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Russische Wissenschaftsakademie sieht Projekt ExoMars-2020 in Gefahr

Credit:ESA/OHB

Moskau,  19. Mai 2017 —  Die Russische Akademie der Wissenschaften (RAN) schlägt Alarm. Sie sieht das Projekt ExoMars-2020 in Gefahr. Grund sei der Rückstand der russischen Seite beim Abschluss der entsprechenden Vereinbarungen mit dem Auftragnehmer,  betonte die Expertengruppe für den sogenannten planetaren Schutz in einer Erklärung. Der RAN-Rat wandte sich daraufhin mit der Bitte an die Führungen des Staatskonzerns GK Roskosmos und der Wissenschaftlichen Produktionsvereinigung NPO Lawotschkin als Auftragnehmer für die russischen Bordinstrumente der Sonde,  die Auswahl der Lieferanten und die Vertragsabschlüsse mit ihnen zu beschleunigen. Andernfalls könnten die Terminvorgaben für die Mission nicht rechtzeitig erfüllt werden.

Die Expertengruppe zeichnet für die biologische Reinheit der Bordgeräte von ExoMars-2020 verantwortlich. Dadurch soll verhindert werden, dass der Weltraum und die Marsoberfläche durch irdische Mikroorganismen verunreinigt werden.

ExoMars ist eine gemeinsame Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA und GK Roskosmos. Dabei geht es um die Suche nach Lebenszeichen auf dem Roten Planeten. Im ersten Teil der Mission wurden 2016 der Trace Gas Orbiter (TGO)  und der Landedemonstrator Schiaparelli (EDM) zum Roten Planeten geschickt. Im zweiten Teil soll ein Rover abgesetzt und bei Bohrungen bis in zwei Meter Tiefe nach organischen Molekülen gesucht werden.

© Gerhard Kowalski

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