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Russland steuert angeblich Frachtraumschiff für Lunar Gateway-Projekt bei

Moskau,  15. Februar 2019 —   Russland steuert angeblich ein spezielles Frachtraumschiff zum Lunar Gateway-Projekt der NASA bei. Progress-L –  das L steht für das russische Wort Luna (Mond) –  solle Mitte der 2020-er Jahre mit einer Angara-A5-Trägerrakete auf die Umlaufbahn gebracht werden und am sogenannten Schleusenmodul ankoppeln,  meldet die Moskauer Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Freitag.

Bisher hat Russland noch nicht offiziell beschlossen, am Lunar Gateway-Projekt teilzunehmen. Die Einzelheiten sollten bei einem Besuch von GK Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin in den USA besprochen werden, der dann aber um die Jahreswende abgesagt wurde. Als Vorbedingung für eine Teilnahme hatte Russland aber geltend gemacht,  dass das nur auf gleichberechtigter Grundlage möglich sei. Auch das Schleusenmodul sollte von den Russen geliefert werden. Es sollte aber nach NASA-Standards und für amerikanische Ausstiegsskaphander gebaut werden.

Inzwischen hat NASA-Chef Jim Bridenstine einen Besuch in Russland angekündigt. Ein Termin steht allerdings noch nicht fest.

© Gerhard Kowalski

Zukunftstechnologien für die Gesellschaft DLR 2030 –  Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt stellt seine Strategie neu auf

Credit:G. Kowalski

Berlin,  14. Februar 2019 —   Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stellt seine Strategie neu auf. Unter dem Motto Zukunftstechnologien für die Gesellschaft DLR 30 leiste das Zentrum mit seiner großen Bandbreite an Aktivitäten in der ingenieurwissenschaftlichen Forschung und im Wissenschafts-,  Innovations-  und Bildungsmanagement einen bedeutenden Beitrag zur Lösung drängender gesellschaftlicher Herausforderungen,  heißt es in dem Papier,  das die Vorstandsvorsitzende des DLR,  Pascale Ehrenfreund,  am Donnerstag in Berlin auf der Jahrespressekonferenz vorgestellt hat.

Ein Beispiel dafür sei die Einrichtung des neuen Querschnittsbereichs Digitalisierung. Dieser bündele die vorhandenen Kompetenzen, um noch bessere Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft anzubieten. Die Basis aller Beiträge des DLR seien seine historisch gewachsenen Kernkompetenzen in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Energie- und Verkehrsforschung,  die gestärkt und ausgebaut werden,  betonte Ehrenfreund.

© Gerhard Kowalski

Mission InSight: DLR-Maulwurf auf Marsboden abgesetzt

Credit:NASA

Köln,  13. Februar 2019 —   Der Marsmaulwurf HP³ (Heat Flow and Physical Properties Package) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist am Dienstag um 19.18 Uhr deutscher Zeit mit dem robotischen Arm des NASA-Landers InSight ausgesetzt worden. Senkrecht auf flachem Grund steht er damit für seine historische Mission bereit,  teilte das DLR am Mittwoch in Köln mit.

In den kommenden Wochen soll die ferngesteuerte kleine Rammsonde erstmals in der Geschichte der Raumfahrt bis zu fünf Meter tief in den Marsboden eindringen, um Temperatur und Wärmeleitfähigkeit des Untergrunds zu messen und daraus den Wärmestrom aus dem Inneren des Mars zu bestimmen. Der Wärmestrom gibt den Forschern eine Kennzahl zur thermischen Aktivität des Roten Planeten. Daraus lässt sich schließen, wie sich das Innere des Mars entwickelt hat, ob er noch immer über einen heißen flüssigen Kern verfügt und was die Erde im Vergleich so besonders macht.

© Gerhard Kowalski

Russische Medaille für Alexander Gerst

Credit:ZPK

Credit:ZPK

Credit:ZPK

Sternenstädtchen,  12. Februar 2019 —  Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst ist am Dienstag im Sternenstädtchen bei Moskau mit der russischen Medaille Kosmos ohne Grenzen ausgezeichnet worden. Er nahm sie im Kosmonauten-Ausbildungszentrum( ZPK) Juri Gagarin entgegen.

Anlass war das traditionelle Treffen der Sojus MS-09-Besatzung mit dem Russen Sergej Prokopjew und der Amerikanerin Serena Aunon-Chancellor nach Abschluss der Rehabilitationsmaßnahmen. Das Trio war am 20. Dezember nach 196 Tagen gemeinsamer Arbeit in der Internationalen Raumstation ISS wieder auf die Erde zurückgekehrt. Vor der Auszeichnungszeremonie hatte es bei eisigem Wetter am Denkmal für Juri Gagarin Blumen niedergelegt.

Gerst sagte vor Journalisten:  „Wir sind zu den nächsten Flügen bereit. Aber die Aufgabe unsrer Mission ist noch nicht abgeschlossen. Wir werten mit den Wissenschaftlern die Ergebnisse der Forschungen aus. Wir hatten viele interessante gemeinsame Experimente. Und dieses Wissen hilft allen auf der Welt und nicht nur irgendeinem einzelnen Land.“

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ESA-Repräsentant René Pischel:   Mehr als 230 Experimente bisher im Columbus-Modul

Moskau, 12. Februar 2019 —   Im europäischen Columbus-Modul der Internationalen Raumstation ISS sind in den letzten elf Jahren bisher mehr als 230 Experimente durchgeführt worden. Jeder ESA-Astronaut betreue in den sechs Monaten seines Aufenthalts in der Station etwa 50 Experimente,  sagte der Repräsentant der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Moskau, René Pischel,  in einem Interview der Nachrichtenagentur TASS am Dienstag. Bei Alexander Gerst,  der im Dezember von der ISS zurückgekehrt ist, seien es sogar 63 gewesen.

