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Russland baut zweite Angara-Startrampe in Plessezk

Logo PlessezkMoskau,  30. August 2016 —  Das russische Verteidigungsministerium baut auf dem Militärkosmodrom Plessezk eine zweite Startrampe für die neue Trägerrakete Angara. Die Fertigstellung ist für 2019 geplant, berichtet die Zeitung Iswestija.

Die erste solche Rampe war auf dem nordrussischen Kosmodrom 2014 in Betrieb genommen worden. Von ihr wurden bisher zwei Testflüge mit je einer leichten und einer schweren Angara durchgeführt.

Von Plessezk sollen künftig mehr Angara-Träger gestartet werden als vom neuen Kosmodrom Wostotschny im Amur-Gebiet. Hier entsteht eine Rampe für bemannte Angara-Starts mit dem neuen Raumschiff Federazija.

© Gerhard Kowalski

DLR stellt Galileo-System und Copernicus–Programm in Berlin vor

Credit:G. Kowalski

Credit:G. Kowalski

Berlin, 28. August 2016 —   Am Tag der offenen Tür der Bundesregierung in Berlin hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Wochenende das zukünftige europäische Satellitennavigationssystem Galileo und das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus vorgestellt. Zu den Highlights auf den Schauen in den Ministerien für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gehörten zudem die Kometenmission Rosetta, der deutsch-französische Klimasatellit MERLIN, der das klimaschädliche Methangas in der Erdatmosphäre beobachten soll, und der Raumfahrt-Wettbewerb INNOSpace-Masters.

So erfuhren die zahlreichen Besucher, dass das Galileo-System ein „Service für alle“ werden soll. Mit der finalen Konstellation von 30 Satelliten wird es ab 2020 die Bürger Europas vom amerikanischen GPS-Konkurrenten unabhängig machen. Die  Galileo-Flotte besteht derzeit aus 14 Satelliten, und am 17. November kommen vier weitere Satelliten hinzu.

Wie gesund wird unsere Luft in den nächsten fünf Jahren sein, wie sauber sind unsere Gewässer und wie stark wird der Regenwald noch schrumpfen? Um diese und ähnliche Fragen zu beantworten, hat die Europäische Kommission das Copernicus-Programm ins Leben gerufen. Es besteht aus sechs Satellitenfamilien, den sogenannten Sentinels („Wächtern“), die die Erde und Atmosphäre erfassen und somit wichtige Daten zum Klimaschutz sowie zur nachhaltigen Entwicklung, zur humanitären Hilfe, Ernährungssicherheit und zum Gesundheitszustand der Ozeane liefern. Wie diese Satelliten ihre Aufgabe erfüllen, konnten die Besucher an einem neuen Modell in Form eines Globus nachvollziehen, auf dem die einzelnen Flugbahnen mit Lichterketten markiert sind.

© Gerhard Kowalski

 

US-Frachter wohlbehalten von der ISS zur Erde zurückgekehrt

 

Credit:SpaceX/NASA

Credit:SpaceX/NASA

Houston, 26. August 2016 —  Ein privater US-Frachter ist am Freitag wohlbehalten von der Internationalen Raumstation ISS zur Erde zurückgekehrt. Dragon wasserte um 17.48 Uhr deutscher Zeit rund 520 Kilometer vor der mexikanischen Küste im Pazifik. An Bord waren 1,4 Tonnen ausgediente Apparaturen und wissenschaftliche Ergebnisse.

Der Frachter hatte am 20. Juli 2,5 Tonnen Nachschub  zur ISS gebracht,  darunter auch den ersten von zwei Internationalen Kopplungsadaptern (IDA),  an denen künftig private bemannte US-Raumschiffe wie Boeings CST-100 Starliner oder Crew Dragon von SpaceX anlegen sollen.

Dragon war um 12.11 Uhr per Roboterarm vom amerikanischen Modul Harmony abgekoppelt und in sicherer Entfernung von der ISS freigelassen worden. Wenig später wurden die Triebwerke für den Rückweg gezündet.

