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Französisches Seismometer registriert erstes Marsbeben

Credit:  NASA

Paris,  24. April 2019 —   Das französische Seismometer SEIS (Seismic Experiment for Interior Structure) auf dem NASA-Lander InSight hat das erste Beben auf dem Mars registriert. Wie die französische Raumfahrtagentur CNES in Paris mitteilte, wurde am 6. April ein schwaches, aber deutlich spürbares Signal  aufgezeichnet,  wie man es von den bemannten Mondmissionen der Apollo-Raumschiffe kenne. Die Wissenschaftler versuchten nun, die aufgezeichneten Daten zu analysieren und den exakten Grund für das Signal zu ermitteln.

Bruce Banerdt vom NASA-Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena (Kalifornien) sagte zu der Entdeckung,  dass man damit die wissenschaftliche Forschung der Apollo-Missionen fortsetze und zugleich ein neues Feld eröffnet habe:  die Mars-Seismologie.

© Gerhard Kowalski

Erster VAE-Astronaut startet im kornblumenblauen Raumanzug

Credit:ZPK

Moskau,  23. April 2019 —     Normalerweise starten die Astronauten und Kosmonauten in weißen Raumanzügen ins All. Die einzige Ausnahme bildeten bisher die Piloten der sowjetischen Wostok-Raumschiffe. Ihre Skaphander waren signalrot –   damit man sie vielleicht besser in der Landschaft ausmachen konnte,  denn sie kehrten ja noch am Fallschirm auf die Erde zurück.

Der erste Astronaut der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE),  Hazza Al Mansouri,  bricht nun mit dieser Tradition. Wenn er am 25. September zusammen mit dem Russen Oleg Skripotschka und der Amerikanerin Jessica Meir zu seiner einwöchigen Mission zur Internationalen Raumstation ISS aufbricht,  besteigt er die Sojus MS-15-Kapsel in einem kornblumenblauen Raumanzug,  teilte der Generaldirektor des Herstellerwerkes Kentaur-Nauka,  Alexandr Jarow,  mit. Auf dem rechten Ärmel prangen dabei die VAE-Flagge, auf dem linken das Expeditions-Emblem und auf der Brust der vierfarbig umrahmte Name des Raumfahrers in Russisch und Arabisch.

© Gerhard Kowalski

 

Gagarins Startrampe in Baikonur wird eingemottet

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  22. April 2019  —  Die legendäre Startrampe Nr. 1 von Juri Gagarin auf dem Kosmodrom in Baikonur (Kasachstan) wird konserviert. Für eine Modernisierung der Anlage, von der der russische Bauernsohn am 12. April 1961 zu seiner historischen Erdumkreisung aufgebrochen ist,  fehle das Geld,  berichten Moskauer Medien.

Im Juli und September sollen vom Gagarin-Start die letzten beiden Sojus-Raumschiffe mit den letzten alten Sojus-FG-Trägerraketen zur Internationalen Raumstation ISS aufsteigen. Danach werden die bemannten Flüge mit den neuen Sojus-2-Trägern auf den modernisierten Startplatz 31 verlagert.

© Gerhard Kowalski

Zwischenfall bei Test von Crew Dragon-Triebwerken

Credit:SpaceX

Cape Canaveral,  21. April 2019 —   Bei einem Test der Triebwerke des Crew Dragon von SpaceX ist es am Samstag auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) zu einem Zwischenfall gekommen. Wie ein Mitarbeiter des Unternehmens mitteilte, sind die ersten Tests erfolgreich verlaufen. Beim letzten sei jedoch eine „anomale Situation“  aufgetreten. Worum es dabei ging,  wurde nicht genannt.

Augenzeugen berichteten,  dass über dem Testgelände eine orangefarbene Rauchwolke aufgestiegen sei, wie sie beim Verbrennen von toxischen Treibstoffen entstehen. NASA-Chef Jim Bridenstine wiegelte ab. Er sagte,  genau aus dem Grund, wie er jetzt aufgetreten sei,  würden Tests durchgeführt.

Der Crew Dragon ist im März bei einem unbemannten Flug zur Internationalen Raumstation ISS erfolgreich getestet worden. Für Juli ist die erste bemannte Mission geplant.

© Gerhard Kowalski

China und Russland erwägen gemeinsames Mondprojekt

Credit:GK Roskosmos

Peking,  20. April 2019 —   China und Russland erwägen ein gemeinsames Mondprojekt für das Jahr 2023. Daran sollen die Sonden Luna-26 und Chang´e-7 beteiligt werden,  meldet die Nachrichtenagentur RIA-Nowosti. Derzeit würden die Details des Vorhabens besprochen.

Luna-26 soll nach den bisherigen Vorstellungen die Mondoberfläche kartografieren und fernerkunden. Die Aufgabe von Chang´e-7 besteht in der Untersuchung des Südpols des Erdtrabanten und der komplexen Sondierung seines Reliefs.

© Gerhard Kowalski

Cygnus erreicht ISS –   US-Astronautin McClain fängt Frachter ein

Credit:NASA

Houston,  19. April 2019 —   Das kommerzielle US-Frachtraumschiff Cygnus mit rund 3,8 Tonnen Nachschub an Bord hat am Freitag nach rund 37-stündigem Flug die  Internationale Raumstation ISS erreicht. Es wurde um 11.28 Uhr deutscher Zeit von der Astronautin Anne McClain mit dem kanadischen Roboterarm „eingefangen“  und wird jetzt an das US-Segment umgesetzt,  teilte das NASA-Kontrollzentrum in Houston (Texas) mit. Der Frachter war am Mittwoch an der Spitze einer Antares-Trägerrakete vom regionalen NASA-Weltraumbahnhof Wallops Island (Virginia) aufgestiegen.

