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Kalenderblatt: Jelena Kondakowa wird 60

 

Credit:ZPK

Moskau,  30. März 2017 —  Die russische Kosmonautin Jelena Kondakowa begeht am heutigen Donnerstag ihren 60. Geburtstag. Die Ehefrau des Kosmonauten Waleri Rjumin war bei zwei Missionen insgesamt 178 Tage im All.

Bei ihrem ersten Flug vom 4. Oktober 1994  bis zum 22. März 1995 absolvierte sie in der Raumstation MIR mit 169 Tagen die erste Damen-Langzeitmission in der Geschichte der Raumfahrt. Ihrer Mannschaft von Sojus TM-20 unter dem Kommando von Alexander Wiktorenko gehörte auch der deutsche Astronaut Ulf Merbold (rechts im Bild) an.

Bei der zweiten Mission war die Jubilarin vom 15. bis 24. Mai 1997 mit dem US-Shuttle Atlantis unterwegs. Dabei wurde die sechste Kopplung eines Shuttles mit der MIR vollzogen.

© Gerhard Kowalski

Russland will Arktis verstärkt mit kosmischen Mitteln erschließen

Archangelsk,  30. März 2017 —  Russland will die sozial-ökonomische Entwicklung seines Teils der Arktis mit kosmischen Mitteln beschleunigt vorantreiben. Ein entsprechendes Pilot-Abkommen wurde zwischen dem Gebiet Archangelsk und der Holding Russische kosmische Systeme (RKS) geschlossen,  teilte der Pressedienst des Kremls mit. Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen des IV. Internationalen Forums Die Arktis –  Territorium des Dialogs in Archangelsk,  an dem neben Präsident Wladimir Putin auch die Präsidenten Finnlands und Islands teilnahmen.

Zur Umsetzung dieses Ziels ist die Bildung eines regionalen Arktis-Zentrums geplant. Dessen positive Erfahrungen sollen dann auf andere arktische Regionen Russlands übertragen werden.

Putin rief die Anrainerländer auf,  enger bei der Erschließung der Arktis zu kooperieren. Er sprach sich ferner für die Wiederbelebung des Warenaustauschs mit ihnen aus,  der infolge der westlichen Sanktionen und der russischen Gegenmaßnahmen erheblich zurückgegangen ist.

© Gerhard Kowalski

5. Nationale Konferenz Satellitenkommunikation in Bonn eröffnet

Credit:DLR

Bonn, 28. März 2017 —  Die 5. Nationale Konferenz Satellitenkommunikation ist am Dienstag in Bonn eröffnet worden. An der zweitägigen Veranstaltung nehmen mehr als 300 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung teil, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit. Sie diskutieren unter dem Motto „Satellitenkommunikation: Wird morgen alles anders?“  über die Chancen und Herausforderungen der Branche.

Die Schwerpunkte liegen auf den Themen Digitalisierung, Industrie 4.0, Datenübertragung, Datensicherheit,Herausforderungen des Telekommunikationsmarktes und New Space sowie weltweiter Internetempfang über Megakonstellationen. Die Informationsgesellschaft stehe vor einer Herausforderung,  dass stetig wachsende Datenmengen immer schneller weltweit übertragen werden müssen, um von den technischen Errungenschaften unserer Zeit profitieren können,  betonte Gerd Gruppe (auf dem Foto zweiter von links), Vorstand des DLR-Raumfahrtmanagements,  bei der Eröffnung. Satelliten lieferten uns Zugriff auf immer schnelleres Internet mit extrem hohen Datenraten. Kommunikationstechnik steuere Industrie 4.0, Big Data und die Mobilität der Zukunft. „Doch auch Meteorologen, Behörden und Katastrophenschützer sind auf Wetter-, Klima-  und Erdbeobachtungsdaten aus dem All angewiesen“,  fügte er hinzu. Deshalb stelle sich die Frage,   wie diese Datenmengen auch in Zukunft sicher rund um den Globus transportiert werden können.

© Gerhard Kowalski

 

 

RKK Energija baut Testmodell des Sojus-Nachfolgers Federazija

 

Moskau,  28. März 2017 –  Der russische Raumfahrtkonzern RKK Energija in Koroljow bei Moskau hat mit dem Bau eines Testmodells des neuen bemannten Raumschiffs Federazija begonnen. Der Nachfolger der legendären Sojus-Kapseln soll maximal vier Besatzungsmitglieder auf die erdnahe Umlaufbahn und zum Mond bringen,  teilte der Chef der Energija-Versuchsabteilung, Mark Serow, am Dienstag in einem Interview der Nachrichtenagentur TASS mit. Der erste unbemannte Start ist für 2021, der erste bemannte Start für 2023 geplant.

