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Russland:  Neuer Verhaltens-Kodex für Funkverkehr zwischen Flugleitzentrum und ISS-Segment

Moskau,  25. November 2019 —   Der Funkverkehr zwischen dem Flugleitzentrum (ZUP) in Koroljow bei Moskau und dem russischen ISS-Segment läuft seit kurzem nach einem neuen Verhaltens-Kodex ab. Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Montag meldet,  soll dabei kurz,  klar,  deutlich,  langsam (nicht mehr als 100 Wörter pro Minute),  mit gleichbleibender Lautstärke und technisch versiert gesprochen werden.  Nicht korrekte und negative Aussagen sowie Schimpfwörter zu jeglichen Themen seien nicht erlaubt,  Dank- und Grußworte dagegen schon.

Mit dem neuen Kodex sollen die Effektivität und Operativität der Aufgabenerfüllung erhöht und  die Fehlerquote der ISS-Besatzungen verringert werden,  heißt es zur Begründung. Der Funkverkehr des ZUP mit den Kosmonauten verläuft derzeit direkt,  wenn sich die ISS über russischem Territorium befindet,   sonst aber über US-Nachrichtenkanäle.

© Gerhard Kowalski

 

China startet zwei BeiDou-Navigationssatelliten

Peking,  23. November 2019 —  China hat am Samstag zwei Satelliten seines BeiDou-Navigationssystems (BDS) gestartet. Die Trägerrakete Langer Marsch-3B stieg vom Weltraumbahnhof Xichang in der Provinz Sichuan auf,  meldet die Pekinger Nachrichtenagentur Xinhua.

Es sind dies der 50. und 51. Satellit des Systems und der 319. Start einer Langer Marsch-Rakete.

© Gerhard Kowalski

DLR-Vorstandsvorsitzende Ehrenfreund zum Ritter der Ehrenlegion ernannt

Credit:G. Kowalski

Paris,  22. November 2019 —  Die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Pascale Ehrenfreund,  ist am Donnerstag zum Ritter der Ehrenlegion ernannt worden. Der Präsident der französischen Raumfahrtagentur CNES, Jean-Yves Le Gall,  überreichte ihr in Paris die Insignien im Namen von Frédérique Vidal, der französischen Ministerin für Hochschulbildung, Forschung und Innovation.

Le Gall betonte,  mit der Auszeichnung werde Ehrenfreunds langjähriger Beitrag zur Förderung der deutsch-französischen Beziehungen gewürdigt. Die Verleihung der hohen Auszeichnung belohne den Einsatz, das Engagement und die Entschlossenheit, die die DLR-Vorstandsvorsitzende zu einem Vorbild in Europa und bei den weltweit führenden Akteuren im Weltraum mache.

© Gerhard Kowalski

 

Morgan und Parmitano beenden erfolgreich 2. Ausstieg zur Reparatur des AMS-Wärmekontrollsystems (Update)

Credit:  NASA

Houston,  22. November 2019 —  US-Astronaut Andrew  Morgan und sein italienischer ESA-Kollege Luca Parmitano haben am Freitag erfolgreich ihren zweiten Ausstieg aus der Internationalen Raumstation ISS  zur Reparatur des Wärmekontrollsystems des Alpha-Magnet-Spektrometers (AMS) absolviert. Er dauerte rund sechseinhalb Stunden,  teilte das NASA-Kontrollzentrum in Houston (Texas) mit. Alle Aufgaben seien erfüllt worden.

Insgesamt sind für die Arbeiten am AMS,  das 2011 auf die Umlaufbahn gekommen war, vier Ausstiege geplant. Der nächste findet am 2. Dezember statt.

Es war dies der 223. Ausstieg in der Geschichte der ISS und der 10. in diesem Jahr.

© Gerhard Kowalski

Ernst oder Provokation?  Russischer Kosmonaut sagt Austritt der USA aus ISS-Programm voraus

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  21. November 2019 —  Ist das ernst gemeint oder eine bewusste Provokation?  Der russische Zweifachkosmonaut Sergej Rjasanski sagt voraus, dass die USA aus dem ISS-Programm aussteigen, sobald ihre bemannten kommerziellen Raumschiffe einsatzbereit sind. Die damit frei werdenden Mittel würden dann für die bemannte Raumstation eingesetzt,  die den Mond umkreisen soll,  sagte er in einer TV-Sendung.

Zudem bezweifelte Rjasanski,  dass die Internationale Raumstation ohne die Amerikaner weiter betrieben werden kann. Möglicherweise sollte sich „Russland mit seinem relativ geringen Weltraumbudget auf irgendein perspektivreicheres Projekt konzentrieren“,  empfahl er.

