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Cargo Dragon-Rückkehr von der ISS verschoben –   Grund:  Schlechtes Wetter im Wasserungsgebiet vor Florida

Houston,  11. Januar 2021 —  Das für Montagnachmittag geplante Abkoppeln des Cargo Dragon des US-Konzerns SpaceX  von der Internationalen Raumstation ISS  ist abgesagt worden. Grund sei das schlechte Wetter im Landegebiet im Atlantik vor der Küste Floridas,  teilte das NASA-Kontrollzentrum in Houston (Texas) mit. Die Wasserung war für Dienstagmorgen geplant.

Bei den Crew Dragon–  und Cargo Dragon-Missionen spielt wegen der speziellen US-Landemethode auf dem Wasser das Wetter in dem entsprechenden Seegebiet sowohl in der Start-  wie in der Landephase eine wichtige Rolle.

© Gerhard Kowalski

Arianespace schließt 2020 mit Startrekord ab —   166 Satelliten auf ihre Umlaufbahn gebracht

Paris,  9. Januar 2021 —  Trotz der Auswirkungen der globalen Corona-Pandemie hat Arianespace im Jahr 2020 zehn Starts durchgeführt und dabei die Rekordzahl von 166 Satelliten auf ihre Umlaufbahn gebracht,  teilte der Startdienstleister in Paris mit. Dabei seien drei Ariane 5-, fünf Sojus-  und zwei Vega-Trägerraketen zum Einsatz gekommen. Die Missionen hätten auf drei Startplätzen stattgefunden:  auf dem europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana) sowie auf den russischen Kosmodromen Baikonur (Kasachstan) und Wostotschny im Amur-Gebiet.

Das neue Jahr werde „noch nachhaltiger“  sein, heißt es in der Mitteilung. Das Programm schließe „symbolische Missionen“  wie den Start des James Webb-Weltraumteleskops für die US-Raumfahrtbehörde NASA und den Erststart der neuen Vega C-Rakete ein. Zugleich bereiteten sich Arianespace und ihre Partner auf den „stabilen Phasenbetrieb“  der neuen Ariane 6 vor.

© Gerhard Kowalski

 

 

Generaldirektor Wörner verlässt ESA bereits zum 28. Februar

Credit:ESA

Paris,  8. Januar 2021 —  Der Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA,  Johann-Dietrich Wörner,  wird sein Amt bereits am 28. Februar niederlegen. Sowohl Wörner als auch die Delegationen der Agentur hätten vereinbart, dass ein sechsmonatiger Übergang zum Nachfolger Josef Aschbacher unangenehm lang sei,  teilte der  Raumfahrtjournalist Peter B. de Selding am Freitag in Paris mit. Die 22 nationalen Delegationen der ESA seien am 7. Januar über die Entscheidung informiert worden.

Wörners Mandat geht offiziell bis zum 30. Juni. Er hatte angekündigt, dass er bereit sei, bis zum Ende zu bleiben, um Aschbacher, dem heutigen ESA-Direktor für Erdbeobachtung, Zeit für den Übergang zu geben.

© Gerhard Kowalski

Falcon 9 von SpaceX bringt türkischen Satelliten ins All

Credit:SpaceX

Cape Canaveral,  8. Januar 2021  —   Eine Falcon 9 des US-Konzerns SpaceX hat am von frühen Freitagmorgen deutscher Zeit einen türkischen Kommunikationssatelliten erfolgreich ins All geschossen. Der schwere Träger stieg mit Turksat 5A an der Spitze um 3:15 Uhr vom militärischen Teil des Weltraumbahnhofs Cape Canaveral (Florida) auf,  teilte das Unternehmen mi.t

Es war dies zugleich der erste Start von SpaceX im neuen Jahr. Insgesamt plant der Konzern 2021 mindestens 40 Starts. 2020 ist die Rekordzahl von 26 Falcon 9 aufgestiegen.

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Gagarin-Ehrung: Russische Kosmonautin will 12. April zum freien Tag erklären lassen

Credit:ZPK

Moskau,  7. Januar 2021 —  Die Ex-Kosmonautin und Abgeordnete der Putin-Partei Vereinigtes Russland, Jelena Serowa,  setzt sich dafür ein,  den 12. April anlässlich des bevorstehenden 60. Jahrestages des historischen Raumfluges von Juri Gagarin zu einem freien Tag zu erklären. Sie wandte sich damit gegen eine Initiative der  KP Russlands, den Tag zu einem Tag des nationalen Stolzes zu machen.

Für nationalen Stolz gebe es viele Anlässe,  sagte Serowa der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Sie mache deshalb den Gegenvorschlag, den 12. April zu einem freien Tag wie den 9. Mai,  den Tag des Sieges,  zu machen. Denn der 12. April „war auch ein Sieg“.

Serowa ist die vierte Kosmonautin Russlands und die bisher einzige Russin, die zur Internationalen Raumstation ISS geflogen ist.

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Indien arbeitet an einem 10-Jahres-Raumflugprogramm

Neu Delhi,  7. Januar 2021 —  Indien strebt ein nationales Raumfahrtprogramm für die kommenden zehn Jahre an. Der Chef der Raumfahrtbehörde ISRO,  Kailasavadivoo Sivan,  habe alle Einheiten der Branche angewiesen, für sich ein solches Programm zu erarbeiten, meldet SpaceNews.

Der indische Raumfahrtsektor sei aufgrund des Eintritts vieler privater Akteure mit „Störungen“  konfrontiert, die auf kostengünstige Raumtransportsysteme und die Bereitstellung weltraumgestützter Dienste abzielen,   sagte Sivan zur Begründung. In Übereinstimmung mit den globalen Richtlinien müssten deshalb eine Schwerlast-Trägerrakete,  eine halbkryogene Stufe, eine wiederverwendbare Rakete,  Avionik der nächsten Generation,   fortschrittliche Materialien, dynamische Weltraumanwendungen und eine effiziente Integration weltraumgestützter Dienste sowie fortschrittliche Wissenschaftsmissionen entwickelt werden.

