Archiv

Artikel

  • 2518615 Besucher

NASA-Chef Bridenstine besucht Russland —  Genauer Termin steht noch nicht fest

Credit:ZPK

Moskau,  10. Februar 2019 —   Der Administrator der US-Luft und Raumfahrtbehörde NASA, Jim Bridenstine, wird in den nächsten Monaten zu Gesprächen mit seinem russischen Counterpart,  GK Roskosmos-Generaldirektor Dmitri Rogosin,  nach Russland reisen. Das teilte der Pressesprecher des Staatskonzerns,  Wladimir Ustimenko,  am Sonntag mit.

Der genaue Termin der Begegnung steht noch nicht fest. Sie finde entweder in Russland oder auf dem Kosmodrom Baikonur statt,  das Russland bis 2050 von Kasachstan gepachtet hat,  hieß es weiter.

© Gerhard Kowalski

Kommando zurück:  GK Roskosmos bestätigt Informationen über Zeitpunkt des ersten bemannten Mondfluges nicht

Moskau, 10. Februar 2019 —   Die GK Roskosmos rudert hinsichtlich des Zeitpunktes des ersten bemannten Mondfluges zurück. Das Föderale Zielprogramm (FZP) für den Bau der dafür erforderlichen neuen superschweren Trägerrakete Jenissej sei noch nicht bestätigt worden,  teilte der Berater für Wissenschaftsfragen des Generaldirektors der GK Roskosmos,  Alexander Bloschenko,  der Nachrichtenagentur TASS am Samstag mit. Derzeit werde das Zielprogramm noch mit den Exekutivorganen erörtert,  das Programm sei noch nicht verabschiedet,  die dafür erforderlichen Gelder seien noch nicht genehmigt worden,  betonte er.

Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti hatte ebenfalls am Samstag unter Berufung auf Dokumente des Zentralen Wissenschaftlichen Forschungsinstituts des Maschinenbaus (ZNIImasch),  des wissenschaftlichen Leitinstituts der GK Roskosmos,  gemeldet,  Russland wolle 2031 eine erste bemannte Expedition zum Mond schicken. Danach sollen solche Flüge jährlich stattfinden.

© Gerhard Kowalski

Russland will 2031 erste bemannte Expedition zum Mond schicken

Credit:ZNIImasch

Moskau,  9. Februar 2019 —   Russland will 2031 eine erste bemannte Expedition zum Mond schicken. Danach sollen solche Flüge jährlich stattfinden,  meldet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Samstag. Sie beruft sich dabei auf Dokumente des Zentralen Wissenschaftlichen Forschungsinstituts des Maschinenbaus (ZNIImasch),  des wissenschaftlichen Leitinstituts der GK Roskosmos.

Für 2032 sei geplant,  ein schweres Mondmobil zum Erdtrabanten zu schicken, das auch Kosmonauten befördern kann,  heißt es weiter. 2034 soll mit dem Bau einer Mondbasis begonnen werden,  der 2035 fortgesetzt werde.

© Gerhard Kowalski

US-Frachter Cygnus von der ISS abgekoppelt

Credit:  NASA

Houston,  9. Februar 2019 —   Das amerikanische Frachtraumschiff Cygnus hat am Freitagabend die Internationale Raumstation ISS verlassen. Es wurde um 17.16 Uhr deutscher Zeit per Roboterarm von der Station abgekoppelt,  teilte die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA mit.

Cygnus hatte im November Proviant, Ausrüstungen,  Material für wissenschaftliche Experimente und Verbrauchsmaterial auf die Umlaufbahn gebracht. Bis zum gezielten Absturz am 25. Februar wird der Frachter noch für wissenschaftliche Experimente genutzt. Außerdem werden von ihm drei kleine Satelliten privater Firmen ausgesetzt.

© Gerhard Kowalski

GK Roskosmos kämpft um „Entkriminalisierung“ der Raumfahrtbranche

Moskau,  8. Februar 2019 —   Die GK Roskosmos kämpft unter Führung ihres Chefs Dmitri Rogosin konsequent und planmäßig für die „Entkriminalisierung und Säuberung“  der Raketen- und Raumfahrtbranche. Dabei erweise ihr die Generalstaatsanwaltschaft Russlands eine große Hilfe,  heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung auf der Homepage der Raumfahrtagentur.

Es seien bereits viele Strafverfahren wegen verbrecherischer Erscheinungen,  Machenschaften und Diebstahls in Betrieben und Einrichtungen eingeleitet worden,   heißt es weiter. Selbst bei der Rekonstruktion des GK Roskosmos-Sitzes in Moskau sei es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten in einem besonders schweren Fall gekommen.

