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Erstes privates Flugleitzentrum in Russland eröffnet

Skolkowo,18. April 2014 – Die internationale Holding Dauria Aerospace hat das erste private Flugleitzentrum (ZUP) Russlands eröffnet. Dazu sei aus dem russischen Büro der Holding im Technologiepark Skolkowo bei Moskau zweimal erfolgreich Verbindung mit dem ersten litauischen Satelliten LitSat-1 aufgenommen worden,teilte das Unternehmen auf seiner Homepage mit.

Bei den Séancen sei es gelungen,Informationen von dem Satelliten zu empfangen und zu dechiffrieren,hieß es weiter. Im Sommer soll von hier aus auch der erste private russische Satellit DX1 gesteuert werden.

Dauria Aerospace spezialisiert sich auf die Entwicklung und den Bau von Teleskopen und Low-Cost-Erdfernerkundungssatelliten. Dazu wurden auch schon die ersten öffentlich-privaten Partnerschaften (PPP) mit der staatlichen Raumfahrtagentur Roskosmos und der Wissenschaftlichen Produktionsvereinigung (NPO) “Lawotschkin”geschlossen.

LitSat-1 war zusammen mit anderen 28 Cube-Sats am 9. Januar mit dem privaten US-Raumschiff  “Cygnus”zur Internationalen Raumstation ISS gestartet und von dort ausgesetzt worden.

Russland verfügt derzeit über zwei große Flugleitzentren. Beide liegen vor den Toren Moskaus.  Von Koroljow aus werden die zivilen Satelliten und das russische ISS-Segment und von Krasnosnamensk die militärischen Satelliten gesteuert. Das militärische ZUP trägt den Namen des zweiten Kosmonauten der Welt,German Titow.

© Gerhard Kowalski

Russland startet erfolgreich ägyptischen Satelliten

Credit:Roskosmos

Baikonur,16. April 2014 – Russland hat am Mittwochabend erfolgreich einen ägyptischen Erdfernerkundungssatelliten gestartet. Die “Sojus-U”-Trägerrakete mit “EgyptSat-2″an der Spitze habe pünktlich um 18.20 Uhr deutscher Zeit vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan abgehoben,teilte die Raumfahrtagentur Roskosmos mit.

Der Satellit wurde vom russischen Raumfahrtkonzern RKK “Energija”in Koroljow bei Moskau entwickelt. Er liefert hochauflösende Aufnahmen im sichtbaren und infraroten Bereich.

© Gerhard Kowalski

Waleri Korsun zum stellvertretenden ZPK-Chef ernannt

Credit:ZPK

Sternenstädtchen,16. April 2014 – Waleri Korsun (61) ist zum stellvertretenden Leiter des Kosmonautenausbildungszentrums (ZPK) “Juri Gagarin”und Chef der Kosmonautenabteilung im “Sternenstädtchen”bei Moskau ernannt worden. Der entsprechende “Befehl”sei am Montag von ZPK-Chef Juri Lontschakow unterzeichnet worden,teilte das Zentrum auf seiner Homepage mit. In letzterer Funktion löst Korsun Sergej Wolkow ab.

Der bei Rostow am Don geborene Militärpilot war 1987 in das  Kosmonautenkorps gekommen und hatte 1996/97 und 2002 je eine Langzeitmission in der russischen Raumstation MIR und der Internationalen Raumstation ISS absolviert. Er arbeitete dabei insgesamt 381 Tage im All.

Von 2011 bis zu seiner jetzigen Ernennung war Korsun Leiter der ZPK-Verwaltung.

© Gerhard  Kowalski

 

Russlands Raketenindustrie drängt auf den Weltmarkt

Credit:Roskosmos

Moskau,15. April 2014 – Russlands Raumfahrtindustrie drängt mit Macht auf den Weltmarkt. Hauptziel der im März gegründeten Vereinigten Raketen- und Raumfahrtkorporation (ORKK) sei es,global  die Konkurrenzfähigkeit dieses Zweiges zu erhöhen,sagte ORKK-Generaldirektor Igor Komarow am Dienstag in Moskau auf einer Beratung mit den Chefs der führenden Unternehmen der Branche.

In den nächsten beiden Jahren gehe es dabei vor allem um die Vervollkommnung der Produktionssysteme,die Erhöhung der Effektivität und Arbeitsproduktivität,die Einführung eines Qualitätsmanagements und die Sicherung einer stabilen Entwicklung der Branche auf der Grundlage solider Finanzen.

