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Rezensionen und Meinungen

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Wenn ich Gerhard Kowalski nicht persönlich kennen gelernt hätte,wäre ich wohl kaum in Versuchung geraten,seine Dokumentation über Gagarin zu lesen.
Dennoch verfolgte ich Satz für Satz seines Buches mit voller Begeisterung und empfehle es gern weiter.

Es lohnt sich,mit dem Lesen zu beginnen,auch wenn man sich nicht unbedingt für die Raumfahrt interessiert,weil man sich während des Lesens total dabei ertappt,sich in die Lage aller authentisch erwähnten Personen respektive in ihr Umfeld hinein zu versetzen und im Anschluss daran einen völlig anderen Bezug zu Gagarin als Persönlichkeit…und zur Notwendigkeit der Raumfahrt entwickelt.

Gagarin lebt mit jeder Zeile in den Gedanken des Lesers weiter,vor allem ,was er als erster Mensch für die Wissenschaft und Technik vollbrachte.

In der heutigen Zeit ist es sehr wichtig,Gagarin als ersten Raumfahrtpiloten in den Köpfen der heutigen Jugend für immer zu verankern,indem man Lesungen und Vorträge weltweit in Schulen anbietet.”

KSB , CH 5647 Oberrüti,14. Januar  2013

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Am 5. April 2011 startete Sojus TMA-21 „Gagarin“ von derselben Startrampe zur Internationalen Raumstation ISS wie Juri Gagarin einst vor 50 Jahren zum ersten bemannten Raumfahrt. Im Buch des Raumfahrtjournalisten Gerhard Kowalski wird Gagarins Leben,Flug und Tod mit allen Hintergründen und neuen Fakten beschrieben.

Kowalski gilt bereits seit Jahren als der unumstrittene Gagarin-Experte in Deutschland. Der wichtigste Meilenstein seiner Forschungen über den ersten Raumfahrer der Welt und das mit dessen Person verbundene Wostok-Programm war bisher „Die Gagarin-Story“,die in der 2. erweiterten Auflage zuletzt vor über zehn Jahren erschien.

An dieser Stelle bedauerten wir kürzlich die Absage des Verlages an eine 3. Auflage. Gerhard Kowalski ist es allerdings vor dem Gagarin-Jubiläum in letzter Minute gelungen,einen anderen Verlag für ein neues Buch zu begeistern. Das äußerte sich eindrucksvoll in in einer Abgabe seines Manuskripts bei Cornelius Anfang April 2011. Das Buch war binnen kürzester Zeit am 11. April im Handel erhältlich.

Dass es dringend einer erneuten und umfassenden Bewertung Juri Gagarins,der Wostok-Flüge sowie des frühen tragischen Todes des Helden bedurfte,zeigen ein umfangreich überarbeitetes Werk mit insgesamt zehn neuen Kapiteln. Aktuelle Recherchen in erst kürzlich freigegebenen Dokumenten und weitere Gespräche mit Zeitzeugen aus dem Umfeld der sowjetischen Raumfahrt fanden Eingang in eine gelungene neue „Story“,die die Lücke in den Bücherschränken der Raumfahrtfans schließen wird.

Leider ist der Anteil der Abbildungen äußerst dürftig geraten. Diesmal gibt es keine den Text unterstützende Bebilderung. Der separate Bildteil bringt es lediglich auf sechs Fotos,ohne Unterschriften oder andere Bezugnahmen auf entsprechende Textstellen. Drei der Fotos betreffen den aktuellen Raumflug von Sojus TMA-21 „Gagarin“,die restlichen sind dem Thema Wostok zuzuordnen. Dieser Mangel ist sicherlich der großen Eile geschuldet,mit der „Heute 6:07 UT“ aus der Taufe gehoben wurde,und wird mit den Nachauflagen zu korrigieren sein.

Bernd Ruttmann in “Raumfahrt Concret“ 2/2011

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Um die Sensation perfekt zu machen,bedurfte es am 12. April 1961 ganzer 108 Flugminuten. Exakt um 9.07 Uhr Moskauer Zeit quittiert Juri Gagarin auf dem Kosmodrom Baikonur aus seiner Raumkapsel:“Verstanden,Zündung”. Dann ruft er “Pojechali!”(deutsch etwa “Auf geht’s!”) ins Mikrofon. Nach einer Erdumrundung erreicht der 27 Jahre alte Russe um 10.55 Uhr wohlbehalten wieder heimatlichen Boden. Gagarin gilt seither als der erste Mensch im Weltraum.