© Gerhard Kowalski

Der ExoMars Rover heißt Rosalind Franklin

Credit:ESA

Paris,  7. Februar 2019 —  Der ExoMars Rover,  der 2021 auf dem Roten Planeten abgesetzt werden soll,  erhält den Namen der britischen Wissenschaftlerin und Mitentdeckerin der DNA Rosalind Franklin. Das gab die Europäische Weltraumorganisation ESA, die das Marsprogramm gemeinsam mit Russland durchführt, am Donnerstag in Paris bekannt. Der Name wurde aus mehr als 36.000 Einsendungen im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählt,  der im Juli von der britischen Weltraumagentur ausgeschrieben worden war. Zur Begründung hieß es,  es gehöre zur DNA des Menschen, Forschung zu betreiben.

Der Rover soll helfen,  Spuren von Leben auf dem Mars zu finden. Dazu wird er auch erstmals mit einem Bohrgerät ausgerüstet,  das Materialproben bis in zwei Meter Tiefe analysieren kann.

© Gerhard Kowalski

GK Roskosmos lässt Berichterstattung analysieren

Moskau,  7. Februar 2019 —   Die GK Roskosmos will zeitnah wissen,  wie in den nationalen und internationalen Medien über sie berichtet wird. Dazu hat der russische Raumfahrtstaatskonzern einen Tender über umgerechnet 85.000 Euro ausgeschrieben,  wie auf der Homepage der Behörde für Staatsaufträge nachzulesen ist.

Die Aktion läuft zwischen dem 1. März auf dem 31. Juli. Die GK Roskosmos geht davon aus,  dass die Berichterstattung von nicht weniger als 45.000 Medien nach zum Teil vorgegebenen Stichwörtern untersucht und analysiert wird. Die Ergebnisse sollen täglich jeweils bis 08.30 Uhr Moskauer Zeit (06.30 Uhr deutscher Zeit) an den Auftraggeber übermittelt werden.

© Gerhard Kowalski

Überraschende Enthüllung:   Rund 40 Prozent der Arbeit der GK Roskosmos betreffen militärische Raketentechnik

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  6. Februar 2019 —   Der Chef des Wissenschaftlich-Technischen Rates der GK Roskosmos,  Juri Koptjew,  hat am Mittwoch eine überraschende Enthüllung gemacht. Rund 40 Prozent der Arbeit des Raumfahrtstaatskonzerns entfielen auf die militärische Raketentechnik,  sagte er in einem Video im Telestudio auf der Homepage der GK Roskosmos.

Zu den Aufgaben gehörten beispielsweise die Entwicklung der neuen schweren ballistischen Rakete Sarmat,  die die Satan-Raketen ablösen soll,   betonte  Koptjew. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die Ankündigung von Präsident Wladimir Putin vom April vergangenen Jahres,  dass Russland neue Waffen bauen werde.

Vor zehn Jahren war eigentlich die russische Raumfahrtbehörde in eine zivile Einrichtung umgewandelt worden.

© Gerhard Kowalski

Ariane 5 mit zwei Satelliten erfolgreich gestartet

Credit:Arianespace

Kourou,  6. Februar 2019 —   Eine Ariane 5 ECA hat am Dienstagabend zwei Kommunikationssatelliten erfolgreich ins All gebracht. Die Europarakete mit Saudi Geostationary Satellite  1/Hellas Sat 4  und GSAT-31 an der Spitze stieg um 22.01 Uhr vom Weltraumbahnhof  Kourou (Französisch-Guyana) auf,  teilte Arianespace mit. Der saudische Satellit versorgt den Nahen Osten,   Südafrika  und Europa mit modernsten Dienstleistungen,  der andere dient der Entwicklung der kosmischen Infrastruktur Indiens.

Es war dies der erste Start von Kourou in diesem Jahr und die 103. Mission einer Ariane 5.

© Gerhard Kowalski

Juri Koptjew:   Sanktionen mit schuld an Problemen in der russischen Raumfahrt

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  5. Februar 2019 —   Der Vorsitzende des Wissenschaftlich-Technischen Rates der GK Roskosmos, Juri Koptjew,  gibt den westlichen Sanktionen gegen sein Land eine Mitschuld an den Problemen in der zivilen und militärischen Raumfahrt. Durch diese Sanktionen sei man zu Geiseln geworden, die keinen Zugang mehr zu prinzipiell wichtigen elektronischen Bauteilen haben,  sagte er im Fernsehsender Rossija-24.

Die russischen Satelliten bestehen nach früheren offiziellen Angaben zu 80 Prozent aus importierten Bauteilen. Derzeit ist Russland bemüht,  eine eigene Produktion für weltraumfähige elektronische Bauteile aufzuziehen.

© Gerhard Kowalski