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ICARUS-Projekt-Koordinatorin Müller:   Die Testphase hat begonnen

Berlin,  16. Juli 2019 —   Die  Testphase  von ICARUS hat begonnen.  Der On-Bord-Computer des bislang technisch modernsten Projekts zur globalen Tierbeobachtung aus dem All in der Internationalen Raumstation ISS „hat angefangen zu arbeiten“,  teilte mir die Projekt-Koordinatorin Uschi Müller auf Anfrage mit. Allerdings musste er nach kurzer Zeit erst mal wieder ausgeschaltet werden,  da die Lüfter zu viel Strom zogen, fügte sie hinzu. „Die Lüfter müssen jetzt von den Kosmonauten händisch ausgeschaltet werden, um dann einer nach dem anderen wieder angeschaltet zu werden.“

Dadurch werde der Start des ICARUS-Gesamtsystems etwas verzögert, betonte die Koordinatorin.  Es gebe aber keinen Grund zur Besorgnis:  „Dafür testen wir ja.  Die ersten Flugversuche sind immer etwas schwierig.“

Leider könne sie im Moment noch keinen verbindlichen Termin für das erneute Anschalten des Computers nennen,  sagte Müller. „Doch wir sind überzeugt, dass dies in den nächsten Wochen geschehen wird.“  Die Testphase werde danach etwa vier Monate andauern, das heißt, der operationelle Betrieb sei für Spätherbst/Winter 2019 geplant.

Mit dem ICARUS-Projekt sollen global die Wanderbewegungen von Tieren erforscht werden. Im Fokus sind zunächst Kleintiere wie Vögel,  Fledermäuse oder Flughunde. Winzige an den Tieren angebrachte Sender sammeln Informationen über deren Wanderverhalten und funken sie zur ISS.

© Gerhard Kowalski

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