© Gerhard Kowalski

 

 

 

 

 

 

 

Ariane 5 bringt zwei Satelliten ins All

 

Credit:Arianespace

Credit:Arianespace

Kourou,  25. August 2016 —  Eine Ariane 5-Trägerrakete hat in der Nacht zum Donnerstag zwei Telekommunikationssatelliten ins All geschossen. Die Rakete mit Intelsat-33e und Intelsat-36 an der Spitze stieg um 00.16 Uhr deutscher Zeit vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana auf,  teilte die Betreibergesellschaft Arianespace mit.

Beide Satelliten zusammen haben eine Masse von 10,735 Tonnen, was einen Nutzlastrekord bedeutet. Ihre Funktionsdauer wird mit 15 Jahre angegeben.

Es war dies der sechste Start des Jahres und der vierte mit einer Ariane 5.

© Gerhard Kowalski

Jeff Williams stellt in der ISS einen neuen US-Langzeitflugrekord auf

Credit:NASA

Credit:NASA

Washington,  25. August 2016 —  US-Astronaut Jeff Williams hat am Mittwoch in der Internationalen Raumstation ISS mit 521 Tagen im All einen neuen amerikanischen Langzeitflugrekord aufgestellt. Bis zum Ende seiner vierten Mission am 6. September in der Steppe von Kasachstan werde er 534 Tage auf seinem Konto haben, teilte die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA in Washington mit. Williams überflügelt damit seinen Landsmann Scott Kelly, der es bei ebenfalls vier Flügen auf 520 Tage brachte.

Der Rekord katapultiert Williams auf den 14. Platz der Langzeitflugrekordliste,  die von dem Russen Gennadi Padalka mit 878 Tagen souverän angeführt wird. Doch lange kann er sich des neuen Rekords nicht erfreuen. Denn schon im November startet Williams Kollegin Peggy Whitson zu einem Halbjahresflug zur ISS und bringt dabei 376 Tage von ihren beiden vorangegangenen Missionen mit.

© Gerhard Kowalski

Liebe Besucher meiner Homepage!

Scan_20160824Ich möchte mich ganz herzlich für die zahlreichen Grüße zu meinem 50. Berufsjubiläum bedanken, die mich in den letzten Tagen erreicht haben.

Ich habe mich sehr über die vielen netten Worte und guten Wünsche gefreut.

Ich werde natürlich auch in den nächsten 50 Jahren der Raumfahrt treu bleiben, mich aber künftig mehr meiner publizistischen Arbeit, Vorträgen, Übersetzungen und auch einem neuen Buch widmen. Das heißt, dass ich meine Homepage ab dem 1. September nicht mehr so nachrichtenmäßig bestücke, sondern mich nur noch zu Höhepunkten und dann auch kommentierend zu Wort melden werde.

Danke für Ihre/Eure Treue!

Mit kosmischen Grüßen

Gerhard  Kowalski

PS

Das Bild zeigt mich am 25. August 1978 auf Gagarins Startplatz in Baikonur mit der Rakete von Sigmund Jähn auf der Hand. Sein Flug war der Höhepunkt meines bisherigen Berufslebens.

 

ISS-Umlaufbahn um 2,3 Kilometer angehoben

Credit:ZUP

Credit: ZUP

Koroljow,  24. August 2016 —  Die Umlaufbahn der Internationalen Raumstation ISS ist am Mittwoch um 2,3 Kilometer angehoben worden. Dafür seien die Triebwerke des Frachters Progress MS-02  um 09.30 Uhr deutscher Zeit für gut 12 Minuten gezündet worden,  teilte das Flugleitzentrum (ZUP) in Koroljow bei Moskau mit. Die ISS umkreist damit die Erde nunmehr auf einer mittleren Bahnhöhe von 404 Kilometern.

