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Japanische Rückkehrkapsel im Pazifik gewassert

Tokio, 11. November 2018 — Eine japanische Rückkehrkapsel mit Eiweißkristallen, die auf der Internationalen Raumstation ISS gezüchtet wurden,  ist am Sonntag unweit von Japan im Pazifik gewassert.  Es sei das erste Mal, dass derartiges Material auf diese Weise von der ISS zur Erde zurückgeholt wurde, teilte die japanische Raumfahrtagentur JAXA in Tokio mit.

Die 180 Kilogramm schwere Kapsel war von dem Frachtraumschiff  Kounotori 7 (HTV7) nach der Abkopplung von der ISS  in 300 Kilometern Höhe ausgesetzt worden und 40 Minuten später am Fallschirm niedergegangen. Das Raumschiff selbst verglühte in den dichten Schichten der Atmosphäre.

Experten gehen davon aus, dass die Eiweißkristalle, die in der Pharmazie verwendet werden, im Weltraum schneller wachsen.

Der Frachter hatte Ende September 6,2 Tonnen Nachschub auf die Umlaufbahn gebracht und war Mitte der Woche wieder abgekoppelt worden.

(c) Gerhard Kowalski

China baut neue Mondrakete

Peking,  9. November 2018 –   China hat mit dem Bau einer Trägerrakete der neuen Generation für bemannte Flüge zum Mond begonnen. Der Träger werde von der China Aerospace Science and Technology Corporation (CASC) entwickelt,  sei 90 Meter hoch und habe einen Durchmesser von 5 Metern und ein Startgewicht von mehr als 2.000 Tonnen,  meldet die Zeitung China Daily.

Die Rakete könne bis zu 70 Tonnen Nutzlast in eine erdnahe Umlaufbahn und 25 Tonnen bis zum Mond bringen,  heißt es weiter. Das genüge für Missionen des künftigen 9 Meter langen und 23 Tonnen schweren Raumschiffes zum Erdtrabanten. Die Triebwerke für den neuen Träger würden bereits getestet.

© Gerhard Kowalski

Dritter Computer im russischen ISS-Segment wieder funktionstüchtig

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  8. November 2018 —   Das Computersystem im russischen Segment der Internationalen Raumstation ISS ist wieder voll einsatzbereit. Der Rechner,  der am Dienstag ausgefallen war,  sei am Donnerstag neu geladen worden,  teilte der Chef der GK Roskomos,  Dmitri Rogosin,  auf Twitter mit. Damit sei die „dreikanalige Konfiguration“  wieder hergestellt.

Vorher hatten die russischen Spezialisten betont,  dass ihr Segment auch mit zwei Rechnern „unendlich lange“  fliegen könne.

© Gerhard Kowalski

Rat der Chefkonstrukteure des russischen ISS-Segments gibt Grünes Licht für Start der neuen Mannschaft und die Landung von Gerst

Credit:NASA

Koroljow, 8. November 2018 —  Der Rat der Chefkonstrukteure des russischen Segments hat Grünes Licht für den Start der nächsten Mannschaft zur Internationalen Raumstation ISS und die Rückkehr der derzeitigen Besatzung gegeben. So fliegen der Russe Oleg Kononenko,  der Kanadier David Saint-Jacques und die Amerikanerin Anne McClain am 3. Dezember zur Station,  teilte die GK Roskosmos mit. Am 20. Dezember kehren der Russe Sergej Prokopjew, die Amerikanerin Serena Aunon-Chancellor und der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst auf die Erde zurück.

Die Entscheidung des Rates fiel nach der gründlichen Auswertung des Fehlstarts des Raumschiffes Sojus MS-10 vom 11. Oktober wegen eines defekten Sensors an der Sojus-FG-Trägerrakete. Dadurch musste die Mission der Gerst-Crew um eine Woche verlängert werden. Zuvor wird aber noch bei einem Ausstieg der beiden Russen das Loch in der Außenhaut der Orbitalsektion des Raumschiffes Sojus MS-09 begutachtet.

Inzwischen sind alle Sojus-Raketen noch einmal gründlich auf mögliche Fehler kontrolliert worden. Zudem haben drei unbemannte Sojus-Starts stattgefunden, die absolut reibungslos verliefen. Nach Ansicht des Rates ist das russische ISS-Segment für die Erfüllung des Programms der kommenden Nutzungsetappe der Station gerüstet.

© Gerhard Kowalski

Japanischer Frachter von der ISS abgekoppelt

Tokio,  8. November 2018 —   Das japanische Frachtraumschiff Kounotori 7 (HTV7 Weißer Storch)  hat am Mittwoch von der Internationalen Raumstation ISS abgekoppelt. Voraussichtlich am Wochenende soll vom Frachter eine 84 mal 66 Zentimeter große zylinderförmige Kapsel (HSRC) zur Erde geschickt werden,  teilte die Raumfahrtagentur JAXA in Tokio mit. Die Kapsel mit wissenschaftlichem Forschungsmaterial soll rund 1.800 Kilometer südöstlich von Tokio im Pazifik wassern.

Kounotori 7 hatte Ende September rund sechs Tonnen Nachschub zur ISS gebracht.

