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Japan startet erfolgreich dritten Navigationssatelliten MICHIBIKI

Credit:JAXA

Tokio,  19. August 2017 –   Nach mehrmaligen Anläufen hat Japan am Samstag erfolgreich den dritten MICHIBIKI-Satelliten des regionalen Weltraumnavigationssystems QRSS (Quasi-Zenith Satellite System) gestartet. Die H-IIA-Trägerrakete stieg vom Weltraumbahnhof Tanegashima auf,  teilte die Raumfahrtagentur JAXA in Tokio mit. Zuvor mussten Startversuche wetterbedingt oder wegen technischer Probleme verschoben werden.

Der Satellit dient wie seine beiden Vorgänger zur Unterstützung des US-Navigationssystems GPS. Bis 2023 soll die MICHIBIKI-Flotte auf sieben Apparate anwachsen. Die beiden ersten waren im September 2010 und im Juni 2017 ins All geschossen worden. Im kommenden Jahr folgt ein vierter Satellit.

© Gerhard Kowalski

NASA startet neuen TDRS-Satelliten

Credit:NASA

Cape Canaveral,  18. August 2017  —   Die US-Luft-  und Raumfahrtbehörde NASA hat am Freitag den Kommunikationssatelliten TDRS-M (Tracking and Data Relay SatelliteM) gestartet. Der rund 3,5 Tonnen schwere und 408 Millionen Dollar teure Satellit stieg um 15.45 Uhr deutscher Zeit an der Spitze einer Atlas VTrägerrakete vom Startkomplex 41 des Weltraumbahnhofs Cape Canaveral (Florida) auf.

TDRS-M sichert die Kommunikation mit der Internationalen Raumstation ISS,  dem Hubble Space Telescope und drei Dutzend weiteren wissenschaftlichen Observatorien,  teilte die NASA mit. Er ist der dritte und letzte der dritten Generation dieser Kommunikationssatelliten.

© Gerhard Kowalski

Jurtschichin und Rjasanski schließen 43. ISS-Ausstieg erst verspätet ab – GK Roskosmos: Alle Aufgaben erfüllt

Credit:GK Roskosmos

Moskau, 18. August 2017 —   Die Kosmonauten Fjodor Jurtschichin und Sergej Rjasanski haben erst am frühen Freitagmorgen um 00.11 Uhr deutscher Zeit den nunmehr 43. russischen Ausstieg aus der Internationalen Raumstation ISS mit erheblicher Verspätung abgeschlossen. Statt der geplanten gut sechs Stunden arbeiteten sie 7 Stunden und 34 Minuten im freien Raum,  berichtet der Staatskonzern GK Roskosmos. Gründe dafür wurden nicht genannt. Es hieß lediglich, die Männer hätten alle ihre Aufgaben erfüllt.

So entnahmen sie an der Außenhaut der Station Mikrobenproben, installierten wissenschaftliche Apparaturen,  bargen Materialmuster, demontierten eine Antenne,  bereiteten das Poisk-Modul für künftige Ausstiege vor und setzten fünf kleine Satelliten per Hand aus. Zudem wurde der neue Ausstiegsskaphander Orlan-MKS (MKS steht für ISS) getestet.

Der Nanosatellit Tomsk-TPU-120 ist der erste russische Sputnik,  der mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde. Er ist nur 30 mal 11 mal 11 Zentimeter groß. Mit ihm sollen neue Technologien der kosmischen Werkstoffkunde getestet werden.

Zum 60. Jahrestag des Starts von Sputnik 1 vom 4. Oktober 1957 und zum 160. Geburtstag des Vaters der russischen Raumfahrt,  Konstantin Ziolkowski (1857-1935),  sollen die Satelliten Glückwünsche unter anderem in russischer,  englischer,  spanischer und chinesischer Sprache ausstrahlen.

Fjodor Jurtschichin erprobte den neuen Skaphander,  der über ein automatisches Wärmeregulierungssystem verfügt und aus neuem Isoliermaterial besteht. Rjasanski musste sich noch mit dem Vorgängermodell begnügen,  weil der zweite Orlan-MKS im Dezember beim Absturz eines Progress MS 04-Frachters verloren ging.

Es war dies der erste russische Ausstieg seit eineinhalb Jahren. Der bislang letzte hatte im Februar 2016 stattgefunden. Der nächste ist erst für Februar kommenden Jahres geplant. Für Jurtschichin war dies zudem der neunte Ausstieg und für Rjasanski der vierte.