Zum 50. Jahrestag dieses denkwürdigen Ereignisses hat der Raumfahrtjournalist Gerhard Kowalski mit “Heute 6:07 UT”(UT steht für Universalzeit) jetzt sein zweites Buch zum Thema vorgelegt. Darin belässt er es nicht dabei,Startvorbereitung,Flugverlauf und Landung des kosmischen Jungfernfluges zu schildern. Sein Verdienst besteht vielmehr darin,um das Ereignis herum tiefe Einblicke in den Politikbetrieb der damaligen Sowjetunion zu gewähren oder den Befindlichkeiten des Militärs nachzuspüren. Gerade das ist es,was das 319-seitige Buchnicht nicht nur für Raumfahrtfreaks interessant macht.

So setzt sich Kowalski ausführlich mit der Landelüge auseinander. Er geht der Frage nach,warum Gagarin nach dem kosmischen Flug in den offiziellen sowjetischen Darstellungen mit der Kapsel am Fallschirm zur Erde niederschweben musste. Tatsächlich hatte er sich aber schon vorher aus dieser herauskatapultiert. Seine enthüllende Mission hat Kowalski,wie er selbst in dem Buch bekennt,der damaligen völlig überzogenen Geheimhaltung der Sowjets zu verdanken. Hätten die damals mit offenen Karten gespielt,wäre diese schon längst beendet gewesen.

So aber gelingt es dem Autor,gestützt auf bislang unzugängliche Archivquellen,vor allem aber auch Gespräche und Korrespondenzen mit Zeitzeugen,manch Überraschendes auszugraben. Kowalski geht es mitnichten darum,Gagarin vom Sockel zu stoßen,etwa wenn er dessen Patenkind zu den Flugkünsten ihres Onkels Juri zu Wort kommen lässt. Dem habe es zu Lebzeiten selbst nicht gefallen stets als “Supermann ohne jeden Makel”hingestellt worden zu sein. Denn nicht alles im Leben sei ihm gelungen. “Beispielsweise gelang es ihm anfangs nicht,ein Flugzeug selbstständig zu landen”,wird Tamara Filatowa zitiert. Beinahe,so erfährt man,wäre Gagarin deswegen gar aus dem Fliegerklub entfernt worden.

Spannend zu lesen die Passage um Gagarins Todesflug in einem Jagdflugzeug. Lange Zeit hatte der erste Kosmonaut der Welt darum gekämpft,selbst wieder ein Flugzeug fliegen zu dürfen. Am 27. März 1968 startete er schließlich zu einem Übungsflug,von dem er nicht mehr zurückkehrte. Der Autor geht den diversen Unglücktheorien nach,die von Diversion bis zum Zusammenstoß mit einem Ballon reichen. Die exakte Antwort auf die Frage zur Absturzursache “steht jedoch bis heute aus”,schreibt er. Neueste Geheimdokumente sollen jedoch besagen,dass Gagarin und sein mit in der Todesmaschine sitzender Instrukteur Wladimir Serjogin aus Übermut ein bisschen “Kunstflug”gemacht hätten. Grund genug,schon jetzt auf Kowalskis vielleicht drittes Gagarin-Buch zu warten.

Henryk Mewe

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Ich vertrete ja die Meinung,dass es möglich ist,durch intensives Zusammen- und Abschreiben aus den verschiedensten Quellen im Internet,gewürzt mit etwas eigenem Statement,ein so genanntes Sachbuch zum Thema bemannte Raumfahrt schnell zusammenzuschreiben,ohne dass man jemals überhaupt eine Rakete gesehen,einen Kosmonauten/Astronauten gesprochen oder sonstwie irgendwelche Ahnung von der Materie hat.

In so manchem “Fachartikel”zum Gagarin-Jubiläum merkte man schnell,ob es sich um Fast-Food-Journalismus handelte,oder ob der Autor auch wirklich wusste,worüber er da gerade schrieb. Manche Veröffentlichung im deutschsprachigen Raum trieft geradezu vor Detailfehlern und Ungenauigkeiten. Auch hatte ich den Eindruck,dass,wenn von den neuen “Enthüllungen”über die Pannen und Schwierigkeiten rund um den Flug von Wostok 1 berichtet wurde,immer so ein bisschen der Unterton der Häme mitschwang.

Völlig zu unrecht! Denn mit jedem Detail des Fluges,das jetzt veröffentlich wird,wird die Leistung von Wostok 1 mit Gagarin als Frontmann und dem Kollektiv von Wissenschaftlern und Technikern im Hintergrund nur noch größer und bedeutender sein.

