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Suche nach Ursachen für ISS-Leck schwieriger als erwartet  – Sonderkommission der GK Roskosmos nimmt Arbeit auf

Moskau/Wladiwostok,  11. September 2018 —   Die Suche nach den Ursachen für das Leck in der Internationalen Raumstation ISS gestaltet sich offenbar schwieriger als erwartet. Deshalb hat am Dienstag eine Sonderkommission der GK Roskosmos die Arbeit aufgenommen, teilte der Raumfahrtstaatskonzern mit. Sie werde vom amtierenden Ersten Stellvertreter von GK-Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin,  Nikolai Sewastjanow,  geleitet.

Die Mitglieder dieser Kommission befassen sich mit der Analyse jener Informationen, die von Spezialisten der RKK Energija als Hersteller des Raumschiffes Sojus MS-09 in der erste Etappe der Untersuchungen gewonnen wurden,  sowie mit der Gewinnung neuer Fakten,  heißt es in einer Mitteilung. Die offiziellen Schlussfolgerungen der Sonderkommission würden nach Abschluss ihrer Arbeit veröffentlicht.

Die Ergebnisse der RKK Energija  ergeben „kein objektives Bild“,  betonte Rogosin am Rande eines Wirtschaftsforums in Wladiwostok. Deshalb werde jetzt weiter gesucht, ohne vorrangig auf den Zeitfaktor zu achten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA Nowosti haben die innerbetrieblichen Untersuchungen des führenden russischen Raumfahrtkonzerns ergeben,  dass das rund zwei Millimeter große Loch in der Orbitalsektion des Raumschiffes absichtlich und per Hand in die Außenhaut gebohrt wurde,  ohne dass man dafür Schuldige gefunden habe.

Damit dürfte der von Rogosin ursprünglich genannte Zeitrahmen für die Verkündung des Ergebnisses der Untersuchungen –  Mitte September –  hinfällig geworden sein.

© Gerhard Kowalski

 

 

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