Andreas Mogensen wird erster Däne im All

 

Credit: ESA

Paris, 28. August 2013 –Andreas Mogensen wird der erste Däne im Weltraum. Der 36-jährige promovierte Luft- und Raumfahrtingenieur soll im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA am 30. September 2015 mit dem russischen Raumschiff "Sojus TMA-18" zur Internationalen Raumstation ISS fliegen und dort rund zehn Tage lang forschen, teilte die ESA am Mittwoch in Paris mit. Die Rückkehr sei für den 10. Oktober geplant.

Der Flug stehe in unmittelbarem Zusammenhang mit der neuen Ära beim ISS-Betrieb, betonte die ESA weiter. Ab Mai 2015 würden zwei erfahrene Raumfahrer aus den USA und Russland ein ganzes Jahr lang auf der ISS arbeiten. Mogensen werde während seines Aufenthalts an Bord eine Reihe von Experimenten zur Vorbereitung künftiger Missionen und zur Erprobung neuer Technologien durchführen.   

"Ich freue mich umso mehr, diese Mission bekanntgeben zu können, als es sich bereits um die fünfte für die Gruppe der 2009 eingestellten Astronauten handelt", kommentierte der ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb, Thomas Reiter, die Entscheidung. "Der Erste dieser  Gruppe, Luca Parmitano, hält sich gegenwärtig auf der ISS auf, und drei andere haben ihre Vorbereitung auf ihre bevorstehenden Missionen begonnen." Bis Ende 2017 würden alle sechs neuen Astronauten in den Weltraum geschickt.

"Diese Mission ist die Erfüllung eines Lebenstraums und die Krönung vieler Jahre harter Arbeit und Ausbildung", sagte Mogensen zu seiner Nominierung. "Die Mission ist eine einzigartige Gelegenheit für Europa, die für die Zukunft der bemannten Exploration des Weltraums erforderlichen Technologien zu entwickeln und zu testen."   
    
Während seines Flugs wird der Däne innovative Methoden der Interaktion zwischen den Mannschaften am Boden und im Weltraum mittels eines mobilen Geräts testen, das mit einer Reihe von Mehrbenutzer-Kommunikationstechniken ausgerüstet ist. Das System bietet sogar jedermann die Möglichkeit, in Echtzeit die Tätigkeiten auf der ISS aus der Sicht eines ESA-Astronauten mitzuverfolgen.

© Gerhard Kowalski

 

 

 

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