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Russischer Frachter von ISS abgekoppelt – Dritter Test für neues Annäherungs- und Kopplungssystem

Credt:NASA

Houston,23. April 2014 – Das russische Frachtraumschiff “Progress M-21M” hat am Mittwoch von der Internationalen Raumstation ISS abgedockt. Der Frachter befinde sich seit 10.58 Uhr deutscher Zeit im autonomen Flug,teilte die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA in Houston (Texas) mit. Das automatische Raumschiff soll sich mehrere Hundert Kilometer von der Station entfernen und am Freitagnachmittag mithilfe des modernisierten Annährungs- und Kopplungssystems “Kurs-NA”wieder an ihr anlegen.

Das neue System ist voll digitalisiert,präziser und leichter gegenüber dem Vorgänger “Kurs”. Es war bereits im Juni 2012 getestet worden,allerdings ohne Erfolg. Auch am 30. November 2013 versagte es,so dass damals “Progress M-21M”mit 2,4 Tonnen Nachschub an Bord per Hand an die Station herangeführt und angekoppelt werden musste.

© Gerhard Kowalski

Erststart von “Angara-1.2PP”im Juni nur suborbital

Credit:Roskosmos

Moskau,21. April 2014 — Der für den 25. Juni angekündigte Erststart der neuen russischen Trägerrakete “Angara-1.2PP”erfolgt nur suborbital. Es sei nicht geplant,eine Nutzlast ins All zu bringen,meldet die Moskauer Zeitung “Krasnaja Swesda”(“Roter Stern”) unter Berufung auf einen offiziellen Vertreter der Raumfahrtagentur Roskosmos. Bei dem Start würden lediglich die erste und zweite Raketenstufe getestet.

Anfang April hatten auf dem Militärkosmodrom Plessezk im Gebiet Archangelsk Betankungstests des leichten Trägers  begonnen. Dabei sollte vor allem die Funktionstüchtigkeit der Tankanlage auf dem neuen Startkomplex überprüft werden.

Mit den “Angara”-Raketen,die nach dem Baukastenprinzip konzipiert sind,kann Russland künftig nach offiziellen Angaben Satelliten aller Typen von seinem eigenen Territorium ins All schießen und dem Land damit einen garantiert unabhängigen Zugang zum Weltraum sichern. Deshalb sei das Projekt von “besonderer staatlicher Wichtigkeit”,heißt es.

Auch auf dem im Bau befindlichen neuen Kosmodrom “Wostotschny”im Amur-Gebiet ist ein “Angara”-Startkomplex geplant. Ab Ende 2015 sollen in “Wostotschny”aber erst “Sojus-2″-Raketen starten. Mit dem Kosmodrom will sich Russland von Kasachstan unabhängig machen,auf dessen Territorium der bislang  wichtigste russische Weltraumbahnhof Baikonur seit dem Zerfall der UdSSR liegt.

Die “Angara“  wird im Rahmen des Staatlichen Rüstungsprogramms und des Föderalen Weltraumprogramms Russlands für die Jahre 2006 –2015 vom Staatlichen Wissenschaftlichen Produktionszentrum “Chrunitschew” gebaut.

© Gerhard Kowalski

Privater US-Frachter bringt 2,4 Tonnen Nachschub zur ISS

Credit:NASA

Cape Canaveral,20. April 2014 — Nach zweitägiger Verfolgungsjagd hat das private US-Frachtraumschiff “Dragon” am Ostersonntag mit 2,4 Tonnen Nachschub die Internationale Raumstation ISS erreicht. Die Kapsel,die über kein automatisches Kopplungsaggregat verfügt,wurde um 13.14 Uhr deutscher Zeit von dem japanischen Astronauten Koichi Wakata mit einem Roboterarm „eingefangen“ und um 16.07 Uhr von seinem amerikanischen Kollegen Rick Mastracchio mit 16 Bolzen am US-Modul „Harmony“ befestigt.

Das Raumschiff war am Freitag an der Spitze einer “Falcon 9″-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida zu seiner dritten Versorgungsmission gestartet. Das Kopplungsmanöver gelang trotz eines Computerschadens an der ISS. Am vergangenen Freitag (11. 4.) war bei einem Routinecheck entdeckt worden,dass die Verbindungsbox eines Reservecomputers an der Außenhaut der Station ausgefallen war. Die Box ist  für die Steuerung des externen Kühlsystems der ISS,der Sonnenpaddel und des externen mobilen Transportsystems zuständig. Eine Reparatur,für die ein außerplanmäßiger Ausstieg aus der Station erforderlich ist,wird für Mitte der Woche ins Auge gefasst.
Der Frachter bringt vor allem technische Ausrüstungen und wissenschaftliche Forschungsapparaturen zur Unterstützung von rund 150 Experimenten auf die Umlaufbahn. Dazu gehört ein entfaltbares Treibhaus für die Gemüseproduktion (VEGGIE). In ihm sollen salatähnliche Pflanzen zur Bereicherung des Speiseplans der sechsköpfigen ISS-Besatzung mit Vitaminen gezogen werden.

