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Vizepremier Borissow zieht wenig schmeichelhafte Raumfahrtbilanz 2019 (Update)

Credit:Regierurng der RF

Moskau.  27. Dezember 2019 —  Der für das Militär und die Raumfahrt zuständige Vizepremier Juri Borissow hat eine wenig schmeichelhafte Bilanz der russischen Raumfahrt für 2019 gezogen. „Zu den Erfolgen der Branche kann man nur eines zählen:  In diesem Jahr hat es keine einzige Havariesituation gegeben“,  sagte er am Freitag in einem Interview. Allerdings sei das Startprogramm mit 25 Starts nur wenig mehr als zur Hälfte erfüllt worden.

Borissow kritisierte zudem,  dass erst nur etwa 30 Prozent der Aufgaben beim Bau des neuen Kosmodroms Wostotschny im Amur-Gebiet erledigt seien. So seien in der ersten Bauphase nur 6 der 19 Objekte fertig geworden. Auch beim geplanten Ausbau der militärischen Satellitenflotte gebe es „Misserfolge“.

Der Vizepremier betonte, in der Raumfahrtbranche müsse „Ordnung“  hergestellt werden. Das erfordere eine systematische langfristige und peinlich genaue Arbeit sowie die Erziehung professioneller Kader, von denen es heute auf allen Ebenen zu wenig gebe.

Inzwischen hat der Chef der GK Roskosmos,  Dmitri Rogosin,  auf die Einschätzung von Borissow reagiert. Der Nachrichtenagentur TASS sagte er,  mehr Starts hätten nicht stattfinden können,  da zum Beispiel viele Satelliten von OneWeb und des Verteidigungsministeriums nicht rechtzeitig fertig geworden wären.

© Gerhard Kowalski

2 comments to Vizepremier Borissow zieht wenig schmeichelhafte Raumfahrtbilanz 2019 (Update)

  • Detlef Höner

    …mit 25 Starts nur wenig mehr als zur Hälfte erfüllt worden..?- Es waren nie 50 Starts geplant –was redet der Mann?
    Liebe Grüße
    Detlef Höner

  • Gerhard Kowalski

    Ich kann nur mitteilen,was er gesagt hat.
    Anfang 2019 hatte die GK Roskosmos noch von geplanten 45 Starts gesprochen. Diese Zahl wurde im September von Rogosin auf rund 40 reduziert.
    Und nun sind es sogar nur 25 geworden.
    Borissenko hatte möglicherweise noch ganz andere Zahlen im Kopf.
    Am 20. Januar muss er zu Putin zum Rapport. Danach wissen wir sicher mehr.

    GK

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