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Wie die Satellitenkommunikation Breitbandausbau und 5G unterstützen kann

Köln,  16. Januar 2021 —  Der Breitbandausbau in Deutschland kommt gerade in ländlichen Regionen nur langsam voran. Dabei ist ein gut ausgebautes und stabiles Netz Voraussetzung für unseren Alltag – nicht zuletzt für die flächendeckende Möglichkeit von Homeoffice. Bund und Länder stellen eine zweistellige Milliardensumme zur Förderung des Breitbandausbaus zur Verfügung. Doch die „Evolution“ leistungsfähiger Netze lahmt nicht zuletzt auch wegen begrenzter Tiefbaukapazitäten.

Hilfe kann hier aus dem Weltraum kommen. Technologische Fortschritte in der Satellitenkommunikation legen den Grundstein, um un-  oder unterversorgte Haushalte und Gemeinden mit einem schnellen Internetanschluss auszustatten. „Datenraten bis zu 100 Mbit/s im Download und 6 MBit/s im Upload sind mit modernen,  geostationären Satelliten möglich. Kommende Satellitengenerationen und Konstellationen im niedrigen Erdorbit versprechen weiter steigende Datenraten“,  sagte Walther Pelzer,  Vorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und Leiter der deutschen Raumfahrtagentur im DLR.

Seit 2018 unterstützt das DLR Raumfahrtmanagement unter anderem im Rahmen des „Digital Gipfels“ der Bundesregierung  gemeinsam mit Institutionen, Firmen und Verbänden die Digitalbranche dabei, den Nutzen der Satellitentechnologie für die Digitalisierung in den Fokus zu stellen. Zudem hat es gemeinsam mit den Partnern Eutelsat und Airbus die Initiative Dorf.digital gestartet. Die Hardware besteht bei einem satellitengestützten Internetzugang aus einer Parabolantenne und einem speziellen Sende-  und Empfangs-Modul mit Modem. „Diese Hardware schlägt mit Kosten von im Schnitt einigen Hundert Euro, abhängig von Leistungsfähigkeit und Installationsaufwand, für den Verbraucher zu Buche“,  sagte Pelzer.

© Gerhard Kowalski

 

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