Außerdem hat “Dragon” den Unterkörper des “Robonauten 2″ (“Dextrous”) an Bord. Der Oberkörper des humanoiden Roboters mit Kopf,Torso,Armen und zwei Händen mit je fünf Fingern befindet sich schon seit 2011 in der ISS. Nunmehr kann er komplettiert und in der Station selbst und dann auch im Außeneinsatz getestet werden. Der Roboter soll Reparatur- und Wartungsarbeiten ausführen sowie Aufgaben übernehmen,die für die Astronauten zu gefährlich sind.

Kurz nach dem “Falcon 9″-Start waren bereits fünf CubeSats ausgesetzt  worden. Einer davon – KickSat – enthält  104 sogenannte Sprites. Dabei handelt es sich um die bisher kleinsten “Satelliten”,die je ins All geschossen wurden. Sie sind nur 3,5 mal 3,5 Zentimeter groß,3 Millimeter dick und wiegen 5 Gramm,beherbergen aber trotzdem zum Teil Mikroprozessoren,Gyroskope und Sensoren,mit denen verschiedene Parameter gemessen und zur Erde gesendet werden können. Einige enthalten nur ein Zeichen ihrer Sponsoren,die schon mir 300 Dollar dabei waren. Damit der Schwarm die ISS nicht beeinträchtigt,werden die Sprites,die durch Crowd-funding finanziert und an der Cornell University in Ithaca (US-Staat New York)  entwickelt wurden,erst am 30. April ins All entlassen.
Ursprünglich sollte der Frachter bereits im November starten,doch das wurde durch den Brand in der Radaranlage einer Bahnverfolgungsstation verhindert. Dann musste die Rückkehrkapsel,die im Mai 1,8 Tonnen Fracht zur Erde bringen soll,mit mehr Kühlkapazität für empfindliche Proben von medizinischen,biologischen und technologischen Experimenten ausgestattet werden.  Und schließlich gab es technische Probleme mit der Rakete selbst.
© Gerhard Kowalski

Privater US-Frachter mit 2,4 Tonnen Nachschub auf dem Weg zur ISS – Auch Minisatelliten,ein Treibhaus und die Beine von Robonaut 2 an Bord

Cape Canaveral,18. April 2014 —Mit mehrmonatiger Verspätung und trotz eines Computerausfalls an der Internationalen Raumstation ist am Freitag das private US-Raumschiff “Dragon”zur ISS gestartet. Die Kapsel hob um 21.25 Uhr deutscher Zeit an der Spitze einer “Falcon 9″-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida zu ihrer nunmehr dritten Versorgungsmission ab,teilten die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA und die Betreiberfirma SpaceX mit. Die Ankopplung ist für Sonntag um 13.14 Uhr geplant.

Die Experten sind sich sicher,dass das Manöver problemlos möglich ist,da es genügend redundante Systeme gebe,mit denen die Fehlerquelle umgangen werden könne. Eigentlich war der Start schon für Montag geplant. Er musste jedoch wegen eines Helium-Lecks an der ersten Raketenstufe abgesagt werden.
Am vergangenen Freitag (11. 4.) war bei einem Routinecheck entdeckt worden,dass die Verbindungsbox eines Reservecomputers an der Außenhaut der Station ausgefallen war. Die Box ist  für die Steuerung des externen Kühlsystems der ISS,der Sonnenpaddel und des externen mobilen Transportsystems zuständig. Eine Reparatur,für die ein außerplanmäßiger Ausstieg aus der Station erforderlich ist,wird für Mitte nächster Woche ins Auge gefasst. 

 
Der Frachter hat rund 2,4 Tonnen Nachschub für die Station an Bord,vor allem technische Ausrüstungen und wissenschaftliche Forschungsapparaturen zur Unterstützung von rund 150 Experimenten. Dazu gehört ein entfaltbares Treibhaus für die Gemüseproduktion (VEGGIE). In ihm sollen salatähnliche Pflanzen zur Bereicherung des Speiseplans der ISS-Besatzung mit Vitaminen gezogen werden.Außerdem bringt “Dragon”den Unterkörper des “Robonauten 2″(“Dextrous”) auf die Umlaufbahn. Der Oberkörper des humanoiden Roboters mit Kopf,Torso,Armen und zwei Händen mit je fünf Fingern befindet sich schon seit 2011 in der ISS. Nunmehr kann er komplettiert und in der Station selbst und dann auch im Außeneinsatz getestet werden. Der Roboter soll Reparatur- und Wartungsarbeiten erfüllen sowie gefährliche Aufgaben übernehmen.

