Baikonur, 14. Juli 2026 – Das Raumschiff Sojus MS-29 ist auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Mit den russischen Kosmonauten Pjotr Dubrow und Anna Kikina sowie ihrem NASA-Kollege Anil Menon an Bord hob es am Dienstag um 16:48 Uhr deutscher Zeit vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan von der Rampe Nr. 31 ab. Die Ankopplung an die ISS ist für 19:56 Uhr geplant.
Die nunmehr 75. Stammbesatzung soll 261 Tage auf der Umlaufbahn arbeiten. In dieser Zeit sind 38 wissenschaftliche Experimente sowie zwei Ausstiege in den freien Raum vorgesehen. Mit an Bord ist auch ein modernes gastronomisches Set, auf dem die Raumfahrer unter Anleitung von Chefköchen traditionelle russische Speisen zubereiten wollen.
Dem Start wohnten der 1. Vizepremier Russlands, Denis Manturow, der Leiter des Russischen Fonds für Direktinvestitionen und Sondervertreter von Präsident Putin für die Investitions- und Wirtschaftszusammenarbeit mit dem Ausland, Kirill Dmitrijew, sowie die Chefs der Raumfahrtbehörden Russlands und der USA, Dmitri Bakanow und Jared Isaacman, bei. Letztere hatten am Vormittag noch Gespräche über die Zukunft der ISS geführt. Bakanow dankte dabei seinem US-Kollegen für die Unterstützung der Mission. Dmitrijew betonte mit Blick auf den bevorstehenden Start, dass damit die bilaterale Zusammenarbeit fortgesetzt werde.
Zum 80. Jahrestag der RKK Energija, in der die Sojus-Raumschiffe gebaut werden, war die Sojus-2.1a-Trägerrakete mit Postern des Unternehmens geschmückt. Zudem prangten auf ihr Zeichnungen von krebskranken Kindern im Rahmen des internationalen Projekts „Traum-Rakete“.
