Rogosin bestätigt: Auch Russlands neues bemanntes Raumschiff Federazija wird von Baikonur starten (Update)

Credit: GK Roskosmos

Sankt Petersburg,  1. Juni 2017  —  Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Auch das neue russische Raumschiff Federazija wird von Baikonur in Kasachstan aus gestartet. Das hat der für das Militär und die Raumfahrt zuständige Vizepremier Dmitri Rogosin am Donnerstag auf dem XXI. Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg bestätigt. Als Träger diene die neue russische Sojus-5-Rakete,  die in den Progress-Werken in Samara entwickelt wird und 2022 erstmals zum Einsatz kommen soll. Bislang sollte Federazija mit der schweren Angara-A5P vom neuen Kosmodrom Wostotschny im Amur-Gebiet starten.

Rogosin begründet diese Kehrtwende mit der Entscheidung von Präsident Wladimir Putin,  die Entwicklung einer perspektivischen superschweren Trägerrakete für bemannte Flüge zum Mond von Wostotschny zu beschleunigen.

Zuvor hatte bereits der Chef des Staatskonzerns GK Roskosmos,  Igor Komarow,  auf dem Forum angekündigt,  dass die Sojus-5,  die im Rahmen des FeniksTest- und Konstruktionsprogramms (OKP) entsteht,  die Startkosten von derzeit  60 bis 70 Millionen auf nur noch maximal 55 Millionen Dollar senken werde. Die neue Rakete werde auch in der privaten Raumfahrt,  so etwa bei Sea Launch,  zum Einsatz kommen.

Das Forum befasst sich in diesem Jahr speziell auch mit den Perspektiven der Privatwirtschaft in der Raumfahrt und dem Einfluss der Entwicklung des Marktes bei den kosmischen Dienstleistungen auf das tägliche Leben.

© Gerhard Kowalski

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