© Gerhard Kowalski

Russland warnt vor einer Katastrophe –   Erste Reaktion auf NATO-Weltraumstrategie

Moskau,  20. November 2019 —  Die Entscheidung der NATO-Außenminister vom Mittwoch in Brüssel,  auch den Weltraum zu einer Sphäre militärischer Aktivitäten zu machen,  ist in Russland auf heftige Kritik gestoßen. „Das kann meiner Meinung nach die Weltgemeinschaft in eine Katastrophe führen“,  sagte der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungskomitees der Staatsduma,  Juri Schwytkin,  im Radio Sputnik. Die diesbezügliche Erklärung von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg rufe „Unverständnis“  hervor und bedeute „aggressive,  destruktive Handlungen in Beziehung zu anderen Staaten“. Russland müsse deshalb entsprechende Maßnahmen treffen,  um die Militarisierung des Weltraums seitens der NATO nicht zuzulassen.

Die NATO-Weltraumstrategie soll voraussichtlich beim nächsten Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs in zwei Wochen in London verabschiedet werden.

© Gerhard Kowalski

In eigener Sache

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in Kürze erwarte ich den 3.000.000. Besucher. Der oder dem Glücklichen winkt ein Buch von mir mit einer persönlichen Widmung.

Viel Glück!

Ihr/Euer

Gerhard Kowalski

 

GK Roskosmos plant zwei russische Dreier-Sojus-Besatzungen zur ISS

Moskau,  19. November 2019 —   Die Sojus-Besatzungen, die im Oktober 2020 und im Frühjahr 2021 zur Internationalen Raumstation ISS starten, könnten nach 19 Jahren Unterbrechung jeweils wieder aus drei russischen Kosmonauten bestehen. So sieht es die bisherige Planung der GK Roskosmos vor,  wie Moskauer Medien berichten. Die letzte rein russische Besatzung ist 2000 zur Raumstation MIR geflogen. Normalerweise sind ein oder gar zwei Ausländer dabei.

Für den Flug von Sojus MS-17 im Oktober 2020 sind Anatoli Iwanischin,  Iwan Wagner und Nikolai Tschub nominiert,  und im Frühjahr 2021 sollen mit Sergej Ryshikow,  Sergej Kudj-Swertschkow und Sergej Korsakow erstmals gleich drei Sergejs mit Sojus MS-18 starten. Allerdings steht noch die Antwort von Roskosmos auf die Bitte der US-Luft und Raumfahrtbehörde NASA aus,  ihr für beide Flüge jeweils einen Platz für einen amerikanischen Astronauten zu reservieren.

© Gerhard Kowalski

Start des russischen Wissenschaftlich-Energetischen Moduls verzögert sich weiter

Credit:RKK Energija

Moskau,  18. November 2019 —   Der Start des Wissenschaftlich-Energetischen Moduls (NEM)  für das russische Segment der Internationalen Raumstation ISS verzögert sich weiter. Es soll nun 2023 auf die Umlaufbahn gebracht werden und damit das Segment vollenden,  wie aus Dokumenten der RKK Energija hervorgeht. Ursprünglich waren zwei solcher Module geplant,  die 2014 und 2015 zur Verfügung stehen sollten. Später wurde auf eines davon verzichtet, dessen Start sich immer wieder verzögerte. Zuletzt war von 2022 die Rede.

Zuvor sollen noch das Labormodul Nauka (Wissenschaft/2020)  und das Kopplungsmodul Pritschal (Anlegestelle/2021)  die ISS ergänzen.

Das NEM wird vor allem medizinische Ausrüstungen und Trainingsgeräte für die Kosmonauten beherbergen. Zudem erhält es ein „Kraftwerk“  mit einer mittleren Jahresproduktion von 18 Kilowatt Strom.

Das russische Segment besteht derzeit aus fünf, das amerikanische aus zehn  Modulen.

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Erster von vier Ausstiegen zur AMS-Reparatur erfolgreich abgeschlossen

Houston,  15. November 2019 —  Der italienische ESA-Astronaut Luca Parmitano und sein US-Kollege Andrew Morgan haben am Freitag mit der Reparatur des Alpha-Magnet-Spektrometers (AMS) an der Internationalen Raumstation ISS begonnen. Beim ersten von vier Ausstiegen,  der rund sechseinhalb Stunden dauerte,  ging es um das defekte Kühlsystem des 2-Milliarden-Dollar-Gerätes. So mussten die Männer die entsprechenden Werkzeuge an den Arbeitsort bringen,  zwei Handläufe anbringen und eine Schutzabdeckung abbauen.  Die Aktion gilt als die herausforderndste Aufgabe seit der Reparatur des Hubble Teleskops. Parmitano verglich sie mit einer ”Operation am offenen Herzen”. 

Am kommenden Freitag wird die Aktion fortgesetzt,  deren Ziel der Austausch des defekten Kühlsystems ist.

Es war dies der 222. Ausstieg in der Geschichte der ISS sowie der dritte für den Italiener und der vierte für den Amerikaner.

(c) Gerhard Kowalski