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Digitalisierung,  Klimawandel und Erhalt der Mobilität –   das DLR auf der Paris Air Show 2019

Credit:DLR

Köln/Le Bourget,  17. Juni 2019 —   Mit aktuellen Projekten und Forschungsergebnissen präsentiert sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf der am Montag eröffneten Paris Air Show in Le Bourget. Am deutschen Gemeinschaftsstand widmet sich das DLR besonders den Schwerpunkten Digitalisierung, Klimawandel und Erhalt der Mobilität. Gezeigt werden technische Innovationen für ökoeffiziente Flugzeuge mit geringeren CO2-  und Lärmemissionen bis hin zum elektrischen Fliegen sowie die DLRFalcon 20E, das fliegende Labor für Umwelt-  und Klimaforschung.

Das globale Monitoring des dynamischen Systems Erde aus dem All steht mit der deutsch-französischen Satellitenmission MERLIN zur Beobachtung des Treibhausgases Methan im Fokus. Der mobile Astronauten-Assistent CIMON®, der geplante Demonstrator einer wiederverwendbaren Raketenstufe sowie die beiden DLR-Instrumentenbeiträge zur europäischen Merkur-Mission Bepi-Colombo runden den Messeauftritt im Bereich Raumfahrt ab.

© Gerhard Kowalski

NASA-Chef Bridenstine beziffert Kosten des Mondprogramms auf 20 bis 30 Milliarden Dollar

Credit:NASA

Washington,  15. Juni 2017 —    Der Administrator der Luft- und Raumfahrtbehörde NASA,  Jim Bridenstine,  beziffert die Kosten des neuen US-Mondprogramms auf 20 bis 30 Milliarden Dollar. Dabei handele es sich nicht um das laufende NASA-Budget,  sondern um zusätzliche Ausgaben in den kommenden fünf Jahren,  sagte er in einem CNN-Interview.

Das Artemis-Programm,  in dessen Rahmen bis 2024 erstmals eine Amerikanerin und weitere Amerikaner auf dem Mond landen sollen,  unterteilt sich in zwei ungleiche Hälften. Dabei will die NASA zuerst ein Modul auf eine Umlaufbahn um den Erdtrabanten schicken,  das als Ausgangspunkt für die bemannten Expeditionen fungiert. Die weiteren Module der Mondstation Lunar Gateway sollen erst später nach der Landung folgen und als Basis für künftige Mars-Missionen dienen.

Ob sich Russland an dem Unternehmen beteiligt,  ist noch nicht entschieden. GK Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin hat wiederholt betont,  dass das nur auf gleichberechtigter Grundlage erfolgen könne.

© Gerhard Kowalski

Indien plant eigene Raumstation bis 2030

Neu Delhi,  14. Juni 2019 —   Indien plant bis 2030 den Bau einer eigenen Raumstation. Nach den vorläufigen Vorstellungen soll sie 20 Tonnen wiegen und von Astronauten für 15 bis 20 Tage angeflogen werden,  teilte die indische Raumfahrtagentur ISRO mit.

Hauptaufgabe der Station sei es,  Experimente unter den Bedingungen der Mikrogravitation zu ermöglichen,  heißt es. Bis 2022 will Indien bereits erstmals selbst Raumfahrer auf die Umlaufbahn schicken. Geplant ist ein Trio bestehend aus einer Frau und zwei Männern. Für das Programm stehen rund 1,4 Milliarden Dollar zur Verfügung.

© Gerhard Kowalski

ESA-Wettbewerb:  My Space Dream

Paris,  13. Juni 2019 —   Unter dem Motto My Space Dream hat die Europäische Weltraumorganisation ESA einen Wettbewerb ausgeschrieben. Die Teilnehmer werden darin befragt,  welche Träume und welche Vision sie für die Zukunft des Weltraums haben. Die Antworten, die in einem 30-Sekunden-Video zusammengefasst werden müssen, fließen in die ESA-Programme für die kommenden Jahre ein.

Die Gewinner werden von einer ESA-Jury ermittelt. Der Hauptpreisträger wird an einem Tag im Europäischen Astronautenzentrum in Köln empfangen, wo er selbst sehen kann, wie Astronauten arbeiten, trainieren und essen. Auf der Website des My Space Dream-Wettbewerbs können alle Preise, detaillierten Informationen zur Teilnahme und die Teilnahmebedingungen eingesehen werden.  Der Wettbewerb findet vor dem Hintergrund von Space19+ statt,  dem Rat der ESA auf Ministerebene.

© Gerhard Kowalski

 

SpaceX startet erfolgreich drei kanadische Satelliten

Credit:SpaceX

Vandenberg,  12. Juni 2019 —   Das US-Unternehmen SpaceX hat am Mittwoch drei kanadische Satelliten erfolgreich in ihre Erdumlaufbahn geschossen. Die schwere Falcon-9-Trägerrakete mit den RADARSAT Constellation-Satelliten an der Spitze stieg um 16.17 Uhr deutscher Zeit von der U.S. Air Base Vandenberg in Kalifornien auf, teilte SpaceX mit. Die ausgebrannte erste Stufe kehrte weich auf die Erde zurück.

Die Satelliten ersetzen ähnliche Raumflugkörper des Systems RADARSAT-2 aus dem Jahr 2007. Das neue Projekt kostet rund 890 Millionen Dollar. Es  dient der Überwachung des Ökosystems der Arktis sowie der Schifffahrt in der entsprechenden Region.

