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Trump-Administration kürzt NASA-Budget

nasaWashington,  17. März 2017 —  Der Haushaltsentwurf der USA für das kommende Fiskaljahr sieht eine Kürzung der Mittel für die Luft- und Raumfahrtbehörde NASA um 0,8 Prozent auf 19,1 Milliarden Dollar vor. Daraufhin hat die NASA jetzt ihre neue Prioritätenliste vorgestellt. Ganz vorn rangiert dabei der Ausbau der öffentlich-privaten Partnerschaften als Grundlage für die künftigen zivilen Raumfahrtaktivitäten. Dazu gehört unter anderem die Schaffung neuer Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Industrie bei Raumstationen und der Entwicklung und Kommerzialisierung neuer Raumfahrttechnologien.

3,7 Milliarden Dollar sind für die weitere Entwicklung des neuen bemannten Raumschiffes Orion,  des Startsystems SLS und der entsprechenden Bodeneinrichtungen für die Entsendung von Astronauten in die Tiefen des Alls vorgesehen. Große Aufmerksamkeit gilt ferner der Erhöhung der Cybersicherheit. Geschlossen werden dagegen vier Erderkundungsprogramme. Zudem werden die Mittel für die Erziehungsarbeit gekürzt.

Der Haushaltsentwurf muss noch vom Kongress beschlossen werden.

© Gerhard Kowalski

Japan startet erfolgreich Aufklärungssatelliten

Credit:JAXA

Credit:JAXA

Tokio,  17. März 2017 —  Japan hat in der Nacht zum Freitag erfolgreich einen Aufklärungssatelliten gestartet. IGS Radar-5 stieg an der Spitze einer H-2A/F33-Trägerrakete vom südwestjapanischen Weltraumbahnhof Tanegashima auf,  teilte die Raumfahrtagentur JAXA mit.

Japan gibt jedes Jahr rund 500 Millionen Dollar für die Entwicklung solcher Satelliten aus. Als Grund dafür werden die umstrittenen Raketenstarts Nordkoreas und die militärischen Aktivitäten Chinas genannt.

IGS Radar-5 ist der sechste Radar-Aufklärungssatellit Japans. Das Programm wurde mit Beginn der Raketentests Nordkoreas über japanischem Territorium 1998 gestartet. Daneben besitzt das Land noch solche optischen Satelliten.

© Gerhard Kowalski

Kalenderblatt: 90. Geburtstag von Wladimir Komarow

Credit:ZPK

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Credit:GK Roskosmos

Credit:GK Roskosmos

Berlin,  16. März 2017 —  Russland gedenkt seines legendären Kosmonauten Wladimir Komarow,  der am heutigen Donnerstag 90 Jahre alt geworden wäre. Komarow gehörte zu den 20 Mitgliedern der sogenannten Gagarinschen Garde,  von denen zwölf in den Weltraum geflogen sind.

Der gebürtige Moskauer war der Älteste in der Garde und auch der Einzige mit Hochschulabschluss. Ihm wurden deshalb zwei besonders verantwortungsvolle Weltaummissionen anvertraut:  Am 12. und 13. Oktober 1964 war er Kommandant der dreiköpfigen Besatzung des neuen Raumschiffes Woßchod. Der Nachfolger der Wostok-Kapsel von Juri Gagarin verfügte über ein System für die weiche Landung,  so dass die Kosmonauten nicht mehr herauskatapultiert werden und am Fallschirm landen mussten. Zudem waren Komarow,  der Arzt Boris Jegorow und der Wissenschaftler Konstantin Feoktistow ohne Skaphander unterwegs.

Am 23. April 1967 startete Komarow zum Testflug mit dem neuen Sojus-Raumschiff,  das eigentlich noch nicht ausgereift war. Bei dem Flug zeigten sich von Anfang an große technische Mängel. So entfaltete sich eines der beiden Sonnensegel nicht. Daraufhin wurde der Start von Sojus 2 mit drei Kosmonauten an Bord abgesagt,  die durch den freien Weltraum in Komarows Kapsel umsteigen sollten. Unter Aufbietung all seiner Erfahrungen gelang es dem Kosmonauten,  die Kapsel auf Landekurs zu bringen. Als alle schon glaubten,  dass Schiff und Kosmonaut gerettet seien,  versagte das Fallschirmsystem. Die Kapsel schlug am 24. April ungebremst auf die Erde auf und fing Feuer. Komarow verbrannte.

Die Sowjetführung verlieh dem ersten Raumfahrer,  der bei einer Mission ums Leben kam,  posthum zum zweiten Mal den Goldenen Stern eines Helden der Sowjetunion und ließ ihn an der Kremlmauer bestatten.

