loch in die Sojus. Alex wird das wohl nicht gewesen sein.
    Liebe Grüße an Sie
    Jürgen Nabel

  • Gerhard Kowalski

    Tja,wie die Sache wohl ausgeht,frage ich mich auch.
    Ich denke,dass die Politik leider die Raumfahrt erreicht hat,wie ich schon angedeutet habe.

    Ich bin in jedem Fall auf alles vorbereitet.

    GK

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