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Havarie-Kommission: Deformation eines Sensors ist Ursache für Sojus MS-10-Absturz

Credit:GK Roskosmos

Koroljow, 1. November 2018 —  Die Ursache für den Absturz des Raumschiffes  Sojus MS-10 am 11. Oktober war ein deformierter Sensor, der für die Abtrennung der ersten von der zweiten Stufe der Sojus-FG-Trägerrakete zuständig ist. Dadurch habe sich die Abdeckung der Düse, die für die Wegführung des Tanks des Blocks D von der Rakete sorgen sollte, nicht geöffnet, sagte der Vorsitzende der zuständigen Havarie-Kommission, Oleg Skorobogatow, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz im Flugleitzentrum (ZUP) in Koroljow bei Moskau. Die Sensor-Halterung sei bei der Montage des Trägers auf dem Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) um sechs Grad verbogen worden.

Skorobogatow teilte mit, dass zwei bereits montierte Sojus-Raketen in Baikonur und auf dem europäischen Weltraumbahnhof Kourou (Französisch-Guyana) wieder auseinandergenommen und überprüft würden. Es würden zudem Maßnahmen getroffen, damit sich so ein Fehler in Zukunft nicht wiederholen kann.

Der Russe Alexej Owtschinin und der Amerikaner Nick Hague überlebten den Fehlstart unbeschadet, weil das Sojus-Rettungssystem perfekt funktionierte. Die beiden Männer sollen nun im Frühjahr 2019 zur Internationalen Raumstation ISS fliegen.

(c) Gerhard Kowalski

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