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Russisches Weltraumteleskop empfängt keine Kommandos von der Erde mehr

Credit:NPO Lawotschkin

Moskau,  13. Januar 2019 —   Das einzige russische Weltraumteleskop Spektr-R bereitet den Wissenschaftlern große Sorgen. Es empfange seit drei Tagen keine Kommandos von der Erde mehr,  teilte der Direktor des  Astrokosmischen Zentrums FIAN,  Nikolai Kardaschow,  mit. Es liefere jedoch kontinuierlich wissenschaftliche Daten. Die Wissenschaftliche Produktionsvereinigung (NPO) Lawotschkin arbeite an der Beseitigung der Störung.

Sollte es nicht gelingen,  den bilateralen Kontakt mit dem Teleskop wieder herzustellen,  das seine eigentliche Funktionsdauer schon überschritten habe,  müsse das Projekt Radioastron eingestellt werden,  hieß es weiter.

© Gerhard Kowalski

SpaceX entlässt Hunderte Mitarbeiter

Credit:E. Musk

Los Angeles,  12. Januar 2019 —   Der US-Raumfahrtkonzern SpaceX will seine Belegschaft um rund zehn Prozent verringern.  Das bedeute die Entlassung von etwa 600 Mitarbeitern,  teilte die Los Angeles Times mit. Begründet wird die Maßnahme damit,  dass das Unternehmen „schlanker“  werden müsse,  um bei der Entwicklung von interplanetarer Raumfahrttechnik und des globalen, weltraumgestützten Internets vorankommen zu können.

Wie das Blatt schreibt,  bietet SpaceX-Chef Elon Musk den Entlassenen eine Entschädigung in Höhe von acht Monatslöhnen und andere Privilegien an. Zudem unterstütze man die Suche nach neuen Arbeitsplätzen.

© Gerhard Kowalski

Indien will Ende 2021 einen eigenen Astronauten starten

Neu Delhi,  11. Januar 2019  —   Indien will im Dezember 2021 einen Astronauten mit einem eigenen Raumschiff in den Weltraum schicken. Das teilte der Chef der indischen Raumfahrtbehörde ISRO,  Kailasavadivoo Sivan, am Freitag in Neu Delhi mit. Zuvor seien im Dezember 2020 und im Juli 2021 unbemannte Missionen geplant.

Unter den drei Mitgliedern des ersten Besatzung befinde sich auch eine Frau,  sagte Sivan.

Mit dieser Mission wird Indien nach der UdSSR, den USA und China das vierte Land der Erde,  das eigene Astronauten mit eigenen Raumschiffen ins All starten kann.

© Gerhard Kowalski

 

China startet erfolgreich neuen Kommunikationssatelliten – Erste Panorama-Fotos von der Mondrückseite

Peking, 11. Januar 2019 —   China hat erfolgreich einen neuen Kommunikationssatelliten gestartet. Die Trägerrakete des Typs Langer Marsch-3B mit Zhongxing-2D an der Spitze stieg am Freitag um 01.11 Uhr Ortszeit vom Weltraumbahnhof Xichang in der Sichuan-Provinz auf,  meldet die offizielle Pekinger Nachrichtenagentur Xinhua. Der Satellit ist für die Übertragung von Rundfunk- und Fernsehsendungen sowie für Internet-Breitbanddienstleistungen vorgesehen.

Es war dies der 298. Start einer Langer Marsch-Rakete.

Inzwischen hat auch die Sonde Chang´e-4 erste Panorama-Fotos von der Mondrückseite zur Erde geschickt. Das habe es den Wissenschaftlern erlaubt,  erste Analysen der Landschaft und des Reliefs im Landegebiet vorzunehmen,  hieß es offiziell dazu.

© Gerhard Kowalski

Vize-Chefs der GK Roskosmos und der NASA sprachen über Absage des Rogosin-Besuches

Moskau,  10. Januar 2019 —  Die Vize-Chefs der GK Roskosmos und der US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, Sergej Saweljew und Al Condes,  haben über die Absage des Rogosin-Besuches in den USA gesprochen. Zeit und Ort eines möglichen neuen Termins seien nicht festgelegt worden,  meldet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Donnerstag. Sie beruft sich dabei auf einen offiziellen Vertreter der GK Roskosmos.

Das Gespräch habe stattgefunden und sei „konstruktiv“  gewesen,  hieß es lediglich. Weitere Informationen seien nicht erteilt worden.

© Gerhard Kowalski

Russland bietet Weltraumtouristen Flüge auf den Spuren von Gagarin an

Credit:G. Kowalski

Moskau,  10. Januar 2019 —   Die GK Roskosmos hat potenziellen Weltraumtouristen neben Flügen zur Internationalen Raumstation ISS auch Orbitalflüge „auf den Spuren Gagarins“  angeboten. Zur Umsetzung dieser Pläne würden bereits Gespräche mit entsprechenden Partnern geführt,  sagte Agenturchef Dmitri Rogosin am Donnerstag in einem Interview.