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US-Unternehmen will Weltraumtouristen für je 52 Millionen Dollar zur ISS entsenden

New York ,  12. Juni 2019 —   Das US-Unternehmen Bigelow Space Operations (BSO) hat bei der Luft- und Raumfahrtbehörde NASA bereits im September vergangenen Jahres vier Weltraumtouristenflüge zur Internationalen Raumstation ISS gebucht. Jedes Mal könnten bis zu vier Passagiere für einen Einstiegspreis von je 52 Millionen Dollar zur Station fliegen,  teilte BSO auf seiner Homepage mit. Die Aufenthaltsdauer liege zwischen einem und zwei Monaten.

Das Programm könne beginnen,  sobald  die Raumschiffe von SpaceX zertifiziert seien,   heißt es weiter.

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NASA-Chef Bridenstine regt Beschleunigung der Mars-Pläne an

Credit:US-Kongress

Washington,  11. Juni 2019 —    Der Chef der US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA,  Jim Bridenstine, regt die Beschleunigung der amerikanischen Mars-Pläne an. Wenn es gelinge,  bis 2024 erneut Astronauten zum Mond zu entsenden,  dann könne man auch die bisherigen Mars-Pläne vorziehen,  sagte er auf einer Pressekonferenz. Er reagierte damit auf die jüngste Forderung von Präsident Donald Trump, nicht über den Mond zu sprechen,  sondern sich auf „viel größere Dinge“  wie den Mars,  die Verteidigung und die Wissenschaft zu konzentrieren.

Ursprünglich war die Rückkehr der USA zum Mond für 2028 geplant. Sie wurde inzwischen vorgezogen. Die bemannte Mars-Mission ist bisher für Mitte der 2030-er Jahre vorgesehen und könnte nun nach Bridenstines Überlegungen früher stattfinden.

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Gagarins Startrampe in Baikonur wird modernisiert statt eingemottet

Credit:GK Roskosmos

Sankt-Petersburg,  9. Juni 2019 —   Der Startplatz Nr. 1 auf dem Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) wird modernisiert. Die Rampe,  von der Juri Gagarin am 12. April 1961 mit seinem Wostok-Raumschiff als erster Mensch in den Weltraum flog,  soll für Starts der digitalen Sojus-Trägerraketen der Typen 2.1a und 2.1b hergerichtet werden,  wurde auf dem Petersburger Wirtschaftsforum mitgeteilt. Der Russische Fonds für Direktinvestitionen (RFPI) stelle dafür rund 90 Millionen Dollar zur Verfügung. Bisher hatte es geheißen,  die historische Rampe müsse aus Geldmangel eingemottet werden.

Bis Anfang nächsten Jahres heben vom Gagarinschen Start, wie die Russen die Rampe nennen, noch die Sojus-FG-Raketen mit analoger Steuerung aus der Ukraine ab. In kürzester Zeit soll dann der Umbau auf die Sojus-2 erfolgen. Das Projekt ist insofern von nationaler Bedeutung, als Russland bis zu dessen Fertigstellung in Baikonur nur über eine einzige Rampe für bemannte Starts verfügt –   den sogenannten Startplatz 31.

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Trump rät von Konzentration auf Mondflüge ab

Credit:White House

Washington,  8. Juni 2019 —   US-Präsident Donald Trump rät die Luft- und Raumfahrtbehörde NASA überraschend davon ab, sich erneut auf Mondflüge zu konzentrieren. „Mit Blick auf jene Mittel, die wir aufwenden,  sollte die NASA nicht von Flügen zum Mond sprechen –  das haben wir vor 50 Jahren getan“, twitterte er am Freitag. “Sie sollten auf viel bedeutendere Sachen konzentriert werden,  so auf den Mars,  auf die Verteidigung und auf die Wissenschaft“.

Zuvor hatte die US-Administration darauf orientiert,  mit dem Start von Automaten und bemannten Raumschiffen zum Mond wichtige Voraussetzungen für Missionen in den tiefen Weltraum,  vor allen zum Mars,  zu schaffen. So wurde auch beschlossen,  2024 erstmals eine Amerikanerin und weitere Männer zum Erdtrabanten zu schicken.

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NASA öffnet die ISS für kommerzielle Projekte und private Astronauten

New York,  7. Juni 2019 —   Die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA will die Internationale Raumstation ISS für kommerzielle Projekte und auch für private Astronauten öffnen. Damit soll der Industrie die Möglichkeit gegeben werden,  die Innovation und das Business im niedrigen Erdorbit zu beschleunigen,  wie am Freitag auf einer Pressekonferenz mitgeteilt wurde. Diese Initiative fällt mit der Ankündigung der NASA zusammen,  bis 2024 die erste Amerikanerin und weitere Amerikaner auf den Mond zu bringen und zusammen mit einigen Partnern eine Raumstation zu bauen, die den Mond umkreist.

Privatfirmen erhalten in der Anfangsphase die Möglichkeit,  bis zu 175 Kilogramm Ausrüstungen für 90 Stunden zur Station zu schicken und rund 125 Kilogramm wieder auf die Erde zurückzuholen. Ab 2022 sollen zweimal pro Jahr Weltraumtouristen für maximal 30 Tage mit auf die Umlaufbahn genommen werden. Der Preis dafür beträgt rund 60 Millionen Dollar.

© Gerhard Kowalski