Belarus schlägt Russland 29 Kosmonauten-Kandidaten für einen Flug zur ISS vor

Moskau, 21. Juni 2022 – Die Nationale Akademie der Wissenschaften von Belarus hat Russland am 14. Juni eine Liste von 29 Kosmonauten-Kandidaten für einen Flug zur Internationalen Raumstation ISS übermittelt. Die weiteren Schritte bei der Auswahl sollen auf der Ausstellung „Nationale Sicherheit. Belarus-2022“ in Minsk beraten werden, teilte die GK Roskosmos am Dienstag auf ihrem Telegram-Kanal mit.

Der Deal geht auf eine Weisung von Präsident Wladimir Putin vom 12. April zurück. Der hatte die russische Raumfahrtbehörde beauftragt, einen Vertreter von Belarus mit einem russischen Raumschiff in den Weltraum zu schicken. Dmitri Rogosin hatte die belarussische Seite daraufhin gebeten, bis zum 15. Juni mindestens zwei Kandidaten zu benennen. Der Flug soll im Herbst kommenden Jahres stattfinden.

(c) Gerhard Kowalski

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13 Antworten zu Belarus schlägt Russland 29 Kosmonauten-Kandidaten für einen Flug zur ISS vor

  1. Gerald Harnisch sagt:

    Hallo Herr Kowalski,
    ich hoffe, Ihnen geht es gut. Seit etwa 4 Wochen kann ich Ihre Seite nicht mehr wie gewohnt aufrufen. Irgend ein Fehler beim Verbinden zu Ihrer Webside. Bei Freunden in Berlin ist der gleiche Fehler aufgetreten. Ergo kann es nicht an meinem Computer liegen. Erst seit heute kann ich Ihre Seite wieder empfangen, aber nur Artikel bis 21. Juni 2022. Haben Sie Ihre journalistische Tätigkeit beendet, oder wurden Sie zentral gesperrt? Geben Sie mir einen Hinweis?
    Danke, MFG G. Harnisch

  2. Gerhard Kowalski sagt:

    Lieber Herr Harnisch,

    ich setze nach der Panne den Blog nicht mehr fort.

    Mit besten Grüßen

    G. Kowalski

  3. Gerald Harnisch sagt:

    Sehr geehrter Herr Kowalski,
    nur noch eine kurze Antwort. In Anbetracht dessen, dass ich viele Jahre Ihre für mich sehr interessanten Beiträge zum Raumfahrtgeschehen, insbesondere dem der Russischen Föderation genießen durfte, sage ich herzlichen Dank dafür. Genießen Sie weiterhin Ihren Ruhestand und bleiben Sie gesund.

    Mit vorzüglicher Hochachtung
    Ihr treuer Leser Gerald Harnisch aus der Sächsischen Schweiz.

  4. Gerhard Kowalski sagt:

    Lieber Herr Harnisch,

    danke für die Blumen und die guten Wünsche.

    Aber Ruhestand ohne Raumfahrt geht bei mir nicht. Sie werden sicher noch dann und wann von mir hören.

    Mit besten Grüßen in die Sächsische Schweiz

    Ihr

    Gerhard Kowalski

  5. Hollstein Bernd sagt:

    Ich schließe mich den Wünschen von Herrn Hanisch an.
    Natürlich gönne ich Ihnen, Herr Kowalski, den verdienten Ruhestand. Aber
    gleichzeitig bin ich etwas traurig, weil ich keine vergleichbare
    Internetseite in deutscher Sprache finden kann. Schade.

  6. Juergen Nabel sagt:

    Hallo Herr Kowalski,
    auch ich schließe mich den guten Wünschen an. Ich hoffe Sie sind fit und munter und ein bißchen Ruhe schadet ja nicht.
    Schade, dass Sie Ihren Blog aufgeben, es war für mich immer der erste Gedanke nach dem Einschalten meines Laptops: Was sagt Kowalski heute?
    Für die Zukunft alles Gute, die Zeit mit Ihnen war sehr schön
    Herzliche Grüße
    Jürgen Nabel

  7. Gerhard Kowalski sagt:

    Lieber Herr Nabel,

    vielen Dank für Ihre netten Worte.