Cygnus bringt wissenschaftliche Ausrüstungen,  Lebensmittel,  Verbrauchsmaterial und Ersatzteile auf die Umlaufbahn. Der Frachter soll am 23. Juli wieder von der ISS abkoppeln und seinen Flug dann bis Dezember autonom fortsetzen. Danach verglüht er in den dichten Schichten der Atmosphäre.

Es ist dies die 11. Cygnus-Versorgungsmission zur ISS. 

© Gerhard Kowalski

 

Brisante Diskussion über Status von Baikonur

Credit:Kazkosmos

Nur-Sultan,  18. April 2019 —    Zwischen Kasachstan und Russland scheint sich eine brisante Diskussion über den Status des Kosmodroms Baikonur anzubahnen. Nach dem Zerfall der UdSSR liegt der Weltraumbahnhof auf dem Territorium der Republik Kasachstan und wurde bis 2050 von Russland gepachtet.

Ein Abgeordneter des Parlaments in Nur-Sultan hat nun den Vorschlag unterbreitet,  das Kosmodrom,  das bisher eine geteilte Administration hat,   voll unter kasachische Verwaltung zu stellen und den Russen lediglich die Startanlagen zu verpachten. Der Vertreter des Moskauer Raumfahrtstaatskonzerns GK Roskosmos in Kasachstan,  Anatoli Krasnikow,  hat daraufhin geantwortet,  diese Frage könne nur auf der Ebene der Präsidenten beider Staaten entschieden werden.

Russland ist bis auf absehbare Zeit auf das Kosmodrom angewiesen,  weil es nur von hier bemannte Raumschiffe ins All starten kann. Es will deshalb auch die Arbeits- und Lebensbedingungen seiner Beschäftigten hier planmäßig verbessern.

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SOFIA entdeckt Baustein für das junge Universum

Köln,  18. April 2019 —   Das Heliumhydrid-Ion (HeH+) hat bisher die Wissenschaft vor ein Dilemma gestellt:  Aus Laboruntersuchungen ist es seit fast 100 Jahren bekannt, aber im Weltall war es trotz aufwendiger Suche bisher nicht aufzufinden. Doch einem internationalen Forscherteam unter der Leitung von Rolf Güsten vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie ist es nun gelungen,  dieses Molekül mit Hilfe des Ferninfrarot-Spektrometers GREAT an Bord der fliegenden Sternwarte SOFIA eindeutig nachzuweisen. SOFIA (Stratosphären Observatorium für Infrarot-Astronomie) ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der US-Raumfahrtbehörde NASA. Die Ergebnisse werden in der Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature“  vom 18. April 2019 veröffentlicht.

Die herausragende Bedeutung des HeH+-Moleküls ergibt sich aus seiner Rolle bei der Entstehung des Universums: Ungefähr 300.000 Jahre nach dem Urknall erfolgte der Beginn aller Chemie. Die im Urknall entstandenen Elemente wie Wasserstoff, Helium, Deuterium und Spuren von Lithium waren zunächst aufgrund der hohen Temperaturen ionisiert. Sie rekombinierten sich im abkühlenden Universum wieder mit freien Elektronen,  um so die ersten neutralen Atome zu erzeugen. Zunächst erfolgte dies bei Helium.

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Cygnus-Frachter mit Nachschub auf dem Weg zur ISS

Credit:Northrop Grumman

Wallops Island, 17. April 2019 —   Ein kommerzielles US-Frachtraumschiff mit rund 3,2 Tonnen Nachschub an Bord ist auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Cygnus stieg am Mittwoch um 22.46 Uhr deutscher Zeit an der Spitze einer Antares-Trägerrakete vom regionalen NASA-Weltraumbahnhof Wallops Island (Virginia) auf,  teilte der Betreiber Northrop Grumman mit. Die Ankopplung ist für Freitag geplant.

Cygnus bringt wissenschaftliche Ausrüstungen,  Lebensmittel,  Verbrauchsmaterial und Ersatzteile auf die Umlaufbahn. Der Frachter soll am 23. Juli wieder von der ISS abkoppeln und seinen Flug dann bis Dezember autonom fortsetzen. Danach verglüht er in den dichten Schichten der Atmosphäre.

Es ist dies der 12. Cygnus-Start zur ISS, von denen einer misslang, weil die Trägerrakete versagte.

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Neuer Damen-Langzeitflugrekord in Sicht:   US-Astronautin Koch bleibt bis Februar 2020 in der ISS

Credit:NASA

Washington,  17. April 2019 —   US-Astronautin Christina Koch bleibt bis Februar 2020 in der Internationalen Raumstation ISS. Mit 328 Tagen auf der Umlaufbahn stellt sie damit einen neuen Langzeitflugrekord für Frauen auf,  teilte die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA am Mittwoch mit. Den bisherigen Rekord hält die Amerikanerin Peggy Whitson mit 288 Tagen.

Koch ist Mitte März mit dem Raumschiff Sojus MS-12 zur ISS gekommen. Sie sollte eigentlich nur bis Dezember in der Station bleiben. Nach den neuesten NASA-Plänen wird diese Mission jetzt um zwei  Monate verlängert.

Den bisherigen absoluten amerikanischen Langzeitrekord hält Scott Kelly,  der mit seinem russischen Kosmonautenkollegen Michail Kornijenko 340 Tage am Stück im All gearbeitet hat.

© Gerhard Kowalski