© Gerhard Kowalski

SpaceX startet Kommunikationssatelliten EchoStar 23

echostar-logoCape Canaveral,  16. März 2017 —  Der US-Raumfahrtkonzern SpaceX hat am Donnerstagmorgen deutscher Zeit im zweiten Anlauf einen neuen Kommunikationssatelliten gestartet. EchoStar 23 stieg um 07.00 Uhr an der Spitze einer Falcon 9-Trägerrakete auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) vom Startkomplex 39 A auf,  teilte die Echo Star Corporation als Betreiber mit. Der Satellit soll Südamerika,  vor allem aber Brasilien,  mit modernsten TV-Dienstleistungen versorgen. Ein erster Startversuch musste am Dienstagmorgen wegen zu starken Windes abgebrochen werden.

EchoStar 23 ist mit seinen 5,5 Tonnen die bislang schwerste Nutzlast,  die eine Falcon 9 in den geostationären Orbit gebracht hat. Deshalb wurde die Erststufe des Trägers erstmals seit April 2015 nicht mit den vier Landebeinen für die weiche Rückkehr zur Erde ausgestattet.

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Moskauer Lomonossow-Universität erhält Raumfahrt-Fakultät

Logo Lomonossow UniversitätMoskau,  15. März 2017 —  Die Moskauer Staatliche Lomonossow-Universität hat seit dieser Woche eine Fakultät für Raumfahrt. Dekan ist der erst 35-jährige Mathematiker Wassili Sasonow,  wie auf der Website mitgeteilt wird. Im Herbst sollen die ersten 100 Studenten in die Hörsäle einziehen. Als Lehrkräfte werden hier neben namhaften Wissenschaftlern auch Konstrukteure aus der Praxis fungieren.

Die Lomonossow-Universität wurde 1755 gegründet. Derzeit hat sie 47.000 Studenten aus aller Welt und 5.000 Lehrkräfte.

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Raumfahrt: Russland sucht Kandidaten für künftige Mondflüge

 

LOGO ZPKZPK Sternenstaedtchen KosmonautenauswahlSternenstädtchen,  14. März 2017 — Russland hat am Dienstag eine neue Ausschreibung für Kosmonautenanwärter veröffentlicht. Gesucht werden sechs bis acht Kandidaten für das Kosmonautenkorps des Staatskonzerns GK Roskosmos, heißt es darin. Ziel sei es,  die besten Spezialisten zu finden,  die dann einmal das neue Raumschiff Federazija zur Internationalen Raumstation ISS steuern und später auch  als Erste zum Mond fliegen.

Die Bewerber müssen ein Hochschuldiplom vorzugsweise in raumfahrtnahen technischen Fächern haben sowie über praktische Berufserfahrung und Fremdsprachenkenntnisse,  etwa Englisch,  verfügen. Sie müssen russischer Staatsbürger sein. Die Altersgrenze liegt bei 35 Jahren. Die Auswertung der Bewerbungen erfolgt am Jahresende. Dabei werde bei Hautfarbe und Geschlecht kein Unterschied gemacht, versicherte der amtierende Roskosmos-Direktor für bemannte Programme, Sergej Krikaljow.

Es ist dies die  17. Ausschreibung in der Geschichte der sowjetisch-russischen Raumfahrt. Derzeit besteht das Kosmonautenkorps im Kosmonautenausbildungszentrum (ZPK) Juri Gagarin im Sternenstädtchen bei Moskau aus 33 Männern und einer Frau.

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Nationales Forum für Fernerkundung und Copernicus 2017 in Berlin eröffnet

Credit:ESA

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Credit:G. Kowalski

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Berlin,  14. März 2017 —  Das Nationale Forum für Fernerkundung und Copernicus 2017 ist am Dienstag in Berlin eröffnet werden. Über 500 Experten beraten auf der dreitägigen Veranstaltung unter dem Motto Copernicus@work über die operationelle Nutzung der Satelliten des europäischen Copernicus-Programms als Big Data der Erdbeobachtung.

Themen des Eröffnungstages waren unter anderem die Nutzung der Daten für die Wissenschaft,  für Verkehrsanwendungen, die Stadtplanung,  für Klimaanpassungsmaßnahmen und den Feuerwehreinsatz.

„Wir haben starke Unternehmen, die Satellitendaten in praxistaugliche Produkte umwandeln“, sagte Gerd Gruppe (Foto rechts), Vorstand für das Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).  „Unser Ziel ist es, die Position dieser Unternehmen auf den Märkten zu stärken. Die große technische Herausforderung dabei sind die gigantischen Datenmengen, die moderne Satelliten liefern. Mächtige Softwarepakete und intelligente Algorithmen helfen dabei. Das ist dann auch die Basis für neue Geschäftsmodelle.“

Am vergangenen Freitag hatte das DLR  die Copernicus Data and Exploitation Platform  – Deutschland  (CODE-DE )  freigeschaltet. Sie sichert deutschen Nutzern einen unkomplizierten Zugang zu Erdbeobachtungsdaten. Auf dem Nationalen Forum ist jetzt eine Live-Demonstration von CODE-DE geplant.

