Rogosin: Gezielter Absturz der ISS würde mehr als ein Jahr in Anspruch nehmen

Moskau, 11. April 2022 – Während die Fachwelt auf die Entscheidung von Präsident Wladimir Putin wartet, ob sich Russland von der Internationalen Raumstation ISS zurückzieht oder nicht, befeuert sein Raumfahrtchef Dmitri Rogosin das brisante Thema weiter. Die Versenkung der ISS würde mehr als ein Jahr in Anspruch nehmen, sagte er am Montag in einem Interview der Russkaja gaseta. Die einzelnen Module der Station müssten dafür aber nicht abgekoppelt werden. Es genüge, die Station als Ganzes mit Hilfe von Triebwerken abzubremsen, fügte er unter Hinweis auf die einmaligen russischen Erfahrungen mit der kontrollierten Rückführung der Raumstation MIR hinzu.

Während die USA die ISS mindestens bis 2030 weiterbetreiben wollen, will die Moskauer  Führung nach einer offiziellen Ankündigung „in nächster Zeit“ ihre Entscheidung treffen. Möglicherweise wird die am Dienstag bei einem Besuch von Putin und seines belarussischen Kollegen Alexandr Lukaschenko zum Tag der Raumfahrt auf dem Kosmodrom Wostotschny im Amur-Gebiet verkündet.

(C) Gerhard Kowalski

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