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Sojus MS-13 erfolgreich an der ISS umgekoppelt –   Weg frei für wiederholtes Anlegemanöver von Sojus MS-14

Credit:NASA

Moskau,  26. August 2019 —   Das russische Raumschiff Sojus MS-13 ist am Montagmorgen erfolgreich an der Internationalen Raumstation ISS umgekoppelt worden. Es wurde von dem Kosmonauten Alexander Skworzow per Handsteuerung vom Servicemodul Swesda an das Kleine Forschungsmodul (MIM-2) Poisk umgesetzt,  teilte die GK Roskosmos mit. Mit an Bord waren auch die Astronauten Andrew Morgan (USA) und Luca Parmitano (Italien/ESA),  weil ja die Kapsel im Notfall auch als Rettungsboot fungiert.

Damit ist der Weg frei für die Wiederholung des Kopplungsversuches des Raumschiffes Sojus MS-14,  der am Samstag an Poisk wegen eines inzwischen behobenen Fehlers im Annäherungs- und Kopplungssystem Kurs misslang. Die Kapsel soll nunmehr am Dienstagmorgen am frei gewordenen Kopplungsmodul von Swesda festmachen.

© Gerhard Kowalski

Sojus MS-14 wiederholt am Dienstag Kopplungsversuch –   Raumschiff soll nunmehr am Swesda-Modul anlegen (Update)

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  25. August 2019 —   Nach der misslungenen Kopplung vom Samstag unternimmt das russische Raumschiff Sojus MS-14 am Dienstag einen neuen Versuchan der Internationalen Raumstation ISS  anzulegen. Das Manöver soll soll um 05.12 Uhr deutscher Zeit an der Gerätesektion des Swesda-Moduls stattfinden.

Dazu muss das Raumschiff Sojus MS-13 am Montag von dort per Hand an den inzwischen reparierten Stutzen des Poisk-Moduls umgesetzt werden. Das übernimmt der Kosmonaut Alexander Skworzow,  der dafür am Sonntag ein Extra-Training durchführt. Die Umkopplung soll zwischen 5.34 und 5.59 Uhr vollzogen werden.

Die automatische Kopplung von Sojus MS-14 am Samstag war wegen eines defekten Signalverstärkers im Annäherungs- und Kopplungssystem Kurs in der ISS misslungen. Daraufhin wurde das Raumschiff in sicherer Entfernung von der Station geparkt. Der Chef der russischen Raumfahrtagentur GK Roskosmos, Dmitri Rogosin,  nannte die Situation „kompliziert“. Sie sei aber „unter Kontrolle“.

Sojus MS-14 soll den ersten russischen humanoiden Roboter Skybot F-850 für rund zweiwöchige Tests zur Station bringen.

© Gerhard Kowalski

GK Roskosmos:  Kopplung von Sojus MS-14 an ISS auf Montag verschoben (Update)

Moskau,  24. August 2019 —   Die  Kopplung des russischen Raumschiffes Sojus MS-14 an die Internationale Raumstation ISS ist auf das Reservedatum am Montag verschoben worden,  teilte die GK Roskosmos am Samstag mit. Ein genauer Zeitpunkt wurde allerdings nicht genannt. Zuvor war das für 07.30 Uhr deutscher Zeit geplante Dockingmanöver misslungen.

Ab 09.00 Uhr berät eine Kommission unter Leitung von GK Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin die Probleme, die bei dem Manöver aufgetreten sind,  und erörtert Maßnahmen zur Beseitigung des Fehlers im Kopplungssystem.

© Gerhard Kowalski

Kopplung von Sojus MS-14 an ISS misslungen

Moskau,24. August 2019 —   Die für Samstag um 07.30 Uhr deutscher Zeit geplante Kopplung des russischen Raumschiffes Sojus MS-14 an die Internationale Raumstation ISS ist misslungen. Russische Medien vermuten,  dass ein Fehler im Kopplungssystem die Ursache ist. Das Raumschiff habe sich der Station bis auf 94 Meter genähert und sich dann wieder von ihr entfernt. Sojus MS-14 befinde sich auf einer sicheren Umlaufbahn. Die Moskauer Raumfahrtagentur GK Roskosmos,  die die Kopplung live übertragen wollte,  dann das Programm aber abbrach,  schweigt sich bisher über den Vorfall aus.

© Gerhard Kowalski

USA starten erfolgreich Navigationssatelliten für das Militär

Cape Canaveral,  22. August 2019 —  Die USA haben am Donnerstag erfolgreich einen Navigationssatelliten für die Streitkräfte gestartet. Die Delta IV-Trägerrakete mit GPS III an der Spitze stieg um 15.06 Uhr deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) auf,  teilte das Unternehmen United Launch Alliance (ULA) mit.

Nach Angaben der ULA war dies der 29. und letzte Flug einer Delta IV der mittleren Konfiguration (Delta IV Medium) für die Belange der Air Force und der US-Aufklärung seit 2002.

© Gerhard Kowalski

Russisches Raumschiff mit humanoidem Roboter auf dem Weg zur ISS

Credit:GK Roskosmos

Baikonur,  22. August 2019 —   Das russische Raumschiff Sojus MS-14 ist seit Donnerstag auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Mit nur einem „Passagier“ an Bord –  dem humanoiden Roboter Skybot F-850 –  stieg die Kapsel um 05.38 Uhr deutscher Zeit an der Spitze einer Trägerrakete des Typs Sojus-2.1a vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan auf,  teilte die GK Roskosmos mit. Die Ankopplung am Poisk-Modul ist für Samstag um 07.30 Uhr geplant.