Nun hat Gerhard Kowalski genau zum 50. Jahrestag von Gagarins Raumflug sein neues Buch vorgelegt. Eines kurz vorweg:Nein,die Geschichte der bemannten Raumfahrt muss nicht umgeschrieben werden. Wer also in Gerhard Kowalskis neuem Buch das bis dato mutmaßlich superstrenge super geheime Geheimnis der Geheimnisse gelüftet haben will,wird enttäuscht. Doch beim genauen Lesen stellt man fest:Dieses Buch bietet ungemein viel Einzel- und Detailwissen an. Und das sehr spannend präsentiert. Das liegt in erster Linie am Autor selber. Kowalski ist ein intimer Kenner der sowjetischen und russischen Kosmonautik,hat jahrzehntelange persönliche Kontakte zu entsprechenden Personen und Institutionen aufgebaut. Auf Grund seiner Sach- und Sprachkenntnisse sowie seiner Sprachgewandheit öffnen sich so manche Türen und Herzen verschiedenster Protagonisten und damit Informationsquellen aus erster Hand. Kurz:Der Mann weiß,was er schreibt und worüber er schreibt. Hört sich simpel an,ist aber leider nicht immer die Regel auf dem hiesigen Büchermarkt.

Das Buch selber ist keine Gagarin-Biographie,wie manchmal falsch vermutet wird. Das ist erfreulich,würde doch die Ausbreitung des kompletten Lebenslaufes von Gagarin von seiner Geburt,Kindheit,Lehre etc. viel umfangreicher und vielleicht auch ermüdender ausfallen und hätte ja auch wenig mit der Raumfahrt zu tun. Vielmehr wird der Zeitraum 1960 bis 1968 mit den Ereignissen rund um Gagarin analysiert. Das alles ist mit scharfer Zunge formuliert und sehr informativ.

Schon einmal hatte Kowalski versucht,alle bekannten Fakten rund um den Gagarin-Flug in einem Buch zusammen zu fassen. „Die Gagarin Story“ (Mit dem reißerischen Buchtitel war der Autor nie glücklich.) galt lange Zeit als das Standardwerk zum Thema. Nun stammte die letzte überarbeitete Auflage aus dem Jahre 2000. Der Autor erhielt seinerzeit nicht nur viel Zustimmung,sondern vereinzelt auch,sagen wir mal diplomatisch,einige verbale Unmutsbekundungen von DDR-Raumfahrtfans über manche Passage in diesem Buch. Auch gibt es mittlerweile neuere,präzisere Erkenntnisse,Bewertungen und Sichtweisen. Insofern bedurfte die „Gagarin Story“ einer gründlichen Überarbeitung. Und wer Kowalski kennt,weiß,dass er sehr gründlich ist. Und das ganz speziell,wenn es um Gagarin geht.
Ich habe sein neues Buch jetzt einmal durchgelesen (und bestimmt nicht das letzte Mal). Also hier kurz der erste (!) Eindruck.

Für alle Leser,die sich dem Thema Gagarin zum ersten Mal nähern wollen und die „Gagarin-Story“ nicht gelesen haben,ist dieses Buch eine Fundgrube. Kowalski hat wirklich alles,was zum Stichtag 12.A pril 2011 bekannt ist,versucht zusammen zu fassen und zu Papier zu bringen. Der aufmerksame Leser taucht nicht nur um die Ereignisse rund um den ersten bemannten Weltraumflug ein,sondern erfährt auch viel von der Atmosphäre,den Bedingungen,die zur damaligen Zeit in der Sowjetunion herrschten. Nebeninformationen ohne die eine objektive Bewertung der Gagarinschen Ereignisse heute nicht möglich ist. Geduldig erklärt der Autor,warum die Ereignisse so abliefen und nicht anders,welchen sachlichen und ideologischen Zwängen,die handelnden Personen unterworfen waren. Insofern ist mit dem vorliegenden Buch ein neues Standardwerk zum Thema „Gagarin und der erste bemannterRaumflug“ präsent,was in seinem Umfang und seiner Detailgenauigkeit seinesgleichen sucht.