Die Korrektur habe sich erforderlich gemacht, um optimale ballistische Voraussetzungen für die Landung des Raumschiffes Sojus TMA-20M am 7. September und den Start der Besatzung von Sojus MS-02 am 23. September zu schaffen,  heißt es weiter in der Pressemitteilung.

© Gerhard Kowalski

NASA befürwortet kommerzielle Nutzung der ISS nach 2024

Credit:NASA

Credit:NASA

Washington,  24. August 2016 —  Nach den Russen macht sich auch die US-Luft und Raumfahrtbehörde NASA ernsthaft Gedanken über die Zeit nach dem Ende der Internationalen Raumstation ISS im Jahre 2024. Während die Russen eine eigene  Raumstation mit internationaler Beteiligung anvisieren, kann sich die NASA eine kommerzielle Weiternutzung der ISS vorstellen. In dem Maße, wie die Mars-Pläne der NASA voranschreiten, könnten Privatunternehmen eine „Weltraumökonomie“ auf der niedrigen Erdumlaufbahn schaffen, sagte NASA-Sprecherin Kathryn Hambleton  der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Derzeit werde geprüft, wie die kommerzielle Nutzung ausgestaltet werden könnte,  fügte die Sprecherin hinzu. Dazu liefen auch Gespräche mit dem staatlichen Zentrum zur Förderung der Weltraumwissenschaften, das heute schon mit Wissenschaftlern und privaten Partnern bei der Nutzung der ISS für Innovationen zusammenarbeitet.

© Gerhard Kowalski

USA starten zwei GSSAP-Aufklärungssatelliten

Cape Canaveral,  19. August 2016 —  Die USA haben am Freitagmorgen deutscher Zeit zwei Aufklärungssatelliten gestartet. Die Delta IVc-Trägerrakete mit den Satelliten aus dem GSSAP-Programm  (Geosynchronous Space Situational Awareness Program) an der Spitze stieg um 6.52 Uhr vom militärischen Teil des Weltraumbahnhofs Cape Canaveral (Florida) auf, teilte die United Launch Alliance (ULA) mit.

Die Geheimsatelliten des Pentagon sollen von ihrer Umlaufbahn in 35.800 Kilometern Höhe aus die Größe,  den Standort und den Status anderer kosmischer Objekte erkunden. Das erste Paar des Programms  umkreist seit  2014 die Erde.

© Gerhard Kowalski

RKK Energija will ab 2020 Touristenflüge zum Mond anbieten

Energija LogoMoskau,  19. August 2016 –  Als erstes Unternehmen der Welt will der russische Raumfahrtkonzern RKK Energija ab 2020 Touristenflüge zum Mond anbieten. Derzeit gebe es acht potenzielle Kandidaten, die bereit seien, einen solchen Flug zu buchen,  sagte Konzernchef Wladimir Solnzew der Zeitung Istwestija vom Freitag. Darunter seien eine japanische Familie und der Hollywood- Regisseur James Cameron.

Die US-amerikanische Vermarktungsfirma Space Adventures (SA) teilte mit, dass die Billetts für die kurzzeitige Mondumkreisung  120 Millionen Dollar kosten sollen. Man rechne damit, dass die derzeitige Nachfrage mit fünf bis sieben Missionen befriedigt werden könne.

Bei den Flügen kommt eine modernisierte Version der bewährten Sojus-Raumschiffe zum Einsatz. Diese wird unter anderem mit einem neuen Strahlenschutz-,  Lande- und Beschleunigungssystem ausgestattet. Die Mondtouristen müssen einen Gesundheitscheck machen, wie er auch für Berufskosmonauten üblich ist. Dabei müssen sie eine Überbelastung von mehr als 10g überstehen, die beim Erreichen der zweiten kosmischen Geschwindigkeit von 11,2 Kilometern in der Sekunde und deren Abbremsung auftritt.

Die Mondraumschiffe werden in eine erdnahe Umlaufbahn geschossen,  von der aus sie dann mit einem speziellen Bugsierer zum Erdtrabanten befördert werden.

© Gerhard Kowalski