    Ihr Gerhard Kowalski

  8. Jewgeni-7 sagt:

    Mein abschließender Kommentar zu Russland und Roskosmos

    Russland und Roskosmos haben keine Zukunft

    Das Land der bolschewistischen Mördern hat für mich keine Zukunft, auf der UNO-Versammlung, als es um die Verurteilung des Krieges ging, waren nur 4 terroristische Länder auf der russischen Seite, darunter Nordkorea, Iran. Das Land ist im ganzen als auch mit seiner Raumfahrt im Untergang. Obwohl die Gagarin Familie und die russische Kirche die Vergewaltigung von Kindern und das Morden von unschuldigen Menschen in einen demokratischen Land befürworten, werden heute selbst Raketenfachleute verhaftet. Auf der anderen Seite immer mehr Menschen, darunter Kulturschafende, Geschäftsleute verlassen Russland, darunter die Sängerin Pugatschowa.

    Möchte hier anmerken, das Russland eine sehr hohe HIV Rate hat, die ist 10-mal höher als in der Europäischen Union. In einigen Regionen des Urals und Sibiriens ist das Risiko einer HIV-Infektion 20- und 35-mal höher als in Europa und bereits vergleichbar mit afrikanischen Ländern. Mehr als 1,1 Millionen Menschen leben in Russland bereits mit dem Immunschwächevirus – das entspricht der Bevölkerung einer Großstadt, Perm oder Omsk. Und diese werden nur offiziell berücksichtigt. Tatsächlich kann es 1,5 Millionen HIV-positive Menschen geben. Der Schaden für die Wirtschaft durch die Ausbreitung des Virus wird auf 225,5 Milliarden Rubel pro Jahr geschätzt. Russland kann sich somit mit Kongo vergleichen.

    Laut offiziellen Daten geht hervor, dass das Land verliert seine Bevölkerung aufgrund einer Anti-Rekord-Sterblichkeitsrate und einer ebenso Anti-Rekord-Geburtenrate.

    Die UN sagt, dass Russland eine Rekordzahl an Bevölkerung verliert: 316.000 Menschen sterben jährlich. Gleichzeitig wurde im April im Land eine Mindestgeburtenrate verzeichnet – weniger als 100.000 Kinder. Das Land der Mörder stirbt aus, und wenn sich der Bevölkerungsrückgang nicht ändert, wird es bis 2050 etwa 12 Millionen Menschen verlieren. Die Gesamtbevölkerung von heute von 145 wird sich auf 133 Millionen Menschen reduzieren, und Russland wird in Bezug auf die Bevölkerung aus den Top-10-Ländern herausfallen. Letztes Jahr hat Russland zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg mehr als eine Million Menschen infolge des natürlichen Bevölkerungsrückgangs verloren. Das hat auch gravierende Folgen für die Raumfahrt.

    Am 15. Juli wurde der Totengräber der russischen Raumfahrt Wladimir Rogozin entlassen, ein talentierten Autor fantastischer Geschichten über die Raumfahrt, ein Guru der Werbeflächentrampoline und ein Meister der Kürzung des Staatshaushalts. Rogozin hat noch 2014 davon geträumt „alle seine Posten für das Glück zu ändern, um im selben Graben mit den Verteidigern von Slawjansk zu sein“ (damaliger Krieg gegen Ukraine). In seiner neuer Rolle wird er Gauleiter in den besetzten ukrainischen Republiken sein. Dmitri Rogozin stammte aus der Familie des Moskauer Hofgenerals, stellvertretender Leiter des Rüstungsdienstes des Verteidigungsministeriums der UdSSR Oleg Rogozin, hat aber während der Perestrojka auf krimineller Weise sein Geld verdient. Als der Nationalsozialismus in Russland noch nicht in Kraft getreten war, flog Rogozin zweimal bei Wahlen 1993, 1995 an der Staatsduma vorbei. Nachdem er schließlich Druck auf seine Verwandten ausgeübt und alle seine Ressourcen mobilisiert hatte, erzielte er im März 1997 bei den Nachwahlen im Wahlkreis Anninsky in der Region Woronesch 37,91%.