Nun zu dem Leserkreis,der sich schon seit Jahren mit der Geschichte der bemannten Raumfahrt beschäftigt. Ich bin mir noch nicht ganz sicher,ob man das vorliegende Werk eine stark überarbeitete Neuauflage der „Gagarin Story“ nennen sollte oder ob man von einem eigenständigen neuen Buch sprechen kann. Ich tendiere zu ersterem,obwohl viel Neues und neu bewertetes darin steht. Ab und zu geht Kowalski auch direkt auf die „Gagarin Story“ ein. Erläutert,warum dort das so gestanden hat,welche Missverständnisse es gegeben hat. Das kommt speziell bei der Problematik der Gagarin-Fallschirmlandung zum Ausdruck. Der aufmerksame Leser wird mit einer Flut von Namen,Ereignissen und Zeitdaten bombardiert,ohne dass die Lektüre langatmig wird. Ich selber habe mich dabei ertappt,wie ich alte historische Fotos aus meinem Archiv zu den beschrieben Ereignissen zugeordnet habe. Einiges ist mir gelungen,anderes nicht. Aber man wird miteinander reden und diskutieren und zu Erkenntnissen kommen. Was auffällt,ist,dass das Buchmanuskript offensichtlich unter einem enormen Zeitdruck entstanden ist. Teilweise hatte ich den Eindruck,dass der rote Faden doch ganz schön im Zick-Zack lief und bekannte Abschnitte aus der Gagarin Story mit neuen Textabsätzen sehr schnell ergänzt wurden. Da „holpert“ das Buch ein wenig. Aber das ist eben auch der Tatsache geschuldet,dass der Autor wirklich auf alles eingehen wollte. Hier wieder hole ich mich.
Die wenigen Unklarheiten (wenn es überhaupt welche sind),die mir persönlich aufgestoßen sind,werden bestimmt in einer überarbeiteten Auflage geklärt sein. Dann gibt es auch neue Erkenntnisse und Neues zu berichten.
„Nach dem Buch ist vor dem (nächsten) Buch…!“

Gut finde ich auch,dass der Autor auf den Text begleitende Fotos verzichtet hat. Wer sich einmal mit dem Durcheinander rund um Gagarinsche Fotos beschäftigt hat,weiss,dass eine richtige Auswahl bestimmt nicht leicht gefallen wäre. Von den lizenzrechtlichen Aspekten ganz zu schweigen. Somit besteht die Möglichkeit,sich voll auf den Textinhalt zu konzentrieren. Die handvoll Fotos im Buchanhang hätten völlig weggelassen werden können. Sie sind von Inhalt und Qualität vernachlässigbar. Vielmehr hätte anstelle dieser Bilder eine Grafik des Wostok-Raumschiffes,der Trägerrakete und Kartenskizze der Flugdaten hinein gepasst. Es ist ja auch die Problematik,das Buch für den Leser preislich attraktiv zu gestalten. Viele gute Bücher werden nicht gekauft,weil sie einfach zu teuer sind.

Fazit:Das vorliegende Buch ist ein Muss für jeden Raumfahrtinteressierten in Ost und West – gerade im Gagarin-Jahr.
Insofern:Sehr empfehlenswert.

Andreas Weise in  Freunde-der-Raumfahrt

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Ich möchte euch auf ein Buch aufmerksam machen,das den wahren Begebenheiten um Juri Gagarin endlich mal gerecht werden könnte. Die “Biographie”von Ludmila Pavlova-Marinsky über ihren Onkel Juri war ja ganz nett,aber doch reichlich kurz und belanglos für wirklich Raumfahrtinteressierte.

Die neue Biographie stammt von Gerhard Kowalski,einem deutschen Raumfahrtjournalisten,der sich seit einigen Jahrzehnten mit Gagarin befasst. Er schreibt aus fachmännischer Sicht und vom aktuellen Stand der Forschung aus über Gagarins Leben. Und auch seinen Tod. Mit allen Hintergründen und neuen Fakten …

Blogger Julius

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Aufbauend auf dem Erbe der nationalsozialistischen »Raumfahrtpioniere« um Wernher von Braun entwickelten die UdSSR und die USA zunächst ballistische und Interkontinentalraketen. Es war nicht in erster Linie der Traum der Herrschenden,einen Menschen ins All zu schicken. Das war nur das ideologische Sahnehäubchen,das den Völkern weismachen sollte,wie friedliebend die beiden waffenstarrenden Nationen doch seien.