In der Korporation,die als Offene Aktiengesellschaft (OAO) registriert wurde,sollen alle Unternehmen der krisengeschüttelten Raketen- und Raumfahrtbranche zusammengeführt werden. In einer ersten Etappe werden bis August  die dafür infrage kommenden offenen Aktiengesellschaften eingegliedert. Danach werden die entsprechenden Staatsbetriebe in Aktiengesellschaften umgewandelt und eingegliedert. Mitte 2015 soll die Korporation voll handlungsfähig sein.

© Gerhard Kowalski

 

“Dragon”-Start wegen Raketenschadens abgesagt

Cape Canaveral,14. April 2014 – Der für Montagabend deutscher Zeit geplante Start des privaten US-Raumschiffs “Dragon”vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida zur Internationalen Raumstation ISS ist wegen eines Problems mit der Trägerrakete “Falcon 9″  abgesagt worden. Grund sei ein Helium-Leck in der ersten Raketenstufe,teilte die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA mit.  Als frühester neuer Starttermin wurde Freitag genannt.

Der Frachter soll rund 2,4 Tonnen Nachschub zur  Station bringen,vor allem wissenschaftliche und Forschungsapparaturen. Auf dem Rückweg bringt er 1,8 Tonnen Forschungsergebnisse und ausgediente Technik zur Erde mit.

© Gerhard Kowalski

 

 

 

Privater US-Frachter startet trotz Computerausfalls an der ISS

Credit:NASA

Washington,13. April 2014 – Trotz eines Computerausfalls an der Internationalen Raumstation startet am Montagabend deutscher Zeit das private US-Raumschiff “Dragon”vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida zu seiner dritten Versorgungsmission zur ISS. Die ISS-Partner und das Betreiberunternehmen SpaceX hätten am Sonntag dafür “grünes Licht”gegeben,teilte die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA in Washington mit.

Die Ankopplung ist für Mittwoch geplant. Dazu muss das Raumschiff mit einem Roboterarm eingefangen und an das “Harmony”-Modul angedockt werden. Die Experten sind sich sicher,dass das Manöver trotz des Ausfalls problemlos möglich ist,der durch redundante Systeme kompensiert wird.

Der Frachter hat rund 2,4 Tonnen Nachschub für die Station an Bord,vor allem wissenschaftliche und Forschungsapparaturen. Auf dem Rückweg bringt er 1,8 Tonnen Forschungsergebnisse und ausgediente Technik zur Erde mit.

Am Freitag war bei einem Routinecheck entdeckt worden,dass die Verbindungsbox eines Reservecomputers an der Außenhaut der Station ausgefallen war. Die Box ist  für die Steuerung des externen Kühlsystems der ISS,der Sonnenpaddel und des externen mobilen Transportsystems zuständig. Eine Reparatur,für die ein außerplanmäßiger Ausstieg aus der Station erforderlich ist,wird für Ende des Monats ins Auge gefasst.

© Gerhard Kowalski

 

Spiegel:Spähangriff auf DLR

Hamburg,13. April 2014 —Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist offenbar Opfer einer Spionageattacke. Mehrere Computer des DLR seien mit Trojanern und anderer Späh-Software infiziert,teilte der Spiegel am Sonntag mit.

Das DLR horte zahlreiche wissenschaftliche Datenschätze,die teils von höchster Brisanz und Wichtigkeit seien,betont das Blatt. Wie jetzt bekannt geworden sei,wehre sich das DLR seit Monaten gegen den mutmaßlichen Angriff eines ausländischen Geheimdienstes. Das habe darauf das Nationale Cyber-Abwehrzentrum in Bonn eingeschaltet,nachdem mehrere Computer von Forschern und Systemadministratoren mit Spionageprogrammen infiltriert worden seien.

Neu an der aktuellen Spionagewelle seien die offenbar langfristige Planung der Operation und die Perfektion der eingesetzten Trojaner,heißt es weiter.  In einigen Rechnern hätten IT-Spezialisten in den Log-Einträgen nur noch ihre flüchtige Spur entdeckt.  Sie sei so programmiert gewesen,dass sie sich selbst zerstören,sobald sie entdeckt wurden. Zudem seien die Angriffe koordiniert und systematisch erfolgt.