© Gerhard Kowalski

 

Russische Kosmonauten zu sechsstündigen Arbeiten aus der ISS ausgestiegen

Credit:GK Roskosmos

Credit:GK Roskosmos

Koroljow,  17. August 2017 —   Die russischen Kosmonauten Fjodor Jurtschichin (erstes Foto) und Sergej Rjasanski haben am Donnerstagnachmittag um 16.37 Uhr deutscher Zeit die Internationale Raumstation ISS zu umfangreichen Außenaktivitäten verlassen. In gut sechsstündiger Arbeit sollen sie ein Bullauge am russischen Segment säubern,  Materialmuster bergen,  eine Antenne demontieren,  das Poisk-Modul für künftige Ausstiege vorbereiten und fünf kleine Satelliten per Hand aussetzen,  teilte das Flugleitzentrum (ZUP) in Koroljow bei Moskau mit. Zudem werde der neue Ausstiegsskaphander Orlan-MKS (MKS steht dabei für ISS) getestet.

Der Nanosatellit Tomsk-TPU-120 ist der erste russische Sputnik, der mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde. Er ist nur 30 mal 11 mal 11 Zentimeter groß. Mit ihm sollen neue Technologien der kosmischen Werkstoffkunde getestet werden.

Zum 60. Jahrestag des Starts von Sputnik 1 vom 4. Oktober 1957 und zum 160. Geburtstag des Vaters der russischen Raumfahrt,  Konstantin Ziolkowski (1857-1935),  sollen die Satelliten Glückwünsche unter anderem in russischer,  englischer,  spanischer und chinesischer Sprache ausstrahlen.

Fjodor Jurtschichin testet bei dem ersten russischen ISS-Ausstieg seit eineinhalb Jahren zudem den neuen Skaphander,  der über ein automatisches Wärmeregulierungssystem verfügt und aus neuem Isoliermaterial besteht. Rjasanski musste sich noch mit dem Vorgängermodell begnügen,  weil der zweite Orlan-MKS im Dezember beim Absturz eines Progress MS 04-Frachters verloren ging.

© Gerhard Kowalski

Russland startet erfolgreich Militärsatelliten

Credit:GK Roskosmos

Baikonur,  17. August  2017 —   Russland hat in der Nacht zum Donnerstag erfolgreich einen Militärsatelliten in den Weltraum geschossen.  Die schwere Proton-Trägerrakete sei um 00.07 Uhr deutscher Zeit vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet,  teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Einzelheiten zu dem Satelliten wurden nicht genannt.

Das Kosmische Haupttestzentrum G. S. Titow der Luft-  und Weltraumstreitkräfte habe den Start und Flug der Trägerrakete kontrolliert,  hieß es weiter.

© Gerhard Kowalski

Privater US-Frachter bringt 2,9 Tonnen Nachschub zur ISS

Credit:NASA

Houston,  16. August 2017 – Nach zweitägiger Verfolgungsjagd hat ein privates US-Frachtraumschiff mit 2,9 Tonnen Nachschub an Bord am Mittwoch die Internationale Raumstation ISS erreicht. Dragon  wurde um 12.52 deutscher Zeit von US-Astronaut Jack Fischer und seinem italienischen ESA-Kollegen Paolo Nespoli mit dem kanadischen Roboterarm „eingefangen“ und später dann an das Modul  Harmony umgesetzt. Der Frachter war am Montag  an der Spitze einer Falcon 9-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) gestartet.

Neben Proviant,  darunter auch Eiscreme,  bringt der Frachter Verbrauchsmaterialien,  Kleidung,  Ersatzteile und umfangreiche wissenschaftliche Ausrüstungen auf die Umlaufbahn. Dazu gehören Experimente zur Erforschung der Parkinsonschen Krankheit und der komischen Strahlung sowie ein neuer strahlenresistenter Computer. Es handelt sich dabei nach Angaben des Herstellers Hewlett Packard Enterprise um den leistungsstärksten Rechner,  der je im All gearbeitet hat.

Mitte September kehrt Dragon mit wissenschaftlichen Ergebnissen und ausrangierter Technik wieder zur Erde zurück.

Die Mission ist die 12. und letzte des Frachters der ersten Generation zur ISS. Elf davon waren erfolgreich. Insgesamt brachten sie mehr als 18 Tonnen Nachschub zur Station. Ein Start scheiterte im Juni 2015,  weil die Trägerrakete in der 139. Sekunde explodierte.

Künftig will SpaceX nur noch recycelte Frachter zur Station schicken,  um Geld zu sparen. Eine erste solche Kapsel war bereits im vergangenen Juni erfolgreich unterwegs. Ihren Erstflug hatte sie 2014 absolviert.

Aus ökonomischen Erwägungen holte SpaceX auch diesmal wieder die ausgebrannte Erststufe der Trägerrakete sanft auf die Erde zurück.

© Gerhard Kowalski

 

Deutsche Astronauten-Kandidatinnen absolvieren erste Parabelflüge

Credit:G. Kowalski

Bremen/Sternenstädtchen, 16. August 2017 –   Die beiden Kandidatinnen für den ersten Flug einer deutschen Frau ins All haben am Dienstag im Kosmonautenausbildungszentrum (ZPK) Juri Gagarin im Sternenstädtchen bei Moskau ihr Training aufgenommen. Nicola Baumann und Insa Thiele-Eich führten erste kurze Parabelflüge durch,  um sich an die Schwerelosigkeit zu gewöhnen,  teilte die Privatinitiative Die Astronautin in Bremen mit.

