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Baikonur erhält zweite Rampe für bemannte Missionen – Russland und Kasachstan bauen Startplatz für Sojus-5-Rakete

Credit:GK Roskosmos

Astana,  13. Juni 2017 —  Die Startrampe in Baikonur, von der Juri Gagarin am 12. April 1961 als erster Mensch in den Weltraum geflogen ist,  bekommt Konkurrenz. Russland und Kasachstan haben am Dienstag in Astana beschlossen,  auf dem ältesten und größten Kosmodrom der Welt eine zweite Startrampe für bemannte Missionen zu bauen. Von ihr soll einmal der neue russische Mittelklasseträger Sojus5 mit dem neuen Raumschiff Federazija abheben,  teilte der Staatskonzern GK Roskosmos mit.

Ab 2022 sollen die ersten Flugtests des Trägers „unter Berücksichtigung der Möglichkeit bemannter Starts“ stattfinden,  heißt es in einem gemeinsamen Protokoll,  das in der kasachischen Hauptstadt veröffentlicht wurde.

Der für das Militär und die Raumfahrt zuständige russische Vizepremier Dmitri Rogosin betonte,  der Bau des Sojus-5-Startplatzes eröffne „große Perspektiven“ für die Fortsetzung des bemannten Weltraumprogramms seines Landes.

Nach dem langfristigen Raumfahrtprogramm Moskaus für die Jahre 2016-25 sollte das neue Raumschiff Federazija mit einem schweren Angara-Träger vom Kosmodrom Wostotschny im Amur-Gebiet ins All geschossen werden, mit dem sich Russland von Kasachstan unabhängig machen will. Doch auf Weisung von Präsident Wladimir Putin wird hier jetzt beschleunigt eine Startrampe für eine neue superschwere Trägerrakete für bemannte Missionen zum Mond und zum Mars errichtet. Als Fertigstellungsjahr wird 2027 genannt. Das neue Raumschiff Federazija wurde von der Angara auf die Sojus-5 und nach Kasachstan „versetzt“.

© Gerhard Kowalski

 

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