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Russischer Kosmosveteran Ljachow gestorben

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  20. April 2018 —   Der russische Kosmosveteran Wladimir Ljachow ist tot. Er sei am Freitag im Alter von 77 Jahren in Astrachan gestorben,  meldet das Internetportal Nowosti Kosmonawtiki.

Ljachow hat zwischen 1979 und 1988 drei Raumflüge zu den Raumstationen Salut 6,  Salut 7 und MIR absolviert und war dabei 333 Tage auf der Umlaufbahn. Bei der letzten Mission war er vom 29. August bis zum 7. September 1988 Kommandant des bislang einzigen afghanischen Kosmonauten,  Abdul Ahad Momand,  der seit dem Sturz des Kabuler Nadschibullah-Regimes 1992 in Deutschland lebt.

© Gerhard Kowalski

Zur Erinnerung

Credit:Privat

Liebe Besucher meiner Homepage!

An diesem Wochenende erwarte ich den 2.000.000. Besucher auf meiner Homepage.

Wer mir nachweisen kann,  dass er der Glückliche ist,  darf sich auf eines meiner Bücher mit einer speziellen Widmung freuen.

Mit besten Grüßen!

Ihr/Euer

Gerhard Kowalski

 

GK Roskosmos mit Gemeinschaftsstand auf der ILA 2018 vertreten

Moskau, 20. April 2018 —   Der russische Staatskonzern GK Roskosmos ist auf der ILA Berlin Air Show 2018 (25.-29. 4.) mit einem Gemeinschaftsstand aller führenden Firmen der Branche vertreten. Dabei werden vor allem Modelle von Raumflugkörpern,  Triebwerken,  Weltraumrobotern und künftigen Startanlagen präsentiert.

Die Wissenschaftliche Produktionsvereinigung (NPO) Energomasch präsentiert unter anderem Modelle ihrer Triebwerke RD-191,  RD-108A und RD-275,  während die Wissenschaftliche Produktionsvereinigung (NPO) Lawotschkin ihre astrophysikalischen Observatorien Spektr-R, Radioastron und Spektr-RG sowie die Mondsonde Luna-Glob zeigt.

Die Besucher können zudem ein Modell der geplanten Angara-Startrampe für das neue Kosmodrom Wostotschny im Amur-Gebiet und den Kommandostand für die Steuerung eines Weltraumroboters bestaunen.

© Gerhard Kowalski

Jim Bridenstine als neuer NASA-Administrator bestätigt

Credit:US-Kongress

Washington,  19. April 2018 —   Der republikanische Kongressabgeordnete Jim Bridenstine ist 13. Administrator der US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA. Er wurde am Donnerstag vom US-Senat bestätigt,  teilte die NASA mit.

Bridenstine ist ein ehemaliger Navy-Pilot. Er hat 1.900 Flugstunden auf seinem Konto und war unter anderem im Irak und in Afghanistan eingesetzt.

Nach seiner aktiven Militärzeit arbeitete er als Exekutivdirektor des Tulsa Luft- und Raumfahrtmuseums und Planetariums. Seit 2012 vertritt er den First Congressional District von Oklahoma im US-Kongress.

© Gerhard Kowalski

Krikaljow:   GK Roskosmos will ISS-Expeditionen auf 200 Tage verlängern

Credit:ZPK

Moskau,  19. April 2018 –  Der russische Staatskonzern GK Roskosmos plant,  die Dauer der Expeditionen zur Internationalen Raumstation ISS von derzeit 160 bis 180 Tagen auf 200 Tage zu verlängern. Dadurch solle die Zahl der Expeditionen von derzeit vier pro Jahr auf nur noch drei im Jahre 2019 verringert werden,  sagte der Amtierende Roskosmos-Direktor für bemannte Flüge,   Sergej Krikaljow,  am Donnerstag der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Auf diese Weise solle der Nutzeffekt der Station erhöht werden.

Diese Neuerung betreffe allerdings noch nicht den Flug der nächsten Mannschaft zur ISS,  der für den 6. Juni vorgesehen ist und  zu der auch der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst gehört,   betonte Krikaljow. Die folgenden geplanten Starts für September und Oktober würden allerdings bereits auf Oktober beziehungsweise Dezember verschoben.

Krikaljow machte jedoch deutlich,  dass es sich bei dieser Variante erst um einen Vorschlag der russischen Seite und noch nicht um ein Programm der ISS-Partner handelt.

© Gerhard Kowalski

ESA-Chef Wörner bekräftigt enge Zusammenarbeit mit Russland

Credit:G. Kowalski

Colorado Springs,  19. April 2018 —   Der Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA,  Johann Dietrich Wörner,  hat die enge Zusammenarbeit seiner Agentur mit Russland bekräftigt. Die Sanktionen der USA von Anfang April gegen Russland ändern nichts an der Kooperation der ESA mit Russland,  sagte Wörner der Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Rande des 34. Weltraumsymposiums in Colorado Springs (US-Bundesstaat Colorado). Er hoffe vielmehr auf viele neue gemeinsame Projekte.

