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GK Roskosmos:  Alle Bordsysteme von EgyptSat-A arbeiten normal

Moskau,  22. Februar 2019 —   Alle Bordsysteme des am Donnerstag gestarteten ägyptischen Erderkundungssatelliten funktionieren normal. Es sei mit der Erfüllung des Flugtestprogramms von EgyptSat-A  begonnen worden, teilte die GK Roskosmos am Freitag in Moskau mit. Nach Abschluss der Tests werde der Satellit an die ägyptische Flugleitung übergeben.

EgyptSat-A war am Donnerstag um 17.47 Uhr deutscher Zeit mit einer Sojus-2.1b-Trägerrakete vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) aufgestiegen. Nach russischen Agenturberichten ist es dabei zu Problemen mit der dritten Stufe des Trägers gekommen, die aber von der GK Roskosmos nicht bestätigt wurden.

© Gerhard Kowalski

Falcon 9 bringt israelische Mondsonde auf ihre Umlaufbahn

Cape Canaveral,  22. Februar 2019  —   Eine schwere Falcon 9-Trägerrakete des US-Unternehmens SpaceX hat in der Nacht zum Freitag deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) gleich drei Raumflugkörper auf ihre Umlaufbahn gebracht:  Einen indonesischen Kommunikationssatelliten,  eine israelische Mondsonde und den US-Militärsatelliten S5.

Hauptnutzlast war zwar der indonesische Kommunikationssatellit Nusantara Satu der PT Pasifik Satelit Nusantara,  doch das größte Interesse löste die Sonde Beresheet (so heißt das 1. Buch Mose in der Bibel auf hebräisch) aus. Sie wiegt knapp 600 Kilogramm und hat drei CDs mit der Beschreibung der Mission und ihres Ursprungslandes an Bord.

Sollte die Mission gelingen,  wäre Israel nach der Ex-UdSSR,  den USA und China das vierte Land der Welt,  das so einen Apparat auf den Erdtrabanten bringen konnte. Die Landung ist für den 11. April geplant.

© Gerhard Kowalski

GK Roskosmos:  Ägyptischer Erderkundungssatellit gestartet (Zusammenfassung)

 

Credit:GK Roskosmos

Moskau/Baikonur,  21. Februar 2019 —   Russland hat am Donnerstag einen ägyptischen Erderkundungssatelliten gestartet. Die Sojus-2.1b-Trägerrakete mit EgyptSat-A an der Spitze sei um 17.47 Uhr deutscher Zeit vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) aufgestiegen,  teilte die GK Roskosmos mit. Nach der Abtrennung von der dritten Raketenstufe habe die Fregat-Oberstufe den Flug fortgesetzt. Nach zwei Zündungen der Marschtriebwerke der Oberstufe sei der Satellit strikt entsprechend dem Zyklogramm abgesetzt worden.

Die Moskauer Nachrichtenagentur RIA Nowosti hatte indes von Problemen mit der dritten Raketenstufe gesprochen. Sie berief sich dabei auf eine Quelle in Baikonur.

Es war dies der erste russische Start in diesem Jahr.

Der Satellit,  der von der RKK Energija gebaut wurde,  soll elf Jahre lang hochauflösende Aufnahmen von der Erde liefern. Er hat rund 100 Millionen Dollar gekostet.

© Gerhard Kowalski

Verwirrung um Start eines ägyptischen Erderkundungssatelliten (Update)

Credit:GK Roskosmos

Baikonur,  21. Februar 2019 —   Verwirrung um den Start eines ägyptischen Erderkundungssatelliten vom Donnerstag. Während anfangs die Nachrichtenagenturen RIA Nowosti und TASS übereinstimmend meldeten,  dass die Sojus-2.1b-Trägerrakete mit EgyptSat-A an der Spitze um 17.47 Uhr deutscher Zeit vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) erfolgreich aufgestiegen sei,  hieß es wenig später bei RIA Nowosti,  es habe Probleme mit der dritten Raketenstufe gegeben. TASS berichtete  indes,  der Satellit habe seinen Zielorbit erreicht. Die GK Roskosmos schweigt sich bisher aus.

Es war dies der erste russische Start in diesem Jahr.

Der Satellit,  der von der RKK Energija gebaut wurde,  sollte elf Jahre lang hochauflösende Aufnahmen von der Erde liefern. Er hat rund 100 Millionen Dollar gekostet.

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Rogosin kann und will nicht in die USA reisen

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  21. Februar 2019 —   Der Chef der GK Roskosmos, Dmitri Rogosin,  hat nach eigener Aussage derzeit keine Möglichkeit, in die USA zu reisen. Allerdings habe er auch nicht den Wunsch,  das zu tun,  sagte er in einem Interview.

Rogosin wollte im Februar auf Einladung der US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA in die USA reisen,  um dabei die künftige bilaterale Zusammenarbeit zu besprechen. Er wurde aber auf Druck demokratischer Senatoren mit der Begründung wieder ausgeladen,  dass er auf der Embargo-Liste stehe.

Er sei aber bereit,  seinen US-Kollegen Jim Bridenstine bei dessen bevorstehendem Russland-Besuch zu empfangen,  betonte Rogosin.

