Moskau, 14. Juli 2025 – Moskau macht beim Bau der Russischen Orbitalstation ROS offenbar aus der Not eine Tugend. Angesichts der westlichen Sanktionen wegen des Ukraine-Krieges muss das Land für den geplanten neuen Außenposten ausschließlich eigene Lösungen finden. Deshalb hat der Generaldirektor der GK Roskosmos, Dmitri Bakanow, Ministerpräsident Michail Mischustin auch berichtet, dass der Nachfolger der Internationalen Raumstation ISS voll und ganz aus russischen Bauteilen errichtet werde, wie die Nachrichtenagentur TASS und andere Medien melden.
Die ROS werde das Ergebnis der Anstrengungen einer ganzen Reihe von Organisationen innerhalb der Staatskorporation sein, sagte der Manager. Jede davon verantworte einzelne Bauetappen. Das sichere auch die völlige Transparenz aller Prozesse und die Kontrolle über jedes Element der technologischen Kette. Ungeachtet der Tatsache, dass die ISS mindestens noch bis 2028 funktionieren werde, liefen die Vorbereitungen auf den Start ihrer Nachfolgerin bereits auf vollen Touren. Die Ausarbeitung der ROS stehe trotz der „globalen Einschränkungen“ im Zeichen der Autonomie und der technologischen Unabhängigkeit.
Das Wissenschaftlich-Energetische Modul (NEM) soll Ende 2027 als erster Bauteil gestartet werden. Bis 2030 sind dann ein Kopplungs-, ein Schleusen- und ein Basismodul geplant. Diese Kernstation wird dann bis 2033 durch zwei Zielmodule ergänzt.
