Moskau, 10. Juli 2025 – Hiobsbotschaft aus der russischen Raumfahrt: Kaum ist das neue nationale Billionen-Projekt bis 2036 beschlossen, da wartet GK Roskosmos-Chef Dmitri Bakanow mit der Nachricht auf, dass zwei seiner Satelliten-Projekte eingefroren werden müssen. Dabei handele es sich um das Marafon IoT- und das Skif-Programm, für die 264 beziehungsweise 12 Satelliten ins All geschossen werden sollten, sagte er der Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Mittwoch. Als Grund für die Absage führte er an, dass das dafür angesprochene Privatbusiness kein Interesse zeige. Sollte sich das ändern, könne man die Programme „problemlos“ wieder aufnehmen, fügte er hinzu. Das Satelliten-System Sfera, dem die beiden Abgänger angehören sollten, behalte aber seine Aktualität.
Bakanow hatte im Zuge des neuen nationalen Projektes versprochen, in den kommenden sechs Jahren mehr als 1.000 Satelliten zu starten. Doch dem steht die Realität entgegen, dass die Branche in den letzten Jahren einen ernsten Rückgang zu verzeichnen hat. So gab es in Russland 2024 lediglich 17 Raumfahrtstarts – zwei weniger als im Vorjahr und vier weniger als 2022. Die USA und China stehen dagegen mit 145 beziehungsweise 68 Starts zu Buche.
