Archiv

Artikel

  • 3646107 Besucher

Suche nach weiteren Lecks in der ISS bisher erfolglos

Credit:NASA

Moskau,  27. Februar 2021  —  Die Suche der russischen Kosmonauten nach vier vermeintlichen weiteren Lecks im Swesda-Modul der Internationalen Raumstation ISS neben dem im Oktober vergangenen Jahres entdeckten ist bisher erfolglos verlaufen. Die Männer haben inzwischen noch zwei verdächtige Stellen mit hochempfindlichen Geräten untersucht, aber nichts gefunden,  melden Moskauer Nachrichtenagenturen. Man habe lediglich an der einen Stelle einen Kratzer und an der zweiten eine Absplitterung entdeckt. Hier sei allerdings eine Leck möglich,  hieß es. Die Suche werde fortgesetzt.

Das erkannte Leck von etwa 4,5 Millimetern Größe ist zur Zeit provisorisch abgedeckt. Die Luke zu der Übergangssektion,  in der es sich befindet,  ist geschlossen. Der Luftdruck wird hier alle vier Stunden gemessen.

© Gerhard  Kowalski

Russische Medien:  Möglicherweise fünf Lecks im Swesda-Modul

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  26. Februar 2021 —  Bisher war immer nur von zwei Lecks im russischen Swesda-Modul der Internationalen Raumstation ISS die Rede. Nunmehr berichtet die Moskauer Nachrichtenagentur RIA Nowosti von möglicherweise mindestens fünf Lecks. Sie beruft sich dabei auf den Funkverkehr zwischen der ISS-Besatzung mit den Bodenstationen,  der auf dem NASA-Kanal übertragen wird.

So hätten die russischen Kosmonauten am Donnerstag mit einem Mikroskop und einem Defektoskop ein mögliches drittes Leck in der Übergangssektion des Moduls untersucht, aber nichts gefunden. Außerdem hätten sie das erste rund 4,5 Millimeter große Leck provisorisch verschlossen. Heute, Freitag, setze man die Suche nach zwei anderen Lecks fort.

© Gerhard Kowalski

DLR würdigt scheidenden ESA-Generaldirektor Johann-Dietrich Wörner

Credit:ESA

Köln,  26. Februar 2021 —   Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat den scheidenden Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA,  Johann-Dietrich Wörner,  gewürdigt. Acht Jahre,  von 2007 bis 2015, sei Wörner Vorstandsvorsitzender des DLR gewesen,  heißt es in einer Pressemitteilung. Seit 2015 habe er die ESA als deren Generaldirektor geleitet. Seine persönliche Motivation für den Vorstandsvorsitz beim DLR und als ESA-Generaldirektor sei die Begeisterung für die Technik, vor allem die Faszination für die Raumfahrt gewesen.

Die Information,  dass Wörner „bereits am 28. Februar 2021 aus dem Amt als ESA-Generaldirektor ausscheiden wird, haben wir mit Bedauern zur Kenntnis genommen“,  wird in der Mitteilung betont. “In seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender des DLR und als Chef der ESA hat er die nationale wie auch die internationale Raumfahrt entscheidend geprägt“,  stellte Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR, fest. „Als Wissenschaftler und Europäer ist es seine Überzeugung, dass die Wissenschaft, im Besonderen die Raumfahrt, Nationen verbindet, Grenzen überschreitet und damit Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenführt. Das war bestimmend für seine Arbeit.“

Mit seinen mutigen Entscheidungen und Impulsen habe Wörner die ESA stark gemacht und ihr den Weg in die Zukunft geebnet. „Darüber hinaus hat er den Ausbau des Programmbereichs Weltraumsicherheit maßgeblich vorangetrieben. Vor allem aber hat er mit großem Verhandlungsgeschick bei der unglaublich erfolgreichen Ministerratskonferenz Space19+ in Sevilla dafür gesorgt,  die europäische Raumfahrt finanziell hervorragend auszustatten und wichtige Impulse Richtung Kommerzialisierung und NewSpace zu setzen“, betonte Walther Pelzer, DLR-Vorstand und Leiter der deutschen Raumfahrtagentur, die im Auftrag der Bundesregierung das deutsche ESA-Geschäft steuert.

