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RKK Energija zieht erste Konsequenzen aus dem Leck in der ISS

Credit:  RKK Energija

Moskau,  7. April 2019 —   Die RKK Energija hat erste Konsequenzen aus dem Vorfall mit dem Leck in der Internationalen Raumstation ISS von Ende August vergangenen Jahres gezogen. Der Hersteller der Sojus-Raumschiffe veröffentlicht in seiner Zeitung „Kosmitscheskaja technika i technologii“  (Weltraumtechnik und Technologien) einen Maßnahmenkatalog für ähnliche Notfälle,  wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Sonntag meldet.

So sollen unter anderem die Raumschiffe und die Station mit Mitteln für das Aufspüren von Lecks ausgestattet und eine Methodik für das Agieren der Besatzungen ausgearbeitet werden.

Die Ursache für das Leck,  das am 30. August in der Orbitalsektion des angekoppelten Raumschiffes Sojus MS-09 mithilfe eines US-Ultraschallgeräts geortet wurde,  ist bislang nicht geklärt.

© Gerhard Kowalski

Russland und Kasachstan wollen Baikonur zielstrebig weiterentwickeln

Nur-Sultan,  5. April 2019 —   Russland und Kasachstan wollen im Rahmen des Baiterek-Projekts das Kosmodrom Baikonur weiterentwickeln. Ziel sei die pünktliche Durchführung der ersten Teststarts des neuen Mittelklasseträgers Sojus-5 (Irtysch) im Jahre 2022,  teilte der Chef der GK Roskosmos,  Dmitri Rogosin,  am Freitag nach Gesprächen in Nur-Sultan mit. Geplant sei ferner die Modernisierung der sogenannten Gagarinschen Startrampe für Sojus-2-Missionen und kommerzielle Starts für das OneWeb-Programm. Dabei sei auch die Einbeziehung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) vorgesehen.

Zudem werde die Einrichtung einer Freien Wirtschaftszone Baikonur ins Auge gefasst,  sagte Rogosin. Dabei stütze man sich auf Vorschläge des kasachischen Gebietes,  auf dem das Kosmodrom liegt. Auch an gemeinsame Maßnahmen zur Schaffung „würdiger“  kommunaler und sozialer Bedingungen für die Bewohner sei gedacht.

© Gerhard Kowalski

Russische Rakete bringt vier O3b-Satelliten ins All

Credit:Arianespace

Kourou,  4. April 2019 —   Eine russische Sojus-ST-B-Trägerrakete hat am Donnerstagabend deutscher Zeit vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou (Französisch-Guyana) vier O3b-Breitbandsatelliten ins All geschossen. Die Satelliten sind für die O3b medium Earth orbit (MEO)-Konstellation von SES bestimmt,  die seit 2014 existiert.

Es war dies der insgesamt vierte Start und der zweite Sojus-Start von Kourou in diesem Jahr.

© Gerhard Kowalski

Russischer Frachter legt nach superkurzem Flug vorzeitig automatisch an der ISS an

Credit:NASA

Koroljow,  4. April 2019 —   Nach einem superkurzen Flug hat ein russisches Frachtraumschiff am Donnerstag perfekt automatisch und zudem zwei Minuten früher als geplant an der Internationalen Raumstation ISS angelegt. Progress MS-11 erreichte nach nur zwei Erdumkreisungen in 3 Stunden und 22 Minuten mit gut 2,5 Tonnen Nachschub an Bord die Erdaußenstation,  wie das Flugleitzentrum (ZUP) in Koroljow bei Moskau mitteilte. Der Start erfolgte um 13.01 Uhr an der Spitze einer Sojus-2.1a-Trägerrakete vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan.

Der Frachter bringt 900 Kilogramm Treibstoff,  420 Kilogramm Wasser und Container mit Lebensmitteln sowie wissenschaftliche Geräte,  Medikamente und persönliche Hygieneartikel für die sechsköpfige russisch-amerikanisch-kanadische Besatzung auf die Umlaufbahn.

Der erste Mal wurde das superkurze Schema,  wie es offiziell heißt,  im Juli 2018 bei Progress MS-09 angewendet. Zuvor brauchten die Frachter zuerst zwei Tage oder 34 Erdumkreisungen und zuletzt sechs Stunden beziehungsweise vier Umkreisungen bis zur Station.

Für den Fall,  dass die automatische Kopplung nicht geklappt hätte,  hätten das die russischen Kosmonauten Oleg Kononenko und Alexej Owtschinin per Hand erledigt.

Nach einem unbemannten Sojus-Testflug soll dieses Kurzschema später auch bei bemannten Missionen zum Einsatz kommen.

© Gerhard Kowalski

Russischer Frachter im Eilzugtempo auf dem Weg zur ISS

Credit:GK Roskosmos

Baikonur,  4. April 2019 —   Ein russisches Frachtraumschiff mit rund zwei Tonnen Nachschub an Bord ist im Eilzugtempo auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISSProgress MS-11 stieg am Donnerstag um 13.01 Uhr deutscher Zeit an der Spitze einer Sojus-2.1a-Trägerrakete vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan auf. Es soll nach nur zwei Erdumkreisungen oder 3 Stunden und 24 Minuten um 16.25 Uhr automatisch an der Station ankoppeln.