    Die Tatsache dass der Nachfolger von Rogozin ein Kurator des militärisch-industriellen Komplexes Juri Borissow ist, spricht schon Bände. Es geht um die militärische Entwicklung von Roskosmos. Der neue Chef von Roskosmos, Juri Borissow, kündigte bei einem Treffen mit Wladimir Putin offiziell die Absicht der Russischen Föderation an, sich nach 2024 aus dem ISS-Projekt zurückzuziehen. Trotz der Absicht Russlands, die ISS aufzugeben, bekräftigten die Vereinigten Staaten ihr Engagement für das Projekt und planen, bis 2030 eine Präsenz in einer niedrigen Erdumlaufbahn sicherzustellen. Die NASA hat die Umlaufbahn der ISS bereits mit dem Cygnus-Transportmodul korrigiert, damit wären die auf die Progress-Raumschiffe nicht angewiesen.

    Ein Experte der Harvard Business School sagte: „Russland arbeitet seit langem an der Entwicklung von Anti-Satelliten-Waffen, die auf der kinetischen Zerstörung von Objekten im Orbit basieren. Die Rakete sprengt einen Satelliten, dessen Fragmente für Dutzende und manchmal Hunderte von Jahren im Orbit bleiben und sich mit einer Geschwindigkeit von mehr als 27.000 Kilometern pro Stunde bewegen. Dies stellt nicht nur eine Bedrohung für die Internationale Raumstation dar, die bereits Trümmerausweichmanöver durchführen musste, sondern auch für andere Systeme.“ Solche Systeme hat Russland bereits getestet, es geht hier um die Nudol-Rakete, ein Nachfolger des A-135 Systems (die schnellste Rakete der Welt).

    Zurück in die UdSSR: In Russland wurde beschlossen die Arbeit von Geschäften a la „Berezka“ für Diplomaten wiederbeleben. Die Regierung initiierte die Schaffung von zollfreien Handelspunkten, in denen nur Diplomaten sowie Mitarbeiter internationaler Organisationen einkaufen können. Eine Zahlung in mehreren Währungen für Einkäufe wird bereitgestellt, zusammen mit Rubel, Dollar und Euro, die von Käufern akzeptiert werden.

    Zurück ins 19. Jahrhundert: In den Dörfern der Region Krasnojarsk tragen tausende Russen mit Jochen Wasser aus dem Fluss. Während der Kreml Milliarden von Dollar ausgibt, um Ukrainer zu töten, sitzen die Russen in der Region Krasnojarsk ohne Wasser da. In zwei Dörfern im Norden der Region Krasnojarsk – Karaul und Nosok – gibt es keine Wasserversorgung. Die föderalen Medien Russlands erinnern sich nicht an Karaul und Noska. Die Geschichte über das Problem wurde jedoch im regionalen Fernsehen ausgestrahlt. Das Video ist auf Telegram-Kanal verfügbar.

    Auch der Start von Luna-25 wurde auf nächstes Jahr zum siebten Mal verschoben. Auch typisch für die ganze russische Misere, da nicht alle Systeme des Geräts die notwendigen Tests bestanden haben. Der letzte Start von Luna-25 zum Südpol des Satelliten war für Oktober 2021 geplant, er wurde in den letzten Jahren aufgrund westlicher Sanktionen und der Nichtverfügbarkeit einzelner Systeme verschoben. Luna 25 ist zum markantesten Beispiel für langfristiges Bauen in der russischen Raumfahrt geworden. Die westlichen Sanktionen zeigen auch die andere russische Seite: Die russische Elektronikindustrie ist nicht in der Lage, alle in der Kosmonautik notwendigen elektronischen Komponenten unabhängig voneinander zu produzieren. Das was die Russen produzieren ist eher nur Schrott, die russischen Entwicklungen sind zu schwer, einige Satelliten mit importsubstituierten Varianten sind für russische Raketen nicht geeignet.

