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Rogosin drängt auf Entscheidung über ISS-Nachfolger – Experte rät zur Zusammenarbeit mit strategischen Partnern Russlands

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  4. April 2017 —   Russland drängt auf eine Entscheidung über den Nachfolger der Internationalen Raumstation ISS. Der Zeitpunkt dafür „ist gekommen“,  twitterte Vizepremier Dmitri Rogosin (Foto),  der in der Regierung für das Militär und die Raumfahrt verantwortlich zeichnet. Er verwies darauf, dass der geltende ISS-Vertrag 2024 ausläuft.

Nach Ansicht des Generalkonstrukteurs für bemannte Weltraumsysteme und -komplexe des Staatskonzerns GK Roskosmos, Jewgeni Mikrin, muss spätestens 2020 entschieden werden,  ob die ISS möglicherweise bis 2028  weiter betrieben wird. Wenn nicht, dann müsse 2021 mit dem Bau neuer Module für eine eigene Raumstation auf der Grundlage des russischen ISS-Segments begonnen werden.

Der Raumfahrtexperte Andrej Ionin hält es für „vorteilhaft“, die neue russische Raumstation nicht mit „taktischen,  sondern strategischen Partnern“ zu bauen. Als Beispiele nannte er China,  Indien und die Staaten Südostasiens. „Sie alle haben ein klar formuliertes Interesse an der Entwicklung der bemannten Raumfahrt“,  fügte das Korrespondierende Mitglied  der Ziolkowski-Weltraum-Akademie hinzu. Die Amerikaner hätten bereits zu verstehen gegeben, dass sie nicht an der Fortsetzung der ISS nach 2024 interessiert sind. Es könnte sogar sein, dass sie schon vorher aussteigen. Alles hänge von den Projekten der US-Luft-  und Raumfahrtbehörde NASA und von SpaceX-Chef Elon Musk ab.

© Gerhard Kowalski

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