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Moskau, 15. Juli 2025 – Pünktlich zum 50. Jahrestag des Sojus-Apollo-Test-Projekts (SATP) wartet die Tochter Oksana des russischen Weltraum-Pioniers Alexej Leonow mit einer Enthüllung auf. Ihr Vater habe mit einem handelsüblichen Jagdmesser einen Schaden an seinem Sojus-Raumschiff behoben und damit eine Startverzögerung des ersten sowjetisch-amerikanischen Gruppenfluges der Geschichte am 15. Juli 1975 verhindert, erzählte sie auf einer TASS-Pressekonferenz in Moskau. An seiner Kapsel habe man nämlich kurz vor dem Abheben ein loses Stromkabel für die Fernsehübertragung entdeckt. Um die Mission nicht verschieben zu müssen, habe Leonow gebeten, ihm ausnahmsweise sein privates Jagdmesser, das er für 5.50 Rubel gekauft hatte, für die Reparatur mitzugeben, die er dann auch tatsächlich während des Fluges vorgenommen habe. Ohne diese Aktion hätte es keine TV-Übertragung des legendären russisch-amerikanischen Handschlags auf der Umlaufbahn gegeben, sagte sie.

Leonow (1934-2019) hatte bei seiner Kosmos-Premiere am 18. März 1965 als erster Mensch sein Raumschiff Woßchod 2 verlassen und rund 12 Minuten im freien Raum verbracht. Wie erst später bekannt wurde, gelang es ihm nur mit großem Glück, wieder in die Kapsel zurückzukehren. Nach Beendigung seiner Kosmonauten-Karriere betätigte sich der begnadete Kunstmaler und Entertainer auch als höchst erfolgreicher Finanz-Geschäftsmann. Mehrfach versuchte er zudem, Präsident Wladimir Putin davon zu überzeugen, die letzten Geheimdokumente über den Tod seines Freundes Juri Gagarin bei dem bisher ungeklärten Absturz seiner UTI MiG-15 mit seinem Fluglehrer Wladimir Serjogin freizugeben – vergeblich.