Das Raumschiff bringt neben dem Roboter,  der früher unter dem Namen FEDOR bekannt wurde,  auch wissenschaftliche Experimente,  medizinische Ausrüstungen,  Lebensmittel und Päckchen für die russisch-amerikanisch-italienische Besatzung auf die Umlaufbahn. Die Rückkehr ist für den 6.  September geplant.

Die Mission ist zudem als Test angelegt. Denn bei ihr kommt erstmals in der bemannten Raumfahrt die digitale Rakete Sojus-2.1a mit einer nunmehr russischen Steuerung zum Einsatz. Der Träger wurde bereits bei unbemannten Missionen mit Progress-Frachtern erprobt. Er löst künftig die Sojus-FG ab,  die noch eine ukrainische Steuerung hatte und im September letztmalig bemannt fliegt.

© Gerhard Kowalski

Zwei US-Astronauten absolvieren erfolgreich Außeneinsatz an der ISS –   Kopplungsadapter für kommerzielle bemannte Raumschiffe montiert

Credit:NASA

Houston,  21. August 2019 —  Die US-Astronauten Nick Hague und Andrew Morgan haben am Mittwoch an der Internationalen Raumstation ISS einen erfolgreichen Außeneinsatz absolviert. In knapp sechseinhalbstündiger Arbeit montierten sie am Harmony-Modul einen neuen Kopplungsadapter,  teilte die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA in Houston (Texas) mit. Sie wurden dabei aus der Station von ihrer Kollegin Christina Koch unterstützt. Am International Docking Adapter-3 (IDA-3) sollen künftig die kommerziellen bemannten Raumschiffe von SpaceX und BoeingCrew Dragon und Starliner,  anlegen.

Es war dies der bereits 3. Ausstieg von Hague und der erste von Morgan. Vor ihrem Flug hatten beide Männer rund 200 Stunden dafür in einem Wasserbecken in Houston trainiert.

© Gerhard Kowalski

USA kündigen Entwicklung von nuklearen Weltraumsystemen an

Credit:White House

Washington,  21. August 2019 —   Die USA haben die Entwicklung von nuklearen kosmischen Systemen zur Erforschung des Weltalls angekündigt. Voraussetzung sei aber,  dass diese Systeme stabil sind und die operativen Forschungsmöglichkeiten erweitern,  heißt es in einem vom Weißen Haus veröffentlichten Memorandum von Präsident Donald Trump.

Solche Systeme seien lebenswichtig, um die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der strategischen Führungsrolle der USA im Weltraum zu gewährleisten, wird betont. Das Memorandum sei eine „Zusatzinformation“  zur Prozedur des Starts von kosmischen Apparaten mit Nuklearantrieb.

© Gerhard Kowalski

Neuer chinesischer Telekommunikationssatellit funktioniert nicht korrekt

Peking,  20. August 2019 —   Der von China am Montag gestartete Telekommunikationssatellit ChinaSat-18 (ZX-18) arbeitet nicht korrekt. Das meldet die Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag. Der Satellit sei zwar planmäßig von der Trägerrakete Langer Marsch-3B/G2 ausgesetzt worden,  funktioniere aber nicht normal. Der Start erfolgte vom Weltraumbahnhof Xichang in der Provinz Sichuan im Südwesten des Landes.

Der Satellit wurde von der Chinesischen Akademie für Weltraumtechnologien (CAST)  für das Unternehmen China Satcom entwickelt. Seine Funktionsdauer soll 15 Jahre betragen.

© Gerhard Kowalski

Rogosin scherzt über das Bohrloch in Gersts Raumschiff

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  19. August 2019 —   Der Chef der russischen Raumfahrtagentur GK Roskosmos,  Dmitri Rogosin,  scheint über die großen Sorgen,  die sein Job so mit sich bringt,  den Humor nicht verloren zu haben. So antwortete er am Montag per Twitter auf die sicher nicht ganz unernste Frage einer gewissen Tschipo Lina „Haben Sie das Loch schon gebohrt?“ schlagfertig:  „Ja, und Du sprichst gerade da durch.“

Die Frage spielt auf das Bohrloch an,  das am 30. Oktober vergangenen Jahres in der Internationalen Raumstation ISS im Sojus-Raumschiff des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst entdeckt worden war. Bis heute sind die Russen die Antwort schuldig geblieben,  wie es zu diesem Bohrloch gekommen ist,  das durch einen Druckabfall in der Station auffiel. Vor kurzem hieß es erst wieder lakonisch, man werde sich die Zeit nehmen,  die die Untersuchung dieses mysteriösen Falls nun einmal erfordere.

Die Frage ist hierbei,  wo das zwei Millimeter große Loch entstanden ist:  schon bei der Montage des Raumschiffes auf der Erde oder erst auf der Umlaufbahn. Die Antwort ist offenbar so peinlich oder heikel,  dass man am liebsten Gras über die ganze Geschichte wachsen lassen würde.

© Gerhard Kowalski