© Gerhard Kowalski

Rogosin telefoniert mit Jurczyk

Moskau,  25. Februar 2021 —   Der Generaldirektor der GK Roskosmos,  Dmitri Rogosin, hat am Donnerstag mit dem amtierenden Administrator der US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA,  Steve Jurczyk, telefoniert. Wie Rogosin mitteilte, haben sich beide Seiten dabei befriedigt über das Niveau der Zusammenarbeit zwischen ihren Behörden unter anderem beim ISS-Programm geäußert und ihre Hoffnung auf den Ausbau des Zusammenwirkens auf den verschiedensten Gebieten der Weltraumforschung bekräftigt. Auch habe man über die Pläne für die nächste Perspektive gesprochen.

Die ständige Anwesenheit russischer und amerikanischer Besatzungen in der Internationalen Raumstation sei ebenfalls Thema gewesen,  heißt es weiter. Rogosin habe Jurczyk zum Start der nächsten ISS-Besatzung im April nach Baikonur (Kasachstan) eingeladen.

© Gerhard Kowalski

Nächster Sojus-Flug zur ISS mit internationaler Besatzung

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  25. Februar 2021 —   Das nächste Sojus-Raumschiff bringt eine internationale Besatzung zur Internationalen Raumstation ISS. Der Start von Sojus MS-18 ist für den 9. April vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) vorgesehen,  wie der Chef der GK Roskosmos,  Dmitri Rogosin,  mitteilte. Wer zusammen mit Oleg Nowizki und Pjotr Dubrow starten wird,  verriet er jedoch nicht. Es wird aber ein Amerikaner sein, ich vermute Mark Vande Hei.

Eigentlich sollte zum 60. Jahrestag des historischen Fluges von Juri Gagarin am 12. April 1961 wieder einmal eine rein russische Besatzung starten. Aber dann hat die US-Luft-  und Raumfahrtbehörde NASA um einen zusätzlichen Platz in der russischen Kapsel nachgesucht. Damit soll verhindert werden,  dass bei eventuellen Startverzögerungen der neuen privaten US-Raumschiffe zumindest die Anwesenheit eines Amerikaners in der ISS gesichert ist. Ihm musste der Russe Sergej Korssakow weichen. Jetzt wartet die GK Roskosmos auf den endgültigen Vorschlag der NASA,  wie es heißt.

© Gerhard Kowalski

Leck im russischen ISS-Modul Swesda hat sich nicht verändert – Reparatur für nächste Woche geplant

Credit:NASA

Moskau,  25. Februar 2021 —   Die russischen Kosmonauten an Bord der Internationalen Raumstation ISS haben in den letzten Tagen das Leck in der Übergangssektion des Swesda-Moduls überprüft. Zugleich setzten sie die Suche nach einem möglichen zweiten Leck fort. Dabei stellten sie zum ersten etwa 4,5 Zentimeter großen Leck fest, dass es sich nicht verändert hat,  wie Sergej Ryshikow dem Flugleitzentrum (ZUP) in Koroljow bei Moskau meldete.

Bei der Suche nach dem zweiten Leck ist erstmals ein Mikroskop zum Einsatz gekommen, das zusammen mit einem Reparatur-Kit mit dem letzten Progress-Frachter auf die Umlaufbahn gebracht worden war,  heißt es weiter. Die Aufnahmen würden jetzt auf der Erde ausgewertet. In der kommenden Woche sollen die Kosmonauten dann nach genauen Vorgaben die Reparaturarbeiten vornehmen.

