China kündigt Fertigstellung seiner Raumstation an

Peking, 6. Januar 2022 – China hat die Fertigstellung seiner Raumstation noch in diesem Jahr angekündigt. Dazu sollen zwei Frachter, zwei bemannte Raumschiffe und zwei Labormodule zum Basismodul geschickt werden, teilte die Nachrichtenagentur Xinhua mit. Insgesamt seien mehr als 40 Raumflugstarts vorgesehen. Zudem soll die neue Trägerrakete Langer Marsch-6A ihren Jungfernflug absolvieren.

Inzwischen wurde in der Nacht zum Donnerstag deutscher Zeit am Basismodul mithilfe eines Roboterarms erfolgreich die Umsetzung eines Frachtraumschiffes erprobt. Es war abgekoppelt und zur Seite geführt und dann wieder an der alten Stelle angedockt worden.

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Rogosin: Der bewaffnete Schutz der Schlüsselobjekte von Baikonur wurde verstärkt – Zukunft des Kosmodroms ungewiss (Update)

Credit: GK Roskosmos

Moskau, 6. Januar 2022 – Der Chef der GK Roskosmos, Dmitri Rogosin, hat mitgeteilt, dass der bewaffnete Schutz der Schlüsselobjekte des russischen Kosmodroms Baikonur auf dem Territorium Kasachstans verstärkt wurde. Alle Einrichtungen der Raumfahrtbehörde, die Rechtsschutzorgane sowie die städtischen Dienste und Organisationen arbeiteten normal, fügte er am Mittwoch hinzu. Der Operativstab, der bei der Verwaltung von Baikonur eingerichtet wurde, kontrolliere die Lage in der Stadt. Außerdem sind alle leitenden Kader der Stadt und der russischen Firmen (nach dem Jahresendurlaub) in die Stadt zurückgekehrt, um die nächsten Starts vorzubereiten, meldet die Nachrichtenagentur TASS am Donnerstag.

Zur generellen Zukunft des Kosmodroms schweigt die russische Raumfahrtbehörde indes bisher. Immerhin steht angesichts der Unruhen in Kasachstan zumindest die bemannte Raumfahrt Moskaus auf dem Spiel. Denn nur von Baikonur können seine bemannten Raumschiffe starten, und hier kommen auch in der weiten Steppe die Kosmonauten in ihren Landekapseln wieder auf die Erde zurück. Der nächste bemannte Start ist bisher noch für den 18. März geplant.

Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Donnerstag meldet, will Russland in der ersten Jahreshälfte 2022 Kasachstan einen Telekommunikationssatelliten Ekran-M und drei technologische Systeme übergeben. Das erfolge im Rahmen des geplanten vorzeitigen Rückzugs aus 16 nicht genutzten Objekten des Kosmodroms.

Russland hat Baikonur bis 2050 für 115 Millionen Dollar pro Jahr gepachtet.

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Pressedienst der GK Roskosmos: Lage in Baikonur ist ruhig

Moskau, 5. Januar 2022 – „In der Stadt Baikonur ist die Lage ruhig, alle Rechtsschutzorgane arbeiten normal“, teilte der Pressedienst  der GK Roskosmos am Mittwoch mit. Der Leiter der Administration der Stadt, Konstantin Bussygin, berichte dem Chef der russischen Raumfahrtbehörde, Dmitri Rogosin, regelmäßig über die Situation um das Kosmodrom.

Ein Internet-Bericht, dass derzeit Personal für den verstärkten Schutz des Kosmodroms und aller strategischen Objekte auf dem Territorium Kasachstans rekrutiert werde, sei inzwischen dementiert worden, meldet die Nachrichtenagentur TASS.

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Regierung Kasachstans nach landesweiten Protesten zurückgetreten – Auswirkungen auf das Kosmodrom Baikonur noch unklar

Credit: GK Roskosmos

Nur-Sultan, 5. Januar 2022 – Nach landesweiten gewaltsamen Protesten gegen die drastische Erhöhung der Gaspreise ist die Regierung Kasachstans am Mittwoch zurückgetreten. Präsident Kassym-Shomart Tokajew hatte zuvor deren Politik für die brisante Situation verantwortlich gemacht.

Welche Auswirkungen die Regierungskrise auf das Kosmodrom Baikonur hat, von wo Russland den Großteil seiner Raumfahrtaktivitäten abwickelt, ist bislang nicht bekannt.

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Umfrage: Die Mehrheit der US-Bürger drängt es nicht zum Mond

Credit: NASA

Washington, 5. Januar 2022 – Die Mehrheit der US-Bürger drängt es offenbar nicht zum Mond. Bei einer Umfrage der Portale Axios und Momentive sagten 61 Prozent der Befragten, sie würden nicht als Touristen dorthin fliegen, selbst wenn sie das Geld dafür hätten. 37 Prozent würden hingegen fliegen, zwei Prozent antworteten nicht.

Am interessiertesten zeigten sich die 18- bis 34-Jährigen. Von ihnen würden 52 Prozent die Reise antreten, bei den 35- bis 64-Jährigen waren es nur noch 35 und bei den über 65-Jährigen nur 18 Prozent.

Die 2.602 Teilnehmer der Umfrage waren landesweit aus über zwei Millionen Bürgern ausgewählt worden, die täglich an den Ermittlungen der Plattform SurveyMonkey teilnehmen.

