NASA-Chef Bill Nelson: Russland erfüllt seine ISS-Verpflichtungen bis 2030

Washington, 26. April 2022 – Der Chef der US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, Bill Nelson, ist überzeugt, dass Russland seine Verpflichtungen für die Fortsetzung des Betriebs der Internationalen Raumstation ISS bis 2030 erfüllen wird. Russland bleibe ISS-Partner über das Jahr 2024 hinaus und werde der Verlängerung der Station bis 2030 zustimmen, sagte er am Dienstag auf einem Briefing. Ungeachtet der komplizierten geopolitischen Lage sehe er die professionellen Beziehungen zwischen den russischen Kosmonauten und amerikanischen Astronauten an Bord der ISS sowie die Freundschaft der Besatzungen und der Flugleitzentren in Moskau und Houston (Texas).

Nelson erinnerte daran, dass sich in der Hochzeit des Kalten Krieges 1975 im Rahmen des Sojus-Apollo-Test-Projekts (SATP) Raumfahrer beider Länder auf der Umlaufbahn getroffen haben und Freunde für immer geworden sind.

(c) Gerhard Kowalski

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4 Antworten zu NASA-Chef Bill Nelson: Russland erfüllt seine ISS-Verpflichtungen bis 2030

  1. Jewgeni-7 sagt:

    Das viele Deutsche immer auf der Seite der Russen waren und sind, das ist ein unumstößlicher Fakt. Aber das der NASA-Chef, Bill Nelson, die Liebe zu den Russen neu entdeckt, das schlägt dem Fass den Boden aus. Der Vergleich zum Kalten Krieg der 70er Jahre ist nicht korrekt, entspricht nicht den geschichtlichen Tatsachen und satt Märchen zu erzählen, sollte sich B. Nelson primär mehr um die SLS-Trägerrake konzentrieren.

    Bleibe bei Fakten: Während der Zeit des Kalten Krieges gab es in der Sowjetunion ein Politbüro, das stets hinter verschlossenen Türen tagte, wo aber auch die Fäuste auf den Tisch donnerten, es wurden also auch kontroverse Meinungen ausgetragen. Heute unter der Führung eines kranken Autokraten, der die europäischen Grenzen in Frage stellt, ist jede nur erdenkliche Kritik verboten, selbst das Existenzrecht eines Nachbarlandes das nur seinen demokratischen Weg gehen will, wird offiziell nicht anerkannt und deshalb muss die Ukraine von der Landkarte verschwinden. Selbst unter Chruschtschow oder Breschnew wäre so eine faschistische Politik der kommunistischen Mörder nicht möglich.

    Ja, der gemeinsamer Weltraumflug von 1975 und die daraus entstandenen Freundschaften waren auch ehrlich gemeint, sind aber mit der geopolitischen Lage von heute nicht vergleichbar. Das was heute passiert, die ungeheuerlichen Verbrechen, wo selbst kleine Kinder und Mädchen vergewaltigt werden und danach aus dem Fenster geworfen, oder eine völlig umzingelte Stadt in Schutt und Asche gebombt wird, wo nach Schätzung der Bürgermeisters schon über 22.000 Tote Menschen zu beklagen sind, ist für mich keine Grundlage mehr, damit die westlichen Raumfahrer gemeinsam mit den Mördern in den Weltraum fliegen.

    Soll doch die Kosmonautin Anna Kikina mit der Sojus fliegen, oder sich öffentlich gegen die Verbrechen und Morde ihrer Regierung und der Soldaten stellen.

  2. Gerhard Kowalski sagt:

    Vergleiche hinken bekanntlich immer ein bisschen – egal, wer sie anstellt.

  3. D. Höner sagt:

    Jewgeni-7, du scheinst ja einen totalen, politischen Durchblick zu haben. Ein Experte für alles! Davon gibt es schon genug in der Welt. Backe mal kleinere Brötchen und halte dich zurück. Die Welt wird mit einseitiger Hetze nicht besser. Das Thema hier ist Raumfahrt!

  4. Gerhard Kowalski sagt:

    Ich bitte die Besucher meiner Homepage noch einmal ausdrücklich um Contenance!!

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