Russland beginnt kompliziertes Umkopplungsmanöver an der ISS

Credit: GK Roskosmos

Moskau, 21. Oktober 2021 —  Russland hat in der Nacht zu Donnerstag ein kompliziertes und zeitaufwendiges Umkopplungsmanöver an seinem ISS-Segment  begonnen. Dazu wurde um 01:41 Uhr deutscher Zeit das Frachtraumschiff Progress MS-17 vom Kleinen Forschungsmodul (MIM) Poisk (Suche) abgedockt, teilte die GK Roskosmos mit. Im Laufe von 29 Stunden werde sich das Modul bis auf 185 Kilometer von der Station entfernen, eine Serie von Korrekturmanövern vollziehen und dann am Freitag um 06:31 Uhr mit Hilfe des Annäherungs- und Kopplungssystems Kurs automatisch am neuen Multifunktionalen Labormodul (MLM) Nauka (Wissenschaft) anlegen.

Damit werde die erste Kopplung eines Frachters mit Nauka vollzogen, das Ende Juli auf die Umlaufbahn gekommen ist, heißt es weiter. Der Kopplungsstutzen des Moduls sei dafür mit einem speziellen Adapter ausgerüstet worden, an dem Frachter und auch bemannte Raumschiffe festmachen können. Der werde bei der endgültigen Abkopplung von Progress MS-17 dann mitgenommen. Danach solle das Verbindungsmodul Pritschal (Anlegestelle) hier festmachen, dessen Start für Ende November geplant ist.

© Gerhard Kowalski

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