Das Copernicus-Programm ist seit dem Start des ersten Sentinel-Satelliten 2014 und der Verabschiedung der entsprechenden EU-Verordnung operationell.

© Gerhard Kowalski

 

 

Zwei US-Astronauten nehmen Training im Sternenstädtchen auf – Acaba fliegt schon im September zur ISS (Update)

Credit:NASA

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Sternenstädtchen,  13. März 2017 –  Zwei amerikanische Astronauten haben am Montag im russischen  Kosmonautenausbildungszentrum (ZPK) Juri Gagarin im Sternenstädtchen bei Moskau das Training aufgenommen. Shannon Walker und Joseph Acaba sollen sich vor allem mit der neuen MS-Version des Sojus-Raumschiffes und dem russischen Segment der Internationalen Raumstation ISS vertraut machen,  Notfallübungen absolvieren, wissenschaftliche Experimente einstudieren und Russisch lernen,  wie das ZPK mitteilte.

Walker und Acaba haben bereits umfangreiche ISS-Erfahrung. Die Astronautin flog 2010 mit ihrem russischen Kommandanten Fjodor Jurtschichin in Sojus TMA-19 für 163 Tage zur Station, und Acaba war 2009 mit der Raumfähre Discovery dort. 2012 startete er ein zweites Mal zur ISS,  diesmal mit dem Raumschiff Sojus TMA-04M unter seinem Kommandanten Gennadi Padalka. Acaba war insgesamt schon 137 Tage im All.

Wie die Nachrichtenagentur TASS berichtet, soll Acaba bereits im September zum dritten Mal zur ISS fliegen. Er erhalte den dritten Platz im Raumschiff Sojus MS-06. Damit bezahle der Raumfahrtkonzern RKK Energija bei Boeing einen Teil seiner Schulden nach der Pleite des Unternehmens Sea Launch, heißt  es. Walker soll im März 2018 mit Sojus MS-08 starten.

(c)  Gerhard Kowalski

Liebe Besucher meiner Homepage!

Buecher
Buecher 2In der kommenden Woche erwarte ich den eineinhalbmillionsten Besucher auf meiner Homepage.

Wer nachweisen kann, dass er der Jubiläumsbesucher ist,  bekommt ein Buch mit Widmung von mir.

Ich wünsche allen Teilnehmern eine glückliche Hand.

Mit besten Grüßen

Ihr/Euer

Gerhard Kowalski

DLR schaltet neue Plattform für unbegrenzten Zugang zur Copernicus-Welt frei

Logo DLRKöln,  10. März 2017 —  Erdbeobachtungssatelliten können Landschaftsplanern, Meteorologen, Land-  und Forstwirten, Naturschutzbeauftragten oder Stadtentwicklern helfen, ihre Arbeit besser und effizienter zu gestalten. Doch sie profitieren nur dann von den Informationen aus dem All, wenn sie verlässlich, schnell und sicher an die benötigten Daten kommen. Dafür hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) nun die Copernicus Data and Exploitation Platform  – Deutschland  – kurz CODE-DE – freigeschaltet. CODE-DE sichert deutschen Nutzern einen unkomplizierten Zugang zu Erdbeobachtungsdaten und erleichtert damit ihren Arbeitsalltag,  teilte das DLR am Freitag in Köln mit.

CODE-DE liefert neben den sogenannten Sentinels, den Satelliten des europäischen Copernicus-Programms, auch Zugriff auf die Informationsprodukte der Copernicus-Dienste, die nationale Geodateninfrastruktur (GDI-DE) und perspektivisch auch auf die Daten der Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X sowie zu denen des RapidEye-Programms.

Dazu werden jetzt die Daten in einem Portal gebündelt. „Die Nutzer wollen nicht viele verschiedene Datenbanken durchsuchen. Sie wollen alles an einem Ort – so wie bei der CODE-DE-Plattform. Das erleichtert ihnen die Suche und gibt Freiräume für die Datenanalyse und Produkterstellung“, erklärte DLR-Projektleiterin Vanessa Keuck. Im Rahmen des Nationalen Forums für Fernerkundung und Copernicus findet am kommenden Dienstag (14. März) im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Berlin eine Live-Demonstration von CODE-DE für interessierte Nutzer statt.

© Gerhard Kowalski