{"id":160,"date":"2009-05-28T07:48:48","date_gmt":"2009-05-28T05:48:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/?p=160"},"modified":"2009-05-28T07:49:42","modified_gmt":"2009-05-28T05:49:42","slug":"raumflug-mit-logo-von-heimkindern-sojus-tma-15-auf-dem-weg-zur-iss-belgier-de-winne-vertritt-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gerhardkowalski.com\/?p=160","title":{"rendered":"Raumflug mit Logo  von Heimkindern &#8211; &#8222;Sojus TMA-15&#8220; auf dem Weg  zur ISS &#8211; Belgier de Winne vertritt Europa"},"content":{"rendered":"<p>Berlin\/Baikonur &#8212;\u00a0 Das von Heimkindern entworfene Logo mit einem gefl\u00fcgelten Erdenb\u00fcrger, der seine H\u00e4nde der ISS entgegenstreckt,\u00a0 und den\u00a0 sechs Sternen im Hintergrund symbolisiert treffend\u00a0 die Mission des internationalen Trios, das am Mittwochmittag mit dem russischen Raumschiff &#8222;Sojus TMA-15&#8220; vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) gestartet ist. Denn der Russe Roman Romanenko, der Belgier Frank de Winne20und der Kanadier Robert Thirsk sind unterwegs zur Internationalen Raumstation, um ab Freitag mit ihren dort seit M\u00e4rz arbeitenden Kollegen Gennadi Padalka (Russland), Michael Barratt (USA) und Koichi Wakata (Japan) die erste sechsk\u00f6pfige Stammbesatzung zu bilden.\u00a0 Elf Jahre nach Baubeginn am gr\u00f6\u00dften Technologieprojekt der Menschheitsgeschichte erreicht damit die Crew, der symbolisch Vertreter aller ISS-Partner angeh\u00f6ren,\u00a0 ihre geplante Soll-St\u00e4rke.<!--more--><\/p>\n<p>De Winne vertritt dabei die Europ\u00e4ische Weltraumorganisation ESA. Der\u00a0 48-j\u00e4hrige Belgier bringt f\u00fcr die neue Phase der ISS-Nutzung, die besonders durch verst\u00e4rkte Forschungsarbeit gekennzeichnet sein wird, die besten Voraussetzungen mit.\u00a0 Denn er war im Oktober\/November 2002 schon einmal f\u00fcr eine gute Woche in der Station. Als Bordingenieur sorgte er daf\u00fcr, dass das neue modifizierte Raumschiff &#8222;Sojus TMA-1&#8220; wohlbehalten zur ISS gebracht und der letzte Vorg\u00e4nger &#8222;Sojus TM-34&#8220; dann sicher zur Erde zur\u00fcckgef\u00fchrt wurde. Daneben arbeitete de Winne noch ein umfangreiches Forschungsprogramm ab.<\/p>\n<p>Auch diesmal hat der Vater dreier Kinder f\u00fcr seine 180-Tage-Mission neben seinen Aufgaben als ISS-Bordingenieur, wo er unter a nderem f\u00fcr die Bedienung\u00a0 des Roboterarms zust\u00e4ndig ist, wieder viele wissenschaftliche Auftr\u00e4ge im Gep\u00e4ck. Im Rahmen des &#8222;OasISS&#8220;-Programms \u2013 der Name spielt auf die Raumstation als Oase f\u00fcr menschliche Forschungen an \u2013 f\u00fchrt\u00a0 er zahlreiche Experimente durch, die von Wissenschaftlern aus Europa und der ganzen Welt\u00a0 vorbereitet wurden.\u00a0 Au\u00dferdem stehen technologische Demonstrationen bei Live-Schaltungen in Schulen und andere Bildungsaufgaben auf dem Plan.\u00a0 Im Oktober erwartet den Belgier eine besondere Ehre. Als erster ESA-Astronaut \u00fcbernimmt er\u00a0 das Kommando in der Station, bevor er Anfang November mit\u00a0 &#8222;Sojus TMA-15&#8220; wieder nach Hause kommt.<\/p>\n<p>Probleme bef\u00fcrchte er an Bord nicht, sagte de Winne vor dem Start. Trotz unterschiedlicher Herkunft. Sprache\u00a0 und Kulturen werde man &#8222;geschlossen am gemeinsamen Ziel&#8220; arbeiten. &#8222;Das Einzige w\u00e4re,\u00a0 dass einem irgendwelche Sachen abhanden kommen k\u00f6nnten, weil\u00a0 da oben alles schwebt.&#8220;<\/p>\n<p>Eine Schrecksekunde gab es aber noch auf der Erde. Denn ein belgischer Journalist zog sich in Baikonur eine schwere Erk\u00e4ltung zu. Die russischen Beh\u00f6rden wiesen ihn deshalb vorsorglich sofort in ein Krankenhaus ein, um ihn zu isolieren und auszuschlie\u00dfen, dass es sich um die gef\u00fcrchtete Schweinegrippe handelte. Denn sollte ein solcher Virus im Umfeld der Astronauten kursieren, k\u00f6nnte das verheerende Folgen haben. Allerdings hatten die \u00c4rzte auch schon vorher besondere Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr die Astronauten ergriffen. Zum Gl\u00fcck erwies sich die Erkrankung des Journalisten als harmlos. So konnte Entwarnung gegeben werden.<\/p>\n<p>In der rund zehnmin\u00fctigen Aufstiegsphase sicherte eine ganze Armee von Rettungskr\u00e4ften den Flug von\u00a0 &#8222;Sojus TMA-15&#8220; ab. Entlang der Trasse, d ie von Baikonur in Richtung S\u00fcdosten f\u00fchrte, waren 16 Flugzeuge und\u00a0 14 Hubschrauber stationiert. Im Japanischen Meer kreuzte zudem das Rettungsschiff &#8222;Maschuk&#8220;. F\u00fcr den Fall, dass die Mission vor Erreichen der Umlaufbahn\u00a0 abgebrochen werden musste,\u00a0\u00a0 hatte man zw\u00f6lf Ausweichpl\u00e4tze f\u00fcr die Fallschirmlandung auch au\u00dferhalb Russlands und Kasachstans ins Auge gefasst. Doch die wurden nicht gebraucht. Mit gewohnter Zuverl\u00e4ssigkeit brachte die &#8222;Sojus&#8220;-Tr\u00e4gerakete das Raumschiff auf seine Umlaufbahn.\u00a0 &#8222;Alles normal. Wir gratulieren zum erfolgreichen Beginn der Mission&#8220;, funkte das Flugleitzentrum\u00a0 an das Trio.<\/p>\n<p>(Ver\u00f6ffentlicht am 27. Mai 2009)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin\/Baikonur &#8212;\u00a0 Das von Heimkindern entworfene Logo mit einem gefl\u00fcgelten Erdenb\u00fcrger, der seine H\u00e4nde der ISS entgegenstreckt,\u00a0 und den\u00a0 sechs Sternen im Hintergrund symbolisiert treffend\u00a0 die Mission des internationalen Trios, das am Mittwochmittag mit dem russischen Raumschiff &#8222;Sojus TMA-15&#8220; vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) gestartet ist. 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