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GK Roskosmos kündigt drei Progress-Starts zur ISS an

Credit: GK Roskosmos

Moskau, 4. Januar 2022 – Im Rahmen seines nationalen Programms schickt Russland 2022 drei Progress MS-Frachtraumschiffe zur Internationalen Raumstation ISS. Sie tragen die Seriennummern MS-19, MS-20 und MS-21 und sollen am 15. Februar, 3. Juni und 26. Oktober vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) mit Sojus-2.1a-Trägerraketen starten und jeweils gut 2,5 Tonnen Nachschub auf die Umlaufbahn bringen, teilte die GK Roskosmos mit.

Die Frachter, die über eine Fracht-, eine Geräte- und Aggregate- und eine Tank-Sektion verfügen, fliegen zwischen 173 und 370 Tagen im Verbund mit der Station. In dieser Zeit dienen ihre Triebwerke auch zur Korrektur der ISS-Umlaufbahn.

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Russland plant 2022 zwei bemannte Raumflüge

Credit: GK Roskosmos

Moskau, 3. Januar 2022 – Russland plant 2022 zwei bemannte Raumflüge zur Internationalen Raumstation ISS.  Sie finden am 18. März und am 21. September statt, teilte die GK Roskosmos mit.

Im März startet vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) seit langer Zeit mit Oleg Artemjew, Denis Matwejew und Sergej Korssakow wieder eine rein russische Besatzung mit dem Raumschiff Sojus MS-21. Sie soll nach dem superschnellen System nach zwei Erdumkreisungen an der Station anlegen und 195 Tage auf der Umlaufbahn bleiben. Als Doubles fungieren Sergej Prokopjew, Anna Kikina (Foto) und Dmitri Petelin. Die  September-Besatzung arbeitet 188 Tage im All.

Zudem ist geplant, dass Anna Kikina, die einzige Frau im russischen Kosmonautenkorps, im September oder Oktober mit einem Crew Dragon von SpaceX zur ISS fliegt. Das wäre die erste Mission im Rahmen der gegenseitigen Mitflüge zwischen Russland und den USA.

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ISS: Möglicherweise letztes Leck im russischen Swesda-Modul entdeckt

Credit: GK Roskosmos

Moskau, 2. Januar 2022 – Die Kosmonauten Anton Schkaplerow und Pjotr Dubrow haben möglicherweise das letzte Leck im Swesda-Modul des russischen ISS-Segments entdeckt. Es befinde sich in der Übergangssektion des Moduls, teilte der Pressedienst der GK Roskosmos mit. Man wisse aber, wie es geschlossen werden könne, so dass es keine weiteren Probleme bereite.

Im März vergangenen Jahres hatten die Kosmonauten Sergej Ryshikow und Sergej Kudj-Swertschkow in dem Modul einen Riss repariert, aus dem möglicherweise an mehreren Stellen Luft entweichen konnte. Dadurch war erreicht worden, dass sich der Druckverlust auf ein Drittel verringerte.

Nunmehr soll mit dem nächsten Progress-Frachtraumschiff Material auf die Umlaufbahn gebracht werden, mit dem die Kosmonauten das letzte Leck endgültig schließen können.

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GK Roskosmos: Bereits drittes Jahr in Folge havariefreie Starts

Moskau, 1. Januar 2022 – Die GK Roskosmos legt in ihrer Bilanz 2021 besonderen Wert auf die Feststellung, dass ihre Weltraumraketen bereits das dritte Jahr in Folge havariefrei von Baikonur (Kasachstan), Plessezk und Wostotschny im Amur-Gebiet gestartet sind. Damit habe Russland mit rund 97 Prozent im Fünfjahreszeitraum in dieser Hinsicht die besten Kennziffern unter den führenden Weltraummächten, stellt die Moskauer Raumfahrtbehörde am Samstag fest.

Im abgelaufenen Jahr hat Russland 25 Starts durchgeführt: 14 in Baikonur, je fünf in Wostotschny und Plessezk und einer in Kourou (Französisch-Guayana). 2020 waren es 17 und 2019 ebenfalls 25. Der letzte Fehlstart fand am 11. Oktober 2018 bei dem Raumschiff Sojus MS-10 statt. Der Russe Alexej Owtschinin und der Amerikaner Nick Haig überstanden ihn aber unbeschadet, weil das Notrettungssystem (SAS) perfekt funktionierte.

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USA verlängern ihr ISS-Engagement bis 2030

Credit: US-Senat

Washington, 1. Januar 2022 – Die Biden-Administration hat beschlossen, das Engagement der USA in der Internationalen Raumstation ISS bis 2030 zu verlängern. Damit wolle man gemeinsam mit den internationalen Partnern, darunter Russland, Kanada, Japan und Europa, die „bahnbrechenden Forschungen, die in diesem einmaligen Orbitallaboratorium durchgeführt werden, bis ans Ende des Jahrzehnts fortsetzen“, betonte der Chef der amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, Bill Nelson, am Freitag.

Nach NASA-Angaben wurden in der ISS bisher mehr als 3.000 Forschungsvorhaben verwirklicht, an denen rund 110 Länder und Territorien beteiligt gewesen seien. Die Fortsetzung dieser Arbeit ermögliche es auch, sie fließend auf eine oder mehrere kommerzielle Richtungen zu übertragen.

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