Alle Betriebssysteme,die beim DLR im Einsatz sind,seien von den Attacken betroffen. Doch bisher sei unklar,wer das Raumfahrtzentrum ausspioniert. Die Ermittler hätten bisher lediglich Indizien,die in Richtung China deuteten. IT-Forensiker des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hätten im Code einiger Trojaner chinesische Schriftzeichen und wiederkehrende Tippfehler entdeckt,die auf Angreifer aus Fernost hindeuten.

“Es könnte sich aber auch um eine simple Tarnung handeln”,sagte ein Insider,der einen Angriff aus dem Westen,etwa durch den US-Geheimdienst NSA nicht völlig ausschließen wolle. Die Bundesregierung stufe den Fall als äußerst ernst ein,“weil er unter anderem auf Rüstung und Raketentechnologien zielt”,schreibt das Blatt.

© Gerhard Kowalski

 

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ISS-Umlaufbahn um 3,4 Kilometer angehoben (Update)

Credit:NASA

Moskau,12. April 2014 – Die Umlaufbahn der Internationalen Raumstation ISS ist am Samstag um 3,4 Kilometer angehoben worden. Dazu seien die Triebwerke des Frachters “Progress M-21M”um 17.16 Uhr deutscher Zeit für 821 Sekunden gezündet worden,teilte die Raumfahrtagentur Roskosmos in Moskau mit.

Die ISS umkreist die Erde nunmehr auf einer mittleren Bahnhöhe von 417,55  Kilometern.

© Gerhard Kowalski

 

Putin gratuliert ISS-Besatzung zum Tag der Raumfahrt

Credit:Präsidialamt

Moskau,11. April 2014 —Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Freitag der Besatzung der Internationalen Raumstation ISS zum bevorstehenden Internationalen Tag der Raumfahrt gratuliert. Derzeit arbeite eine  “repräsentative internationale Mannschaft aus Bürgern Russlands,Japans und der USA”in der Station,sagte Putin bei einer Videokonferenz aus dem Raumfahrtgedenkmuseum im Moskauer Stadtteil Ostankino. Der russische Bordingenieur Michail Tjurin dankte namens des Sextetts für die Glückwünsche,berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Der Internationale Tag der Raumfahrt wird am Samstag begangen. Am 12. April 1961 hatte der russische Bauernsohn Juri Gagarin (1934-68) als erster Mensch in einem Raumschiff die Erde umkreist.

Putin besuchte zudem in dem Museum die Ausstellung “Drei Tage im Leben Gagarins“,die dem 80. Geburtstag des Kosmonauten (9. März) gewidmet ist.

In der ISS arbeiten derzeit die Russen Alexander Skworzow,Michail Tjurin und Oleg Artemjew,die Amerikaner Rick Mastracchio und Steve Swanson sowie der Japaner Koichi Wakata.

Die USA hatten vor kurzem wegen der Ukraine-Krise  die Zusammenarbeit in der Raumfahrt mit Russland auf Eis gelegt. Davon ausgenommen ist allerdings die ISS. Die Europäische Weltraumorganisation ESA und auch Deutschland halten indes unverändert an ihren Raumfahrtkontakten zu Moskau fest.

© Gerhard Kowalski

 

 

Rogosin:Russland will sich für immer auf dem Mond festsetzen

Credit:Roskosmos

Moskau,11- April 2014 – Russland will sich für immer auf dem Mond festsetzen. Seine Erschließung sei eine der prioritären Aufgaben bei der Entwicklung der russischen Raumfahrt,sagte Vizepremier Dmitri Rogosin der Zeitung “Rossijskaja gaseta”vom Freitag. Der Mond sei auf absehbare Zeit die einzige für den Menschen erreichbare außerirdische Quelle für Bodenschätze,Mineralien und Wasser. “Das ist eine natürliche Plattform für technologische Forschungen und die Erprobung neuer Weltraumtechnik.”

Die Landung auf dem Erdtrabanten sei für 2030 geplant,fügte der Politiker hinzu,der in der Regierung für das Militär und die Raumfahrt zuständig ist. Danach werde man auf ihm bemannte Basen errichten,auf denen schrittweise Versuchsanlagen unter anderem für die Fernübertragung von Energie und die Erprobung neuer Triebwerke entstehen sollen. Derzeit werde an einer superschweren Trägerrakete mit einer Nutzlast bis zu 80 Tonnen für Flüge zum Mond gearbeitet.

© Gerhard Kowalski