Das Raumschiff kann von einem einzigen Piloten gesteuert werden. Alle Bedienungselemente sind in Reichweite,  so dass die bisherigen Teleskopstöcke entfallen. Der kombinierte Steuerknüppel für die Bewegung und die Orientierung der Kapsel befindet sich zwischen den beiden Pilotensitzen, muss also mit der linken Hand bedient werden, wenn der Kosmonaut auf der rechten Seite das Kommando hat. Jeder der beiden Sitze verfügt über einen eigenen Kontrollmonitor. Hinzu kommt ein gesonderter Monitor, auf dem die generellen Flugdaten abgebildet werden.

Die Kosmonauten benötigen in Federazija keine für jeden individuell angefertigten zusätzlichen Konturensitze mehr, da die neuen Sessel an die jeweiligen Körpermaße der Besatzungsmitglieder angepasst werden können. Zudem bekommt die Kapsel,  die wesentlich geräumiger als das Sojus-Schiff ist und natürlich in Design und Farbgebung den neuesten Standards entspricht, eine separate Toilette.

Das neue Raumschiff kann 30 Tage lang autonom operieren und im Verbund mit einer Raumstation ein Jahr lang auf der Umlaufbahn bleiben. Als Trägerrakete sind die schweren Angara-A5W und Angara-A5P vorgesehen.

© Gerhard Kowalski

Branchenübergreifende Initiative „Raumfahrt bewegt!“ gestartet

Köln,  27. März 2017 —  Unter dem Motto „Mobilität und Raumfahrt –  Chancen für die Zukunft“ haben das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Montag die neue branchenübergreifende Initiative „Raumfahrt bewegt!“  gestartet. Mehr als 300 Teilnehmer diskutierten in Fachvorträgen und Workshops Möglichkeiten der Kooperation zwischen Raumfahrt und Mobilitätsbranche.

DLR-Vorstand Gerd Gruppe zitierte eine aktuelle Studie des Raumfahrtmanagements, mit der Akteure aus der Automobilbranche dazu befragt wurden, wie wichtig ihnen die Zusammenarbeit mit der Raumfahrt ist. „Das Ergebnis ist eindeutig: 75 Prozent der Befragten befürworten eine Zusammenarbeit mit der Raumfahrt“,  sagte er. Beide Branchen gehörten zur Spitzentechnologie. Die Schnittstellen seien die Quelle von Innovationen.

Gruppe betonte,  dass für den Automobilverkehr der Zukunft eine präzise Navigation erforderlich sei,  insbesondere für das autonome Fahren. Die für das Kartenmaterial notwendigen Daten stammten von Satelliten. Algorithmen aus der Raumfahrt sollen zudem den Assistenzsystemen von Fahrzeugen ermöglichen,  selbstständig und in allen Lagen die optimale „Entscheidung“ zu treffen. Darüber hinaus können besonders leichte und zugleich zuverlässige und formstabile Materialien aus der Raumfahrt auch für die Automobilbranche genutzt werden.

Auf der Konferenz wurde auch der Aktionsplan zu „Raumfahrt bewegt!“ vorgestellt. Damit schafft das Bundesministerium mit Unterstützung des DLR-Raumfahrtmanagements einen industriepolitischen Handlungsrahmen zur gemeinsamen branchenübergreifenden Zusammenarbeit von Akteuren aus Wirtschaft und Forschung.

© Gerhard Kowalski

Kimbrough und Pesquet beenden erfolgreich ersten von drei ISS-Ausstiegen

Credit:NASA

Houston,  24. März 2017 –  US-Astronaut Shane Kimbrough und sein französischer ESA-Kollege Thomas Pesquet haben am Freitag den ersten von drei geplanten amerikanischen Ausstiegen aus der Internationalen Raumstation ISS  erfolgreich abgeschlossen. In rund sechseinhalbstündiger Arbeit installierten sie zunächst eine Computer-Verbindungsbox und bereiteten dann die Montage eines neuen Kopplungsadapters vor, an dem künftig die privaten bemannten US-Raumschiffe von Boeing und SpaceX anlegen sollen.

Die Männer schmierten zudem den kanadischen Dextre-Roboter,  untersuchten ein Radioatoren-Ventil auf ein Ammoniak-Leck und tauschten Kameras am japanischen KIBO-Modul aus.

Den zweiten Ausstieg unternehmen Kimbrough und seine Landsfrau Peggy Whitson am 30. März. Sie vollenden die Montage und versehen den Adapter mit einer  Schutzverkleidung.

Beim dritten Ausstieg am 6. April müssen Pesquet und Whitson eine Stromversorgungseinheit für wissenschaftliche Experimente umsetzen sowie neue Antennen und Kameras installieren.

Für Kimbrough war dies bereits der fünfte und für Pesquet der zweite Außeneinsatz.

© Gerhard Kowalski

 

ISS-Astronauten beginnen ersten von drei Ausstiegen – Kimbrough und Pesquet bereiten Montage von Kopplungsadapter vor

 

Credit:NASA

Houston,  24. März 2017 –  Die US-Astronauten Peggy Whitson und Shane Kimbrough sowie ihr französischer ESA-Kollege Thomas Pesquet haben am Freitag eine Serie von drei Ausstiegen aus der Internationalen Raumstation ISS begonnen. Den Auftakt gaben Kimbrough und Pesquet. Sie sollen in rund sechseinhalbstündiger Arbeit einen neuen Computer installieren und die Montage eines neuen Kopplungsadapters vorbereiten, an dem künftig die privaten bemannten US-Raumschiffe anlegen können.