    Der größte russischer Wissenschaftler, der an der Herstellung von Hyperschallraketen beteiligt war, Direktor des Instituts für theoretische und angewandte Mechanik der sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften Alexander Shiplyuk wurde verhaftet. Shiplyuk ist der dritte russische Wissenschaftler, dem ein so schwieriger „Verbrechen“ vorgeworfen wird. Der erste war der leitende Forscher der gleichen Institution Anatoly Maslov. Er wurde am 27. Juni verhaftet. Er schien geheime Informationen über Hyperschallraketen zu übermitteln. Drei Tage später wurde Dmitry Kolker, ein Mitarbeiter des Instituts für Laserphysik der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften, verhaftet. Ihm wurde kriminelle Zusammenarbeit mit China vorgeworfen. Aber Kolker starb plötzlich im Gefängnis – er hatte Krebs im Endstadium. Wie Arkady Babchenko auf Facebook schreibt, ist Shiplyuk Spezialist auf dem Gebiet der Hochgeschwindigkeits-Aerogasdynamik und experimenteller Methoden zur Untersuchung von Gasströmen. In den letzten Jahren beschäftigte er sich mit Hyperschallraketen, insbesondere mit deren Schutzbeschichtung. Putin kündigte die Schaffung von Zirkon-Hyperschallraketen im Frühjahr 2018 an, und im Dezember 2021 gab er bekannt, dass analoge Waffen getestet worden seien. 2022 sollte die Rakete an die Truppen ausgeliefert werden. Aber etwas ist hier schief gelaufen, deshalb auch die Verhaftungen. Die Kampffähigkeit der Waffe wird selbst in russischen Fachkreisen mehr als stark angezweifelt.

    Gleichzeitig hat Zirkon selbst, dessen Entwicklung Mitte der 2010er Jahre bekannt wurde, viel mehr Fragen als Antworten. Da sich die in den russischen Propagandamedien erklärten Merkmale erheblich von denen unterscheiden, die bei den Tests demonstriert und angegeben werden, und bei einer detaillierteren Analyse treten im Allgemeinen ziemlich starke Widersprüche auf. Die Zirkon-Rakete ist angeblich eine Hyperschallrakete, soll eine Reichweite von mehr als 1.000 km haben und Geschwindigkeiten von bis zu Mach 9 (3 km / s) entwickeln.

    Das Hauptproblem ist die Schaffung eines Hyperschall-Durchgangs-Luftstrahltriebwerks sowie spezieller Legierungen, die in der Lage sind, enormen Temperaturen standzuhalten, die mit der Reibung mit Luft verbunden sind, die bei Hyperschall extrem dicht wird. Und vor allem – das Leitsystem. Denn das Fliegen mit Hyperschall bedeutet auch fliegen in einer Wolke aus heißem Gas, einem Plasma, durch das Radiowellen nicht eindringen können. Das heißt, jedes Zielsystem der Rakete ist bei einem solchen Flug hilflos. Deshalb gibt es zwei Versionen, wie Zirkon auf das Ziel ausgerichtet ist. Die erste ist, dass es keine Möglichkeit gibt, Koordinaten werden in die Rakete gelegt und dann wirkt nur das Trägheitssystem. Es hat einen großen Fehler, führt aber immer noch die Rakete in das Zielgebiet, und dort wird die Ungenauigkeit durch die Kraft der Atomladung kompensiert. Die zweite hängt mit der Tatsache zusammen, dass der Zirkon eine minderwertige Hyperschallrakete ist. Und in dieser Version wird alles so viel wie möglich erklärt. Insbesondere hat die Zirkon keinen Hyperschallmotor, stattdessen einen gut ausgebauten Feststofftriebwerk.