Vor der Hintergrund der EU-Sanktionen gegen Russland bezeichnete Pischel die Raumfahrt-Zusammenarbeit zwischen der ESA und der GK Roskosmos als „hinreichend gut“.

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Nachrichtenagentur: USA verlängern Aufenthalt ihrer ISS-Astronauten

Credit:NASA

Moskau,  12. Februar 2018 —   Die USA verlängern angeblich den Aufenthalt ihrer beiden letzten Astronauten, die mit Sojus-Raumschiffen zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. So werden Nick Hague und Andrew Morgan jeweils neun Monate in der Station bleiben,  um die Präsenz der NASA dort für den Fall zu sichern, dass sich die geplanten Zubringermissionen mit eigenen Raumschiffen verzögern,  meldet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Dienstag. Sie beruft sich dabei auf eine Quelle aus der russischen Raumfahrtbranche.

Hague startet danach am 14. März mit Sojus MS-12 und kommt am 18. Dezember mit Sojus MS-13 zurück,  Morgan startet am 6. Juli mit Sojus MS-13 und landet im April 2020 mit Sojus MS-15,   schreibt die Agentur.

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Airbus investiert 25 Millionen in Raumfahrtstandort Ottobrunn/Taufkirchen

Ottobrunn/Taufkirchen,  11. Februar 2019  —   Airbus baut seine Raumfahrt-Aktivitäten am Standort Ottobrunn/Taufkirchen bei München aus. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence &Space, haben am Montag den Startschuss für die Modernisierung der Fertigung von Solargeneratoren für Satelliten und für die Inbetriebnahme der erweiterten Reinräume für optische Satelliten-Instrumente gegeben.  Das Unternehmen investiert dafür insgesamt rund  25 Millionen Euro.

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NASA lädt russische Wissenschaftler zur Teilnahme an Gateway-Projekt ein

Moskau/Houston,  11. Februar 2019 —   Die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA hat russische Wissenschaftler eingeladen,  sich am geplanten Gateway-Projekt zum Bau einer Raumstation zu beteiligen,  die den Mond umkreist. Es gehe dabei  um die gemeinsame Entwicklung eines Systems zur Prognostizierung der Strahlengefahr für die Besatzungen bei Sonneneruptionen,  heiße es dazu in einem Brief des NASA-Flugkontrollzentrums in Houston (Texas),  sagte der Direktor des Wissenschaftlichen Forschungsinstituts für Kernphysik der Staatlichen Moskauer Universität (MGU),   Michail Panasjuk,  der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Die NASA und die GK Roskosmos haben bisher keine verbindliche Vereinbarung über eine Zusammenarbeit an dem Projekt getroffen. Die Frage ist aber Gegenstand eines bevorstehenden Treffens zwischen den Chefs beider Agenturen,  Jim Bridenstine und Dmitri Rogosin,  in den kommenden Monaten in Russland.

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NASA-Chef Bridenstine besucht Russland —  Genauer Termin steht noch nicht fest

Credit:ZPK

Moskau,  10. Februar 2019 —   Der Administrator der US-Luft und Raumfahrtbehörde NASA, Jim Bridenstine, wird in den nächsten Monaten zu Gesprächen mit seinem russischen Counterpart,  GK Roskosmos-Generaldirektor Dmitri Rogosin,  nach Russland reisen. Das teilte der Pressesprecher des Staatskonzerns,  Wladimir Ustimenko,  am Sonntag mit.

Der genaue Termin der Begegnung steht noch nicht fest. Sie finde entweder in Russland oder auf dem Kosmodrom Baikonur statt,  das Russland bis 2050 von Kasachstan gepachtet hat,  hieß es weiter.

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Kommando zurück:  GK Roskosmos bestätigt Informationen über Zeitpunkt des ersten bemannten Mondfluges nicht

Moskau, 10. Februar 2019 —   Die GK Roskosmos rudert hinsichtlich des Zeitpunktes des ersten bemannten Mondfluges zurück. Das Föderale Zielprogramm (FZP) für den Bau der dafür erforderlichen neuen superschweren Trägerrakete Jenissej sei noch nicht bestätigt worden,  teilte der Berater für Wissenschaftsfragen des Generaldirektors der GK Roskosmos,  Alexander Bloschenko,  der Nachrichtenagentur TASS am Samstag mit. Derzeit werde das Zielprogramm noch mit den Exekutivorganen erörtert,  das Programm sei noch nicht verabschiedet,  die dafür erforderlichen Gelder seien noch nicht genehmigt worden,  betonte er.

Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti hatte ebenfalls am Samstag unter Berufung auf Dokumente des Zentralen Wissenschaftlichen Forschungsinstituts des Maschinenbaus (ZNIImasch),  des wissenschaftlichen Leitinstituts der GK Roskosmos,  gemeldet,  Russland wolle 2031 eine erste bemannte Expedition zum Mond schicken. Danach sollen solche Flüge jährlich stattfinden.

© Gerhard Kowalski