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Perminow:Start von „Sojus TMA-20“verschiebt sich um maximal zehn Tage

Credit:Roskosmos

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Baikonur,7. Oktober 2010 — Wegen der Beschädigung des Raumschiffes „Sojus TMA-20“auf dem Eisenbahntransport von Moskau nach Baikonur (Kasachstan) verschiebt sich der Start maximal um zehn Tage. Der Startkalender der Internationalen Raumstation ISS werde davon jedoch nicht berührt,sagte der Generaldirektor der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos,Anatoli Perminow,am Donnerstag auf dem Kosmodrom.  Der neue Starttermin werde mit der amerikanischen Seite abgestimmt. Auf jeden Fall bleibe es beim Dezember als Startmonat. Ursprünglich sollte das Raumschiff mit dem Russen Dmitri Kondratjew,der Amerikanerin Catherine Coleman und dem italienischen ESA-Astronauten Paolo Nespoli am 13. Dezember zur Station fliegen.

 
Um welche Art Schaden es sich genau handelt,sagte Perminow nicht. Eine Arbeitsgruppe untersuche derzeit,ob er vor Ort behoben werden könne. Selbst wenn sich eine Rückführung des Raumschiffes ins Herstellerwerk „Energija“nach Moskau erforderlich machen sollte,käme es nur zu einer Verzögerung „um wenige Tage“.
 
Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur RIA „Nowosti“ist der Hitzeschild der Landekapsel des Raumschiffs aus seiner Verankerung gerissen worden. Deshalb müsse die Kapsel durch eine neue ersetzt werden.
 
Bereits im Juli war ein überbreiter Transportbehälter mit einer „Proton“-Trägerrakete auf einem Bahnhof in Uljanowsk von einem entgegenkommenden Zug gestreift worden. Dabei wurde auch die Rakete so schwer beschädigt,dass sie ins Herstellerwerk nach Moskau zurückgeschickt werden musste.
 
Die russischen Raumschiffe und Trägerraketen werden ausschließlich auf dem Schienenweg nach Baikonur befördert.
 
(für dapd)

 

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