Den zweiten Ausstieg unternehmen Kimbrough und Whitson am 2. April. Sie vollenden die Montage und versehen den Adapter mit einer  Schutzverkleidung. Beim dritten Ausstieg am 7. April müssen Pesquet und Whitson eine Stromversorgungseinheit für wissenschaftliche Experimente umsetzen sowie neue Antennen und Kameras installieren.

Für Kimbrough ist dies bereits der fünfte und für Pesquet der zweite Außeneinsatz.

© Gerhard Kowalski

Größte künstliche Sonne der Welt in Jülich eingeweiht

Jülich,  23. März 2017 —  Die größte künstliche Sonne der Welt scheint seit Donnerstag in Jülich. Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel nahm gemeinsam mit Georg Menzen (BMWi) und Karsten Lemmer, Vorstand für Energie und Verkehr des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die neue Forschungsanlage „Synlight“ in Betrieb, teilte das DLR mit. Mit ihr sollen unter anderem Produktionsverfahren für solare Treibstoffe, wie beispielsweise Wasserstoff, entwickelt werden.

Remmel betonte die Bedeutung der Forschung für die Energiewende. Ohne Investitionen in innovative Forschung, in modernste Technologien und auch in weltweite Leuchtturmprojekte wie Synlight werde die Energiewende „stecken bleiben“.

In dem dreistöckigen Synlight-Gebäude strahlen insgesamt 149 Xenon-Kurzbogenlampen. Zum Vergleich: in einem großen Kinosaal wird die Leinwand durch eine einzelne Xenon-Kurzbogenlampe bestrahlt. Die Wissenschaftler können die Strahler auf eine Fläche von 20 mal 20 Zentimeter fokussieren. Trifft die Strahlung der Lampen mit einer Leistung von bis zu 350 Kilowatt dort auf, hat sie die bis zu 10.000-fache Intensität der Solarstrahlung auf der Erde. Im Fokus der Lampen entstehen Temperaturen bis zu 3.000 Grad Celsius. Diese Temperaturen nutzen die Forscher,  um Treibstoffe wie zum Beispiel Wasserstoff herzustellen.

Wasserstoff gilt als der Treibstoff der Zukunft, denn er verbrennt, ohne dabei Kohlendioxid abzugeben. Da die Sonne in Mitteleuropa selten und unregelmäßig scheint, ist für die Entwicklung von Produktionsverfahren solarer Treibstoffe eine künstliche Sonne das Mittel der Wahl.

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US-Präsident Trump unterzeichnet Gesetz über NASA-Finanzierung – Hauptziel: Bemannter Flug zum Mars

 

nasaWashington,  22. März 2017 —  US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag das Gesetz über die Finanzierung der Luft- und Raumfahrtbehörde NASA im kommenden Fiskaljahr unterzeichnet. Danach stehen der Behörde 19,1 Milliarden Dollar zur Verfügung, das sind 0,4 Milliarden weniger als im laufenden Jahr.

Trump betonte bei der Unterzeichnung,  der Vertrag sichere die Unterstützung der Wissenschaftler, Ingenieure und Astronauten bei der Erfüllung der NASA-Ziele,  die in der Durchführung bemannter Flüge, der Weltraumforschung und der Entwicklung neuer Technologien bestehen. Nach Angaben des TV-Senders NBC wird die NASA mit dem Vertrag bevollmächtigt,  ein Programm zur Vorbereitung eines bemannten Fluges zum Mars aufzulegen.

Der amtierende NASA-Chef Robert Lightfoot betonte,  seine Behörde sei in der Lage,  jede Herausforderung zu meistern. Die NASA werde alles dafür tun, die weltweite Führungsrolle der USA bei der Exploration,  Innovation und Forschung zu gewährleisten.

© Gerhard Kowalski

1,5-Millionen-Besucher-Schallmauer durchbrochen

MR 15 (2)Am 13. März hatte ich es angekündigt, nun ist es passiert: Am frühen Dienstagmorgen wurde der eineinhalbmillionste Besucher auf meiner Homepage registriert!

Leider hat sich aber noch niemand gemeldet, der nachweisen kann, dass er der Jubiläumsgast war.  Das versprochene Buch mit Widmung liegt also noch auf meinem Schreibtisch.

Ich danke allen meinen Besuchern für die Treue. Rund 1.000 Besucher pro Tag ist eine Zahl,  die sich sehen lassen kann, denke ich. Wie lange ich die Homepage noch betreibe, weiß ich nicht. Vielleicht bis zur Zwei-Millionen-Grenze? Bei gleichbleibenden Besucherzahlen wäre das in gut eineinhalb Jahren. Mal sehen.

Mit besten Grüßen

Ihr/Euer

Gerhard Kowalski