IMBP-Studie:  US-Mond-Astronauten starben früher als ihre anderen Kollegen

Moskau,  28. Februar 2020 —   Das Risiko eines früheren Todes war bei den US-Astronauten,  die zum Mond geflogen sind,  etwa doppelt so hoch wie im Mittel bei allen Kollegen. Das geht aus einer Studie des Moskauer Instituts für Medizinisch-Biologische Probleme (IMBP)  hervor,  die in der Zeitschrift „Luftfahrt- und ökologische Medizin“  veröffentlicht wurde. Im Vergleich zu den Astronauten,  die lediglich Orbitalflüge absolviert haben,  sei das Risiko viermal so groß gewesen. Als Grund dafür werde angenommen,  dass das mit dem Stress und dem Verlassen des Magnetfeldes der Erde zu tun habe,  heißt es weiter.

Für die Studie wurden die Daten von 86 amerikanischen Astronauten ausgewertet. 36 von ihnen waren in den erdnahen Weltraum und 23 zum Mond geflogen,  wobei sich einige von ihnen zwischen 2 und 75 Stunden auf dem Erdtrabanten aufhielten. 27 weitere Astronauten hatten es zwar ins NASA-Korps,  aber nicht ins All  geschafft.

© Gerhard Kowalski

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6 Antworten zu IMBP-Studie:  US-Mond-Astronauten starben früher als ihre anderen Kollegen

  1. Raymond MORTINI sagt:

    hmm? Wenn ich mir meine Tabelle anschaue
    http://www.iecl.univ-lorraine.fr/~Raymond.Mortini/raum3.html
    kann ich nicht bestätigen, dass die „Lunanauten“ früher verstorben sind.
    Das Risiko ist wegen der höheren Strahlung wohl theoretisch höher. Aber wegen der geringen Anzahl von Testpersonen (24) sind die Aussagen meiner Meinung nach nicht stichhaltig.

  2. Gerhard Kowalski sagt:

    Dem kann ich nicht widersprechen.
    Wie Sie ja wissen, mache ich in der Regel selbst keine eigenen Aussagen, sondern berichte als Nachrichtenmann über die Aussagen anderer.
    Ich fand es interessant, diese Studie publik zu machen, weil ja wieder Mondflüge bevorstehen.

    GK

  3. Michael Brömmer sagt:

    Hallo Herr Kowalski
    Auch ich möchte mich mal zum Thema melden. Ich finde solche Studien auch interessant und stimme Herrn Mortini ebenfalls zu. Meine private Statistik untermauert auch nicht gerade die Moskauer Studie. Auf dem Mond und im Mondorbit waren Apollo 8, 10, 11 – 17 mit insgesamt 27 US-Astronauten (davon 3 Cernan,Lovell, J.W.Young doppelt). Davon sind bis heute 12 verstorben und 12 leben noch im Alter von 84 – 91 Jahren. Ein schönes Wochenende wünscht Michael Brömmer.

  4. Gerhard Kowalski sagt:

    Ich bin mal so vermessen anzunehmen, dass vielleicht auch die Russen dann und wann auf meine Homepage gucken. Möglicherweise haben ja Sie und Herr Mortini den Anstoß für eine kleine länderübergreifende Diskussion gegeben? Mir wäre das recht.

    GK

  5. Michael Brömmer sagt:

    Lieber Herr Kowalski, ich habe den Kommentar auf Raumfahrer.net gelesen. Vielen Dank für Ihre jahrelange Informations – Arbeit und Recherche was Weltraum-Angelegenheiten bedraf. Ich wünsche Ihnen alles Gute und grüße Sie herzlich, Michael Brömmer.

  6. Gerhard Kowalski sagt:

    Lieber Herr Brömmer,

    vielen Dank für Ihre netten Worte.

    Beste Grüße

    Gerhard Kowalski

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