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Russische Kosmonauten vor schwieriger Mission (Vorschau)

Credit:GK Roskosmos

Moskau,10. Dezember 2018 —   Den russischen Kosmonauten Oleg Kononenko und Sergej  Prokopjew steht am Dienstag in der Internationalen Raumstation ISS eine schwere Mission bevor. Bei einem Ausstieg in den freien Raum sollen sie an der Orbitalsektion des Raumschiffes Sojus MS-09 an der Stelle,  wo Ende August ein Loch entdeckt worden war, ein Stück des Meteoritenschutzes herausschneiden, das möglicherweise Spuren der Bohrung aufweist.

Die akribisch vorbereitete Operation soll gegen 17.00 Uhr deutscher Zeit beginnen und rund sechs Stunden dauern. Das herausgeschnittene Teil sollen Alexander Gerst und seine Mannschaft am 20. Dezember mit zur Erde bringen,  damit es untersucht werden kann. Es geht dabei letztendlich um die sehr heikle Frage,  ob das zwei Millimeter große Loch schon auf der Erde oder erst im Weltraum gebohrt wurde. Russische Medien hatten angedeutet,  dass ein ISS-Besatzungsmitglied das Loch gebohrt haben könnte,  um eine vorzeitige Rückkehr zur Erde zu provozieren.

© Gerhard Kowalski

Untersuchung:   Marsflug verkürzt das Leben der Teilnehmer um 2,5 Jahre

Credit:IMBP

Moskau,  10. Dezember 2018 —   Die Weltraumstrahlung verkürzt bei einem zweijährigen Flug zum Mars das Leben der Teilnehmer um durchschnittlich rund 2,5 Jahre. Das geht aus den Dokumenten einer Konferenz zum Thema Luft-,  Raumfahrt-  und ökologische Medizin hervor,  die derzeit in Moskau stattfindet. Das Ergebnis sei bei einem Test mit einem Dummy in einem kugelförmigen Raumschiff ermittelt worden,  berichten russische Medien.

Als wirksamen Schutz gegen die Strahlung schlagen die Wissenschaftler unter anderem vor,  dass die Kosmonauten während der angenommenen achtstündigen Nachtruhe in Schlafsäcken schlafen,  die mit Wasser gefüllt sind,  das mit Helium oder Polyurethan-Kügelchen versetzt ist.

© Gerhard Kowalski

Delta IV-Heavy-Start Sekunden vor dem Abheben automatisch gestoppt – Ursache noch unklar (Update)

Credit:UAL

Vandenberg, 9. Dezember 2018 —  Die Ursache,  die in der Nacht zum Sonntag zum Startabbruch bei der Delta IV-Heavy-Trägerrakete mit dem Geheimsatelliten NROL-71 auf der Air Force Base in Vandenberg (Kalifornien) geführt hat,  ist noch nicht bekannt. Der Abbruch sei automatisch 7,5 Sekunden vor dem Abheben erfolgt,  teilte die Startorganisation United Launch Alliance (ULA) mit. Derzeit würden alle Daten geprüft,  um zu entschieden,   wie es weiter gehen soll. Ein neues Startdatum werde so bald wie möglich verkündet.

 

Der Start des Satelliten des Nationalen Aufklärungsamtes NRO sollte um 5.15 Uhr deutscher Zeit erfolgen. Die Flammen,  die nach dem Abbruch seitlich an der Rakete hoch stiegen,  rührten vom Verbrennen überflüssigen Wasserstoffs her,  erläuterte die ULA. Damit sei verhindert worden,  dass es zu einem Feuerball oder gar zu einer Explosion kommt. Die dafür zuständigen Radially Outward Firing Initiators (ROFI) würden nun ausgetauscht.

Die Delta IV-Heavy ist eine Kombination aus drei Delta IV-Trägern.

© Gerhard Kowalski

 

US-Frachter Dragon erreicht ISS –   „Einfangen“  gelingt erst im zweiten Versuch

Credit:NASA

Houston,  8. Dezember 2018 —  Nach knapp dreitägiger Verfolgungsjagd hat der private US-Frachter Dragon mit knapp 2,6 Tonnen Nachschub an Bord am Samstag die Internationale Raumstation ISS erreicht. Er wurde um 13.24 Uhr deutscher Zeit im zweiten Versuch von dem deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst und seiner amerikanischen Kollegin Serena Aunon-Chancellor rund zehn Meter von der Station entfernt mit dem kanadischen Roboterarm „eingefangen“,  um dann später an sie umgesetzt zu werden,  teilte das NASA-Kontrollzentrum in Houston (Texas) mit. Ein erster Versuch kurz nach 12.00 Uhr war an Kommunikationsproblemen gescheitert. Der Frachter, der über kein automatisches Kopplungssystem verfügt,  war am Mittwoch an der Spitze einer schweren Falcon 9-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) gestartet.

Dragon bringt bei seinem 16. Versorgungsflug Lebensmittel für die sechsköpfige ISS-Besatzung,  wissenschaftliche Geräte und Experimente sowie Ersatzteile und Verbrauchsmaterial auf die Umlaufbahn.

Der Frachter verbleibt bis Mitte Januar an der Station und kehrt danach auf die Erde zurück. Er wassert dann vor der kalifornischen Küste im Pazifik.

