Archiv

Artikel

  • 3019731 Besucher

Russland wendet in den nächsten drei Jahren rund fünf Milliarden Euro für die Raumfahrt auf

Moskau,  3. Dezember 2019 —  Russland wendet im Rahmen seines Föderalen Raumfahrtprogramms (FKP), das von 2016 bis 2025 gilt, in den nächsten drei Jahren umgerechnet rund fünf Milliarden Euro für die Raumfahrt auf. Das geht aus dem Budgetplan bis 2022 hervor,   den Präsident Wladimir Putin am Dienstag unterzeichnet hat.

Hinzu kommen Sonderausgaben für die Exklave Baikonur,  die Moskau bis 2050 von Kasachstan gepachtet hat,  sowie für die Entwicklung der Kosmodrome,  das Gebiet Archangelsk, wo das Militärkosmodrom Plessezk liegt, und das Navigationssatellitensystem GLONASS.

© Gerhard Kowalski

ISS-Astronauten installieren neues Kühlsystem am Alpha-Magnet-Spektrometer

Credit:GK Roskosmos

Houston ,  2. Dezember 2019 –  US-Astronaut Andrew Morgan und sein italienischer ESA-Kollege Luca Parmitano haben am Montag das Kühlsystem des Alpha-Magnet-Spektrometers (AMS)  ausgetaucht. Der nunmehr dritte Außeneinsatz des Duos zur Überholung des gewaltigen Geräts dauerte gut sechs Stunden,  teilte die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA in Houston (Texas)  mit. Bei einem vierten und letzten Ausstieg soll später kontrolliert werden,  ob die Reparatur gelungen ist.

Es war dies der 6. Ausstieg für Morgan und der 5. für Parmitano sowie der bereits 11. Ausstieg in diesem Jahr und der 224. in der Geschichte der ISS.

© Gerhard Kowalski

Russischer Orden für US-Astronaut Hague

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  2. Dezember 2019 —  Der Generaldirektor der GK Roskosmos,  Dmitri Rogosin,  hat dem US-Astronauten Nick Hague (Foto nach der Bergung)  am Montag in Moskau den russischen „Orden des Mutes“  überreicht. Die Auszeichnung war dem Amerikaner von Präsident Wladimir Putin für den „Mut und die hohe Professionalität bei der Erfüllung seiner dienstlichen Pflichten“  am 11. Oktober 2018 verliehen worden. Damals misslang der Start des Raumschiffes Sojus MS-10 wegen eines Triebwerkschadens an der Sojus-FG-Trägerrakete. Dank des perfekten Funktionierens des Rettungssystems überlebten Hague und sein russischer Kommandant Alexej Owtschinin aber unbeschadet diesen Fehlstart. Das Duo startete dann am 14. März diesen Jahres erneut zur Internationalen Raumstation ISS und kehrte am 3. Oktober wohlbehalten auf die Erde zurück.

Ebenfalls am Montag wurde auf dem Gelände der GK Roskosmos ein Denkmal eingeweiht,  das an den misslungenen Start und dessen glücklichen Ausgang erinnert. Die architektonische Komposition besteht aus dem Landeapparat von Sojus MS-10 und einer Tafel mit dem Startdatum,  den Namen der Besatzung und der Beschreibung der Havarie.

© Gerhard Kowalski

Russische Kosmonauten beschweren sich über Schlafmangel und Lärmpegel in der ISS

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  2. Dezember 2019 —   Ungewohnte Töne aus der russischen Raumfahrt:   Kosmonauten beschweren sich offen über Schlafmangel und zu viel Lärm in der Internationalen Raumstation ISS,  wie Moskauer Medien berichten. Sie berufen sich dabei auf „Materialien“  aus dem Institut für Medizinisch-Biologische Probleme (IMBP).

Bisher hörte man derartige Klagen lediglich von US-Astronauten seit ihren Mitflügen in den 1990-er Jahren in der russischen Raumstation MIR. Dabei musste sich dieser oder jener Amerikaner schon mal gefallen lassen,  von seinen offenbar hartgesotteneren russischen Kollegen als „Weichei“  bezeichnet zu werden.

Die Klagen der Kosmonauten wurden den Berichten zufolge bei den Untersuchungen einer IMBP-Spezialistengruppe für die medizinische Absicherung bemannter Flüge während der Missionen selbst als auch bei der Nachbereitung nach der Rückkehr der Kosmonauten gesammelt. Dabei ging es vor allem um die Nachtruhe,  die nach der Greenwich-Zeit (GMT)  geregelt wird,  und um den Lärmpegel, den die ungezählten ISS-Bordinstrumente permanent erzeugen. So beklagte sich ein  Kosmonaut,  dass in seiner Schlafkabine ständig 82 Dezibel gemessen wurden,  obwohl nur 45 Dezibel zulässig seien.

© Gerhard Kowalski

3.000.000. Besucher kommt aus Luxemburg

Liebe Besucher meiner Homepage,

heute wurde gegen 11.00 Uhr der 3.000.000. Besucher gekürt.

Es handelt sich um Herrn Raymond Mortini aus Steinbruecken in Luxemburg. Er teilte mir mit,  dass er das mit „Mathematik und Beharrlichkeit“  geschafft habe.