© Gerhard Kowalski

Das neue Planetarium in Halle erhält nicht den Namen Sigmund Jähns

Credit:G. Kowalski

Halle,  24. Februar 2021 —  Das neue Planetarium in Halle erhält nicht den Namen des ersten Deutschen im All Sigmund Jähn. Der Stadtrat der Saale-Stadt entschied sich am Mittwoch mit 28 Stimmen bei 18 Gegenstimmen und drei Enthaltungen für den Namen Planetarium Halle (Saale), der von den Grünen beantragt worden war.

Die Partei Die Linke sprach nach der Abstimmung, deren Ergebnis nicht überrascht,  weil zuvor schon der Kulturausschuss dagegen gestimmt hatte,  von einem mutlosen Kompromiss. Ulrike Wünscher (CDU) betonte, mit einer Benennung nach dem DDR-Kosmonauten wäre man den Opfern des Honecker-Regimes nicht gerecht geworden.

Das alte Planetarium auf der Peißnitz-Insel in Halle trug seit 1978 den Namen Sigmund Jähns. Es war 2013 durch ein Hochwasser schwer beschädigt und dann abgerissen worden.  Das neue Planetarium entsteht in einem ehemaligen Gasometer am Holzplatz in Halle und soll Ende 2021  fertig sein.

© Gerhard Kowalski

China schießt dritte Gruppe Yaogan-31-Satelliten ins All

Jiuquan,  24. Februar 2021 —  China hat am Mittwoch eine dritte Gruppe seiner Yaogan-31-Fernerkundungssatelliten gestartet. Die Trägerrakete des Typs Langer Marsch-4C stieg vom Weltraumbahnhof Jiuquan  im Nordwesten des Landes auf,  meldet die Pekinger Nachrichtenagentur Xinhua.

Es war dies die 361. Mission eines Langer Marsch-Trägers.

Die ersten beiden Satelliten-Gruppen waren im April 2018 und am 29. Januar dieses Jahres ins All geschossen worden.

© Gerhard Kowalski

 

Chinesische Marssonde Tianwen-1 auf Wartebahn eingeschwenkt

Peking, 24. Februar 2021 —  Die chinesische Marssonde Tianwen-1 ist auf eine Wartebahn um den Roten Planeten eingeschwenkt. Dazu sei am Dienstag um 23:29 Uhr deutscher Zeit ein drittes Bremsmanöver durchgeführt worden,  teilte die China Aerospace Science &Technology Corporation (CASC) mit. Die Sonde soll etwa drei Monate auf dieser Bahn verbleiben. Die Landung ist für Mai oder Juni geplant.

Die erste chinesische Marssonde war am 23. Juli vergangenen Jahres gestartet worden. Sie soll vor allem die Atmosphäre, das Oberflächenrelief,  die geologischen Charakteristika und das Magnetfeld des Planeten erforschen.

© Gerhard Kowalski

Cygnus erreicht die ISS

Credit:NASA

Houston,  22. Februar 2021 —   Nach zweitägiger Verfolgungsjagd hat das Cygnus-Frachtraumschiff von Northrop Grumman am Montag die Internationale Raumstation ISS erreicht. Da es nicht automatisch ankoppeln kann,  wurde es um 10:40 Uhr deutscher Zeit von dem japanischen Astronauten Soichi Noguchi mit dem kanadischen Roboterarm „eingefangen“,  um dann an das Unity-Modul umgesetzt zu werden. Die Operation wurde von US-Astronaut Michael Hopkins unterstützt.

Der Frachter bringt bei der 15. Versorgungsmission 3.810 Kilogramm Nachschub auf die Umlaufbahn. Dazu gehören 1.127 Kilogramm  Ausrüstungen,  so ein Superkomputer,  und 932 Kilogramm Lebensmittel.

Cygnus war am  Samstag mit einer  Antares-Trägerrakete vom regionalen NASA-Weltraumbahnhof Wallops (Virginia) gestartet worden.

© Gerhard Kowalski