Kompletter Erfahrungsbericht.

Die Gagarin Story
Um ein Haar wäre Gagarins Flug in den Kosmos tragisch verlaufen. Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre begann sich das Raumschiff plötzlich mit hoher Geschwindigkeit um die eigene Achse zu drehen. Einige Kabelverbindungen hatten sich nicht wie vorgesehen gelöst, so daß die Landekapsel die Gerätesektion noch zehn Minuten lang im Schlepptau hinter sich herzog. Erst als die Kabel durch die Reibungshitze der Luft schmolzen, war die Gefahr überstanden. Diese riskante Situation wurde ebenso wie viele Fehlschläge und Unfälle von der sowjetischen Führung jahrzehntelang geheimgehalten. Der Welt präsentierte sie nur die ?Schokoladenseite? der bemannten Raumfahrt. Denn in der Logik des kalten Krieges mußte jeder technische Triumph auch als Beweis der generellen Überlegenheit des politischen Systems herhalten. Mißerfolge fielen der propagandistischen Schweigepflicht zum Opfer. Wo das nicht genügte, brachte man Lügen in Umlauf. Das galt auch im Falle Juri Gagarins. Gerhard Kowalski, der sich als Journalist seit Anfang der 70er Jahre speziell mit der sowjetischen Weltraumforschung beschäftigte, hat die Geschichte des ersten Kosmonauten neu geschrieben. Aus einer Vielzahl von Fakten, die in Rußland erst in den letzten Jahren publik wurden, hat er ein Porträt zusammengefügt, das den Flug des Weltraumpioniers erstmals ideologisch unverbrämt darstellt. Dabei kommen auch kuriose Fakten ans Licht. Weil ungewiß war, ob die ?Wostok?-Kapsel wirklich an der vorherbestimmten Stelle zur Erde zurückkehren würde, rüstete man Gagarin vorsichtshalber auch mit einem Fallschirmjägermesser und einer Pistole aus. Bei einer Notlandung in den Weiten Sibiriens hätte er sich damit Bären und Wölfe vom Halse halten können. Ins offizielle Kosmonautenbild paßte solch ein Detail jedoch nicht. Es hätte die Illusion von der absoluten Beherrschbarkeit der Technik getrübt. Da die Raumfahrer aber als makellose Helden gefeiert wurden, waren alle Fehler und Schwächen lange Zeit ein Tabu. An dieser Verklärung hielt die Sowjetunion bis zu ihrem Ende fest. Erst die Pannenserie, mit der die Besatzung der MIR-Station die Welt vor zwei Jahren einen Sommer lang in Atem hielt, hat dieses pathetische Image gründlich zerstört. Bei Gerhard Kowalski kann man nachlesen, daß der Kampf mit den Tücken der Technik auch in den Sternstunden der sowjetischen Kosmonautik zum orbitalen Alltag gehörte. Nur damals noch nicht vor laufenden Kameras.
(”www.ciao.de”)
“Kowalski … trägt in seinem Buch erstmals für den deutschsprachigen Raum alle aktuellen Erkenntnisse über die zu damaliger Zeit streng geheimen Einzelheiten des Fluges von Gagarin, des politischen und technischen Umfeldes sowie nicht zuletzt über die Person des Kosmonauten zusammen… Dabei wurde so manches Geheimnis gelüftet und so manche “kosmische” Lüge entlarvt. Aus Kowalskis Buch wissen wir auch, dass die Sowjets zwar einerseits den friedlichen Charakter ihrer Raumfahrt immer wieder beteuert haben, andererseits aber auch intensiv Weltraumrüstung betrieben. Zudem zeichnet er ein Bild von Gagarin, das den Kosmonauten von einer “kosmischen Lichtgestalt” in einen normalen Menschen zurückverwandelt.”
(”Frankfurter Rundschau”)
“In seinem lesenswerten Buch zeichnet Kowalski das Bild eines sympathischen Menschen, der sich in der Öffentlichkeit nur bedingt darstellen durfte. Erst jetzt fügen sich die Mosaiksteinchen zu einem realistischen Ganzen zusammen.”
(”Frankfurter Allgemeine Zeitung”)
“Ein Heiligtum wird besichtigt. Knapp drei Jahrzehnte nach dem ersten Raumflug des Russen Juri Gagarin hat sich der Raumfahrtexperte Gerhard Kowalski aufgemacht, die dicken Schichten aus Lüge, Übertreibung und Verfremdung abzutragen, die von eifrigen Zensoren und Schönschreibern über die Geheimnisse in jenen bewegten Tagen getüncht wurden, als die Menschheit ihre ersten Schritte in den Kosmos ging.”
(”Mitteldeutsche Zeitung”)
“Der Autor zeichnet … ein faktenreiches Porträt des ersten Kosmonauten und gibt Einblicke in die Pionierzeit der bemannten russischen Raumfahrt.”
(”Berliner Zeitung”)
“Spektakulär: die Geschichte des ersten Menschen im Weltraum… Autor ist Gerhard Kowalski, ein Journalist, der dafür jahrelang im russischen Weltraumbahnhof recherchiert hat… Ein Buch, das den Leser von Beginn an fasziniert.”
(”Super Illu”)
“Nicht zuetzt ist es Kowalskis Verdienst, den Bauernsohn Gagarin in einem neuen Licht erscheinen zu lassen, als klugen und couragierten Menschen aus Fleisch und Blut. Das dürfte den ersten Menschen im All noch sympathischer machen, als er vielen trotz aller ideologischen Verbrämung ohnehin in Erinnerung ist.”
(”Leipziger Volkszeitung”)
“Gerhard Kowalski … ist gelungen, was vor der Perestroika unmöglich war. Er bekam Zugang zu Geheimarchiven und durfte mit den Vorgesetzten und Weggefährten Gagarins sprechen. Das Ergebnis ist eine spannende Biographie und ein faszinierender Blick hinter die Kulissen eines ehrgeizigen Kapitels im Kalten Krieg.”
(J. Schüring auf amazon.de)