© Gerhard Kowalski

 

China startet Sonde zur Erforschung der Rückseite des Mondes

Peking,  7. Dezember 2018 —   China hat am Freitag eine Sonde zur Erforschung der Rückseite des Mondes gestartet. Chang´e-4 stieg um 19.00 Uhr deutscher Zeit an der Spitze einer Trägerrakete Langer Marsch-3B vom südwestchinesischen Weltraumbahnhof Xichang auf.

Die Sonde hat einen Rover an Bord,  der auf der Mondrückseite landen und geologische Untersuchungen vornehmen soll.

© Gerhard Kowalski

TASS:  Rogosin fliegt als Roskosmos-Chef und Putins Weltraumvertreter in die USA

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  7. Dezember 2018 —  Der Generaldirektor der GK Roskosmos,  Dmitri Rogosin,  fliegt auch in seiner Eigenschaft als frisch ernannter Spezialvertreter für Weltraumfragen von Präsident Wladimir Putin Anfang nächsten Jahres in die USA. Er werde dort Gespräche über die Zusammenarbeit in der Raumfahrt führen,  meldet die Moskauer Nachrichtenagentur TASS am Freitag. Sie beruft sich dabei auf den GK Roskosmos-Pressedienst. Das Besuchsprogramm werde derzeit mit der amerikanischen Seite erörtert.

Die GK Roskosmos habe auch betont,  dass die Sanktionen gegen Russland die Arbeit Rogosins als Präsidenten-Vertreter generell nicht behindern werden,  stellt die Agentur fest. „Ein bedeutender Teil der Gespräche findet in Russland oder auf dem Territorium jener Staaten statt,  für die die Einschränkungen nicht gelten.“

Für die Reise Rogosins zur US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA,  die schon länger angekündigt ist,  war eine zeitweilige Aussetzung der Sanktionen gegen den russischen Agenturchef zugesichert worden. Die Frage ist nun,  ob das auch für seine neue Doppelfunktion gilt. Rogosin,  der erst im Mai die GK Roskosmos auf Wunsch und Weisung Putins übernommen hat,   steht auf einer Schwarzen Liste der USA.

© Gerhard Kowalski

Putin macht Rogosin zu seinem Spezialvertreter für internationale Weltraumzusammenarbeit

Credit:Präsidialamt

Moskau,  7. Dezember 2018 —  Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Generaldirektor der Staatskorporation (GK) Roskosmos, Dmitri Rogosin,  zu seinem „speziellen Vertreter“  für Fragen der internationalen Zusammenarbeit in der Raumfahrt ernannt.

Wie die GK Roskosmos dazu betonte,  ermöglicht es diese Ernennung, die Arbeit der interessierten Behörden und Organisationen insbesondere mit Blick auf das Funktionieren des Baikonur-Komplexes effektiver zu koordinieren.

© Gerhard Kowalski

China startet erfolgreich zwei saudi-arabische Satelliten

Peking,  7. Dezember 2018 —   China hat am Freitag zwei saudi-arabische Satelliten gestartet. Die Langer Marsch-2D-Trägerrakete mit SaudiSat-5A und SaudiSat-5B an der Spitze stieg um 5.12 Uhr deutscher Zeit vom nordwestchinesischen Weltraumbahnhof Jiuquan auf,  meldet die Pekinger Nachrichtenagentur Xinhua. Mit an Bord waren auch noch zehn Kleinsatelliten.

Die jeweils 425 Kilogramm schweren arabischen Erderkundungssatelliten sollen aus einem niedrigen Orbit Fotos von der Erdoberfläche liefern.

© Gerhard Kowalski

 

Russischer 3D-Biodrucker erfolgreich in der ISS erprobt

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  6. Dezember 2018 —   Russland hat erfolgreich seinen 3D-Biodrucker in der Internationalen Raumstation ISS erprobt. Das Experiment zur Herstellung menschlichen Gewebes sei vom Kosmonauten Oleg Kononenko durchgeführt worden,  teilte das Unternehmen Invitro mit,  das den Bau des Gerätes durch das Laboratorium 3D Bioprinting Solutions finanziert hat.

Die Gewebemuster werden von der Mannschaft des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst am 20. Dezember mit zur Erde gebracht und analysiert. Die Ergebnisse sollen nach Aussagen der GK Roskosmos vom Donnerstag Anfang 2019 veröffentlicht werden.

Bei dem 3D-Biodrucker,  der am Montag mit dem Raumschiff Sojus MS-11 zur ISS gebracht wurde,  handelt es sich um einen Ersatz. Das Original befand sich an Bord von Sojus MS-10, das am 11. Oktober einen Fehlstart hinlegte.

© Gerhard Kowalski

Privater US-Frachter mit Nachschub unterwegs zur ISS

Credit:NASA

Cape Canaveral,   5. Dezember 2018 —   Ein privater US-Frachter mit knapp 2,6 Tonnen Nachschub ist auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Dragon stieg am Mittwoch um 19.16 Uhr deutscher Zeit an der Spitze einer schweren Falcon 9-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) auf. Die Kopplung ist für Samstag geplant.

Dragon bringt bei seinem 16. Versorgungsflug Lebensmittel für die sechsköpfige ISS-Besatzung,  wissenschaftliche Geräte und Experimente sowie Ersatzteile und Verbrauchsmaterial auf die Umlaufbahn.

Der Frachter verbleibt bis Mitte Januar an der Station und kehrt danach auf die Erde zurück. Er wassert dann vor der kalifornischen Küste im Pazifik.

© Gerhard Kowalski