Der erste Mal wurde das superkurze Schema,  wie es offiziell heißt,  im Juli 2018 bei Progress MS-09 angewendet. Zuvor brauchten die Frachter zuerst zwei Tage oder 34 Erdumkreisungen und zuletzt sechs Stunden beziehungsweise vier Umkreisungen.

Für den Fall,  dass die automatische Kopplung nicht möglich ist,  übernehmen das die russischen Kosmonauten Oleg Kononenko und Alexej Owtschinin per Hand.

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USA verzichten bald auf russische Raketentriebwerke

Credit:  NPO Energomasch

Washington,  4. April 2019 —   Herber Schlag für die Russen:   Die USA wollen spätestens 2022 auf den Import von russischen Raketentriebwerken des Typs RD-180 verzichten,  wie im Streitkräfte-Ausschuss des Repräsentantenhauses angekündigt wurde. Das bedeutet erhebliche Einnahmeverluste für die Raumfahrtindustrie Moskaus.

Nach russischen Angaben wurden bisher 85 US-Trägerraketen des Typs Atlas III und Atlas V mit RD-180-Triebwerken gestartet. Der erste von bislang 113 Raketenmotoren war im Januar 1999 geliefert worden.

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ESA unterstützt Startup PTScientists bei Mondflug

Credit:ESA

Paris,  3. April 2019 —   Die Europäische Weltraumorganisation ESA unterstützt das europäische Startup  PTScientists  mit Sitz in Berlin dabei,  zum Mond zu fliegen. Das Unternehmen plant, Lander und Rover in Zukunft regelmäßig für Mondmissionen einzusetzen,  teilte die ESA am Mittwoch in Paris mit. Der Jungfernflug werde für das Jahr 2020 erwartet.

Die Experten des Europäischen Satellitenkontrollzentrums der ESA in Darmstadt werden PTScientists in den Bereichen Flugdynamik und Flugbetrieb beraten und den Einsatz von zwei Mondrovern vorbereiten, heißt es weiter.

© Gerhard Kowalski

ESA und DLR bündeln ihre Kompetenzen bei Weltraummissionen

Credit:DLR

Köln,  2. April 2019 —   Eine Deep-Space-Antenne am DLR-Standort Weilheim bei München könnte das Problem ausreichender Kapazitäten bei aktuellen und zukünftigen Weltraummissionen der ESA lösen,  teilte das DLR am Dienstag in Köln mit. In diesem und in den nächsten Jahren starte die ESA einige Missionen in unser Sonnensystem, zum Mars, zum Merkur und zum Jupiter. Alle Flüge benötigten leistungsstarke Bodenstationen, um die enormen Mengen an wissenschaftlichen Daten zu bearbeiten.

Um die Herausforderung zu meistern, haben Ingenieure der ESA und des DLR begonnen, die Möglichkeit zu prüfen, eine bestehende 30-Meter-Parabolantenne in Weilheim zu nutzen,  heißt es in der Mitteilung über die Vertragsunterzeichnung. Damit sollen zusätzliche Trackingkapazitäten auf dem europäischen Längengrad bereitgestellt werden.

© Gerhard Kowalski

 

Russland verzichtet auf die Angara-A3

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  2. April 2019 —   Die Zahl der Familienmitglieder der neuen russischen Trägerrakete Angara wird von drei auf zwei reduziert. Die Mittelklasse-Variante Angara-A3 werde nicht gebaut,  sagte der Chef der GK Roskosmos,  Dmitri Rogosin,  in Moskau. Als Grund nannte er die in der Entwicklung befindliche neue Trägerrakete Sojus-5 (Irtysch), mit der künftig von Baikonur (Kasachstan) aus der Sojus-Nachfolger Federazija ins All geschossen werden soll. Die Sojus-5 mit ihren 17 Tonnen Nutzlast mache die Angara-A3 überflüssig.

Deshalb würden nur die leichte sowie die schwere Angara-Variante mit ihren 37,5 Tonnen Nutzlast für den erdnahen Orbit gebaut,  betonte Rogosin. Die Fertigstellung der Sojus-5 sei für 2021 geplant. Zwischen 2022 und 2025 würden vier Testflüge stattfinden.

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Starliner-Besatzung im Sternenstädtchen eingetroffen

Credit:ZPK

Sternenstädtchen,  1. April 2019 —   Die Besatzung des ersten Testflugs des Starliners von Boeing zur Internationalen Raumstation ISS ist am Montag im Kosmonautenausbildungszentrum (ZPK) Juri Gagarin im Sternenstädtchen bei Moskau vorgestellt worden. Die NASA-Astronauten Nicole Mann,  Mike Fincke und  Barry Wilmore werden hier fünf Wochen lang für ihre Mission trainieren,  teilte das ZPK mit. Dabei werden sie unter anderem mit dem russischen ISS-Segment,  den Notfallprozeduren und den medizinischen Ausrüstungen vertraut gemacht. Außerdem stehen Sport und Russisch-Kurse auf dem Dienstplan.

Fincke und Wilmore haben bereits im ZPK trainiert. Sie waren drei- bzw. zweimal in der ISS. Mann ist Weltraumneuling.

© Gerhard Kowalski