{"id":361,"date":"2009-09-11T15:26:48","date_gmt":"2009-09-11T13:26:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gerhardkowalski.com\/?p=361"},"modified":"2009-09-11T15:26:48","modified_gmt":"2009-09-11T13:26:48","slug":"florida-oder-kalifornien-wetter-entscheidet-uber-landeplatz-der-us-raumfahre-discovery-neuer-ruckkehrversuch-in-der-nacht-zum-samstag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gerhardkowalski.com\/?p=361","title":{"rendered":"Florida oder Kalifornien &#8211;  Wetter entscheidet \u00fcber Landeplatz der US-Raumf\u00e4hre &#8222;Discovery&#8220; &#8211; Neuer R\u00fcckkehrversuch in der Nacht zum Samstag"},"content":{"rendered":"<p>Berlin\/Cape Canaveral, 11. September 2009 &#8212; Florida oder Kalifornien &#8211; das ist die gro\u00dfe Frage f\u00fcr die US-Luft- und Raumfahrtbeh\u00f6rde NASA, wenn es am sp\u00e4ten Freitagabend\u00a0 um den Landeplatz der Raumf\u00e4hre &#8222;Discovery&#8220; geht. Schlechtes Wetter auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) hatte die Raumf\u00e4hre in der vergangenen Nacht gleich zweimal\u00a0 daran gehindert, hier nach ihrer 13-t\u00e4gigen Versorgungsmission zur Internationalen Raumstation ISS sicher zur Erde zur\u00fcckzukehren. Flugdirektor Richard Jones musste die\u00a0 Landeversuche um 1.05 Uhr beziehungsweise 2.40 Uhr absagen. Das Wetter im Bereich der Landebahn Nummer 15\u00a0 sei &#8222;zu instabil&#8220; gewesen, um den Shuttle nach Hause zu holen, begr\u00fcndete er seine Entscheidung. Zuerst bereiteten starke Winde von mehr als 17 Knoten den Experten Sorgen, dann drohte es auch noch zu regnen. Da es keine dritte M\u00f6glichkeit gab, wurde die Mission um einen Tag verl\u00e4ngert. Seitdem dreht der Shuttle Ehrenrunde um Ehrenrunde um unseren Planeten, bis erneut das Lande kommando gegeben werden kann. <!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr den neuen Anlauf gibt es zwei M\u00f6glichkeiten. Die erste er\u00f6ffnet sich um 23.48 Uhr, die zweite am Samstagmorgen um 1.23 Uhr. Doch die Meterologen sagen f\u00fcr Florida keine Wetterbesserung voraus. Deshalb hat Jones die Luftwaffenbasis in Edwards (Kalifornien) angewiesen, sich als Ausweichflughafen f\u00fcr den Empfang der &#8222;Discovery&#8220; vorzubereiten, sollte es in Cape Canaveral wieder nicht klappen. Dann k\u00f6nnte der Shuttle hier am Samstag um 2.53 Uhr oder um 4.28 Uhr deutscher Zeit landen.<\/p>\n<p>Sehr erbaut ist die NASA von dieser Variante aber nicht. Denn der Orbiter muss in\u00a0 diesem Fall wieder nach Cape Canaveral gebracht werden, und der Transport huckepack auf einem Speziel-Jumbo-Jet des Typs Boeing 747 kostet Millionen. Au\u00dferdem geht viel Zeit verloren, die bei der Vorbereitung der F\u00e4hre f\u00fcr die n\u00e4chste Mission fehlt. So versucht man,\u00a0 eine Umleitung nach M\u00f6glichkeit zu vermeiden.<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg zur Erde hatte &#8222;Discovery&#8220;-Kommandant Rick Sturckow ein Erlebnis der besonderen Art. Vor dem ersten Landeversuch musste er ein Man\u00f6ver fliegen, um einem St\u00fcck Weltraumschrott auszuweichen. Dessen Herkunft konnte bisher nicht gekl\u00e4rt werden. M\u00f6glicherweise handelte es sich um einen Gegenstand, der aus der offenen\u00a0 Ladebucht gefallen war, in der sich zweieinhalb Tonnen Forschungsergebnisse, ausrangierte Ausr\u00fcstungen und Abf\u00e4lle=2 0aus der Station befinde n. Nach NASA-Angaben ist nur klar, dass er nicht vom Hitzeschild der F\u00e4hre stammt.<\/p>\n<p>Die Raumf\u00e4hre, die am 29. August gestartet war, hatte am Dienstagabend nach gut einw\u00f6chigem Gemeinschaftsflug von der ISS abgelegt. Die siebenk\u00f6pfige\u00a0 Besatzung, darunter auch der schwedische ESA-Astronaut Christer Fuglesang, hatte rund 7,5 Tonnen Nachschub zur Station gebracht. Darunter befanden sich Lebensmittel, wissenschaftliche Ger\u00e4te, ein Tiefk\u00fchlschrank f\u00fcr biologische Muster, ein Luftaufbereitungssystem, ein Laufband f\u00fcr das Fitnesstraining und neue Schlafkabinen f\u00fcr das japanische KIBO-Modul. Damit wurden die Forschungskapazit\u00e4ten der ISS, inbesondere auch die Europas, erheblich ausgebaut.<\/p>\n<p>Bei drei Ausstiegen in den freien Raum haben die Astronauten die ISS auch f\u00fcr die Zukunft fit gemacht. Sie installierten eine Plattform f\u00fcr die Lagerung von Ersatzteilen und\u00a0 zwei Antennen f\u00fcr das Satellitennavigationssystem GPS, tauschten ein defektes Ger\u00e4t f\u00fcr die Positionsbestimmung der Station aus und verlegten ein rund 20 Meter langes Kabel f\u00fcr das neue Verbindungsmodul \u00abNode 3\u00bb, das im Februar 2010 zur Station gebracht werden soll. Au\u00dferdem bargen sie zwei Experim entierplattformen am europ\u00e4ischen Forschungsmodul &#8222;Columbus&#8220; und montierten einen neuen Ammoniaktank f\u00fcr das W\u00e4rmeregulierungssystem der ISS. Am zweiten und dritten Ausstieg hatte auch Fuglesang teilgenommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin\/Cape Canaveral, 11. September 2009 &#8212; Florida oder Kalifornien &#8211; das ist die gro\u00dfe Frage f\u00fcr die US-Luft- und Raumfahrtbeh\u00f6rde NASA, wenn es am sp\u00e4ten Freitagabend\u00a0 um den Landeplatz der Raumf\u00e4hre &#8222;Discovery&#8220; geht. 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