Raketenzentrum Chrunitschew stellt Produktion der Proton-M ein

Credit: GK Roskosmos

Moskau, 15. Januar 2022 – Das Staatliche Kosmische Wissenschafts- und Produktionszentrum (GKNPZ) M. W. Chrunitschew im Moskauer Vorort Fili stellt noch in diesem Jahr die Produktion der schweren Trägerrakete Proton-M ein. Derzeit würden hier die letzten vier Exemplare gefertigt, teilte der Konzern am Freitag mit. Dann werde sie von dem leistungsfähigeren und umweltfreundlicheren Nachfolger Angara-A5M abgelöst.

Die Proton-M würden noch vier Jahre lang eingesetzt, heißt es weiter. Der erste Angara-A5M-Start ist für 2024 vom Kosmodrom Wostotschny im Amur-Gebiet geplant.

Die Urfassung der Proton wurde als militärischer Träger entwickelt und erlebte ihren Erststart Mitte der 1960er Jahre. Mit ihr wurden von Baikonur in Kasachstan unter anderem alle wichtigen Elemente der sowjetischen und russischen Raumstationen gestartet.

Die Proton-M stieg im April 2001 das erste Mal auf. Sie kann 21 Tonnen Nutzlast auf eine niedrige Erdumlaufbahn bringen. Wegen ihres hochtoxischen umweltschädlichen Treibstoffs hat Kasachstan immer wieder ein Startverbot gefordert.

© Gerhard Kowalski

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