Moskau, 9. Januar 2026 – Die gesundheitsbedingte vorzeitige Rückkehr des Crew-11-Quartetts von der Internationalen Raumstation ISS ist lediglich für die NASA eine Premiere. Auch sein Land musste bereits dreimal eine solche Maßnahme treffen, sagte der russische Raumfahrthistoriker Alexander Shelesnjakow am Freitag der Nachrichtenagentur TASS. Dazu müsse man wissen, dass jede Expedition an Bord der ISS auf solche Fälle vorbereitet werde.
Das erste Mal sei ein solcher Fall wegen der Gesundheitsprobleme von Witali Sholobow an Bord der Raumstation Salut-5 aufgetreten, betonte Shelesnjakow. Ähnlich sei es bei Wladimir Wasjutin in der Salut-7-Station gewesen. In der Mitte der 1980er Jahre habe man auch wegen Alexander Lawejkin eine solche Maßnahme in der MIR-Station treffen müssen. Die Gründe dafür habe man später aber nicht mehr gelten lassen.
Der Raumfahrthistoriker sagte, der Zwischenfall mit der Crew-11 sei „nichts Schreckliches“. Denn das Flugprogramm müsse „nur etwas geändert werden“. Die beiden für das derzeitige Crew-Team vorgesehenen Ausstiege könnten von der Folgemannschaft in etwa einem Monat nachgeholt werden.