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Putin weist Gründung eines Nationalen Weltraumzentrums an

Credit:Präsidialamt

Moskau,  20. Februar 2019 —   Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Staatskonzern GK Roskosmos und die Moskauer Stadtregierung angewiesen,  ein Nationales Weltraumzentrum zu gründen. Dieses solle die Arbeit der wichtigsten Organisationen der Branche,  die wissenschaftlichen Forschungen und die Kader-Vorbereitung absichern,  sagte Putin am Mittwoch in Moskau.

Nach Mitteilung von GK Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin soll das Zentrum in etwa dreieinhalb Jahren die Arbeit aufnehmen und rund 20.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Woher diese Spezialisten angesichts des akuten Fachkräftemangels kommen sollen,  sagte er nicht.

Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin meinte,  das Zentrum werde voraussichtlich auf dem Gelände des Raumfahrtkonzerns Chrunitschew entstehen.

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Erstes im 3D-Druck hergestelltes europäisches Raketentriebwerk erfolgreich getestet

Credit:DLR

Köln,  20. Februar 2019 —   Das BERTA-Triebwerk (Biergoler Raumtransportantrieb) hat am Montag am Prüfstand P8 in Lampoldshausen erfolgreich seinen ersten Heißlauftest absolviert. Das Triebwerk wurde vollständig im 3D-Druckverfahren gefertigt,  teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Dienstag in Köln mit. Die Testergebnisse würden in andere Triebwerksprogramme der Europäischen Weltraumorganisation ESA einfließen.

3D-Druckverfahren sollen für Weiterentwicklungen der Ariane-6-Triebwerke Vinci und Vulcain eingesetzt werden.  Der P8 ist ein Forschungs- und Entwicklungsprüfstand beim DLR in Lampoldshausen, der gemeinschaftlich vom DLR, der französischen Raumfahrtagentur CNES und dem industriellen Partner ArianeGroup genutzt wird.

Für einen Referenzschub von 2,45 Kilonewton ausgelegt, wurde BERTA für 560 Sekunden getestet. Entwickelt wurde das Triebwerk im Rahmen der Forschungen für zukünftige europäische Trägersysteme (Future Launcher Preparatory Programme/FLPP) der ESA.

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Federazija-Entwickler verlassen die RKK Energija

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  20. Februar 2019 —   Schwerer Aderlass für die RKK Energija in Koroljow bei Moskau. Insgesamt sechs Mitarbeiter der Flug- und Test-Abteilung,  die an der Entwicklung des neuen bemannten Raumschiffes Federazija mitgewirkt haben, haben den Konzern verlassen. Sie arbeiten künftig für das private Unternehmen S7 Space,  das das Sea Launch-Projekt betreibt,  teilte die Kosmonautin und Duma-Abgeordnete Elena Serowa mit. Auch ihr Mann Mark gehöre dazu.

Bereits im vergangenen Jahr waren der Federazija-Generalkonstrukteur Nikolai Brjuchanow und der Generalkonstrukteur der neuen Mittelklasse-Trägerrakete Sojus-5 „Irtysch“,  Igor Radugin,  die das neue Raumschiff ins All bringen soll, zu S7 Space gewechselt.

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NASA-Chef:  Bemannter Marsflug Mitte der 2030-er Jahre möglich

Credit:NASA

Washington,  19. Februar 2019 —   Ein bemannter Flug zum Mars ist nach Ansicht des Administrators der US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA,  Jim Bridenstine, Mitte der 2030-er Jahre möglich.  „Wir orientieren uns auf die Mitte der 2030-er Jahre. Es steht viel Arbeit bevor“,  sagte er in einem Interview des TV-Sendes MSNBC.

Vor dieser Mission müssten die dafür erforderlichen Technologien aber erst auf dem Mond erprobt werden,  fügte Bridenstine hinzu. Dabei werde man mit internationalen und kommerziellen Partnern zusammenarbeiten.

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Russisches ISS-Segment bleibt vorerst beim Zwei-Mann-Betrieb

Credit:RKK Energija

Moskau,  18. Februar 2019 —   Die Besatzung des russischen Segments der Internationalen Raumstation ISS wird vorerst nicht wieder auf die Sollzahl von drei Mitgliedern aufgestockt. Mindestens bis April 2020 werde es bei dem Zwei-Mann-Betrieb bleiben,  meldet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Grund sei die weitere Verzögerung des Starts des Mehrzwecklabormoduls (MLM) Nauka (Wissenschaft). Der sollte eigentlich Ende dieses Jahres erfolgen,  wird nun aber wohl erst Mitte 2020 stattfinden.

Mit dem Bau des Moduls,  das die wissenschaftlichen Möglichkeiten und auch die Lebensbedingungen für die Kosmonauten erheblich verbessern soll,  war 1995 begonnen worden. In den letzten Jahren gab es immer wieder Probleme mit der Fertigstellung. So mussten Rohrleitungen und Tanks wegen Verschmutzung durch Fremdkörper wieder aufgeschnitten werden. Daraufhin wurde 2017 die Besatzung bis zum Start auf zwei Kosmonauten verringert.

© Gerhard Kowalski