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Russische Kosmonauten beschweren sich über Schlafmangel und Lärmpegel in der ISS

Credit:GK Roskosmos

Moskau,  2. Dezember 2019 —   Ungewohnte Töne aus der russischen Raumfahrt:   Kosmonauten beschweren sich offen über Schlafmangel und zu viel Lärm in der Internationalen Raumstation ISS,  wie Moskauer Medien berichten. Sie berufen sich dabei auf „Materialien“  aus dem Institut für Medizinisch-Biologische Probleme (IMBP).

Bisher hörte man derartige Klagen lediglich von US-Astronauten seit ihren Mitflügen in den 1990-er Jahren in der russischen Raumstation MIR. Dabei musste sich dieser oder jener Amerikaner schon mal gefallen lassen,  von seinen offenbar hartgesotteneren russischen Kollegen als „Weichei“  bezeichnet zu werden.

Die Klagen der Kosmonauten wurden den Berichten zufolge bei den Untersuchungen einer IMBP-Spezialistengruppe für die medizinische Absicherung bemannter Flüge während der Missionen selbst als auch bei der Nachbereitung nach der Rückkehr der Kosmonauten gesammelt. Dabei ging es vor allem um die Nachtruhe,  die nach der Greenwich-Zeit (GMT)  geregelt wird,  und um den Lärmpegel, den die ungezählten ISS-Bordinstrumente permanent erzeugen. So beklagte sich ein  Kosmonaut,  dass in seiner Schlafkabine ständig 82 Dezibel gemessen wurden,  obwohl nur 45 Dezibel zulässig seien.

© Gerhard Kowalski

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