Nichtsdestotrotz leitete Gagarins Flug das Zeitalter der bemannten Raumfahrt ein. Es gehörte zweifellos großer Mut dazu,in diese Rakete zu steigen,von deren unbemannten Vorgängern es nicht einmal alle geschafft hatten. Heute wäre das undenkbar. Doch was für ein Mensch war dieser Held Gagarin wirklich? Was geschah im Hintergrund des denkwürdigen Ereignisses? Dies und vieles mehr erzählt der langjährige Raumfahrtjournalist Gerhard Kowalski in seinem neuen Buch. Er hat sich viele Jahre mit Gagarin auseinandergesetzt und konnte so eine fundierte Biografie dieses Mannes vorlegen,der ganz bewusst von seiner Partei und Regierung bereits zu Lebzeiten zum Mythos hochstilisiert wurde.

Es mag überraschen und befremden,dass die Sowjetführung z. B. lange Zeit an der offensichtlichen Lüge festhielt,Gagarin sei in seiner Wostok-Kapsel gelandet,während alle Welt wusste,dass er vor der recht unsanften Landung herauskatapultiert wurde und sicher am Fallschirm niederging. Das stand sogar in den Zeitungen der DDR.

Mit seinem Flug beendete Gagarin auch seine Karriere als Pilot und aktiver Kosmonaut. Aus Angst,ihm könne etwas zustoßen,ließ man ihn zunächst nicht wieder fliegen. Das war ihm vorher sicher nicht klar,doch alles,was er danach noch machen durfte,war Public Relations,wie man heute sagen würde. Ja,er reiste durch die ganze Welt und wurde zum Aushängeschild seines Landes. Die Welt liebte und feierte ihn,doch genau daran ist der Held dann wohl auch innerlich ein wenig zerbrochen. Kowalski berichtet von Gagarins Eskapaden,die in einem eher peinlichen Unfall gipfelten,der ihm eine Narbe im Gesicht verschaffte,von Alkohol und Untreue. Gagarin war auch nur ein Mensch.

Und dann bewahrheiteten sich die Befürchtungen seiner Regierung,und er verunglückte mit einem Flugzeug tödlich. Bis heute ranken sich um seinen Tod Gerüchte und Verschwörungstheorien,die sogar einen Mord aus Staatsräson nicht ausschließen. Auch hier konnte der Autor neue Fakten zusammentragen und ein wenig Licht ins Dunkel typisch russischer Geheimniskrämerei bringen. Das Buch »Heute 6:07 UT« ist mehr als nur eine Biografie Gagarins,die am 50. Jahrestag seines Fluges erschien. Es ist ein kenntnisreicher Blick in die Anfänge der russischen Raumfahrt,ihre politischen Verflechtungen,auf ihre Protagonisten und deren oft tragisches Schicksal.

Blogger Carl.

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Es ist ein gutes Buch. Und Kowalski kennt sich aus,hat jahrelang in Moskau gearbeitet und beherrscht vor allem die russische Sprache. Gründe zum Verschleiern und Mystifizieren hat er auch nicht. Also,wer wissen will,was derzeit der Stand der Erkenntnis ist,sollte es lesen. Gagarin pur und forever.

Blogger lapetuswirt

Kaufen “Heute 6:07 UT”.


Die Gagarin Story

Kompletter Erfahrungsbericht.

Die Gagarin Story

Um ein Haar wäre Gagarins Flug in den Kosmos tragisch verlaufen. Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre begann sich das Raumschiff plötzlich mit hoher Geschwindigkeit um die eigene Achse zu drehen. Einige Kabelverbindungen hatten sich nicht wie vorgesehen gelöst,so daß die Landekapsel die Gerätesektion noch zehn Minuten lang im Schlepptau hinter sich herzog. Erst als die Kabel durch die Reibungshitze der Luft schmolzen,war die Gefahr überstanden. Diese riskante Situation wurde ebenso wie viele Fehlschläge und Unfälle von der sowjetischen Führung jahrzehntelang geheimgehalten. Der Welt präsentierte sie nur die ?Schokoladenseite? der bemannten Raumfahrt. Denn in der Logik des kalten Krieges mußte jeder technische Triumph auch als Beweis der generellen Überlegenheit des politischen Systems herhalten. Mißerfolge fielen der propagandistischen Schweigepflicht zum Opfer. Wo das nicht genügte,brachte man Lügen in Umlauf. Das galt auch im Falle Juri Gagarins. Gerhard Kowalski,der sich als Journalist seit Anfang der 70er Jahre speziell mit der sowjetischen Weltraumforschung beschäftigte,hat die Geschichte des ersten Kosmonauten neu geschrieben. Aus einer Vielzahl von Fakten,die in Rußland erst in den letzten Jahren publik wurden,hat er ein Porträt zusammengefügt,das den Flug des Weltraumpioniers erstmals ideologisch unverbrämt darstellt. Dabei kommen auch kuriose Fakten ans Licht. Weil ungewiß war,ob die ?Wostok?-Kapsel wirklich an der vorherbestimmten Stelle zur Erde zurückkehren würde,rüstete man Gagarin vorsichtshalber auch mit einem Fallschirmjägermesser und einer Pistole aus. Bei einer Notlandung in den Weiten Sibiriens hätte er sich damit Bären und Wölfe vom Halse halten können. Ins offizielle Kosmonautenbild paßte solch ein Detail jedoch nicht. Es hätte die Illusion von der absoluten Beherrschbarkeit der Technik getrübt. Da die Raumfahrer aber als makellose Helden gefeiert wurden,waren alle Fehler und Schwächen lange Zeit ein Tabu. An dieser Verklärung hielt die Sowjetunion bis zu ihrem Ende fest. Erst die Pannenserie,mit der die Besatzung der MIR-Station die Welt vor zwei Jahren einen Sommer lang in Atem hielt,hat dieses pathetische Image gründlich zerstört. Bei Gerhard Kowalski kann man nachlesen,daß der Kampf mit den Tücken der Technik auch in den Sternstunden der sowjetischen Kosmonautik zum orbitalen Alltag gehörte. Nur damals noch nicht vor laufenden Kameras.

