{"id":4894,"date":"2012-05-25T19:10:28","date_gmt":"2012-05-25T17:10:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/?p=4894"},"modified":"2012-05-25T19:19:27","modified_gmt":"2012-05-25T17:19:27","slug":"historische-kopplung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/?p=4894","title":{"rendered":"Historische Kopplung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/public\/Dragon-Logo1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4895\" src=\"http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/public\/Dragon-Logo1-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/public\/Dragon-Logo1-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/public\/Dragon-Logo1-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/public\/Dragon-Logo1.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_4901\" aria-describedby=\"caption-attachment-4901\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/public\/Dragon-und-ISS.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4901\" src=\"http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/public\/Dragon-und-ISS-300x205.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"205\" srcset=\"http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/public\/Dragon-und-ISS-300x205.jpg 300w, http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/public\/Dragon-und-ISS-150x102.jpg 150w, http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/public\/Dragon-und-ISS-400x274.jpg 400w, http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/public\/Dragon-und-ISS.jpg 410w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4901\" class=\"wp-caption-text\">Credit: NASA<\/figcaption><\/figure>\n<p>Houston, 25. Mai 2012 &#8212; Historische Kopplung knapp 400 Kilometer \u00fcber der Erde. Mit &#8222;Dragon&#8220; (&#8222;Drache&#8220;) hat am Freitag zum ersten Mal ein privates Raumschiff an der Internationalen Raumstation ISS festgemacht. Um 15.56 Uhr deutscher Zeit &#8211; knapp zwei Stunden sp\u00e4ter als geplant &#8211; fing US-Astronaut Don Pettit den Frachter des kalifornischen Hightech-Unternehmens SpaceX mit einem Roboterarm ein. &#8222;Es scheint, dass wir den Drachen am Schwanz erwischt haben&#8220;, kommentierte er den Vorgang, der sich \u00fcber Nordwestaustralien abspielte. Dann setzte Pettit, unterst\u00fctzt von seinem niederl\u00e4ndischen ESA-Kollegen Andr\u00e9 Kuipers, den Neuank\u00f6mmling an das Modul &#8222;Harmony&#8220; um und dockte ihn dort um 18.02 Uhr\u00a0 an.<\/p>\n<p>Mit einem stundenlangen perfekten Rendezvous-Man\u00f6ver war &#8222;Dragon&#8220; zuvor bis auf zehn Meter an die Station herangef\u00fchrt worden. Damit\u00a0 hat das neue Transportsystem seine wichtigste Bew\u00e4hrungsprobe bestanden. Am kommenden Donnerstag soll &#8222;Dragon&#8220; wieder von der ISS ablegen und 450 Kilometer vor der amerikanischen Westk\u00fcste im Pazifik wassern.<\/p>\n<p>Partner und Konkurrent f\u00fcr Progress, ATV und HTV<\/p>\n<p>Der wiederverwendbare kommerzielle Weltraumtransporter des Milliard\u00e4rs Elon Musk ist ein ernst zu nehmender Partner und zugleich Konkurrent f\u00fcr die russischen Progress-, die europ\u00e4ischen ATV- und die japanischen HTV-Frachter, die bisher allein die Station mit Nachschub versorgen. Im Unterschied zu ihnen ist er kein Einweg-System, sondern kann bis zu 2,6 Tonnen Nutzlast &#8211; wissenschaftliche Ergebnisse und ausgediente, aber noch brauchbare Ger\u00e4te und Ausr\u00fcstungen &#8211;\u00a0 mit zur Erde zur\u00fcckbringen. Damit f\u00fcllt &#8222;Dragon&#8220; eine schmerzliche L\u00fccke, die mit der Einstellung der Shuttle-Fl\u00fcge im Sommer vergangenen Jahres entstanden ist. Seither k\u00f6nnen nur die bemannten russischen Sojus-Schiffe auf dem Heimweg Nutzlasten mitnehmen &#8211; allerdings h\u00f6chstens 90 Kilogramm und wegen der Enge der Kapseln\u00a0 auch nur kleinkalibrige Dinge. Allerdings verf\u00fcgt &#8222;Dragon&#8220; \u00fcber kein automatisches Kopplungsaggregat wie Progress und ATV. Das Raumschiff muss deshalb wie HTV per Hand angedockt werden.<\/p>\n<p>Ein Dutzend &#8222;Dragon&#8220;-Missionen<\/p>\n<p>Mit einer Nutzlastkapazit\u00e4t von 3,3 Tonnen liegt &#8222;Dragon&#8220; an dritter Stelle hinter dem ATV mit rund 7,5 Tonnen und\u00a0 HTV\u00a0 mit knapp 6 Tonnen, aber\u00a0 noch vor Progress mit nur 2,6 Tonnen. Die Hauptlast der Nachschubversorgung tragen im Moment noch die Russen mit f\u00fcnf Progress-Starts pro Jahr. Die Europ\u00e4er und die Japaner fliegen dagegen nur je einmal im Jahr zur ISS. Wenn bei der jetzigen Mission weiter alles so glatt l\u00e4uft wie bisher, tritt f\u00fcr SpaceX ein Vertrag mit der Luft- und Raumfahrtbeh\u00f6rde NASA, die das Projekt materiell und technisch\u00a0 unterst\u00fctzt, \u00fcber zw\u00f6lf ISS-Missionen mit insgesamt 20 Tonnen Versorgungsg\u00fcter in Kraft. Das Unternehmen erh\u00e4lt daf\u00fcr 1,6 Milliarden Dollar. Zwei Starts sollen m\u00f6glicherweise noch in diesem Jahr stattfinden.<\/p>\n<p>Damit wird auch der Ausfall der ATV kompensiert, die 2015 nach dann insgesamt f\u00fcnf Fl\u00fcgen den Dienst einstellen. Was nach den Frachtern kommt, die neben dem &#8222;Columbus&#8220;-Forschungsmodul der Hauptbeitrag Europas zur ISS sind, steht noch nicht fest. Begeistert von den SpaceX-Leistungen, hat deshalb DLR-Chef Johann-Dietrich W\u00f6rner in einem dpad-Interview der Europ\u00e4ischen Weltraumorganisation ESA empfohlen, das kalifornische Unternehmen als einen &#8222;willkommenen Partner&#8220; zu sehen und sich ihm gegen\u00fcber bei der bevorstehenden ESA-Ministerratstagung im November &#8222;komplement\u00e4r&#8220; aufzustellen.<\/p>\n<p>(f\u00fcr dapd)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Houston, 25. Mai 2012 &#8212; Historische Kopplung knapp 400 Kilometer \u00fcber der Erde. Mit &#8222;Dragon&#8220; (&#8222;Drache&#8220;) hat am Freitag zum ersten Mal ein privates Raumschiff an der Internationalen Raumstation ISS festgemacht. 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