© Gerhard Kowalski

Elon Musk findet in Russland Nachahmer

Moskau,  7. November 2018 —  Das Beispiel von Elon Musk macht jetzt offenbar auch in Russland Schule. Der Privatkonzern S7 Space hat nämlich dem Staatskonzern GK Roskosmos vorgeschlagen, ihm durch die verbindliche Zusage von Nutzlasten für 76 Trägerraketen zu helfen,  wie es die US-Luft-  und Raumfahrtbehörde NASA unter anderem auch mit Musks Firma SpaceX getan hat,  sagte der Generaldirektor von S7 Space,  Sergej Sopow,  am Mittwoch der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Das russische Privatunternehmen will bis 2022 eine neue Trägerrakete mit der vorläufigen Bezeichnung Sojus-7 mit einer wiederverwendbaren Erststufe entwickeln. Sie basiert auf der von der GK Roskosmos geplanten Sojus-5,  deren Generalkonstrukteur vor kurzem von der RKK Energija zu S7 Space gewechselt ist.

Der Träger soll die Zenit-Raketen ablösen und sowohl von einer schwimmenden Plattform  des Unternehmens Sea Launch als auch von Baikonur in Kasachstan gestartet werden.

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Wettersatellit MetOp-C erfolgreich ins All geschossen

Credit:ESA

Kourou,  7. November 2018 —   Der Wettersatellit MetOp-C ist in der Nacht zum Mittwoch erfolgreich ins All geschossen worden. Die russische Sojus-ST-Trägerrake mit dem Satelliten an der Spitze stieg um 01.47 Uhr deutscher Zeit vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana auf.

MetOp-C ist als Gemeinschaftsprojekt von ESA und Eumetsat,  der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten,  der letzte Vertreter der derzeitigen Wettersatelliten. Sie liefern qualitativ hochwertige Daten für die Wettervorhersage und die Klimaüberwachung aus der polaren Umlaufbahn.

Die MetOp-Serie optimiert die Wettervorhersage nicht zuletzt durch die Möglichkeit,  die Temperatur und Feuchtigkeit aus einer relativ niedrigen Umlaufbahn von 800 Kilometern Höhe zu erfassen. „Diese Klima- und Wettersatelliten in niedriger Umlaufbahn sind in der Lage,  Bilder unseres Planeten in bisher unerreichter Detailtiefe zu machen. Wir freuen uns,  Eumetsat dabei zu unterstützen,  sie in den Weltraum zu befördern“,  sagte Paolo Ferri,  Leiter der Mission Operations der ESA.

Die MetOp-A und MetOp-B wurden bereits 2006 und 2012 in den Weltraum befördert.

Nach dem Fehlstart des Raumschiffes Sojus MS-10 vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) am 11. Oktober wegen eines defekten Sensors war der russische Träger in Kourou noch einmal gründlich überprüft worden. Dabei seien keine Probleme festgestellt worden,  teilte die GK Roskosmos am Dienstag mit.

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Computerfehler im russischen ISS-Segment

Credit:NASA

Moskau,  6. November 2018 —  Im russischen Segment der Internationalen Raumstation ISS ist einer der drei Computer ausgefallen. Der Fehler liege im Bereich der Programmierung,  teilte die GK Roskosmos am Dienstag in Moskau mit. Zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft werde der Computer am Donnerstag neu geladen.

Auf die Arbeit in der Station habe der Fehler keinen Einfluss,  wurde betont. Die Station könne „unendlich lange“  auch mit zwei Kanälen fliegen. Die Neuprogrammierung erfolge,  um die Kopplung des Frachters Progress MS-10 allseitig abzusichern, der am 18. November vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan zur ISS starten soll.

© Gerhard Kowalski

Russland erwägt Einbau von Überwachungskameras in seinem ISS-Segment

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  6. November 2018 —  Russland erwägt den Einbau von Überwachungskameras in seinem Segment in der Internationalen Raumstation ISS. Das berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Dienstag unter Berufung auf die Presseabteilung der GK Roskosmos. „Ein solches Projekt wird vorbereitet“,  hieß es dort auf eine entsprechende Anfrage.

Hintergrund der Anfrage war ein Bericht der Zeitung Kommersant,  in dem es hieß,  die GK Roskosmos habe im Zuge der Suche nach den Ursachen für das Leck in der Sojus MS-09-Kapsel die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA um die Bereitstellung von Filmaufnahmen über die Bewegungen der Kosmonauten und Astronauten in der Station gebeten.

Das Leck war am 30. August in der Orbitalsektion des Raumschiffes entdeckt worden. Bisher ist unklar, wann, wo und wie es zustande kam. Das Untersuchungsergebnis soll nun nach dem Ausstieg zweier russischer Kosmonauten am 10. oder 11. Dezember aus der ISS bekannt gegeben werden. Die Männer sollen dabei das inzwischen verschlossene Bohrloch von außen begutachten.

© Gerhard Kowalski

 

Japan plant für das Wochenende ein Rückführungsmanöver von der ISS (korrigierte Fassung)

Tokio,  6. November 2018 —  Japan plant für das kommende Wochenende erstmals ein Rückführungsmanöver von der Internationalen Raumstation ISS. Am Sonntag solle eine 84 mal 66 Zentimeter große zylinderförmige Kapsel (HSRC), die Ende September mit dem Frachtraumschiff Kounotori 7 (HTV7 Weißer Storch) zur Station gekommen war, zur Erde zurückgeführt werden und rund 1.800 Kilometer südöstlich von Tokio im Pazifik landen,  teilte die japanische Weltraumagentur JAXA am Dienstag mit. Kounotori 7 wird dafür voraussichtlich am Donnerstag von der ISS abgekoppelt.

Die Kapsel enthält wissenschaftliches Forschungsmaterial,  das gekühlt werden muss. Deshalb wurden auch Spezialisten einer Thermosfabrik in ihre Entwicklung einbezogen.

HTV7 bringt neben der Kapsel auch wissenschaftliche Geräte,  Lebensmittel und Verbrauchsmaterial auf die Umlaufbahn.

© Gerhard Kowalski