Herzlichen Glückwunsch!

Das versprochene Buch geht morgen per Post auf die Reise in unser Nachbarland.

Ich danke allen Besuchern meiner Homepage für ihre Treue und die guten Tipps,  die ich gelegentlich von ihnen erhalte.

Wie es momentan aussieht,  werde ich wohl noch eine Weile weitermachen.

Beste Grüße

Ihr/Euer

G. Kowalski

 

Ungarn will zweiten Kosmonauten ins All entsenden

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  29. November 2019 —   Ungarn plant,  einen zweiten Kosmonauten ins All zu entsenden. Die Verhandlungen darüber mit der GK Roskosmos sollen im Dezember stattfinden,  meldet die Moskauer Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Freitag. Sie beruft sich dabei auf die russische Weltraumbehörde. Bei der Begegnung sollen auch andere perspektivische Richtungen der ungarisch-russischen Raumfahrtkooperation erörtert werden.

1980 war der erste ungarische Kosmonaut Bertalan Farkas im Rahmen des Interkosmos-Programms der sozialistischen Länder für eine Woche zur sowjetischen Raumstation Salut 6 geflogen.

© Gerhard Kowalski

Russisches Frachtraumschiff gezielt zum Absturz gebracht

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  29. November 2019 —   Das russische Frachtraumschiff Progress MS-12 ist am Freitag von der Internationalen Raumstation ISS abgekoppelt und gezielt zum Absturz gebracht worden. Die nicht verglühten Teile seien um 15.19 Uhr deutscher Zeit in den Pazifik gefallen,   teilte das Zentrale Wissenschaftliche Forschungsinstitut des Maschinenbaus (ZNIImasch) in Moskau mit.

Der Frachter war am 31. Juli mit Nachschub von Baikonur (Kasachstan) aus zur ISS geschickt worden und hatte nach nur drei Stunden und 19 Minuten an ihr angelegt.

Der nächste russische Frachter startet am 6. Dezember zur ISS.

© Gerhard Kowalski

NASA will Astronauten mit Touristen-Raumschiffen zur ISS schicken

Washington,  29. November 2019 — Die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA plant, Plätze in kommerziellen Touristen-Raumschiffen für Flüge zur Internationalen Raumstation ISS zu erwerben. Für mehr als 59 Millionen Dollar soll dabei der Astronaut rund einen Monat lang in der Station medizinisch-biologische Experimente durchführen,  um wichtige Daten für künftige Missionen in den tiefen Weltraum zu generieren,  teilte Finanzchef Jeff DeWit mit.

Die Flüge sollen im Oktober 2020 sowie im März und August 2021 stattfinden,  heißt es. Die Raumschiffe von SpaceX und Boeing sollen bis zu drei Weltraumtouristen an Bord nehmen können.

Daneben will die NASA auch Plätze in russischen Sojus-Raumschiffen kaufen. Damit soll gesichert werden,  dass ständig US-Astronauten in der ISS vertreten sind,  falls sich die eigenen kommerziellen Flüge verzögern.

© Gerhard Kowalski

ESA-Ministerrat beschließt Rekordhaushalt von 14,4 Milliarden Euro

Credit:ESA

Sevilla,  28. November 2019 —  Der ESA-Ministerrat hat auf seiner am Donnerstag in Sevilla beendeten Tagung einen Rekordhaushalt von 14,4 Milliarden Euro für die kommenden fünf Jahre beschlossen. Damit soll und kann Europas Top-Platzierung neben den USA, Russland und China in der internationalen Raumfahrt gewahrt und signifkant ausgebaut werden. Deutschland ist mit einem Anteil von 22,9 Prozent größter Beitragzahler vor Frankreich mit 18,5 Prozent und Italien mit 15,9 Prozent.

ESA-Chef Johann-Dietrich Wörner zeigte sich überrascht,  dass damit sogar sein Budget-Vorschlag noch überboten wurde. „Das ist gut“,   sagte er. Und der Chef der französischen Raumfahrtagentur CNES,  Jean-Yves Le Gall,  sprach „von einem gigantischen Schritt vorwärts“  für unseren Kontinent.

Die ESA will mit dem Geld ihr Engagement in der Internationalen Raumstation ISS bis 2030 sichern,  am Gateway-Projekt der Amerikaner mitwirken und auch eigene Astronauten zum Mond schicken.  Außerdem sind zahlreiche andere Missionen,  so auch eine unbemannte zum Mars,  geplant. Besonderes Augenmerk wird auf den Ausbau der weltweit führenden Position der ESA bei der Erdbeobachtung gelegt.

© Gerhard Kowalski

China startet neuen Erdbeobachtungssatelliten

Peking,  28. November 2019 —  China hat am Donnerstag einen neuen Erdbeobachtungssatelliten gestartet. Die Langer Marsch-4C-Trägerrakete mit Gaofen-12 an der Spitze stieg vom Weltraumbahnhof Taiyuan in der Nordprovinz Shanxi auf,  meldet die Pekinger Nachrichtenagentur Xinhua.

Es war dies der 320. Start eines Langer Marsch-Trägers.

© Gerhard Kowalski