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Credit: GK Roskosmos

Moskau,  27. August 2020 —   GK Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin sieht offenbar dringenden Handlungsbedarf auf der Baustelle des neuen Kosmodroms Wostotschny im Amur-Gebiet. Wie die russische Raumfahrtagentur am Donnerstag mitteilte,  hat er den ehemaligen Generaldirektor der Tupolow-Flugzeugwerke,  Alexandr Konjuchow,  zu seinem Berater ernannt. Der Fachmann für strategische und Spezialluftfahrt zeichnet ab sofort für die Integration der Raketenhersteller und die Kontrolle über die Errichtung der Bodeninfrastruktur für die bemannten Programme auf dem ersten zivilen Weltraumbahnhof Russlands verantwortlich.

Das Kosmodrom liegt 8.000 Kilometer östlich von Moskau bei der Stadt Blagoweschtschensk. Auf Weisung von Präsident Putin sollen von hier einmal alle russischen Raumschiffe und Satelliten vom eigenen Territorium ins All geschossen werden,  um sich von Kasachstan unabhängig zu machen.

Bisher sind von hier seit 2016 aber lediglich fünf Sojus-2-Trägerraketen aufgestiegen,  wobei ein Start misslang. 2020 hat noch kein Start stattgefunden.

Bemannte Flüge sind von hier derzeit nicht möglich. Das soll sich aber in den nächsten Jahren ändern. Deshalb wird mit Hochdruck an einer Startrampe für die neue schwere Angara-5-Trägerrakete gearbeitet. Der erste unbemannte Start des neuen Raumschiffes Orjol (Adler) ist für 2023 geplant. Der Sojus-Nachfolger soll von hier zum Mond fliegen.

© Gerhard Kowalski

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