Ab 2020 sei die GK Roskosmos in der Lage, die Produktionszahlen bei Sojus-Raumschiffen auch für touristische Zwecke zu erhöhen,  fügte Rogosin hinzu. Nach seinen Schätzung brächten solche Flüge Hunderte Millionen Dollar pro Jahr.

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Rogosin kündigt Ergebnis der Untersuchungen zum ISS-Leck für die „nächsten Wochen“ an

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  10. Januar 2019 —  Der Chef des russischen Raumfahrtstaatskonzerns GK Roskosmos,  Dmitri Rogosin, hat angekündigt,  dass die Ergebnisse der Untersuchung zu dem Loch in der Internationalen Raumstation ISS in den „nächsten Wochen“  vorliegen werden. „Unsere Aufgabe ist es, die Untersuchung voll technisch abzusichern, die Schlussfolgerungen aber werden sie ziehen“,  sagte er am Donnerstag in einem Interview.

Die Untersuchungsergebnisse würden zuerst den Mitgliedern der Roskosmos-Kommission vorgelegt und dann an die Führung des Landes weitergeleitet,  fügte Rogosin hinzu. „Auch die Amerikaner interessieren sich für die Ergebnisse der Arbeit, aber alles zu seiner Zeit.“

Am 30. August war in der Orbitalsektion des Raumschiffes Sojus MS-09 von Alexander Gerst ein etwa zwei Millimeter großes Bohrloch entdeckt worden, dessen Herkunft mysteriös ist.

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DLR: EDEN-ISS-Antarktisgärtner Paul Zabel brachte reiche Ernte ein

Credit:DLR

Credit:DLR

Köln,  10. Januar 2019 — Der Antarktisgärtner Paul Zabel vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat die Gemüsezucht für Flüge zum Mond und zum Mars 365 Tage lang im EDEN-ISS-Gewächshaus erfolgreich erprobt und dabei unter künstlichem Licht eine reiche Ernte eingefahren. Dem insgesamt zehnköpfigen Überwinterungsteam auf der Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) habe er frische Abwechslung auf den Tisch gebracht,  teilte das DLR mit. So habe die Crew über das zurückliegende Jahr unter anderem 67 Kilogramm Gurken, 46 Kilogramm Tomaten, 19 Kilogramm Kohlrabi, 8 Kilogramm Radieschen, 15 Kilogramm Kräuter sowie 117 Kilogramm Salat verspeisen können.

Beinahe täglich habe sich Zabel auf den Arbeitsweg zum rund 400 Meter von der Station entfernten EDEN-ISS-Gewächshaus gemacht. Nur bei stärkeren Stürmen sei es automatisch vom Kontrollzentrum in Bremen gesteuert worden. „Von Bremen aus waren wir mit Paul in täglichem Kontakt“, berichtete EDEN-ISS-Leiter Daniel Schubert vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme. Er habe eine großartige Arbeit für das Projekt geleistet. „Zukünftige Raumfahrer werden es ihm danken.“

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Rogosin:  Besuchs-Absage ist Teil des Kampfes zwischen Kongress und Trump

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  9. Januar 2019 —  Der Chef der GK Roskosmos,  Dmitri Rogosin,  hat erstmals zur Absage seines USA-Besuches durch die Luft- und Raumfahrtbehörde NASA Stellung genommen. In der gegenwärtigen konkreten Situation sei dies „Teil des Kampfes“   zwischen dem US-Kongress und Präsident Donald Trump,  sagte Rogosin am Mittwoch dem Fernsehsender Rossija-24. „In dem gegebenen konkreten Fall ist die NASA das Opfer dieses Kampfes.“

Er wolle gern in der NASA einen berechenbaren Partner sehen,  betonte der Agenturchef. Aber nach dem, was geschehen ist,  bleibe bei ihm ein kleines unangenehmes Gefühl zurück.

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Bewegung in den Beziehungen zwischen GK Roskosmos und NASA

Moskau,  9. Januar 2019 —  In die verhärteten Beziehungen zwischen dem russischen Raumfahrtstaatskonzern GK Roskosmos und der US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA scheint Bewegung zu kommen.  Wie die Moskauer Nachrichtenagentur TASS am Mittwoch meldet,  wollen die stellvertretenden Chefs der Raumfahrtagenturen,  Sergej Saweljew und Al Condes, in nächster Zeit eine Telefonkonferenz durchführen. Details und Thema des Gesprächs seien nicht mitgeteilt worden, betont TASS.

Die Beziehungen zwischen der GK Roskosmos und der NASA waren in den letzten Tagen abgekühlt,  nachdem die NASA einen für Februar geplanten USA-Besuch von GK Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin abgesagt hatte.

© Gerhard Kowalski