{"id":12580,"date":"2016-06-03T11:39:36","date_gmt":"2016-06-03T09:39:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/?p=12580"},"modified":"2016-06-04T11:42:18","modified_gmt":"2016-06-04T09:42:18","slug":"paradigmenwechsel-in-der-raumfahrt-raumfahrt-4-0-mit-mehr-wettbewerb-und-kommerzialisierung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/?p=12580","title":{"rendered":"Paradigmenwechsel in der Raumfahrt:   Raumfahrt 4.0 mit mehr Wettbewerb und Kommerzialisierung"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_12584\" aria-describedby=\"caption-attachment-12584\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-12584\" src=\"http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/public\/Woerner-Raumfahrt-4-3-150x150.jpeg\" alt=\"Credit: G. Kowalski\" width=\"150\" height=\"150\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12584\" class=\"wp-caption-text\">Credit: G. Kowalski<\/figcaption><\/figure>\n<p>Berlin,\u00a0 3. Juni 2016 &#8212;\u00a0 Die Raumfahrtgemeinde muss sich an einen neuen Begriff gew\u00f6hnen: \u00a0Raumfahrt 4.0. Dahinter verbirgt \u00a0sich der \u00a0Paradigmenwechsel,\u00a0 der sich derzeit in der Branche vollzieht,\u00a0 wie ESA-Chef Johann-Dietrich W\u00f6rner und andere f\u00fchrende Leute \u00a0auf der ILA 2016 immer wieder betont haben.\u00a0Es geht\u00a0 dabei um mehr Wettbewerb und Kommerzialisierung, \u00a0das hei\u00dft um mehr Engagement \u00a0von Privatpersonen, \u00a0die st\u00e4rkere Einbeziehung privaten Kapitals und die Unterst\u00fctzung von Startups. Vorbild sollen dabei die USA sein, \u00a0wo die Bereitschaft von jeher gr\u00f6\u00dfer ist,\u00a0 eigenes Geld f\u00fcr Raumfahrtprojekte in die Hand zu nehmen,\u00a0 wie <em>SpaceX<\/em> von Elon Musk und andere Unternehmen beweisen.<\/p>\n<p>Das m\u00fcsse jetzt auch in Europa durchgesetzt werden,\u00a0 forderte W\u00f6rner.\u00a0Der in den USA \u00fcbliche Begriff New Space sei dabei f\u00fcr Europa aber nicht tauglich,\u00a0 weil der bei den Amerikanern schon 30 Jahre gelte, \u00a0f\u00fcgte er hinzu. Deshalb spreche er lieber von Space 4.0 oder besser noch von Raumfahrt 4.0.<\/p>\n<p>Bei deren Umsetzung umfasse das Aufgabenportfolio der ESA f\u00fcnf S\u00e4ulen: \u00a0Raumfahrt-Anwendungen, \u00a0Weltraumforschung, \u00a0Raumtransport, \u00a0Technologien und Betrieb sowie Verwaltung f\u00fcr den \u201eUnited Space of Europe\u201c, \u00a0wie W\u00f6rner es formulierte. Dahinter st\u00fcnden im Detail neben der postulierten Autonomie bei Weltraumraketen oder der Exploration ferner Galaxien unter anderem auch Informations- \u00a0und Erdbeobachtungssysteme, \u00a0die j\u00fcngst zum Monitoring von Fl\u00fcchtlingsbewegungen oder der Absturzstelle eines Airbus\u2018 von <em>Egyptair<\/em> zum Einsatz gekommen seien. Und das sei f\u00fcr den einzelnen B\u00fcrger gar nicht so teuer: \u201eDie Weltraumforschung kostet umgerechnet pro Jahr etwa den Gegenwert von 10 Litern Kraftstoff.\u201c Wichtig sei dabei,\u00a0 dass die Innovationskette von der Forschung bis zur Verwertung ihrer Ergebnisse im Endprodukt nicht abrei\u00dfe.<\/p>\n<p>Auch das Deutsche Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) trage den neuen Bedingungen Rechnung, \u00a0sagte die Vorstandsvorsitzende Pascale Ehrenfreund. Es entwickele sich immer mehr von einem Wettbewerber zu einem Unterst\u00fctzer des wachsenden privaten Engagements in der Branche.<\/p>\n<p>\u00a9 Gerhard Kowalski<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Berlin,\u00a0 3. Juni 2016 &#8212;\u00a0 Die Raumfahrtgemeinde muss sich an einen neuen Begriff gew\u00f6hnen: \u00a0Raumfahrt 4.0. 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