So.. Sep. 13th, 2026

Moskau, 9. August 2026 – Raumfahrtfreunde sollten sich den 9. August 2026 auf dem Kalender rot eintragen. Er markiert nämlich quasi den Anfang vom Ende der Internationalen Raumstation ISS, deren erstes Modul, der russische Frachtblock Sarja (Morgenröthe), 1998 ins All geschossen worden war. Denn Spezialisten haben mit der Analyse der Schlüsselsysteme im russischen und im amerikanischen ISS-Segment für den geplanten gezielten Absturz der Station begonnen, wie der Chef der Kosmonautenabteilung und des Kosmonautenausbildungszentrums (ZPK) im Sternenstädtchen bei Moskau, Oleg Kononenko, der Nachrichtenagentur TASS am Sonntag mitgeteilt hat. Dabei gehe es um die Einschätzung ihrer Einsatzbereitschaft vor der Einleitung dieses Prozesses.

Die Koordinierung des gezielten Absturzes sei im Oktober 2025 in einem Protokoll festgelegt worden, das die technischen Funktionen und die Verantwortungsbereiche beider Seite festschreibt, betont Kononenko. Im Februar 2026 habe man dann die Ausarbeitung eines entsprechenden Programms für das russische und das amerikanische ISS-Segment beschlossen. 

Am 14. Juli hatte der Chef der GK Roskosmos, Dmitri Bakanow, verkündet, dass man sich mit der US-Raumfahrtbehörde NASA darauf verständigt habe, die gemeinsame Arbeit in der ISS bis 2030 fortzusetzen. Bereits 2028 soll das russische Verbindungsmodul (UM) Pritschal gemeinsam mit einem Progress MS–Raumschiff von der Station abkoppelt und dann versenkt werden. An seine Stelle tritt das neue Universelle Verbindungsmodul (UUM) der künftigen Russischen Orbitalstation ROS. Darauf fliegt dann das Wissenschaftlich-Energetische Modul (NEM) zur ISS. Beide Module werden dann 2030 mit dem Mehrzwecklabormodul Nauka abgekoppelt. Sie setzen den Flug als ROS fort, die voraussichtlich 2034 als neue nationale Raumstation vollendet sein soll.

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