Etwa 16 Minuten nach dem Start wurden fünf CubeSats ausgesetzt,die an der zweiten Raketenstufe befestigt waren. Einer davon – KickSat – enthält  104 sogenannte Sprites. Dabei handelt es sich um die bisher kleinsten “Satelliten”,die je ins All geschossen wurden. Sie sind nur 3,5 mal 3,5 Zentimeter groß,3 Millimeter dick und wiegen 5 Gramm,beherbergen aber trotzdem zum Teil Mikroprozessoren,Gyroskope und Sensoren,mit denen verschiedene Parameter gemessen und zur Erde gesendet werden können. Einige enthalten nur ein Zeichen ihrer Sponsoren,die schon mir 300 Dollar dabei waren. Um die ISS nicht zu beeinträchtigen,werden die Sprites,die durch Crowd-funding finanziert und an der Cornell University in Ithaca (US-Staat New York)  entwickelt wurden,erst am 30. April ins All geschnipst.

Ursprünglich sollte der Frachter bereits im November starten,doch das wurde durch den Brand in der Radaranlage einer Bahnverfolgungsstation verhindert. Dann musste die Rückkehrkapsel,die zu einem noch nicht festgelegten Zeitpunkt 1,8 Tonnen Fracht zur Erde bringen soll,mit mehr Kühlkapazität für empfindliche Proben von medizinischen,biologischen und technologischen Experimenten ausgestattet werden.  Und schließlich gab es technische Probleme mit der Rakete selbst.

 

© Gerhard Kowalski
 

Russischer “Progress”-Frachter über dem Pazifik verglüht

Credit:ZUP

Moskau,18. April 2014 – Nach rund zweiwöchigem autonomem Flug ist das russische Frachtraumschiff “Progress M-22M” am Freitagnachmittag über dem Pazifik gezielt zum Absturz gebracht worden. Die nicht verglühten Teile seien um 17.46 Uhr deutscher Zeit ins Meer gefallen,teilte die Raumfahrtagentur Roskosmos in Moskau mit.

Das unbemannte Raumschiff hatte am 7.  April von der Internationalen Raumstation ISS abgedockt und war seither für das geophysikalische Experiment “Radar-Progress”genutzt worden. Dabei geht es um die Untersuchung der Auswirkung der Triebwerksarbeit auf die Ionosphäre.
“Progress M-22M”hatte am 5.  Februar 2,4 Tonnen Nachschub für die sechsköpfige Besatzung der Station auf die Umlaufbahn gebracht.
Die Russen haben in der Vergangenheit ihre Frachter wiederholt als Orbitallabor oder für Experimente und Tests benutzt. So wurden aus ihnen schon russische und deutsche Minisatelliten im All ausgesetzt. Einige der Raumschiffe waren mit Rückkehrkapseln für 60 Kilogramm Nutzlast ausgestattet oder dienten der Erprobung  von Katapultsesseln für die Raumfähre “Buran”. Die Ionosphärenforschungsserie läuft seit 2007.
© Gerhard Kowalski

Erstes privates Flugleitzentrum in Russland eröffnet

Skolkowo,18. April 2014 – Die internationale Holding Dauria Aerospace hat das erste private Flugleitzentrum (ZUP) Russlands eröffnet. Dazu sei aus dem russischen Büro der Holding im Technologiepark Skolkowo bei Moskau zweimal erfolgreich Verbindung mit dem ersten litauischen Satelliten LitSat-1 aufgenommen worden,teilte das Unternehmen auf seiner Homepage mit.

Bei den Séancen sei es gelungen,Informationen von dem Satelliten zu empfangen und zu dechiffrieren,hieß es weiter. Im Sommer soll von hier aus auch der erste private russische Satellit DX1 gesteuert werden.

Dauria Aerospace spezialisiert sich auf die Entwicklung und den Bau von Teleskopen und Low-Cost-Erdfernerkundungssatelliten. Dazu wurden auch schon die ersten öffentlich-privaten Partnerschaften (PPP) mit der staatlichen Raumfahrtagentur Roskosmos und der Wissenschaftlichen Produktionsvereinigung (NPO) “Lawotschkin”geschlossen.

