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Zahl der russischen Experimente in der ISS drastisch gesunken

Credit:NASA

Moskau, 12. September 2019 —   Die Zahl der russischen Experimente in der Internationalen Raumstation ISS ist seit April 2017  drastisch gesunken. Der Grund dafür sei die Verringerung der Besatzung im russischen Segment von drei auf zwei Kosmonauten,  geht aus Veröffentlichungen im Wissenschaftsjournal des Kosmonautenausbildungszentrums (ZPK)  Juri Gagarin im Sternenstädtchen bei Moskau hervor. So habe Kosmonaut Sergej Prokopjew 2018 nur noch 30 Prozent seiner Arbeitszeit wissenschaftlichen Experimenten gewidmet. Von 2014 bis 2017 habe der Koeffizient noch bei 38 Prozent gelegen.

Die Situation wird sich dem Vernehmen nach erst im kommenden Jahr ändern,  wenn das neue Modul Nauka (Wissenschaft) auf die Umlaufbahn kommt. Mit ihm erhält Russland dann nicht nur einen dritten Schlafplatz in seinem Segment,  sondern auch mehr Apparaturen für wissenschaftliche Experimente.

Sergej Krikaljow,  der bei der GK Roskosmos für die bemannten Programme zuständig ist,  räumte ein,  dass die Kosmonauten auch angesichts des zunehmenden Verschleißes der ISS-Systeme immer mehr Wartungsarbeiten durchführen müssen. Die Situation sei jedoch nicht katastrophal.

© Gerhard Kowalski

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