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Credit: Kowalski
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Berlin, 8. Juni 2010 — Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sieht „großartige Chancen“ für den Ausbau der Zusammenarbeit mit seinem US-Partner NASA. Die Politik der Öffnung von Präsident Barack Obama gegenüber den Partnern biete dem DLR die Möglichkeit, seine speziellen Kernkompetenzen etwa in der Robotik oder Radartechnologie mit den Amerikanern besser umzusetzen, sagte DLR-Vorstandschef Johann-Dietrich Wörner am Dienstag auf der Berliner Luftfahrtschau ILA 2010. Noch in dieser Woche werde er dazu mit der stellvertretenden NASA-Chefin Lori Garver in Berlin konkrete Vereinbarungen treffen.

Durch seine große Bandbreite von der Grundlagenforschung bis zur Produktionsentwicklung leiste das DLR wichtige Beiträge zur Lösung globaler Herausforderungen, betonte Wörner. So werde die weltweite Spitzenposition in der Robotik durch umfangreiche Investitionen in das neue Robotik- und Mechatronik-Zentrum (RMC) in Oberpfaffenhofen weiter ausgebaut. In diesem Bereich seien in den vergangenen Jahren 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Ein Beispiel für die Leistungsfähigkeit der Branche sei mit dem Roboter „SpaceJustin“ in der DLR-Ausstellung auf der ILA zu sehen. Er könne im All und auf der Erde wie ein Mensch agieren.

Wörner kündigte auch eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Russen an. Dabei gehe es vor allem um die Nutzung von Mitfluggelegenheiten für deutsche Experimente.

Der DLR-Chef begrüßte, dass in dem Sparpaket der Bundesregierung die Ausgaben für Forschung, Entwicklung und Bildung nicht gekürzt wurden. Er hoffe, dass sich auch die anderen Länder der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA trotz der Finanzkrise „so positionieren“.  Bei den zukunftswichtigen Ausgaben dürfe nicht gespart werden.

(für ddp)

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