{"id":13555,"date":"2017-02-03T10:25:06","date_gmt":"2017-02-03T08:25:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/?p=13555"},"modified":"2017-02-03T10:25:06","modified_gmt":"2017-02-03T08:25:06","slug":"das-erdschwerefeld-im-blick-grace-nachfolgemission-in-vorbereitung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/?p=13555","title":{"rendered":"Das Erdschwerefeld im Blick &#8211;   GRACE-Nachfolgemission in Vorbereitung"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-13556\" src=\"http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/public\/GFZ-Potsdam-e1486110284593.png\" alt=\"GFZ Potsdam\" width=\"200\" height=\"113\" \/>Potsdam,\u00a0 3. Februar 2017 &#8212;\u00a0 Seit 2002 arbeitet die Satellitenmission <em>GRACE (Gravity Recovery and Climate Experiment<\/em>) im Orbit und liefert pr\u00e4zise Daten zum Erdschwerefeld. Mehrfach wurde die Mission \u00fcber die urspr\u00fcnglich geplante Betriebsdauer von f\u00fcnf Jahren hinaus verl\u00e4ngert. Voraussichtlich im Sommer werden die beiden Satelliten aber wegen Treibstoffmangels den Betrieb einstellen.<\/p>\n<p>Deshalb wird derzeit die Nachfolgemission <em>GRACE-FO (f\u00fcr \u201eFollow-On\u201c)<\/em> vorbereitet. Sie basiert ebenfalls auf zwei baugleichen Satelliten, \u00a0die als Tandem in einer erdnahen Umlaufbahn den Planeten umkreisen.<\/p>\n<p>Der Start der beiden <em>GRACE-FO<\/em>-Satelliten erfolgt voraussichtlich Anfang 2018 von der US-Luftwaffenbasis Vandenberg (Kalifornien) mit einer <em>Falcon-9<\/em>-Tr\u00e4gerrakete des US-Unternehmens<em> SpaceX<\/em>. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung von <em>Iridium<\/em> <em>Communications Inc<\/em>., \u00a0<em>der US-Luft- und Raumfahrtbeh\u00f6rde NASA<\/em> sowie des <em>Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ<\/em> in Potsdam hervor. Die Satelliten werden gemeinsam mit Iridium-Kommunikationssatelliten starten.<\/p>\n<p>\u201e<em>GRACE-FO<\/em> wird die monatlichen Messungen des Erdschwerefelds fortf\u00fchren und noch genauere Daten liefern\u201c, \u00a0sagt GFZ-Projektleiter Frank Flechtner. \u201eDiese Informationen tragen dazu bei, \u00a0 \u00a0die Ver\u00e4nderungen des Erdschwerefeldes genau zu erfassen.\u201c Es h\u00e4ngt insbesondere davon ab, \u00a0wie Massen lokal verteilt sind. Die Vermessung dieses Feldes und insbesondere dessen Ver\u00e4nderungen im Laufe der Zeit geben den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Hinweise auf den Verlust von Eismassen, \u00a0den Meeresspiegelanstieg oder \u00c4nderungen des Grundwasserhaushalts. Sogar die Auswirkungen starker Erdbeben lassen sich mit <em>GRACE-FO<\/em> dokumentieren. \u201eDar\u00fcber hinaus erstellen die Satelliten t\u00e4glich bis zu 200 Profile von Temperaturverteilung und Wasserdampfgehalt in der Atmosph\u00e4re\u201c, \u00a0erg\u00e4nzt Flechtner.<\/p>\n<p>Um das Erdschwerefeld zu bestimmen, \u00a0umrunden die zwei Satelliten mit einem Abstand von 220 Kilometern zueinander in einem niedrigen polaren Orbit in rund 500 Kilometern H\u00f6he die Erde. Mit Hilfe eines Mikrowelleninstruments wird der Abstand zwischen den beiden Raumfahrzeugen permanent und auf 0,002 Millimeter genau vermessen. Der Abstand ver\u00e4ndert sich unter dem Einfluss der Gravitation, \u00a0wodurch eine pr\u00e4zise Modellierung des Erdschwerefeldes m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>\u00a9 Gerhard Kowalski<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Potsdam,\u00a0 3. 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