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Russischer Frachter im zweiten Anlauf mit Nachschub auf dem Weg zur ISS

 

Balkonur, 14. Oktober 2017 — Im zweiten Anlauf ist ein russischer Frachter mit 2,5 Tonnen Nachschub auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Progress MS-07 stieg am Samstagvormittag um 10.46 Uhr deutscher Zeit vom Kosmodrom Balkonur in Kasachstan an der Spitze einer Sojus-2.1a-Trägerrakete auf, teilte der Staatskonzern GK Roskosmos mit. Die Kopplung an das Pirs-Modul der ISS ist für Montag um 13.09 Uhr geplant. Sie soll automatisch erfolgen und von den Kosmonauten Sergej Rjasanski und Alexander Missurkin kontrolliert werden.

Eigentlich sollte der Frachter bereits am Donnerstag starten. Doch wegen Problemen mit der Telemetrie wurde der Countdown in letzter Sekunde automatisch unterbrochen.

Progress MS-07 bringt neben Treibstoff, Atemluft, Trinkwasser, Lebensmitteln auch wissenschaftliche Geräte, Experimente und Verbrauchsmaterial sowie Post,  Päckchen und frisches Obst für die sechsköpfige amerikanisch-russisch-italienische Besatzung auf die Umlaufbahn.

Die ursprüngliche Planung, das Raumschiff erstmals in nur drei Stunden – also nach zwei Erdumkreisungen – zur ISS zu schicken, wurde offenbar aus Sicherheitsgründen verschoben. Auch auf das inzwischen erprobte Verfahren, nach vier Erdumkreisungen beziehungsweise sechs Stunden anzulegen, wurde verzichtet. Gründe dafür wurden nicht genannt. Kurzzeitig hatte es geheißen, das Annäherungsschema werde von der Staatlichen Kommission, die für das ganze Startverfahren verantwortlich zeichnet, ad hoc entschieden.

In der ISS arbeiten derzeit neben Rjasanski und Missurkin noch die Amerikaner Randolph Bresnik, Mark Vande Hei und Joseph Acaba sowie der italienische ESA-Astronaut Paolo Nespoli.

(c) Gerhard Kowalski

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