    Der politischer Stratege, Publizist und Moderator, S. Belkowski, stellte fest, dass das Hauptproblem von Roskosmos das völlige Missverhältnis der Ambitionen und die Möglichkeit ihrer Umsetzung ist. Er sagte:

    „Wie alle unsere Staatlichkeit erklärt sich Roskosmos zum Rechtsnachfolger des sowjetischen Raumfahrtprogramms, und in diesem Sinne war Dmitri Rogozin ideal als Leiter von Roskosmos: Dies ist eine Person, die nichts vom Weltraum versteht und daher alle Mythen, Mythologen, Propagandakonstruktionen reproduzieren kann, die mit dem tatsächlichen Stand der Dinge völlig unvereinbar sind. Doch die Maske wächst ins Gesicht: Rogozin glaubte aufrichtig, dass es möglich sei, zum Mars oder zur Venus zu fliegen. Dies ist jedoch mit dem aktuellen Zustand der russischen Raumfahrtindustrie unmöglich“.

    Kurz gesagt: Roskosmos steht auf verlorenen Posten, selbst China hat allen bewiesen, wie sie ihre großartigen Projekte umsetzen kann. Die werden auch zum Mond fliegen, während die russischen Kosmonauten eher auf dem roten Platz bummeln werden.

    Neben meiner harter und berechtigter Kritik, möchte ich einige erfreuliche Zahlen präsentieren. Unter D. Rogozin war es möglich, eine beispiellos hohe Zuverlässigkeit von Raketen zu erreichen – fast 99%. Genauer gesagt, bei 90 Starts explodierte nur eine Rakete. Bei Satelliten ist es etwas schlimmer: Es ist schwierig, dort genaue Statistiken zu liefern, da das Militär die Ergebnisse des Starts seiner Nutzlast nicht offenlegt. Aber im Allgemeinen können wir sagen, dass in Russland (und vielleicht in der UdSSR) die Weltraumtechnologie noch nie so zuverlässig war. Die Kehrseite sind viele Kriminalfälle im Zusammenhang mit der Unterschlagung und Korruption in der staatlichen Körperschaft.

    Ja, Korruption ist ein altes russisches Lied. Die internationale Antikorruptionsbewegung Transparency International hat eine Studie „Corruption Perceptions Index“ (CPI) für 2021 veröffentlicht. Diesmal erzielte Russland 29 von 100 Punkten und belegte den 136. Platz von 180. Die gleiche Anzahl wurde von Angola, Liberia und Mali erzielt. Interessant ist auch die Tatsachen, wie die Kosmonauten ihren Wodka in die Orbitalstation Saljut und Mir schmuggelten, eine unendliche und amüsante Geschichte von unglaublichen Einfallsreichtum der Russen.

    Alles gute – Jewgenij-7

  9. Gerhard Kowalski sagt:

    Lieber Jewgenij-7,

    wer immer Sie auch sind, ich habe ihre Zuschriften immer ernst genommen und auch immer hoch geschätzt. Ich danke Ihnen dafür und hoffe, dass Sie Ihr unglaubliches Fachwissen einmal in einem Buch niederschreiben.

    Auch Ihnen alles Gute. Serdechnyj privet, budjtje sdorow!

    Ihr

    Gerhard Kowalski

  10. Jewgeni-7 sagt:

    Herr Kowalski,

    ich wollte mich nicht im Vordergrund stellen, habe nur einige Fachbeiträge geschrieben, damit die deutschen Leser etwas an Hintergrundinformationen bekommen. Heute als EU-Bürger habe noch immer die slawische Sehnsucht, die unendlich Groß wie der Weltraum ist.

    Ja, das Leben ist endlich, selbst der Weltraum ist endlich, wir werden auch niemals Informationen von Sternen erhalten, die sich Hinter dem kosmologischen Ereignishorizont ab 16,7 Milliarden Lichtjahren befinden. Ab dieser Grenze bewegen sich die Sterne schon mit Überlichtgeschwindigkeit, und am Rande des Universums, in 47 Milliarden Lichtjahren, bewegen sich die Sterne mit 3-facher Lichtgeschwindigkeit, die sind für uns für alle Ewigkeit verschwunden.

