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Pentagon arbeitet an einem System zur Früherkennung des Starts von Hyperschall-Raketen

Credit:Pentagon

Washington,  18. Januar 2019 —   Die USA arbeiten an einem weltraumgestützten System zur Früherkennung des Starts von Hyperschall-Raketen. Das System solle spätestens Ende der 2020-er Jahre verfügbar sein,  kündigte der stellvertretende Pentagon-Chef für politische Fragen,  John Rood,  am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Washington an.

Das System sei erforderlich,  um der Gefahr durch Hyperschall-Raketen zu begegnen,  sagte Rood zur Begründung. „Vor allem China, aber auch Russland entwickeln Möglichkeiten zur regionalen Anwendung von Hperschall-Waffen, denen wir begegnen müssen.“  Dabei gehe es nicht um die Früherkennung von interkontinentalen ballistischen Raketen,  fügte er hinzu.

© Gerhard Kowalski

Japan startet erfolgreich sieben Satelliten

Credit:JAXA

Tokio,  18. Januar 2019 —   Japan hat eine Kompaktrakete mit sieben Satelliten gestartet. Epsilon-4 mit dem Technologie-Demonstrator RAPIS-1 und sechs Cubesats an Bord stieg vom Weltraumbahnhof Uchinoura auf,  teilte die Raumfahrtagentur JAXA am Freitag mit.

Bei einem der Experimente soll ein künstlicher Meteoritenregen erzeugt werden. Dazu werden 400 Kugeln ausgestoßen, die in den dichten Schichten der Atmosphäre verglühen und den Effekt fallender Sterne produzieren.

Die Feststoffrakete ist 26 Meter hoch und hat ein Startgewicht von 96 Tonnen. Der erste Start fand 2013 statt.

© Gerhard Kowalski

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G. Kowalski

Genaue Startdaten von Boeings Starliner zur ISS stehen angeblich fest

Credit:Boeing

Moskau,  17. Januar 2019 —   Das Raumschiff Starliner des US-Konzerns Boeing soll am 28. März erstmals unbemannt und am 27. August bemannt zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Das berichtet die Moskauer Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Donnerstag. Sie beruft sich dabei auf eine nicht näher genannte Quelle aus der russischen Raumfahrt- und Raketenbranche.

Zuvor hatte schon die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA die Startmonate öffentlich gemacht,  ohne allerdings das genau Datum zu nennen. Der bemannte Starliner soll mit den Astronauten Eric Boe,  Nicole Mann und Chris Ferguson starten.

Zuvor will bereits SpaceX im Februar unbemannt und im Juli bemannt mit Bob Behnken und Doug Hurley zur Station fliegen.

© Gerhard Kowalski

 

Kalenderblatt:   Erste Kopplung zweier Raumschiffe vor 50 Jahren

Credit:ZPK

Credit:ZPK

Moskau,  16. Januar 2019 —   Vor nunmehr 50 Jahren hat die erste Kopplung zweiter bemannter Raumschiffe auf der Umlaufbahn stattgefunden. Am 16. Januar 1969 trafen sich die sowjetischen Raumschiffe Sojus 4 mit Waldimir Schatalow und Sojus 5 mit Boris Wolynow (auf dem Gruppenfoto rechts),  Alexej Jelissejew und Jewgeni Chrunow an Bord im All. Die Annäherung bis auf 100 Meter erfolgte automatisch, dann übernahmen Wolynow und Schatalow das Kommando. Letzterer kommentierte das historische Manöver mit den Worten:   „Der Handschlag ist erfolgt!“

In einer zweiten Phase des Experiments stiegen Jelissejew und Chrunow durch den freien Weltraum zu Schatalow in Sojus 4 um. Das Manöver dauerte 37 Minuten und wurde im Fernsehen übertragen. Einen Tag später landete das Raumschiff rund 40 Kilometer von der kasachischen Stadt Karaganda entfernt normal in der Steppe.

Wolynow hingegen entging am darauffolgenden Tag nur knapp der Katastrophe. Wie er am Dienstag auf einer Festveranstaltung zum Jubiläum im Sternenstädtchen bei Moskau berichtete, gab es bei seiner Landung mehrere heikle Situationen. So erfolgte sie ballistisch mit einer Überbelastung von bis zu 10 g , weil sich die Orbitalsektion nicht von der Landekapsel gelöst hatte. Zudem habe es eine „Explosion“  gegeben. Da er befürchtete, das Schicksal von Wladimir Komarow (Sojus 1 –  1967) zu erleiden,  habe er schnell noch alle wichtigen Informationen und Daten auf Tonband gesprochen. Schließlich sei er aber lebend gelandet. Die Landung sei aber außerordentlich hart gewesen,  weil die Raketen für die weiche Landung versagten,  so dass er schwere Verletzungen erlitt,  unter anderem am Oberkiefer. Aus Geheimhaltungsgründen sei er erst zehn Tage später ins Moskauer Burdenko-Krankenhaus eingeliefert worden.

Übrigens:  Wolynows Frau Tamara wird in ihrem Buch „Kosmos. Die Plejade der Ersten“  demnächst die volle Wahrheit über die dramatische Landung offenlegen.

