Moskau, 8. Juli 2025 – Die perspektivische russische Trägerrakete Sojus-5 erhält ein „einzigartiges“ System, das ihre Triebwerke vor Havarien schützen soll. Es sei dem 1. Vizepremier Denis Manturow bei einem Besuch der Wissenschaftlichen Produktionsvereinigung (NPO) für Automatik N. A. Semichatow vorgestellt worden, berichten Moskauer Medien zu Wochenbeginn. Das System ermögliche es, innerhalb von wenigen Millisekunden mit großer Genauigkeit den Zustand der Triebwerke der 1. und 2. Raketenstufe einzuschätzen, hieß es. Das habe es bei den bisherigen russischen Trägern nicht gegeben. Dadurch sei es möglich, bei einer Havarie des Triebwerks der 1. Stufe die Zerstörung der Rakete und des Startkomplexes abzuwenden. Bei einer Havarie in der 2. Raketenstufe könnten zwei Kammern abgeschaltet und der Flug mit nur zwei Kammern fortgesetzt werden.
Die neue Sojus-5 soll 2025, 2026 und 2027 je einmal und ab 2028 viermal pro Jahr gestartet werden, wurde betont. Der Träger kann 17 Tonnen Nutzlast auf eine niedrige Umlaufbahn bringen. Nach Aussagen des Chefs der GK Roskosmos, Dmitri Bakanow, kostet ein Kilogramm Nutzlast nur 300.000 Rubel. Das seien 40 Prozent weniger als bei der Sojus-2.