(“www.ciao.de”)

“Kowalski …trägt in seinem Buch erstmals für den deutschsprachigen Raum alle aktuellen Erkenntnisse über die zu damaliger Zeit streng geheimen Einzelheiten des Fluges von Gagarin,des politischen und technischen Umfeldes sowie nicht zuletzt über die Person des Kosmonauten zusammen…Dabei wurde so manches Geheimnis gelüftet und so manche “kosmische”Lüge entlarvt. Aus Kowalskis Buch wissen wir auch,dass die Sowjets zwar einerseits den friedlichen Charakter ihrer Raumfahrt immer wieder beteuert haben,andererseits aber auch intensiv Weltraumrüstung betrieben. Zudem zeichnet er ein Bild von Gagarin,das den Kosmonauten von einer “kosmischen Lichtgestalt”in einen normalen Menschen zurückverwandelt.”

(“Frankfurter Rundschau”)

“In seinem lesenswerten Buch zeichnet Kowalski das Bild eines sympathischen Menschen,der sich in der Öffentlichkeit nur bedingt darstellen durfte. Erst jetzt fügen sich die Mosaiksteinchen zu einem realistischen Ganzen zusammen.”

(“Frankfurter Allgemeine Zeitung”)

“Ein Heiligtum wird besichtigt. Knapp drei Jahrzehnte nach dem ersten Raumflug des Russen Juri Gagarin hat sich der Raumfahrtexperte Gerhard Kowalski aufgemacht,die dicken Schichten aus Lüge,Übertreibung und Verfremdung abzutragen,die von eifrigen Zensoren und Schönschreibern über die Geheimnisse in jenen bewegten Tagen getüncht wurden,als die Menschheit ihre ersten Schritte in den Kosmos ging.”

(“Mitteldeutsche Zeitung”)

“Der Autor zeichnet …ein faktenreiches Porträt des ersten Kosmonauten und gibt Einblicke in die Pionierzeit der bemannten russischen Raumfahrt.”

(“Berliner Zeitung”)

“Spektakulär:die Geschichte des ersten Menschen im Weltraum…Autor ist Gerhard Kowalski,ein Journalist,der dafür jahrelang im russischen Weltraumbahnhof recherchiert hat…Ein Buch,das den Leser von Beginn an fasziniert.”

(“Super Illu”)

“Nicht zuetzt ist es Kowalskis Verdienst,den Bauernsohn Gagarin in einem neuen Licht erscheinen zu lassen,als klugen und couragierten Menschen aus Fleisch und Blut. Das dürfte den ersten Menschen im All noch sympathischer machen,als er vielen trotz aller ideologischen Verbrämung ohnehin in Erinnerung ist.”

(“Leipziger Volkszeitung”)

“Gerhard Kowalski …ist gelungen,was vor der Perestroika unmöglich war. Er bekam Zugang zu Geheimarchiven und durfte mit den Vorgesetzten und Weggefährten Gagarins sprechen. Das Ergebnis ist eine spannende Biographie und ein faszinierender Blick hinter die Kulissen eines ehrgeizigen Kapitels im Kalten Krieg.”

(J. Schüring auf amazon.de)