Natürlich sehe er, dass es in der Welt eine Reihe politischer Probleme gibt. Aber es sei „gut, dass wir im Weltraum diese irdischen Probleme überwinden können“, betonte der ESA-Chef. Seine Organisation habe 22 Mitglieder. Und mit Slowenien und Kanada seien sogar 24 Staaten unter ihrem Dach vereint. „Wir alle arbeiten mit Russland zusammen,  wie wir das in der Vergangenheit getan haben.“

Wörner sagte, auch die Zusammenarbeit mit den USA „bleibt unter der Administration von Präsident Donald Trump unverändert und eng“.  Er glaube nicht,  dass sich das jetzt ändern werde. „Derzeit sehen wir keinerlei Veränderungen.“

© Gerhard Kowalski

US-Weltraumtelekop TESS erfolgreich gestartet

Credit:NASA

Credit:NASA

Cape Canaveral,  19. April 2018 —   Nach mehrmaliger Verzögerung ist das Weltraumteleskop TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite) der US-Luft-  und Raumfahrtbehörde NASA erfolgreich gestartet worden. Der Planetenjäger stieg am Donnerstagmorgen um 00.51 Uhr deutscher Zeit an der Spitze einer schweren Falcon 9-Trägerrakete der Privatfirma SpaceX vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) auf.

Die auf zwei Jahre angelegte und 200 Millionen Dollar teure Mission kann aber erst in rund zwei Monaten beginnen, wenn das Teleskop von der Größe eines Kühlschranks seine elliptische Erdumlaufbahn erreicht hat und seine vier Kameras auf die nächsten und hellsten Sterne richtet. Dabei geht es vor allem um das Aufspüren von Planeten in unserem Sonnensystem und insbesondere um solche, die unserer Erde ähneln.

TESS löst das US-Weltraumteleskop Kepler  ab, das bereits neun Jahre auf der Suche nach Planeten ist und dem langsam der Treibstoff ausgeht.

Es war dies der 53. Start einer Falcon 9 seit 2010 und der nunmehr 9. Raketenstart von Cape Canaveral in diesem Jahr.

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Russland startet Militärsatelliten in Baikonur

Baikonur,  19. April 2018 —   Russland hat am frühen Donnerstagmorgen erfolgreich einen militärischen Satelliten gestartet. Die schwere Proton-M-Trägerrakete stieg um 00.12 Uhr deutscher Zeit vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan auf,  teilte das Moskauer Verteidigungsministerium mit.

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ISS-Flugbahn um 450 Meter angehoben

Credit:G. Kowalski

Koroljow, 18. April 2018 –-   Die Umlaufbahn der Internationalen Raumstation ISS ist am Mittwoch planmäßig um 450 Meter angehoben worden. Dazu seien die Triebwerke des Frachters Progress MS-08 um 12.52 Uhr deutscher Zeit für 126 Sekunden gezündet worden,  teilte das Flugleitzentrum (ZUP) in Koroljow bei Moskau mit. Die Station umkreise die Erde nunmehr auf einer mittleren Bahnhöhe von 404,5 Kilometern.

Mit der Bahnkorrektur sollen optimale Bedingungen für die bevorstehende Landung des Raumschiffes Sojus MS-07 und den Start des Raumschiffes Sojus MS-09 geschaffen werden,die für den 3. beziehungsweise 6. Juni geplant sind. Mit dem neuen Raumschiff fliegen der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst, der Russe Sergej Prokopjew und die Amerikanerin Serena Aunon-Chancellor für ein halbes Jahr zur Station.

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Russland verbietet angeblich Staatskonzernen Roskosmos und Rosatom zeitweilig Abschluss neuer Verträge

Moskau,  18. April 2018 —   Die russische Regierung hat den Staatskonzernen (GK) Roskosmos und Rosatom zeitweilig verboten, neue Verträge mit Unternehmen abzuschließen, die in Ländern registriert sind, die Sanktionen gegen Moskau verhängt haben. Diese Maßnahme, die das Ergebnis der „Konfrontationspolitik der USA“  sei, habe aber keinen Einfluss auf geltende Verträge,   meldet die Zeitung Kommersant am Mittwoch. Sie beruft sich dabei auf eigene Quellen.

Diese Meldung,   so sie denn stimmt,  steht in einem gewissen Widerspruch zu der jüngsten Verkündung von Präsident Putin, dass man die internationale Zusammenarbeit in Weltraumfragen nicht behindern werde. Damit wäre auch die bevorstehende Unterzeichnung des Deep Space Gateway-Abkommens zur Erkundung des Mondes in Gefahr. Russland soll dazu ein Schleusen-  und ein Wohnmodul sowie das Lebenserhaltungssystem beisteuern. Zudem hatte der für das Militär und die Raumfahrt zuständige Vizepremier Dmitri Rogosin betont, mit einem Verzicht auf die Weltraum-Zusammenarbeit mit den Amerikanern würde sich Russland „selbst ins Knie schießen“.

Der Staatskonzern GK Roskosmos hat nach Angaben des Blattes allein durch die Mitnahme von 36 US-Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS in den Jahren 2012 –  2017 2,3 Milliarden Dollar verdient und liefere bis 2019 noch Raketentriebwerke im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar.

© Gerhard Kowalski