„32 Jahre meines Lebens habe ich mit der Schwerkraft gelebt. Und jetzt hat sie plötzlich jemand ‚ausgeschaltet’. Ich fand das unglaublich, spannend und absolut süchtig machend. Diesem Gefühl werde ich noch lange hinterher jagen“, sagt die Bundeswehrpilotin Nicola Baumann.

Bei weiteren Parabeln standen gezielte Experimente im Fokus. Dazu zählten das An-  und Ausziehen des Raumanzugs inklusive Helm, das Trinken –  insbesondere das Schlucken –  in der Schwerelosigkeit sowie Übungen zur Formationsbildung. „Es war eine absolut spannende Erfahrung, in einer Iljuschin Parabeln zu absolvieren und die Skaphander anziehen zu dürfen“, erläutert die Meteorologin Insa Thiele-Eich.

Nach den erfolgreichen Parabelflügen und den Übungen in der Zentrifuge in Russland wird Insa Thiele-Eich im weiteren Verlauf ihrer individuellen Ausbildung einen Tauch-  und Flugschein machen. Bei Nicola Baumann stehen nach dem Moskau-Aufenthalt die Ausbildung zur Rettungssanitäterin und ein Intensivkurs Russisch auf dem Programm.

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Leonow kündigt Buch über Ursache des Absturztodes Gagarins an

Credit:Präsidialamt

Moskau,  15. August  —  Der russische Kosmosveteran Alexej Leonow hat ein Buch angekündigt,  in dem er die genauen Ursachen des tragischen Absturztodes von Juri Gagarin vom 27. März 1968 enthüllen werde. Das Album unter dem Titel „Mensch und Kosmos“  soll zum 60. Jahrestag des Starts von Sputnik 1 vom 4. Oktober 1957 erscheinen.

Er sei der einzige noch lebende Zeuge der Tragödie,  bei der Gagarin und sein Instrukteur Wladimir Serjogin ums Leben gekommen sind,  sagte Leonow der Moskauer Nachrichtenagentur TASS. Während des Übungsfluges von Gagarins UTI MiG-15 im Gebiet Wladimir habe er nur 13 Kilometer vom Absturzort entfernt mit anderen Kosmonauten ein Fallschirmtraining absolviert. Später habe er eine der Unterkommissionen geleitet,  die die Tragödie untersucht hat.

Der Absturz sei durch eine Su-15 verursacht worden,  die mit Überschallgeschwindigkeit in nur 10 bis 15 Metern Entfernung an Gagarins Maschine vorbeiflog,  sagte Leonow. Dadurch sei die MiG „umgedreht“  und in eine „Spirale“  gezwungen worden. Das Einzige, was er nicht veröffentlichen werde,  sei der Name des Suchoj-Piloten,  fügte er hinzu. „Das ist eine delikate Sache, möge sich der Staat damit befassen.“

Schon vor mehreren Jahren hatte Leonow öffentlich behauptet,  Präsident Wladimir Putin habe ihn gebeten,  den Namen nicht zu nennen. Der Pilot sei Held der Sowjetunion, weit über 80 Jahre alt und lebe schwerkrank in Sibirien.

© Gerhard Kowalski

Einladung zur Fotoausstellung der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin

Privater US-Frachter mit Nachschub auf dem Weg zur ISS – Ankopplung am Mittwoch

 

Credit:SpaceX

Cape Canaveral,  14. August 2017 – Ein privates US-Frachtraumschiff ist mit 2,9 Tonnen Nachschub auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Dragon hob am Montag um 18.31 Uhr deutscher Zeit an der Spitze einer Falcon 9-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) ab. Die Ankopplung an die Station ist für Mittwoch geplant,  teilte die Betreiberfirma SpaceX mit.

Neben Trinkwasser,  Proviant, Verbrauchsmaterialien und wissenschaftlichen Ausrüstungen bringt der Frachter auch einen neuen Computer auf die Umlaufbahn. Es handelt sich dabei nach Angaben des Herstellers Hewlett Packard Enterprise um den leistungsstärksten Rechner,  der je im All gearbeitet hat.

Die Mission ist die 12. und letzte des Frachters der ersten Generation zur ISS. Elf davon waren erfolgreich. Insgesamt brachten sie mehr als 18 Tonnen Nachschub zur Station. Ein Start scheiterte im Juni 2015,  weil die Trägerrakete in der 139. Sekunde explodierte.

Künftig will SpaceX nur noch recycelte Frachter zur Station schicken, um Geld zu sparen. Eine erste solche Kapsel war bereits im vergangenen Juni erfolgreich unterwegs. Ihren Erstflug hatte sie 2014 absolviert.

Aus ökonomischen Erwägungen holt SpaceX auch diesmal wieder die ausgebrannte Erststufe der Trägerrakete sanft auf die Erde zurück.

© Gerhard Kowalski