Moskau, 16. Februar 2026 – Es klingt wie ein Zeichen der Hoffnung aus Baikonur. Die GK Roskosmos hat am Sonntag überraschend mitgeteilt, dass auf dem Kosmodrom die Vorstarttests des Frachtraumschiffes Progress MS-33 begonnen haben. Die Spezialisten der Luft- und Raumfahrtbehörde hätten damit begonnen, den Frachter, der sich in einem Lager befand, zu entkonservieren, hieß es lakonisch. Ihr besonderes Augenmerk habe den Sonnenbatterien und den Bordsystemen gegolten. In den kommenden Monaten werde man sich der Kontrolle der Ausrüstungen, der Betankung sowie der Montage der Übergangssektion widmen.
Dann wird in der TASS-Meldung noch ausführlich beschrieben, dass es sich bei Progress MS um ein automatisches Raumschiff handelt, das insbesondere für die Versorgung von Raumstationen entwickelt wurde. Mit ihm würden verschiedene Frachten wie Treibstoff, wissenschaftliche Ausrüstungen, Sauerstoff, Wasser, Lebensmittel usw. auf die Umlaufbahn befördert und mit seinen Triebwerken auch die Umlaufbahn der Station korrigiert.
Mit keinem Wort wird indes erwähnt, dass die Startrampe in Baikonur, von der die bemannten Raumschiffe und die Frachter aufsteigen, im Herbst erheblich beschädigt worden war und derzeit repariert wird. Wie weit man dabei gekommen ist, unterliegt der strengsten Geheimhaltung. Nach der bisherigen Planung ist der nächste bemannte Start für Juli vorgesehen. Die Mannschaft besteht aus den Kosmonauten Pjotr Dubrow und Anna Kikina sowie dem NASA-Astronauten Anil Menon. Ob er aber überhaupt stattfinden kann, steht bislang in den Sternen. Bis auf die Mitteilung, dass die Startrampe bis zum Ende des Winters wieder hergestellt werde, schwieg sich die russische Seite über den Stand der Dinge beharrlich aus. Vielleicht war die Progress MS-Meldung aber ein Wink mit dem berühmten Zaunpfahl. Denn immerhin steht der 65. Jahrestag des historischen Fluges von Juri Gagarin am 12. April vor der Tür.