    Neben der heutigen Raumfahrt, mit ihren kleinen Raumschiffen, haben wir noch außerirdische Raumschiffe die Piloten und Kosmonauten in Erstaunen versetzen. Schon 1960 haben Breschnew und Chruschtschow so ein Raumschiff, das ein Jahr zuvor abgestürzt war, besichtigt. Im Jahr 1997 hat der russische Präsident B. Jelzin das Testgelände Kapustin Jar besucht, in den unterirdischen Hangars wurde dem Präsidenten einige außerirdische Raumschiffe gezeigt. In den 80er Jahren hat die amtliche TASS-Agentur von der Landung eines UFO berichtet. Die Meldung ging um die Welt wie ein Blitz, selbst die Aktuelle Kamera (DDR Sender) hat darüber berichtet. In den 90er Jahre landet ein UFO in einer russischen militärischen Basis, dabei ging die ganze Radarstation in Flammen auf, das Metall brannte wie ein Zunder. Das Bild wurde sogar in der Prawda veröffentlicht. Als das Raumschiff näher kam, erhielten einige Soldaten den Befehl den Bunker zu verlassen, um nachzusehen. Als die Soldaten draußen waren, überflog das Raumschiff 4-5 Meter über ihre Köpfe.

    Ja, schade, wir werden nicht alles Erfahren, das Leben ist zu kurz, das Universum zu groß.

    Herr Kowalski, vor einigen Jahren bin ich kurz bei ihnen auf Vitamin D3 eingegangen. Warum aber ? Ich habe nur gut gemeint, damit sie noch lange ihren Blogg schreiben. Sie zeigten aber eine negative Haltung. Das D3 und Omega-3, Q10, das Leben verlängern ist unbestritten, das besagen die weltweiten Studien und Erfahrungsberichte. Ich muss immer an den Prof. Göring denken, als er mit 80 Jahren am Scheideweg stand, war schwer krank und konnte sich nur mit dem Rollator bewegen. Die Ärzte gaben nur noch 3-4 Jahre. Die D3 Messung erfolgte nur durch Zufall, sein Wert war nur 18ng, wie bei den meisten Deutschen, bei ihnen wahrscheinlich auch so. Ein gesunder Wert hat 80-100ng. Danach folgte eine Eigentherapie (hier sind die Ärzte überfordert), er gewann an Kraft, konnte ohne Rollstuhl sich bewegen, machte schwerste Reparaturen am seinen Haus, Weltreisen und hat eine neue Liebe kenngelernt. Heute ist er über 90 Jahre, hat somit mit D3 an Lebensqualität gewonnen.

    Wahrscheinlich schreibe ich zu viel. Sorry!

    Bei Fragen stehe ich zu Verfügung

  11. Gerhard Kowalski sagt:

    Lieber Jewgenij-7,

    Sie verblüffen mich immer wieder. Positiv.

    Ich habe zwar keine slawische Sehnsucht, wie Sie schreiben, aber offenbar solche Gene, wie mein Name zeigt. Und die mache ich für meine erstaunlich stabile Gesundheit verantwortlich. Ich könnte noch problemlos meinen Blog schreiben, aber irgendwann muss auch mal ein Schluss gemacht werden. Das sollten die 4 Millionen Besucher sein. Ich habe aber noch viel vor. Darauf vorerst 100 Gramm.

    S glubokim uvashenijem

    Gerhard Kowalski

  12. Jewgeni-7 sagt:

    Die Überlegenheit des „Herzens über den Verstand“- die slawische Seele !

    Was ist der Unterschied zwischen slawischer und angelsächsischer Mentalität? Anscheinend haben die Slawen die Meinung anderer immer respektiert. Nachbar im Dorf, Bewohner einer Nachbarstadt, Nachbarstaat. Auch die Eroberten wurden als Gleichgestellte behandelt, nicht als Sklaven. Die Angelsachsen versklavten oder zerstörten immer jeden, der sich in sie einmischte. So war es mit den Kelten auf den britischen Inseln, so war es mit den Indianern in Nordamerika, so war es mit der indigenen Bevölkerung Australiens …

