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GK Roskosmos plant zwei russische Dreier-Sojus-Besatzungen zur ISS

Moskau,  19. November 2019 —   Die Sojus-Besatzungen, die im Oktober 2020 und im Frühjahr 2021 zur Internationalen Raumstation ISS starten, könnten nach 19 Jahren Unterbrechung jeweils wieder aus drei russischen Kosmonauten bestehen. So sieht es die bisherige Planung der GK Roskosmos vor,  wie Moskauer Medien berichten. Die letzte rein russische Besatzung ist 2000 zur Raumstation MIR geflogen. Normalerweise sind ein oder gar zwei Ausländer dabei.

Für den Flug von Sojus MS-17 im Oktober 2020 sind Anatoli Iwanischin,  Iwan Wagner und Nikolai Tschub nominiert,  und im Frühjahr 2021 sollen mit Sergej Ryshikow,  Sergej Kudj-Swertschkow und Sergej Korsakow erstmals gleich drei Sergejs mit Sojus MS-18 starten. Allerdings steht noch die Antwort von Roskosmos auf die Bitte der US-Luft und Raumfahrtbehörde NASA aus,  ihr für beide Flüge jeweils einen Platz für einen amerikanischen Astronauten zu reservieren.

© Gerhard Kowalski

11 comments to GK Roskosmos plant zwei russische Dreier-Sojus-Besatzungen zur ISS

  • Jürgen Nabel

    Guten Morgen Herr Kowalski,

    und wiederum sieht man die Zuversicht und das Selbstvertrauen der Amis. Einer trommelt,dass ab Frühjahr 2020 Amerika alleine zur ISS kommt,auf der anderen Seite reserviert man bis 2021 Mitfluggelegenheiten. Das ist eigentlich „Per Anhalter durch die Galaxis“und „America first“in seinem schönsten Widerspruch.

    Einen schönen Dienstag noch und liebe Grüße
    Jürgen Nabel

  • Jan

    Guten Morgen,ich sehe das ganze auch kritisch…die Amerikaner gehen davon aus das alles glatt läuft mit Dragon und Co…Sie liegen aber nicht im Zeitplan und sollte nur das geringste passieren,was bei neuen Systemen “normal“wäre…ist alle Planung hinfällig
    Auch der geplante Platz für Herr Maurer in 10-2021 sehe ich nicht als sicher…ich hoffe die ISS wird weiter genutzt und mal schauen was China im stillen Kämmerlein macht…hier ist in 2020 einiges zu erwarten!

  • Gerhard Kowalski

    Ich habe gerade mit maßgeblichen Leuten des ZPK gesprochen,die den Zeitplan auch in Gefahr sehen. Aber die Russen werden nicht böse sein,wenn sie den Amerikanern noch ein paar Plätze verkaufen können. Vielleicht findet sich sogar ein Astronaut,der so ähnlich wie Sergej heißt.

    GK

  • Raymond Mortini

    Ich dachte das Abkommen zwischen den russischen und amerikanischen Raumfahrtbehoerden,dass ‚automatisch‘jeweils ein Kosmonaut bei den Amerikanern und ein
    Astronaut an zukuenftigen Sojus-Missionen zur ISS teilnehmen sollte,waere unter Dach und Fach?
    Trainierte nicht Borisenko bereits fuer den ersten solchen Flug?

  • Gerhard Kowalski

    Das war noch kein Abkommen,sondern eine Absichtserklärung vor allem auf Betreiben der Amerikaner. Die NASA befürchtete,dass irgendwann mal kein Amerikaner in der ISS sein könnte.

    GK

  • Jan

    Guten Morgen,die aktuelle Planung der nächsten Flüge zur ISS wird nahezu täglich geändert,auch Borisenko sollte mit USCV-2 fliegen…aber wieder von der Liste genommen,dafür steht vermutlich der Franzose Th. Pesquet fest…auch der Herr Maurer ist für 10-2021 für einen Flug mit Dragon geplant…aber wie gesagt,entscheidend sind die ersten/nächsten Starts der Amerikaner,tritt hier ein Problem auf oder Verschiebungen…wird man die Plätze in den Sojuskapseln sehr gern nutzen!

  • Gerhard Kowalski

    Ja,das Durcheinander ist groß. Es sieht so aus,dass in den nächsten Tagen mit der NASA Nägel mit Köpfen gemacht werden.

    GK

  • Jürgen Nabel

    Da wäre dann zu befürchten,dass Rjasanski mit seinem Kommentar vielleicht doch nicht unbedingt ein „Hellseher“wäre. Ich wäre auch der Meinung,dass die NASA nur einen driftigen Grund sucht und evtl. bekommt um auszusteigen.

  • Gerhard Kowalski

    Ich rätsele immer noch,was diese Aussage zu bedeuten hat,zumal Rjasanski,ein studierter Biochemiker,auch über die weiblichen Kosmonauten herfällt und von Frau Serowa prompt in die Schranken verwiesen wurde.

    GK

  • Jan

    Ich finde es Schade das hier ein Zweifach Kosmonaut sich so hinreißen lässt,zumal das „Ende“ISS ja schon in den letzten Jahren absehbar war,einen“Rückbau“und Optimierung der Module macht sicher Sinn und Europa sollte hier eine Chance sehen,mehr daraus zu machen! Auch das Astronautenteam sollte zweitnah ausgebaut werden..nur Gerst und Maurer mit aktiven Status,Samantha sollte auf jeden fall noch mal fliegen und wir könnten ja auch das Thema Frau im All endlich mal ernst nehmen..

  • Gerhard Kowalski

    ich glaube nicht,dass das alles allein auf Rjasanskis Mist gewachsen ist.
    Dahinter könnte mehr stehen. Vielleicht ist das der Beginn eines Rückzugsgefechts?

    GK

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