© Gerhard Kowalski

Russland plant 2019 45 Raketenstarts

Moskau,  15. Januar 2019 —  Russland plant, 2019 45 Raketenstarts durchzuführen. Das geht aus einem Video hervor,  das im sogenannten Telestudio auf der Homepage der GK Roskosmos zu sehen ist. Die Palette reiche dabei von Starts für wissenschaftliche Ziele bis hin zu Versuchszwecken.

2018 hat Russland insgesamt 20 Raketen gestartet. 14 davon werden in der offiziellen Bilanz der GK Roskosmos aufgeführt. Die restlichen sechs kommen auf das separate Konto des Moskauer Verteidigungsministeriums.

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Start eines iranischen Satelliten fehlgeschlagen

Teheran,  15. Januar —  Der Start eines iranischen Satelliten ist am Dienstag fehlgeschlagen. Der Satellit Payam (Botschaft) habe seine vorausberechnete Umlaufbahn nicht erreicht,  teilte  Informationsminister Azari Jahromi in Teheran via Twitter mit. Der Satellit habe erfolgreich zwei Etappen des Fluges überwunden,  doch in der dritten Etappe habe die Geschwindigkeit nicht ausgereicht,  um ihn auf die geplante Bahn zu bringen.

Jetzt werde der Iran versuchen,  den nächsten Satelliten Doosti (Freundschaft) ins All zu schießen,  betonte der Minister. Ein Datum dafür nannte er nicht.

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NASA-Chef Bridenstine nimmt Einladung zu Russland-Besuch an

Credit:US-Kongress

Moskau,  15. Januar 2019 —   Der Chef der US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, Jim Bridenstine,  hat eine Einladung des Generaldirektors des russischen Staatskonzerns GK Roskosmos,  Dmitri Rogosin,  zu einem Besuch Russlands oder des Kosmodroms Baikonur (Kasachstan) angenommen. Das teilte die GK Roskosmos am Dienstag mit. Ein genauer Termin sei aber noch nicht vereinbart worden,  sagte NASA-Vertreter Bob Jacobs.

In einem Telefongespräch hätten Rogosin und Bridenstine am Montag die weitere Entwicklung der Zusammenarbeit beider Organisationen bei der Erschließung des Alls erörtert,   heißt es weiter. Sie hätten die Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit im Rahmen des ISS-Programms,  bei den Mondprojekten sowie bei der Erforschung des Fernen Weltraums bekräftigt.

Zuvor hatte die NASA einen für Februar geplanten USA-Besuch Rogosins abgesagt.

© Gerhard  Kowalski

Dragon-Kapsel erstmals bei Nacht gewassert

Credit:SpaceX

Houston,  14. Januar 2019 —   Ein Dragon-Frachtraumschiff ist am Sonntagabend gegen 21.10 Uhr Ortszeit (Montagmorgen 6.10 Uhr deutscher Zeit) von der Internationalen Raumstation ISS auf die Erde zurückgekehrt. Es wasserte erstmals bei Nacht und Mondlicht im Pazifik vor der Küste Kaliforniens,  wie das NASA-Kontrollzentrum in Houston (Texas) und der Raumfahrtkonzern SpaceX mitteilten. Der eigentlich geplante Rückkehrtermin vor drei Tagen konnte wegen schlechten Wetters im Landegebiet nicht eingehalten werden. Der Frachter hat wissenschaftliche Ergebnisse von Experimenten und ausrangierte Technik an Bord.

Dragon  hatte Anfang Dezember bei der nunmehr 16. Versorgungsmission knapp 2,6 Tonnen Nachschub auf die Umlaufbahn gebracht. Dazu gehörten Lebensmittel,  wissenschaftliche Geräte und Experimente sowie Ersatzteile und Verbrauchsmaterial.

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Spekulationen um Ein-Jahres-Flug von US-Astronaut Hague in der ISS

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  13. Januar 2019 —  In russischen Medien sind Spekulationen über einen Ein-Jahres-Flug von US-Astronaut Nick Hague (Foto) in der  Internationalen Raumstation ISS aufgetaucht. Hague soll im März zusammen mit dem russischen Kosmonauten Alexej Owtschinin und seiner Landsmännin Christina Koch mit dem Raumschiff Sojus MS-12 zur ISS fliegen.

Der Ein-Jahres-Flug werde damit begründet,  dass ursprünglich mit dem Raumschiff der erste Raumfahrer der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zur Station starten sollte,  schreibt die Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Diesen Platz nähmen nun die Amerikaner ein. Um aber den Vertrag mit den VAE einhalten zu können,  müsse einer der US-Astronauten ein Jahr auf der Umlaufbahn bleiben. Weniger wahrscheinlich sei die Variante,  dass Christina Koch diesen Flug bekommt.

Der erste Ein-Jahres-Flug hat 2015/16 in der ISS stattgefunden. Am ihm nahmen der Russe Michail Kornijenko und der Amerikaner Scott Kelly teil. Die Russen haben schon ab 1987/88 solche Flüge in der Raumstation MIR durchgeführt. Den längsten Flug absolvierte bisher der Arzt Waleri Poljakow 1994/95 mit knapp 438 Tagen.

© Gerhard Kowalski