    Procopius von Cäsarea selbst, lebte zwischen 500 bis 562, gilt heute als der letzte große Geschichtsschreiber der Antike und als bedeutendste Quelle zur Zeit Kaiser Justinians, ein Schriftsteller und Historiker von Byzanz, Sekretär des Kommandanten Belisarius, schreibt über Demokratie (People’s Macht) unter die Ostslawen:

    „Diese Stämme, Slawen und Antes, werden nicht von einer Person regiert, sondern leben seit der Antike in Demokratie, und deshalb betrachten sie Glück und Unglück im Leben als eine gemeinsame Sache.“

    Slawische Seele ist ein stabiles psychologisches Lager, das den einzelnen Vertretern der slawischen Völker innewohnt und sie von anderen Völkern unterscheidet. Slawische Seele ist Gewissen, Aufrichtigkeit, Opferbereitschaft, Offenheit, Versöhnlichkeit in ihrer organischen Einheit und Komplementarität. Es manifestiert sich als ein Geisteszustand, der das Verhalten als Ganzes und jeden Fall einzeln beeinflusst. Ziemlich oft wird die slawische Seele als mysteriös genannt, weil sie nicht in der Lage ist, egoistisch, profitabel und rational zu handeln. Die slawische Seele bestimmt in ihren stabilen Erscheinungsformen den Charakter der slawischen Völker, ihre Kultur, ihren Glauben. Trotz der Uneinigkeit der slawischen Völker, dank ihrer slawischen Seele, fühlen sie sich zu Freundschaft und Brüderlichkeit hingezogen. Auf dieser Grundlage entstand die geopolitische Idee des Panslawismus.

    Seele ist in vielen Kulturen und Religionen ein Schlüsselkonzept, das mit dem Bereich des Glaubens, der Philosophie und sogar der Magie zusammenhängt. Nach Ansicht der meisten Religionen ist die Seele ein flüchtiges, ätherisches, immaterielles Wesen, die Kraft, die den Körper auch nach seinem Tod belebt (je nach Religion wird angenommen, dass die Seele bei Menschen und möglicherweise bei Tieren vorhanden ist). Das Schicksal der unsterblichen Seele nach dem Verlassen des sterblichen Körpers und wie ein Mensch es zu Lebzeiten beeinflussen kann, ist eines der grundlegenden Elemente der Religion, die sich zur Existenz der Seele bekennt.

    Der Historiker M. Shlemkevich schreibt in einen Buch, das die Besonderheiten der Weltanschauung und philosophischen Mentalität der Slawen, ist ein Fokus auf die innere emotional-sinnliche Welt eines Menschen, in der es nicht um die kalte rationale Berechnung geht des dominierenden Kopfes, sondern der brennende Ruf des Herzens.

    Der brennende Ruf des Herzens ist kaum beschreibbar, aber erlebbar. Auf meinen unzähligen Konzertbesuchen in Moskau, Kiew, Lwow, als auch im Kreml-Palast mit Anwesenheit der Kosmonauten, wo der Stimmgewaltige und unvergesslicher Josef Kobzon seine Romanse schmetterte, darunter diese wo die Menschen ihre Tränen nicht unterdrücken konnten:

    День и ночь роняет сердце ласку
    День и ночь кружится голова
    День и ночь взволнованною сказкой
    Мне звучат твои слова

    Только раз бывают в жизни встречи
    Только раз судьбою рвется нить
    Только раз в холодный хмурый вечер
    Мне так хочется любить!

    Гаснет луч пурпурного заката
    Синевой окутаны цветы
    Где же ты желанная когда-то
    Где же ты дарившая мечты?

    Только раз бывают в жизни встречи
    Только раз судьбою рвется нить
    Только раз в холодный хмурый вечер
    Мне так хочется любить!

    bleibt so ein Ereignis, auch in Anbetracht der sehr hübschen Frauen auf den Konzerten, für immer im Herzen verankert.

    Das war mein kurzer Beitrag über die slawische Seele.

  13. Gerhard Kowalski sagt:

    Lieber Jewgenij-7,

    ein wunderschöner Beitrag zur russischen Seele! Der konnte gar nicht lang genug sein.

    Spasibo ot vsej duchi!

    Gerhard Kowalski

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