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Trump-Administration plant Privatisierung der ISS nach 2024 – Russland könnte nachziehen

Credit:NASA

Washington/Moskau,  12. Februar  2018 —   Die Trump-Administration will die Finanzierung der Internationalen Raumstation ISS in ihrer jetzigen Form nach 2024 einstellen. Die Station solle aber nicht zum Absturz gebracht,  sondern als kommerzielle Plattform für wissenschaftliche Experimente weitergeführt werden,  berichtet die Washington Post. Das Blatt beruft sich dabei auf eine Projekt-Dokumentation. 

 
Der Einstellung  der Finanzierung nach 2024 ist derzeit ein heißes Thema in der Debatte um den  Entwurf des US-Haushalts für das kommende Jahr. Dabei geht es auch um eine Festlegung aus dem Haushalt 2017,  nach der geprüft werden soll,  ob nicht auch eine Verlängerung des ISS-Vertrages bis 2028 und darüber hinaus möglich ist.
 
Die USA haben bisher rund 100 Milliarden Dollar für die Station ausgegeben. Die jährlichen Kosten werden auf drei bis vier Milliarden Dollar beziffert.
 
Auch Russland könnte sein ISS-Segment für kommerzielle Zwecke nutzen,  sollte der Vertrag 2024 auslaufen,  betonte der Raumfahrtexperte Alexander Shelesnjakow mit Blick auf die Diskussion in den USA. Die Russische Orbitalstation (ROS) könnte aus dem Mehrzwecklabormodul (MLM) Nauka (Wissenschaft),  dem Wissenschaftlich-Energetischen Modul (NEM) und dem Verbindungsmodul Pritschal (Anlegestelle) bestehen,  die 2018 und 2019  auf die Umlaufbahn gebracht werden,  sagte das Mitglied der Moskauer Raumfahrtakademie. Hinzu kommen könnten noch ein Schleusen-  und ein aufblasbares Modul.
 
(c) Gerhard Kowalski

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