Indien plant  für 2021 unter anderem den ersten Testflug des Small Satellite Launch Vehicle (SSLV),  einer vierstufigen Rakete, die 500 Kilogramm auf eine erdnahe Umlaufbahn von 500 Kilometern Höhe hieven kann,  und die Chandrayaan-3-Mondmission.  Der erste bemannte Start des Gaganyaan-Raumschiffes musste indes wegen der Corona-Pandemie auf 2022 verschoben werden.

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Cygnus-Frachter legt von der ISS ab

Credit:NASA

Houston,  6. Januar 2021 —   Nach dreimonatigem Gemeinschaftsflug hat ein Cygnus-Frachtraumschiff des US-Konzerns Northrop Grumman am Mittwoch um 16.11 Uhr deutscher Zeit die Internationale Raumstation ISS wieder verlassen. Es wurde mit dem kanadischen Roboterarm über dem Pazifik vom Unity-Modul in den freien Raum manövriert.

Der mit Müll vollgepackte Frachter wird noch bis zum 26. Januar für Experimente genutzt,  um dann gezielt zum Absturz gebracht zu werden und in den dichten Schichten der Atmosphäre zu verglühen,  teilte das NASA-Kontrollzentrum in Houston (Texas) mit.

Cygnus war am 2. Oktober von Wallops Island (Virginia ) gestartet und hatte drei Tage später mit mehreren Tonnen Nachschub und wissenschaftlichen Geräten an Bord an der Station angelegt.

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DLR-Mitmach-Aktion für Kinder und Jugendliche: Bilder von Fuß- und Schuhabdrücken reisen zum Mond

Credit:NASA

Köln,  6. Januar 2021 —   Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) startet eine Mitmach-Aktion unter dem Motto „Der nächste Schritt“: Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren fliegen symbolisch auf den Spuren der US-Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin zum Mond. Dazu können die jungen Raumfahrer –  je nach Alter mit elterlicher Hilfe –  Bilder und Fotos einreichen, die sich auf einem USB-Stick gespeichert an Bord der NASA-Mission Artemis 1 befinden werden.

Die Mission, an der auch die Europäische Weltraumorganisation ESA beteiligt ist, soll im November 2021 als Testflug starten. Ohne Besatzung wird sie den Mond umrunden und dann zur Erde zurückfliegen. Artemis 1 bereitet die Rückkehr von Menschen zum Mond vor.

Zwölf Astronauten waren zwischen 1969 und 1972 auf dem Mond. Neil Armstrong hat damals als erster Mensch die Oberfläche des Erdtrabanten betreten. Kurz nach ihm stieg auch sein Kollege Buzz Aldrin aus der Landefähre aus und machte ein Bild von seinem Stiefelabdruck im Mondstaub. Anknüpfend an dieses berühmte Foto lädt das DLR junge Menschen ein, ein Bild ihres eigenen Schuh-  oder Fußabdrucks aufzunehmen und per E-Mail an machmit@dlr.de  zu schicken. Einsendeschluss ist der 1. Februar 2021.

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Rogosin will Sojus MS-Raumschiff in neuer absoluter Rekordzeit zur ISS schicken

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  5. Januar 2021 —   Der Generaldirektor der GK Roskosmos,  Dmitri Rogosin,  hat die Absicht,  ein bemanntes Sojus MS-Raumschiff in neuer absoluter Rekordzeit zur Internationalen Raumstation ISS zu schicken. Es solle nach nur einer einzigen Erdumkreisung nach dem Start in Baikonur (Kasachstan) an der Station anlegen,  teilte er auf Twitter mit. Der bisherige Rekord liegt bei zwei Erdumkreisungen beziehungsweise drei Stunden und drei Minuten und wurde am 14. Oktober vergangenen Jahres mit Sojus MS-17 aufgestellt. Die Besatzung bestand aus den Russen Sergej Ryshikow und Sergej Kudj-Swertschkow sowie der Amerikanerin Kathleen Rubins.

Rogosin ließ die Frage offen,  wann er den neuen Rekordversuch starten will. „Das hängt von einer Vielzahl von Umständen und Nuancen der Flugaufgabe ab“,  betonte er.

Das Ein-Erdumkreisungs-Schema wurde der Nachrichtenagentur TASS zufolge im April 2019 von der RKK Energija erarbeitet. Deren Pressedienst war davon ausgegangen,  dass das Schema in zwei oder drei Jahren zur Anwendung kommt.

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China plant 2021 mehr als 40 Weltraumstarts

Peking,  5. Januar 2021 —  China plant 2021 mehr als 40 Weltraumstarts. Zu den Schwerpunkten des Programms gehört der Beginn des Baus der bemannten Raumstation,  wie die Raumfahrtbehörde CASC mitteilte. Das Basismodul werde in den nächsten Monaten gestartet,  gefolgt von einem Fracht-  und einem bemannten Raumschiff. Zudem werde intensiv an Experimentalmodulen für die Station und für das bemannte Mondprogramm gearbeitet.

Bereits für den 10. Februar wird das Einschwenken der im Juli vergangenen Jahres gestarteten Marssonde Tianwen-1 auf eine Umlaufbahn um den Roten Planeten erwartet. Im Mai soll dann die Landung eines Rovers versucht werden.

China hatte im vergangenen Jahr 39 Weltraumraketen gestartet und lag damit knapp hinter den USA mit 44 Starts.

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