LitSat-1 war zusammen mit anderen 28 Cube-Sats am 9. Januar mit dem privaten US-Raumschiff  “Cygnus”zur Internationalen Raumstation ISS gestartet und von dort ausgesetzt worden.

Russland verfügt derzeit über zwei große Flugleitzentren. Beide liegen vor den Toren Moskaus.  Von Koroljow aus werden die zivilen Satelliten und das russische ISS-Segment und von Krasnosnamensk die militärischen Satelliten gesteuert. Das militärische ZUP trägt den Namen des zweiten Kosmonauten der Welt,German Titow.

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Russland startet erfolgreich ägyptischen Satelliten

Credit:Roskosmos

Baikonur,16. April 2014 – Russland hat am Mittwochabend erfolgreich einen ägyptischen Erdfernerkundungssatelliten gestartet. Die “Sojus-U”-Trägerrakete mit “EgyptSat-2″an der Spitze habe pünktlich um 18.20 Uhr deutscher Zeit vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan abgehoben,teilte die Raumfahrtagentur Roskosmos mit.

Der Satellit wurde vom russischen Raumfahrtkonzern RKK “Energija”in Koroljow bei Moskau entwickelt. Er liefert hochauflösende Aufnahmen im sichtbaren und infraroten Bereich.

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Waleri Korsun zum stellvertretenden ZPK-Chef ernannt

Credit:ZPK

Sternenstädtchen,16. April 2014 – Waleri Korsun (61) ist zum stellvertretenden Leiter des Kosmonautenausbildungszentrums (ZPK) “Juri Gagarin”und Chef der Kosmonautenabteilung im “Sternenstädtchen”bei Moskau ernannt worden. Der entsprechende “Befehl”sei am Montag von ZPK-Chef Juri Lontschakow unterzeichnet worden,teilte das Zentrum auf seiner Homepage mit. In letzterer Funktion löst Korsun Sergej Wolkow ab.

Der bei Rostow am Don geborene Militärpilot war 1987 in das  Kosmonautenkorps gekommen und hatte 1996/97 und 2002 je eine Langzeitmission in der russischen Raumstation MIR und der Internationalen Raumstation ISS absolviert. Er arbeitete dabei insgesamt 381 Tage im All.

Von 2011 bis zu seiner jetzigen Ernennung war Korsun Leiter der ZPK-Verwaltung.

© Gerhard  Kowalski

 

Russlands Raketenindustrie drängt auf den Weltmarkt

Credit:Roskosmos

Moskau,15. April 2014 – Russlands Raumfahrtindustrie drängt mit Macht auf den Weltmarkt. Hauptziel der im März gegründeten Vereinigten Raketen- und Raumfahrtkorporation (ORKK) sei es,global  die Konkurrenzfähigkeit dieses Zweiges zu erhöhen,sagte ORKK-Generaldirektor Igor Komarow am Dienstag in Moskau auf einer Beratung mit den Chefs der führenden Unternehmen der Branche.

In den nächsten beiden Jahren gehe es dabei vor allem um die Vervollkommnung der Produktionssysteme,die Erhöhung der Effektivität und Arbeitsproduktivität,die Einführung eines Qualitätsmanagements und die Sicherung einer stabilen Entwicklung der Branche auf der Grundlage solider Finanzen.

In der Korporation,die als Offene Aktiengesellschaft (OAO) registriert wurde,sollen alle Unternehmen der krisengeschüttelten Raketen- und Raumfahrtbranche zusammengeführt werden. In einer ersten Etappe werden bis August  die dafür infrage kommenden offenen Aktiengesellschaften eingegliedert. Danach werden die entsprechenden Staatsbetriebe in Aktiengesellschaften umgewandelt und eingegliedert. Mitte 2015 soll die Korporation voll handlungsfähig sein.

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“Dragon”-Start wegen Raketenschadens abgesagt

Cape Canaveral,14. April 2014 – Der für Montagabend deutscher Zeit geplante Start des privaten US-Raumschiffs “Dragon”vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida zur Internationalen Raumstation ISS ist wegen eines Problems mit der Trägerrakete “Falcon 9″  abgesagt worden. Grund sei ein Helium-Leck in der ersten Raketenstufe,teilte die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA mit.  Als frühester neuer Starttermin wurde Freitag genannt.

Der Frachter soll rund 2,4 Tonnen Nachschub zur  Station bringen,vor allem wissenschaftliche und Forschungsapparaturen. Auf dem Rückweg bringt er 1,8 Tonnen Forschungsergebnisse und ausgediente Technik zur Erde mit.

© Gerhard Kowalski