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IKI-Chef Seljony: Russland verschiebt Start von zwei Mondsonden

 

Moskau,  15. Juli 2017 —  Russland verschiebt den geplanten Start  der Mond-Sonden Luna-26 und Luna-27 um jeweils ein Jahr auf 2021 beziehungsweise 2022. Die Luna-25-Sonde werde 2019 zum Mond geschickt, sagte der Chef des Moskauer Instituts für Kosmosforschung (IKI),  Lew Seljony,  der Nachrichtenagentur TASS. 2020 werde das Mond-Programm wegen des Starts von ExoMars unterbrochen.

Die russische Industrie sei derzeit nicht in der Lage,   zwei interplanetare Starts in einem einzigen Jahr durchzuführen,  fügte der Wissenschaftler zur Begründung hinzu. Man kämpfe ohnehin darum,  dass die neuen Termine nicht noch weiter hinausgezögert werden.

Luna-25 soll am Südpol des Erdtrabanten landen. Luna-26 soll den Mond in etwa 200 Kilometern Entfernung umkreisen und die Daten von Luna-25 auf die Erde übermitteln. Luna 27 soll schließlich eine Anlage für Tiefenbohrungen auf den Mond bringen. Eigentlich sollte diese Mission gedoubelt werden, doch darauf wurde inzwischen verzichtet. Für 2024 ist die Landung von Luna-28 geplant,  um Bodenproben zu nehmen,  die dann auf die Erde gebracht hat werden.

Seljony teilte ferner mit,  dass Russland zeitweilig auf Jupiter-Sonden verzichtet und sich dafür auf die Erforschung der Venus-Oberfläche konzentriert. Dabei habe man sich mit US-Wissenschaftlern abgesprochen.

Zuvor hatte der Staatskonzern GK Roskosmos angekündigt, man werde 2019 mit der Vorbereitung auf einen Mars-Flug beginnen. Die amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA sei eingeladen worden,  sich dem anzuschließen.

© Gerhard Kowalski

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