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Sergej Krikaljow: Start des Nauka-Moduls zur ISS wird auf 2018 verschoben

Credit:ZPK

Sankt Petersburg,  2. Juni 2017 –  Der Start des russischen Mehrzwecklabormoduls (MLM)  Nauka (Wissenschaft ) zur Internationalen Raumstation ISS wird auf 2018 verschoben. Das teilte der amtierende Direktor für Bemannte Weltraumprogramme der GK Roskosmos,  Sergej Krikaljow, am Freitag auf dem XXI. Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg mit. Einen genauen Termin nannte er nicht.

Grund für die erneute Startverschiebung seien die „periodisch“ an verschiedenen Stellen des Moduls auftretenden Verschmutzungen,  betonte Krikaljow. In letzter Zeit war immer wieder von Fremdkörpern im Treibstoffsystem die Rede. Nauka sollte bereits 2004 auf die Umlaufbahn gebracht werden.

Mit der Startverschiebung werde wahrscheinlich auch die Regelung verlängert,  die Besatzung des russischen ISS-Segments von drei auf zwei Mitglieder zu verringern,  fügte Krikaljow hinzu. Für einen dritten Kosmonauten gebe es derzeit keinen Arbeitsplatz. Die Starttermine für das Verbindungsmodul (UM –2018) und das Wissenschaftlich-Energetische Modul (NEM – 2019) blieben indes unverändert.

© Gerhard Kowalski

 

2 comments to Sergej Krikaljow: Start des Nauka-Moduls zur ISS wird auf 2018 verschoben

  • Die Aussage „Für einen dritten Kosmonauten gebe es derzeit keinen Arbeitsplatz“von Krikaljow finde ich doch sehr eigenartig. Das Japanische Kibo und europäische Columbus Labor sind doch wohl so gross,
    dass man auch den russischen Besatzungsmitgliedern erlauben koennte ihre Experimente dort zu machen.
    Oder kann es sein,dass von den russischen Wissenschaftlern,mangels Interesse an der Forschung in der Schwerelosigkeit,es einfach keine Aufträge gibt?
    V.D.

  • Gerhard Kowalski

    Das stimmt offenbar. Ich frage mich nur,wo der bisher gearbeitet hat.
    Die Russen haben wirklich keine nennenswerten wissenschaftlichen Apparaturen an Bord. Zudem haben sie ihre Wissenschaftszeit zumeist gegen Strom an die Amis verkauft. Das ändert sich wohl erst mit NAUKA —irgendwann.
    In die anderen Module kommen sie nur,wenn es der Dienstplan ausdrücklich vorsieht.
    Für bezahlte,private Aktivitäten im russischen Segment gibt es bisher zudem keine rechtlichen Grundlagen. Die Russen öffnen sich gerade erst der Privatwirtschaft in der Raumfahrt,wie auf dem Petersburger Forum überdeutlich wurde. Und das auch nicht so sehr aus Überzeugung,sondern aus blanker Geldnot.
    Ich habe erst vor kurzem von Kornijenko erfahren,dass er bei seinem Einjahresflug aus Platznot bei den Amis geschlafen hat.

    GK

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