Europäischer Erdbeobachtungssatellit Sentinel-3B problemlos in Plessezk gestartet

Credit: GK Roskosmos

Plessezk,  25. April 2018 —   Der europäische Erdbeoachtungssatellit Sentinel-3B ist am Mittwochabend vom nordrussischen Militärkosmodrom Plessezk erfolgreich gestartet worden. Er stieg um 19.57 Uhr deutscher Zeit an der Spitze einer Rokot-Trägerrakete auf.

Mit Sentinel-3B ist die erste Sentinel-Satellitenkonstellation komplett. Damit ist ein wichtiger Meilenstein des von der Europäischen Kommission geleiteten Copernicus-Programms erreicht.

Der 1,15 Tonnen schwere Raumflugkörper ist bereits der 7. für Copernicus gestartete Satellit. Jede Mission ist mit hochentwickelten Technologien ausgestattet,  um einen kontinuierlichen Fluss sich ergänzender Bilder und Daten für dieses in seiner Art einzigartige Umweltüberwachungsprogramm zu ermöglichen,  wurde mitgeteilt.

Auf der Umlaufbahn wird der Satellit mit seinem 2016 gestarteten baugleichen Zwilling Sentinel-3A zusammenarbeiten. Diese duale Konstellation gewährleistet eine optimale Abdeckung und Datenbereitstellung. Die beiden Sentinel-1-Radarsatelliten und die zwei den optischen Bereich abdeckenden Sentinel-2-Satelliten werden ebenfalls als Satellitenduo betrieben. Sentinel-5P hingegen fällt in der Sentinel-Konstellation als Einzelsatellit aus der Reihe,   kann jedoch dank seiner sehr großen Abtaststreifenbreite die Erde alle 24 Stunden erfassen.

Mit mehreren hochentwickelten Instrumenten handelt es sich bei Sentinel-3 zweifelsohne um die komplexeste Sentinel-Mission. Aufgabenschwerpunkt sind die Ozeane,  das heißt Temperatur-,  Farb-  und Höhenmessungen der Meeresoberflächen sowie die Erfassung der Dicke von Meereis,  um etwa Veränderungen des Meeresspiegels,  der Wasserverschmutzung oder der biologischen Produktivität zu überwachen. Darüber hinaus werden mit dieser Mission Informationen zur Überwachung von Wald-  und Flächenbränden,  für die Kartierung der Landnutzung,  die Beobachtung des Vegetationszustands und die Messung des Pegels von Flüssen und Seen bereitgestellt.

Die Mission ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Weltraumorganisation ESA,  der Europäischen Kommission,  EUMETSAT,  der französischen Raumfahrtagentur CNES,  der Industrie,  Dienstanbietern und Datennutzern.

© Gerhard Kowalski

 

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